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Opfer der weiblichen Sozialisation im 19. Jahrhundert. Tony Buddenbrook und Effi Briest

Zwischen Individualität und Gesellschaft

Titre: Opfer der weiblichen Sozialisation im 19. Jahrhundert.  Tony Buddenbrook und Effi Briest

Mémoire de Maîtrise , 2006 , 73 Pages , Note: 2,15

Autor:in: M.A. Michael Müllers (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
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Résumé Extrait Résumé des informations

Theodor Fontane (1819 – 1898) und Thomas Mann (1875 – 1955) gehören zweifelsfrei zu den bekanntesten deutschen Romanautoren. Dabei erlangte Fontane seinen Ruhm erst recht spät. Seine auch heute noch bekannten und diskutierten Romane entstanden in den achtziger und neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts, also in der Spätphase seines Lebens und Schaffens. Auf den damals noch recht jungen Thomas Mann hat er einen großen Einfluss gehabt, wie Mann in einem Interview mit der englischen Zeitschrift „John O’ London’s Weekly“ vom 17. Oktober 1931 erklärt.

Inwiefern Fontanes Roman „Effi Briest“ Einfluss auf Thomas Manns „Buddenbrooks“ hatte, kann und soll an dieser Stelle nicht diskutiert werden. Tatsache ist, dass die Idee zu „Buddenbrooks“ im Jahr 1897 entstanden ist, also zwei Jahre nach der Veröffentlichung von „Effi Briest“. Dies ist einem Brief von Thomas Mann an Otto Grautoff vom 20. August 1897 zu entnehmen. Die Handlung von Manns Roman endet im Jahre 1877, genau ein Jahr vor dem Beginn der Handlung von „Effi Briest“.

Diese beiden Punkte mögen Zufall sein, hinzu kommt aber noch die große Präsenz zweier weiblicher Figuren in den jeweiligen Romanen. Auch wenn Mann durch den Titelzusatz „Verfall einer Familie“ den Focus nicht auf eine Einzelperson richtet, so fällt doch auf, dass die Figur Tony Buddenbrook eine beachtliche Rolle im Roman spielt und die Handlung über weite Teile bestimmt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Effi Briest

2.1 Effis Wesen

2.2 Die Ehe mit Innstetten

2.3 Die Affäre

2.4 Die gesellschaftlichen Repressionen

2.5 Die gesellschaftliche Moral als Druck

3. Tony Buddenbrook

3.1 Tonys Wesen

3.2 Der Aufenthalt in Travemünde

3.3 Tonys gescheiterte Ehen

3.3.1 Grünlich

3.3.2 Permaneder

3.3.3 Erikas Ehe mit Weinschenk

3.4 Tonys Leben nach den Ehen

4. Vergleich der Figuren

4.1 Die Haltung der Autoren zu ihren Figuren

4.2 Parallelen und Unterschiede der Figurenzeichnung

4.3 Tony und Effi zwischen Ich und Welt

4.4 Reifung der Figuren während des Romans?

5. Familienverhältnisse im 19. Jahrhundert

5.1 Familienstruktur

5.2 Kindererziehung und Ausbildung

5.3 Eheschließung

5.4 Ehebruch und Ehescheidung

5.5 Resümee

6. Entwicklungsmöglichkeiten für Effi und Tony

7. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Schicksale von Effi Briest und Tony Buddenbrook als exemplarische Opfer der weiblichen Sozialisation im 19. Jahrhundert und analysiert, inwieweit gesellschaftliche Normen und Erwartungen maßgeblich für ihre Lebenswege verantwortlich waren.

  • Analyse der Wesenszüge und Handlungsmuster von Effi und Tony.
  • Untersuchung der vorherrschenden Rollenverteilung und Erziehung junger Frauen im 19. Jahrhundert.
  • Vergleichende Betrachtung der Figurenzeichnung und Haltung der Autoren Fontane und Mann.
  • Diskussion der Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung und Persönlichkeitsentwicklung unter gesellschaftlichem Druck.
  • Erforschung der Unvereinbarkeit von individuellen Bedürfnissen und rigiden gesellschaftlichen Konventionen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Effis Wesen

Zu Beginn der Handlung, die über einen Zeitraum von zwölf Jahren verläuft (1878 – 1890), wird Effi Briest als 15jähriges Mädchen eingeführt. Fontane beschreibt sie als ein unbeschwertes und aufgewecktes Mädchen: „In allem, was sie tat, paarte sich Übermut und Grazie, während ihre lachenden braunen Augen eine große, natürliche Klugheit und viel Lebenslust und Herzensgüte verrieten.“ Besonders der genannte Übermut verdeutlicht sich einerseits in Effis ausgeprägtem Bewegungsdrang. Während sie gemeinsam mit ihrer Mutter am Gartentisch sitzt und mit Handarbeit beschäftigt ist, unterbricht sie ihre Beschäftigung ab und an um aufzuspringen und einige gymnastische Übungen zu machen. Andererseits wird auch ein gewisser emotionaler Übermut deutlich, als Effi plötzlich auf ihre Mutter zuläuft und sie stürmisch umarmt, was diese beinahe abwehrt: „Nicht so wild, Effi, nicht so leidenschaftlich“ Zwar ist dieser Ausruf auf die stürmische Umarmung bezogen, kann jedoch auch als zukunftsbezogener Kommentar der Mutter zu Effis späterem Lebensverlauf angesehen werden. Schließlich hat sich Luise von Briest die Leidenschaft in ihrem Leben selber verboten, indem sie die Ehe mit von Briest vorzog, anstatt ihre Jugendliebe Geert von Innstetten, den späteren Ehegatten Effis, zu heiraten. Sie entschied sich damit deutlich für die gesicherte Existenz und gegen ihre Gefühle. Dieses Vorgehen scheint sie auch ihrer Tochter Effi mit auf den Weg geben zu wollen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Romanautoren Theodor Fontane und Thomas Mann vor und erläutert die Fragestellung nach der weiblichen Sozialisation anhand der Figuren Effi Briest und Tony Buddenbrook.

