Wie werden Kunstwerksnamen in der Literatur, den bildenden Künsten und der Musik kategorisch eingeteilt?
Welche Form der Kategorisierung bei der Benennung von Kunstwerken (in Bildender Kunst, Literatur und Musik) ist zu bevorzugen beziehungsweise zu vernachlässigen?
In der vorliegenden Arbeit wird zuerst die Terminologie der Kunstwerksnamen genauer beleuchtet. Anschließend wird auf die Benennung von Kunstwerken in den Bereichen Literatur, bildender Kunst und Musik eingegangen. Hierbei wird kurz die historische Entstehung der Kunstwerksnamen behandelt beziehungsweise der Frage nachgegangen, wie diese Namen in den drei Kunstrichtungen kategorisiert werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Terminologie
3. Problematik: Kunstwerknamen als Namenstatus?
4. Geschichtliches und Klassifikation von Titeln in Kunstwerken
4.1. Titel in literarischen Werken
4.2. Titel in bildenden Kunstwerken
4.3. Titel in der Musik
5. Fazit
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Benennung von Kunstwerken über verschiedene Disziplinen hinweg, um zu klären, ob Kunstwerknamen einen eigenständigen Namensstatus besitzen und wie sie in der Literatur, der bildenden Kunst und der Musik kategorisiert werden können.
- Untersuchung des Namensstatus von Kunstwerknamen
- Historische Entwicklung der Titelschöpfung in drei Kunstrichtungen
- Systematische Analyse und Klassifikation literarischer Buchtitel
- Problematik der mangelnden Standardisierung in der bildenden Kunst
- Funktionsweise und Bedeutung von Beinamen in der Musik
Auszug aus dem Buch
4.1. Titel in literarischen Werken
Die Namensgebung von literarischen Kunstwerken lässt sich bis in die Antike zurückverfolgen z. B. die Epen von Herodot. Jedoch können nur mehr wenige Titel dieser Epoche eindeutig nachgewiesen werden. Oft sind auch nur mehr Verweise anderer Schriftsteller auf den Titel vorhanden oder fehlen vollkommen. Es lässt sich daher festhalten, dass bereits in der griechischen Antike literarische Werke wie Epen einen Titel aufwiesen und daher bereits benannt wurden. So kann laut Verfasserin der Arbeit davon ausgegangen werden, dass die Benennung von schriftlichen Werken seit jeher eine wichtige Rolle spielt. Auch wenn einige Titel literarischer Werke heute nicht mehr erhalten sind, so ist der Verweis anderer Autoren auf den Titel einer fremden Literatur ein Zeichen für die Bedeutung und Wichtigkeit der Textnamen – auch zur Zeit der Antike.
Im deutschen Sprachraum lassen sich ab circa 1200 die ersten Buchtitel mit eindeutiger Sicherheit belegen. Erst um 1500 herum, gewann – mit der Entwicklung und Verbreitung des Buchdruckes – der Titel immer mehr an Bedeutung, da er als werbewirksames Mittel eingesetzt werden konnte. Laut Verfasserin der Arbeit, könnte der Titel eines Buches schon zur damaligen Zeit dafür genutzt worden sein, um das Interesse beim Leser zu wecken. Des Weiteren könnte, der Name des Buches bereits einen ersten Eindruck von dem Inhalt des Buches vermittelt haben – was auch für den früheren Leser einen Vorteil dargestellt haben dürfte.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der oft beiläufig behandelten Benennung von Kunstwerken ein und formuliert die wissenschaftliche Fragestellung zur Kategorisierung in den drei untersuchten Kunstbereichen.
2. Terminologie: Dieses Kapitel erörtert die fachsprachliche Verwendung der Begriffe „Titel“ und „Name“ und beleuchtet die wissenschaftliche Tendenz, trotz Synonymität meist den außerwissenschaftlichen Begriff „Titel“ zu bevorzugen.
3. Problematik: Kunstwerknamen als Namenstatus?: Hier wird die wissenschaftliche Kontroverse diskutiert, ob Kunstwerknamen einen echten Namenstatus besitzen, wobei die Verfasserin argumentiert, dass der Kontext eine eindeutige Identifizierung trotz Kopien und Reproduktionen ermöglicht.
4. Geschichtliches und Klassifikation von Titeln in Kunstwerken: Dieses zentrale Kapitel analysiert detailliert die historische Entstehung und die verschiedenen Kategorisierungssysteme für Titel in Literatur, bildender Kunst und Musik.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine Kategorisierung in Literatur und Musik möglich und sinnvoll ist, während die bildende Kunst aufgrund fehlender einheitlicher Standards derzeit noch nicht vergleichbar systematisch erschlossen werden kann.
Schlüsselwörter
Namenforschung, Kunstwerknamen, Titel, Buchtitel, Literatur, bildende Kunst, Musik, Namensstatus, Kategorisierung, Onomastik, Benennung, Werkverzeichnis, Rezeption, Interpret, Klassifikation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Untersuchung von Kunstwerknamen und deren Funktion sowie Klassifizierung in Literatur, Musik und bildender Kunst.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind der Namensstatus von Kunstwerken, die historische Entwicklung der Titelschöpfung und die methodische Einteilung dieser Titel in verschiedene wissenschaftliche Kategorien.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, herauszufinden, wie Kunstwerknamen in den drei Disziplinen systematisch eingeteilt werden können und welche Kriterien für eine gelungene Betitelung entscheidend sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine literaturwissenschaftliche bzw. onomastische Analyse durchgeführt, die auf der Auswertung bestehender Fachliteratur und theoretischer Konzepte zur Namensgebung basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in drei Abschnitte, die jeweils spezifisch die Betitelungspraktiken in der Literatur, den bildenden Künsten und der Musik analysieren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Onomastik, Kunstwerknamen, Titelkategorisierung, Intertextualität, Werksverzeichnisse und die Unterscheidung zwischen Original und Kopie.
Warum ist die Kategorisierung in der bildenden Kunst schwieriger als in der Musik?
In der bildenden Kunst fehlen weitgehend einheitliche Standards und Beständigkeit, da sich Titel oft zwischen Ausstellungen oder durch unterschiedliche Interpretationen ändern, während Musikwerke durch feste Daten wie Opusnummern oder Verzeichnisse klarer definiert sind.
Welche Rolle spielen Beinamen in der Musik?
Beinamen dienen in der Musik häufig dazu, Werken eine zusätzliche, oft stimmungsbasierte oder anekdotische Identität zu verleihen, die dem Laien die Zuordnung und das Verständnis erleichtert, wenn er mit den technisch-musikalischen Bezeichnungen weniger vertraut ist.
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- Anonym (Author), 2020, Die Namen von Kunstwerken in der Literatur, den bildenden Künsten und der Musik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1152117