Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Accounting and Taxes

Bilanzierung latenter Steuern nach HGB und IFRS unter Einbezug der Anwendungen von Konsolidierungsmaßnahmen

Title: Bilanzierung latenter Steuern nach HGB und IFRS unter Einbezug der Anwendungen von Konsolidierungsmaßnahmen

Bachelor Thesis , 2021 , 39 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sepehr Nassrollahzadeh (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, die konzeptionellen Grundlagen dieser Problematiken zu erläutern und eine betriebswirtschaftliche Analyse in Bezug auf die möglichen Bilanzierungsspielräume, die durch das Ansetzen von latenten Steuern entstehen durchzuführen. Die Bachelorarbeit wird im Wesentlichen einen kritischen Vergleich der Bilanzierung latenter Steuern im Einzel- und Konzernabschluss nach HGB und IFRS aufzeigen. Dabei wird auf die aktuelle Entwicklung der rechtlichen Vorgaben zur Bilanzierung latenter Steuern eingegangen und es wird versucht anhand von Beispielen – auch aus der Praxis - eine wirtschaftliche und kritische Sicht darzustellen.

Durch die Bilanzierung von latenten Steuern und die damit verbundenen Bilanzierungsmöglichkeiten nach HGB und IFRS ergeben sich bilanz- bzw. steuerpolitische Entscheidungsoptionen für Unternehmen. Sowohl im Einzel- als auch im Konzernabschluss bestehen somit für Unternehmen Gestaltungsspielräume, die zur Steueroptimierungen oder zu Steuerverschiebungen führen können. Dabei können Unternehmen durch die Komplexität der Bilanzierung latenter Steuern, bewusst oder unbewusst gegen die angewendeten Rechnungslegungsstandards verstoßen. Fraglich ist, welche Ursachen, Wirkungen und Zwecken latente Steuern im Einzel- und Konzernabschluss verfolgen und wie Unternehmen diese Möglichkeiten nutzen, um bspw. Steueroptimierungen vorzunehmen. Trotz der Annährungen der deutschen Rechnungslegungsvorschriften an die internationalen Richtlinien durch das BilMoG und durch die kürzlich veröffentlichte DRÄS 11 unterscheiden sich die beiden Regelwerke dennoch in Ansatz-, Bewertungs-, und Ausweisfragen. Somit ergeben sich unterschiedliche Bilanzierungspflichten, -verbote und -wahlrechte im Rahmen der Bilanzierung von latenten Steuern zwischen HGB und IFRS, die kritisch zu hinterfragen sind. Hierbei ist die Notwendigkeit der Bilanzierung bzw. der nicht-Bilanzierung zu überprüfen. Zudem ist aufgrund der Änderungsmöglichkeiten dieser Bilanzierungsregelungen zu bedenken, ob sie künftig durch den Gesetzgeber und somit auch durch die IASB oder die DRSC überarbeitet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Latente Steuern im Einzelabschluss

2.1 Konzeption der latenten Steuerabgrenzung

2.2 Bilanzierung latenter Steuern nach HGB

2.3 Bilanzierung latenter Steuern nach IFRS

3 Latente Steuern im Konzernabschluss

3.1 Vereinheitlichung der Jahresabschlüsse

3.2 Konsolidierungsmaßnahmen

3.2.1 Voll- und Quotenkonsolidierung

3.2.2 Schuldenkonsolidierung

3.2.3 Zwischenergebniseliminierung

3.3 Equity-Methode

4 Kritische Würdigung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die konzeptionellen Grundlagen latenter Steuern zu erläutern und eine betriebswirtschaftliche Analyse der bilanzpolitischen Gestaltungsspielräume durchzuführen, die durch deren Ansatz entstehen. Dabei wird ein kritischer Vergleich der Bilanzierung latenter Steuern im Einzel- und Konzernabschluss nach HGB und IFRS unter Berücksichtigung aktueller rechtlicher Vorgaben und Praxisbeispiele vorgenommen.

  • Bilanzpolitische Entscheidungsspielräume bei der Steueroptimierung.
  • Unterschiede in Ansatz- und Bewertungsvorschriften zwischen HGB und IFRS.
  • Auswirkungen der Konzernkonsolidierung auf die Bildung latenter Steuern.
  • Kritische Analyse der Bilanzierungspraxis anhand des DAX-Unternehmens BASF SE.
  • Relevanz des Gläubigerschutzes und der Informationsfunktion des Jahresabschlusses.

Auszug aus dem Buch

Konzeption der latenten Steuerabgrenzung

Der Ausweis von latenten Steuern in der Handelsbilanz dient primär der Verbesserung der Informationsfunktion des Jahresabschlusses, ohne zusätzliche Kosten für die Bilanzierenden zu verursachen. Latente Steuern entstehen durch unterschiedliche Ansätze von Vermögen und Schulden in der Handels- und Steuerbilanz. Der Ansatz erfolgt nur bei quasi-permanenten und zeitlich begrenzten Differenzen. Bei permanenten Differenzen erfolgt kein Ansatz von latenten Steuern. Daher sind nur temporäre Abweichungen für die Bildung von latenten Steuern relevant. Diese Abweichungen informieren den Bilanzleser, dass steuerliche Differenzen vorhanden sind und geben Auskunft über folgende Steuerbelastungen oder Steuerentlastungen. Die Wertunterschiede beruhen u.a. auf Durchbrechungen des Maßgeblichkeitsgrundsatzes. Denn lange Zeit war im deutschen Recht der Grundsatz der formellen und materiellen Maßgeblichkeit dafür verantwortlich, dass die Handels- und Steuerbilanz überwiegend übereinstimmten.