2. Effi Briest: Dieses Kapitel analysiert das Wesen von Effi Briest, ihre Ehe mit Innstetten, ihre Affäre mit Crampas sowie die gesellschaftlichen Repressionen und den daraus resultierenden moralischen Druck.

3. Tony Buddenbrook: Dieses Kapitel untersucht Tonys Charakter, ihre Aufenthalte und Erfahrungen, ihr Scheitern in zwei Ehen sowie ihr Leben und ihre Selbstwahrnehmung nach den gescheiterten Ehen.

4. Vergleich der Figuren: Dieses Kapitel stellt die Figuren gegenüber, analysiert die Haltung der Autoren, erörtert Parallelen und Unterschiede in der Figurenzeichnung und diskutiert das Thema der Reifung.

5. Familienverhältnisse im 19. Jahrhundert: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen Hintergrund der Familienstruktur, Erziehung, Ausbildung und das Thema Ehebruch im Kontext des 19. Jahrhunderts.

6. Entwicklungsmöglichkeiten für Effi und Tony: Dieses Kapitel vergleicht die Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung beider Frauen unter dem Einfluss patriarchalisch geprägter Familienstrukturen und gesellschaftlicher Erwartungen.

7. Schlussbemerkung: Diese Schlussbemerkung fasst die Ergebnisse zusammen und resümiert, dass beide Frauen als Opfer einer von Männern dominierten Gesellschaft und Erziehung zu betrachten sind.

Schlüsselwörter

Effi Briest, Tony Buddenbrook, Sozialisation, 19. Jahrhundert, Patriarchat, Vernunftehe, gesellschaftliche Normen, Rollenverteilung, Frauenerziehung, Literaturvergleich, Theodor Fontane, Thomas Mann, individuelles Glück, Ehebruch, gesellschaftliche Repression.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Magisterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Schicksale von Effi Briest und Tony Buddenbrook als exemplarische Beispiele für die weibliche Sozialisation im 19. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt Themen wie gesellschaftliche Konventionen, die patriarchalische Familienstruktur, den Druck durch moralische Vorstellungen sowie die Möglichkeiten und Grenzen der Persönlichkeitsentwicklung von Frauen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass beide Frauen durch ihre Erziehung und die strengen gesellschaftlichen Normen in ihrer Zeit zu Opfern ihrer jeweiligen Rollen wurden.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine tiefgehende literaturwissenschaftliche Analyse durch, die auf der Untersuchung der Romanfiguren basiert und diese durch Forschungsliteratur und historischen Kontext untermauert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Charakteranalyse beider Frauen, einen historischen Exkurs über Familienverhältnisse im 19. Jahrhundert sowie einen direkten Vergleich zwischen den Figuren Effi und Tony.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sozialisation, Patriarchat, Vernunftehe, gesellschaftliche Normen, Rollenverteilung und Frauenbild des 19. Jahrhunderts.

Inwiefern beeinflusst der Vater von Tony Buddenbrook ihr Schicksal?

Ihr Vater spielt eine entscheidende Rolle, indem er Tony unmissverständlich klarmacht, dass ihre Aufgabe als Tochter der Familie und ihr Beitrag zum Erhalt der Familienehre wichtiger sind als ihr persönliches Glück.

Wie reagiert Effi Briest auf die Erkenntnis ihrer gesellschaftlichen Rolle?

Nach ihrem Treffen mit ihrer Tochter Anni durchschaut Effi die gesellschaftlichen Zwänge, erkennt ihre Machtlosigkeit innerhalb der moralisierten Gesellschaftsordnung und findet letztlich in eine resignative Haltung.

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Résumé des informations

Titre
Opfer der weiblichen Sozialisation im 19. Jahrhundert. Tony Buddenbrook und Effi Briest
Sous-titre
Zwischen Individualität und Gesellschaft
Université
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Philosophische Fakultät)
Note
2,15
Auteur
M.A. Michael Müllers (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
73
N° de catalogue
V115217
ISBN (ebook)
9783640159284
ISBN (Livre)
9783640160136
Langue
allemand
mots-clé
Zwischen Individualität Gesellschaft Tony Buddenbrook Effi Briest Opfer Sozialisation Jahrhundert
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
M.A. Michael Müllers (Auteur), 2006, Opfer der weiblichen Sozialisation im 19. Jahrhundert. Tony Buddenbrook und Effi Briest, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115217
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Extrait de  73  pages
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