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Mindestlöhne und ihre Effekte auf dem Arbeitsmarkt

Zwischen der klassischen sowie der keynesianischen Theorie und der beispielhaften Wirklichkeit

Title: Mindestlöhne und ihre Effekte auf dem Arbeitsmarkt

Term Paper , 2008 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Peter Janakiew (Author)

Business economics - Economic Policy
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Im Zusammenhang mit dem rasanten Wachstum des Niedriglohnsektors und der verbundenen Einkommensarmut wird die aktuelle arbeitsmarktpolitische Diskussion über die Forderungen nach Mindestlöhnen immer lauter und zunehmend kontroverser diskutiert. Die Befürworter eines Mindestlohns wollen mit diesem Instrument unter anderem ein weiteres Wachstum des Niedriglohnsektors verhindern und die steigende Einkommensarmut bekämpfen. Die Gegner des Mindestlohns argumentieren mit der negativen Auswirkung einer solchen Lohnuntergrenze auf den Arbeitsmarkt, in Folge dessen es zwingend zur Arbeitslosigkeit kommt.
In der vorliegenden Hausarbeit soll im ersten Abschnitt mittels der klassischen und der keynesianischen Arbeitsmarkttheorie der Frage nachgegangen werden, inwieweit ein Mindestlohn Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben kann. Da theoretische Modelle keine eindeutigen Aussagen für die Realität zulassen, werden im zweiten Abschnitt praktische Erfahrungen mit bestehenden Mindestlöhnen exemplarisch aufgezeigt.
Abschließend bezieht der Verfasser Stellung zum Mindestlohn in Deutschland und fasst die Erkenntnisse aus seiner Hausarbeit zusammen.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINFÜHRUNG

2 MINDESTLÖHNE IN DER THEORIE

2.1 Begriff: Lohn

2.2 Begriff: Mindestlohn

2.3 Mindestlöhne im klassischen Arbeitsmarktmodell

2.4 Mindestlöhne im keynesianischer Arbeitsmarktmodell

3 MINDESTLÖHNE IN DER PRAXIS

3.1 Mindestlohn durch Tarifbindung

3.2 Mindestlohn im deutschen Bauhauptgewerbe

3.3 Mindestlohn im europäischen Wirtschaftsraum

4 DISKUSSION

5 ZUSAMMENFASSUNG UND RESÜMEE

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomischen Auswirkungen von Mindestlöhnen auf den Arbeitsmarkt, indem sie die theoretischen Modelle der klassischen Lehre und des Keynesianismus gegenüberstellt und durch praktische Beispiele aus dem deutschen Bauhauptgewerbe sowie dem europäischen Wirtschaftsraum analysiert.

  • Vergleich klassischer vs. keynesianischer Arbeitsmarkttheorie
  • Analyse der Auswirkungen von Lohnuntergrenzen auf das Beschäftigungsniveau
  • Bewertung der Rolle des Staates bei der Arbeitsmarktregulierung
  • Empirische Einordnung von Mindestlohn-Erfahrungen im europäischen Kontext
  • Diskussion über das Verhältnis von Niedriglohnsektor und Armutsrisiko

Auszug aus dem Buch

2.4 Mindestlöhne im keynesianischer Arbeitsmarktmodell

Der Keynesianismus wurde von der Massenarbeitslosigkeit während der Weltwirtschaftskrise in den Jahren 1929 bis 1933 geprägt. Es war unter anderem John Maynard Keynes der an die Selbstregulierung des Marktes im klassischen Arbeitsmarktmodell gezweifelt hat.

Das keynesianischen Arbeitsmarktmodell ist viel komplexer und entspricht in der Grundthese dem klassischen Modell. Es geht aber von einem unvollkommenen sowie stark segmentierten Arbeitsmarkt aus, in dem die Selbstregulierung des Marktes, wie von Smith beschrieben, nicht möglich ist. Zu dem geht Keynes von einer höchst heterogenen Arbeitsleistung sowie fehlender Verhandlungsmacht auf Seiten der Arbeitnehmer aus. Weiterhin berücksichtigt Keynes die Markteinflüsse der anderen Märkte auf den Arbeitsmarkt sowie die volkswirtschaftlichen Faktoren Sparen und Investition.

Nach Keynes ist das Arbeitsangebot BA nach unten nicht flexibel, die Macht der Gewerkschaften zu seiner Zeit sowie der Widerstand der Arbeitnehmer gaben eine Lohnuntergrenze (Ir,min) vor. Dies erklärt den geraden Verlauf zu Beginn der Funktion BA bei Ir,min (siehe Abbildung 4).