Durch die Annäherung der handelsrechtlichen Vorschriften an die IFRS, die am 29. Mai 2009 im Rahmen der Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) stattfand, gewann die Bilanzierung der latenten Steuern auch im deutschen Recht mehr an Bedeutung. Bis dahin galt das GuV-orientierte „Timing-Konzept“, welches auf dem Vergleich der Jahresergebnisse basierte. Seitdem gilt das Bilanz-orientierte „Temporary-Konzept“. Das „Temporary-Konzept“ zielt auf die bilanziellen Wertansätzen mit der Pflicht zur Bildung latenter Steuern bei sämtlichen temporären Unterschieden ab. Trotz der Annäherung vermehren sich die Differenzen der Bewertungs- und Bilanzierungsunterschiede in der Handels- und Steuerbilanz und die Vorstellung einer sogenannten „Einheitsbilanz“ bleibt weiterhin fern. Die Berücksichtigung der latenten Steuern kann auch aus dem „Going-Concern-Prinzip“ abgeleitet werden, d.h. bei der Bewertung ist von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit auszugehen. Die Intention der Bilanzierung von latenten Steuern ist zum einen die periodengerechte Erfolgsermittlung und zum anderen der zutreffende Ausweis der Vermögenslage. Hierbei gilt sowohl nach HGB als auch nach IFRS, einen „richtigen Vermögensausweis zu erreichen. „Richtig" ist der mit dem handelsrechtlichen Ergebnis korrespondierende und nicht nach steuerrechtlichen Vorschriften kalkulierte Steueraufwand.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Bilanzierung latenter Steuern ein und definiert das Ziel, die Spielräume und Unterschiede zwischen HGB und IFRS kritisch zu beleuchten.

2 Latente Steuern im Einzelabschluss: Hier werden die konzeptionellen Grundlagen der Steuerabgrenzung sowie die spezifischen Bilanzierungsvorschriften und praxisrelevanten Ursachen für latente Steuern nach HGB und IFRS detailliert analysiert.

3 Latente Steuern im Konzernabschluss: Das Kapitel behandelt die Besonderheiten bei der Konzernrechnungslegung, insbesondere durch Vereinheitlichungen, Konsolidierungsmaßnahmen wie Voll- und Quotenkonsolidierung sowie die Anwendung der Equity-Methode.

4 Kritische Würdigung: Der Autor fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die bilanzpolitischen Implikationen und unterbreitet Vorschläge zur künftigen Ausgestaltung der Bilanzierungsvorschriften.

Schlüsselwörter

Latente Steuern, HGB, IFRS, Bilanzierung, Steuerabgrenzung, Konzernabschluss, Einzelabschluss, Temporäre Differenzen, Steueroptimierung, Bilanzpolitik, Konsolidierung, Maßgeblichkeitsgrundsatz, Firmenwert, Verlustvorträge, Drohverlustrückstellungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bilanzierung latenter Steuern als Instrument der Bilanzpolitik und analysiert dabei die Unterschiede sowie Gestaltungsspielräume zwischen den Rechnungslegungsstandards HGB und IFRS.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die konzeptionellen Grundlagen der latenten Steuerabgrenzung, deren Entstehung im Einzel- und Konzernabschluss sowie die steuerlichen Konsequenzen bilanzpolitischer Entscheidungen.

Was ist das primäre Ziel der Bachelorarbeit?

Das Ziel ist es, die konzeptionellen Problematiken der latenten Steuern zu erläutern und durch einen kritischen Vergleich nach HGB und IFRS aufzuzeigen, wie Unternehmen diese zur Steueroptimierung nutzen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit der einschlägigen Fachliteratur und den gesetzlichen Vorschriften, ergänzt durch eine betriebswirtschaftliche Analyse anhand praxisrelevanter Beispiele, insbesondere der BASF SE.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von latenten Steuern im Einzelabschluss, ihre Behandlung im Konzernabschluss durch diverse Konsolidierungsmaßnahmen und die spezifische Anwendung der Equity-Methode.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Latente Steuern, HGB, IFRS, Bilanzpolitik, Temporäre Differenzen und Steueroptimierung.

Welche Rolle spielt das BilMoG für die Bilanzierung latenter Steuern?

Das BilMoG führte zur Annäherung des deutschen Rechts an internationale Standards, indem es vom "Timing-Konzept" zum "Temporary-Konzept" überging und damit die Bedeutung latenter Steuern im HGB signifikant erhöhte.

Wie unterscheidet sich die Bilanzierung nach HGB und IFRS bei Verlustvorträgen?

Während das HGB bei der Aktivierung latenter Steuern aus Verlustvorträgen ein Wahlrecht vorsieht, sind diese nach IFRS bei entsprechender Wahrscheinlichkeit zukünftiger steuerpflichtiger Ergebnisse bilanzierungspflichtig.

Excerpt out of 39 pages  - scroll top

Details

Title
Bilanzierung latenter Steuern nach HGB und IFRS unter Einbezug der Anwendungen von Konsolidierungsmaßnahmen
College
University of Hamburg
Grade
1,3
Author
Sepehr Nassrollahzadeh (Author)
Publication Year
2021
Pages
39
Catalog Number
V1151921
ISBN (eBook)
9783346545916
ISBN (Book)
9783346545923
Language
German
Tags
latente Steuen Bilanzierung Einzelabschluss Konzernabschluss HGB IFRS betriebswirtschaftliche Analyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sepehr Nassrollahzadeh (Author), 2021, Bilanzierung latenter Steuern nach HGB und IFRS unter Einbezug der Anwendungen von Konsolidierungsmaßnahmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1151921
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  39  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint