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Untersuchung über die Arbeitsbelastung von Feuerwehrbeamten. Die Laufbahngruppe 1.2 bei Feuerwehren mit und ohne Tätigkeit im Rettungsdienst

Title: Untersuchung über die Arbeitsbelastung von Feuerwehrbeamten. Die Laufbahngruppe 1.2 bei Feuerwehren mit und ohne Tätigkeit im Rettungsdienst

Bachelor Thesis , 2021 , 94 Pages , Grade: 1,1

Autor:in: Alex Kaller (Author)

Leadership and Human Resources - Occupational burnout and stress at work
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Ist der Rettungsdienst eine nette Abwechslung oder belastet er, auch im Hinblick des Ausbildungsstandes, die Feuerwehrleute? Diesbezüglich ergibt sich innerhalb der vorliegenden Arbeit folgende Fragestellung: „Ist die Arbeitsbelastung von Feuerwehrbeamten der Laufbahngruppe 1.2 bei Feuerwehrbeamten mit Tätigkeit im Rettungsdienst höher als bei
Feuerwehrbeamten ohne Tätigkeit im Rettungsdienst?“

Ein Feuerwehrbeamter übt in seinem Job mehrere Berufe gleichzeitig aus. Neben der handwerklichen Ausbildung und der Feuerwehrausbildung besitzen sie zudem teilweise die Ausbildung als Rettungsassistent oder Notfallsanitäter. Seitdem der Notfallsanitäter den Rettungsassistenten im Jahr 2014 abgelöst hat, werden dem Notfallsanitäter immer mehr Kompetenzen abverlangt. Hinzukommen für den Feuerwehrbeamten die zunehmende Anzahl an Einsätzen und die Vielseitigkeit der Einsätze. Die Brandbekämpfung einer Feuerwehr ist längst nicht mehr die einzige Aufgabe. Viele berufliche Feuerwehren üben zugleich den Rettungsdienst aus. Der Notfallsanitäter ist ein komplett eigenständiger Beruf. Für die Mitarbeiter bedeutet dies einen Wechsel zwischen zwei komplett unterschiedlichen Berufsbildern. Mit den Worten „Das ist so, als ob man den Gärtner zum Schmied macht“ beschreibt ein Berufsfeuerwehrmann die Situation, dass zwei Berufe innerhalb eines Dienstes ausgeübt werden.

Dementsprechend sind die Arbeitsbelastungen komplett unterschiedlich. Im Rettungsdienst ist Feingefühl und Einfühlungsvermögen gefragt, während bei der Feuerwehr mit schwerem technischen Gerät gearbeitet wird. Bei der Feuerwehr kommt es zum Beispiel bei einem Verkehrsunfall mit Schwerverletzten oder einem Schadenfeuer zu Extrembelastungen. Zusätzlich zählt der Arbeitsalltag zu den Belastungen. 70 % der Feuerwehrleute finden den Arbeitsalltag belastender als die Einsätze. Im Rettungsdienst hingegen herrscht kein strukturierter Arbeitsalltag. Dort dominiert eine hohe Einsatzfrequenz. Eine weitere Belastung durch den Rettungsdienst ist das Heben und Tragen. Andererseits gaben Einsatzkräfte an, durch den Rettungsdienst flexibler zu sein und nicht nur auf der Wache gebunden zu sein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

THEORETISCHER TEIL

2 Belastungen und Stress

2.1 Stress

2.1.1 Entstehung von Stress

2.1.2 Folgen von Stress

2.1.3 Bewältigung von Stress

2.2 Belastungen

2.2.1 Begriffsbestimmung

2.2.2 Entstehung von Belastungen

2.2.3 Resilienz

2.2.4 Arbeitsbelastungen von Feuerwehr und Rettungsdienst

3 Grundlagen des Feuerwehrwesens

3.1 Arten und Aufgaben der Feuerwehr

3.2 Ausbildung und Werdegang eines Feuerwehrmannes

3.3 Wachalltag und Geschichte der Feuerwehr

4 Grundlagen des Rettungsdienstes

4.1 Aufgaben und Unterschiede des Rettungsdienstes

4.2 Entwicklung des Rettungsdienstes

4.3 Der Beruf im Rettungsdienst

5 Aktueller Forschungsstand

6 Zusammenfassung theoretischer Ergebnisse

EMPIRISCHER TEIL

7 Methodik

7.1 Darstellung und Begründung des Forschungsdesigns

7.2 Datenerhebung, Variablen, Pretest

7.3 Datenauswertung

8 Ergebnisse

9 Diskussion

10 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Fragestellung, ob die Arbeitsbelastung von Feuerwehrbeamten der Laufbahngruppe 1.2 bei Feuerwehren mit Tätigkeit im Rettungsdienst höher ist als bei Feuerwehren ohne diese Tätigkeit. Ziel ist es, durch eine quantitative Analyse mittels Fragebogen ein besseres Verständnis über die Belastungssituation und die Vereinbarkeit beider Berufsfelder zu gewinnen.

  • Vergleich der Arbeitsbelastungen zwischen Feuerwehrdienst und Rettungsdienst
  • Analyse der Stressfaktoren und Resilienz von Einsatzkräften
  • Untersuchung der Vereinbarkeit der Berufsfelder im 24-Stunden-Dienst
  • Einfluss der Qualifikation (Notfallsanitäter vs. Rettungssanitäter) auf das Belastungsempfinden
  • Identifikation von Defiziten in der aktuellen Wachausbildung

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Begriffsbestimmung

Wie im vorherigen Themenbereich in der Stresstheorie dargestellt, lösen Reize, welche negativ bewertet werden, den Stress aus. Diese Reize werden auch Stressoren oder Belastungen genannt. Belastungen sind demzufolge die Eigenschaften von Situationen, die auf das Individuum einwirken. Unterschieden werden die Belastungen in physiologische, psychologische und soziale Belastungen (vgl. Litzcke et al. 2013: 3f.). Die DIN EN ISO 10075-1 definiert psychische Belastungen als „die Gesamtheit aller erfassbaren Einflüsse, die von außen auf den Menschen zukommen und psychisch auf ihn wirken“. Diese Definition folgt demnach auch der Ansichtsweise, dass eine Situation oder ein Reiz von außen auf das Individuum wirkt. Zwar beruht diese Definition auf den psychischen Belastungen, dennoch stellen ebenfalls die physischen und sozialen Belastungsfaktoren mitunter eine Belastung dar (vgl. DIN EN ISO 10075-1).

Andere Autoren hingegen nehmen an, dass unter Belastungen der Effekt zu verstehen ist, welcher erst nach dem Bewertungsprozess von Reizen eintritt. Zuweilen wird der Begriff Belastung in der Literatur nicht einheitlich genutzt. Es wird in der einschlägigen Literatur auch darüber diskutiert, neutralere Begriffe zu nutzen, denn der Begriff Belastung wird oftmals mit negativen Assoziationen verbunden. Damit nicht im Vorfeld eine Bewertung stattfindet, wird vorgeschlagen, die Begriffe Stressor, Beanspruchung oder Anforderung zu nutzen. Die Begrifflichkeiten sind jedoch auch nicht unproblematisch, denn der Begriff Beanspruchung hat z. B. positive Begleitvorstellungen. Eine positive Beanspruchung ist jedoch keineswegs der Fall, wenn ein Feuerwehrmann Leichenteile einsammeln muss oder ein Rettungsdienstmitarbeiter nach einer erfolglosen Reanimation einer Person mitteilten muss, dass ihr Angehöriger verstorben ist (vgl. Lasogga 2011: 129f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung zur Arbeitsbelastung von Feuerwehrbeamten der Laufbahngruppe 1.2 in Abhängigkeit von ihrer Tätigkeit im Rettungsdienst vor.

2 Belastungen und Stress: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Konzepte von Stress, Stressbewältigung, Resilienz und Belastungsfaktoren im Kontext von Feuerwehr und Rettungsdienst.

3 Grundlagen des Feuerwehrwesens: Hier werden die Strukturen, Aufgaben, Ausbildung und der Wachalltag der Feuerwehr in Deutschland erläutert.

4 Grundlagen des Rettungsdienstes: Dieses Kapitel beleuchtet die Aufgaben des Rettungsdienstes, seine historische Entwicklung und das Berufsbild der dort tätigen Einsatzkräfte.

5 Aktueller Forschungsstand: Der Forschungsstand fasst bestehende Studien zur Belastung von Feuerwehrleuten zusammen und diskutiert insbesondere die Ergebnisse der qualitativen Untersuchung von Stefanie Tschieter.

6 Zusammenfassung theoretischer Ergebnisse: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über die theoretischen Grundlagen zur Entstehung von Stress und Belastungen sowie deren Relevanz für den Feuerwehrdienst.

7 Methodik: Die Methodik beschreibt das quantitative Forschungsdesign, die Datenerhebung mittels Online-Fragebogen sowie die statistische Auswertung.

8 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die statistischen Auswertungen zur Arbeitsbelastung und Einsatzzahlen der befragten Feuerwehrbeamten.

9 Diskussion: Die Diskussion reflektiert die empirischen Ergebnisse im Licht der theoretischen Grundlagen und des aktuellen Forschungsstandes sowie die methodischen Limitationen.

10 Fazit: Das Fazit beantwortet die zentrale Fragestellung und leitet Empfehlungen für die Wachausbildung und die Personalführung ab.

Schlüsselwörter

Arbeitsbelastung, Feuerwehr, Rettungsdienst, Laufbahngruppe 1.2, Stress, Resilienz, Notfallsanitäter, Einsatzbelastung, quantitative Forschung, Wachausbildung, Stressoren, Coping-Strategien, Arbeitsalltag, Berufsfeuerwehr, Belastungsfaktoren

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die Arbeitsbelastung von Feuerwehrbeamten der Laufbahngruppe 1.2 höher ist, wenn sie zusätzlich im Rettungsdienst tätig sind, im Vergleich zu Kollegen, die nur im Feuerwehrdienst eingesetzt werden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind Stress- und Belastungstheorien, die spezifischen Arbeitsbelastungen im Feuerwehr- und Rettungsdienstwesen sowie die Vereinbarkeit dieser beiden Berufsfelder.

Was ist das primäre Ziel der Bachelorarbeit?

Das Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob die Belastung durch rettungsdienstliche Tätigkeiten signifikant zu einer Mehrbelastung führt, und auf Basis der Ergebnisse Handlungsempfehlungen für die Ausbildung abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt ein quantitatives Forschungsdesign. Dabei wurde eine Online-Befragung von Feuerwehrbeamten der Laufbahngruppe 1.2 durchgeführt und die Daten wurden deskriptiv statistisch in Excel analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil, der Stress- und Belastungsmodelle sowie die Grundlagen von Feuerwehr und Rettungsdienst erläutert, und einen empirischen Teil, der Methodik, Ergebnisse und Diskussion der durchgeführten Befragung enthält.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Arbeitsbelastung, Feuerwehr, Rettungsdienst, Notfallsanitäter, Stress, Resilienz und Wachausbildung.

Welche Rolle spielt die Qualifikation als Notfallsanitäter?

Die Arbeit zeigt, dass Notfallsanitäter im Vergleich zu Rettungssanitätern höhere Verantwortung tragen, was sich in der Auswertung tendenziell in höheren Belastungswerten widerspiegelt, obwohl die Fallzahl in dieser Gruppe klein war.

Was schlagen die befragten Feuerwehrleute zur Verbesserung ihrer Situation vor?

Eine große Mehrheit (85,9 %) der Befragten gibt an, dass die Wachausbildungszeit erhöht werden muss, um den wachsenden Anforderungen und der steigenden Komplexität der Aufgaben gerecht zu werden.

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Details

Title
Untersuchung über die Arbeitsbelastung von Feuerwehrbeamten. Die Laufbahngruppe 1.2 bei Feuerwehren mit und ohne Tätigkeit im Rettungsdienst
College
Akkon-Hochschule für Humanwissenschaften
Grade
1,1
Author
Alex Kaller (Author)
Publication Year
2021
Pages
94
Catalog Number
V1151827
ISBN (eBook)
9783346538673
ISBN (Book)
9783346538680
Language
German
Tags
Feuerwehr Rettungsdienst Belastungen Notfallsanitäter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alex Kaller (Author), 2021, Untersuchung über die Arbeitsbelastung von Feuerwehrbeamten. Die Laufbahngruppe 1.2 bei Feuerwehren mit und ohne Tätigkeit im Rettungsdienst, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1151827
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