Die Arbeitsnachfrage BN orientiert sich an den Vorstellungen des klassischen Arbeitsmarktes, nur geht Keynes davon aus, dass eine Beschäftigung ohne gesamtwirtschaftliche Nachfrage nicht möglich ist. Am Punkt B0 endet daher die Funktion BN, hier entspricht die Beschäftigung der effektiven Nachfrage am Gütermarkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINFÜHRUNG: Diese Einleitung beleuchtet das Wachstum des deutschen Niedriglohnsektors und das damit verbundene Armutsrisiko sowie die aktuelle politische Debatte um Mindestlöhne.

2 MINDESTLÖHNE IN DER THEORIE: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Lohn sowie Mindestlohn und kontrastiert die Sichtweisen des klassischen Arbeitsmarktmodells mit dem keynesianischen Ansatz.

3 MINDESTLÖHNE IN DER PRAXIS: Hier werden praktische Anwendungsbeispiele, wie die Tarifbindung und spezifische Branchenmindestlöhne in Deutschland und Europa, auf ihre realen Beschäftigungseffekte untersucht.

4 DISKUSSION: Der Verfasser bewertet die theoretischen und empirischen Ergebnisse und plädiert aus keynesianischer Sicht für die Einführung eines einheitlichen Mindestlohns.

5 ZUSAMMENFASSUNG UND RESÜMEE: Dieses Kapitel rekapituliert die Kernargumente der Arbeit und stellt fest, dass die klassische Theorie der mindestlohnbedingten Arbeitslosigkeit durch die Praxis widerlegt wird.

Schlüsselwörter

Mindestlohn, Arbeitsmarktpolitik, Klassische Theorie, Keynesianismus, Niedriglohnsektor, Beschäftigungseffekte, Tarifautonomie, Arbeitslosigkeit, Existenzminimum, Kaufkraft, Makroökonomie, Wirtschaftspolitik, Arbeitsangebotsfunktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit und den ökonomischen Folgen von Mindestlöhnen unter Berücksichtigung theoretischer Modelle und praktischer Erfahrungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Niedriglohnsektor, die Arbeitsmarkttheorien (klassisch vs. keynesianisch), staatliche Eingriffe und der Zusammenhang zwischen Mindestlohn und Beschäftigung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, ob Mindestlöhne zwangsläufig zu negativen Beschäftigungseffekten führen, wie von der klassischen Theorie behauptet, oder ob sie sozialpolitisch sinnvoll und ökonomisch vertretbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine Kombination aus theoretischer Modellanalyse und einer empirischen Betrachtung von Praxisbeispielen, um die Validität der Theorien in der Realität zu prüfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung durch klassische und keynesianische Modelle sowie eine detaillierte Analyse der praktischen Umsetzung durch Tarifverträge und gesetzliche Regelungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Mindestlohn, Arbeitsmarktpolitik, Klassische Theorie und Keynesianismus geprägt.

Warum bezweifelt Keynes die Selbstregulierung des Marktes?

Keynes argumentiert aufgrund der Erfahrungen aus der Weltwirtschaftskrise, dass unvollkommene Märkte und mangelnde gesamtwirtschaftliche Nachfrage eine staatliche Steuerung erforderlich machen.

Welche Rolle spielt die Tarifbindung in Deutschland?

Die Tarifbindung wird als zentrales Instrument der Lohnfindung durch die Tarifpartner dargestellt, wobei der Autor kritisiert, dass sie allein keinen ausreichenden Schutz vor Niedriglöhnen bietet.

Was lehrt die Erfahrung aus Großbritannien?

Die britische Erfahrung dient als Beleg dafür, dass die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns nicht zu den befürchteten negativen Auswirkungen auf die Beschäftigung führt.

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Details

Title
Mindestlöhne und ihre Effekte auf dem Arbeitsmarkt
Subtitle
Zwischen der klassischen sowie der keynesianischen Theorie und der beispielhaften Wirklichkeit
College
University of Applied Sciences Riedlingen
Course
Fach Wirtschaftspolitik
Grade
1,0
Author
Peter Janakiew (Author)
Publication Year
2008
Pages
16
Catalog Number
V115207
ISBN (eBook)
9783640157808
ISBN (Book)
9783640157860
Language
German
Tags
Mindestlöhne Effekte Arbeitsmarkt Fach Wirtschaftspolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Peter Janakiew (Author), 2008, Mindestlöhne und ihre Effekte auf dem Arbeitsmarkt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115207
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