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Die Unabhängigkeit des Verwaltungsrates: Auswirkungen auf die Unternehmensperfomance und Managerlöhne

Title: Die Unabhängigkeit des Verwaltungsrates: Auswirkungen auf die Unternehmensperfomance und Managerlöhne

Swiss Diploma Thesis , 2006 , 82 Pages , Grade: 1

Autor:in: Lic.oec Ivan Strebel (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Summary Excerpt Details

Neuere Studien über den Einfluss von unabhängigen Board-Mitgliedern zeigen ein uneinheitliches Bild. Sowohl die Befürworter als auch die Gegner von unabhängigen Verwaltungsräten können ihre Argumente durch empirische Resultate stützen, was keine eindeutigen Schlussfolgerungen zulässt. Mit dieser Arbeit soll ein umfassender Blick auf den Verwaltungsrat als Organ der Aktiengesellschaft mit seinen Aufgaben und Pflichten, sowie seinem Corporate Governance Auftrag geworfen werden. Anhand von empirischen Untersuchungen sollen verschiedene Theorien über die Beziehungen zwischen der Unabhängigkeit des Boards, der Unternehmensperformance und den Managerlöhnen auf ihre Gültigkeit überprüft werden. Entgegen der Vorhersage der vorherrschenden ökonomischen Ansicht, scheinen unabhängigere Verwaltungsräte die Überwachung des Managements nicht zu verbessern. Es bestätigt sich stattdessen eher, dass interne, abhängige Board-Mitglieder verschiedene positive, bisher meist vernachlässigte Einfüsse auf die Unternehmensführung haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung

1.3 Vorgehensweise

2. Der Verwaltungsrat als Lösung für ein Organisationsproblem

2.1 Das Board of Directors als optimale Organisationsform – Theoretische Erklärungsansätze

2.1.1 Konventionelle ökonomische Theorie und Prinzipal – Agenten Beziehung

2.1.2 Ökonomische Argumente, die den Aktionär als Eigentümer in Frage stellen

2.1.3 Theorie der Teamproduktion

2.2 Der Verwaltungsrat als Corporate Governance Mechanismus

2.2.1 Die Kontrollfunktion des Board of Directors

2.2.2 Andere Mechanismen zur Disziplinierung des Managements

2.2.3 Die verschiedenen Mechanismen im Zusammenspiel

2.3 Aufgaben und Pflichten des Verwaltungsrats

2.3.1 Die vom Gesetzgeber vorgesehenen Funktionen

2.3.2 Folgerungen für die Zusammensetzung des Boards

2.4 Entstehung und Entwicklung

2.4.1 Die „Verenigde Oostindische Compagnie“ und die Ursprünge des Boards als Organ der Gesellschaft

2.4.2 Entwicklungen in jüngerer Vergangenheit

2.4.3 Die Aktiengesellschaft als Bestandteil eines modernen Feudalsystems

3. Rechtsgrundlagen zum Verwaltungsrat und gleichartigen Institutionen

3.1 Allgemeine Überlegungen zur Gesetzgebung

3.1.1 Gründe die für eine gesetzliche Regelung sprechen

3.1.2 Gefahren der gesetzlich verankerten Corporate Governance

3.2 Gesetzesreformen aufgrund spezieller Ereignisse

3.2.1 Der Sarbanes-Oxley Act

3.2.2 Codes of Best Practice

3.2.3 Rechtsgrundlagen im Ländervergleich

4. Die Unabhängigkeit des Verwaltungsrates im Blickfeld der Corporate Governance Diskussion

4.1 Theorien über das Verhalten von Boards

4.1.1 Argumente für unabhängige Verwaltungsräte

4.1.2 Argumente gegen unabhängige Verwaltungsräte

4.1.3 Theorie der Verhandlungsmacht

4.2 Empirische Resultate im Hinblick auf die Unternehmensperformance und auf Managerlöhne

4.2.1 Die Auswirkungen von Agenturkosten

4.2.2 Resultate im Zusammenhang mit der Unternehmensperformance

4.2.3 Ergebnisse im Zusammenhang mit der Theorie der Verhandlungsmacht

4.2.4 Entrenchment und finanzielle Anreize für Manager

5. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Unabhängigkeit des Verwaltungsrates auf die Unternehmensperformance und die Managerlöhne. Ziel ist es, existierende ökonomische Theorien kritisch zu hinterfragen und deren Gültigkeit anhand empirischer Befunde zu prüfen, um Erkenntnisse für eine optimale Corporate Governance Struktur zu gewinnen.

  • Theoretische Grundlagen zur Existenz und Funktion des Verwaltungsrates
  • Analyse des Einflusses unabhängiger Board-Mitglieder
  • Empirische Untersuchung von Unternehmensperformance und Managervergütungen
  • Diskussion von Corporate Governance Reformen und deren Effektivität
  • Untersuchung von Machtdynamiken (Theorie der Verhandlungsmacht)

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Konventionelle ökonomische Theorie und Prinzipal – Agenten Beziehung

Die erste grundlegende Theorie, die zum besseren Verständnis des Sinns und Zwecks des Verwaltungsrates beigetragen hat, sieht die Unternehmung als einen Nexus von Verträgen (Jensen & Meckling 1976). Dieser in der ökonomischen Literatur dominierende Ansatz geht davon aus, dass in einem Unternehmen verschiedene Interessengruppen wie z.B. Lieferanten, Kunden, Mitarbeiter etc. zusammenkommen, ihre Ressourcen beitragen und durch ihre Zusammenarbeit versuchen, Synergien zu erzielen. Grundsätzlich gehen die verschiedenen Parteien dabei Verträge miteinander ein und definieren somit ex-ante mehr oder minder vollständig, welche Beiträge von wem zu leisten sind und wer welche Entschädigungsansprüche daraus stellen kann.

Eine Ausnahme hierbei ist die Anspruchsgruppe der Kapitaleigner, da deren Entschädigung als einzige nicht von vornherein festgelegt wird; ihre Anteile werden in sogenannten handelbaren Aktien verkörpert. Da die Rechte des Aktionärs ausschliesslich mit dem Besitz des Wertpapiers verbunden sind, können deren Besitzer mit diesen Rechten handeln oder diese weiterverkaufen. Diese Eigenschaft der Aktionärsrechte ermöglicht die Schaffung eines dynamischen Marktes für Aktien und somit die flexible Handhabung von Eigenkapital. Der Inhaber eines solchen Wertpapiers hat keinerlei Anspruch auf eine Gewinnausschüttung. Wird jedoch eine solche von der Geschäftsleitung beschlossen, verbrieft die Aktie einen Anspruch auf eine anteilsmässige Gewinnbeteiligung, die sogenannte Dividende.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Corporate Governance ein und definiert die Problemstellung sowie das Forschungsziel der Arbeit.

2. Der Verwaltungsrat als Lösung für ein Organisationsproblem: Hier werden theoretische Ansätze wie die Prinzipal-Agenten-Theorie und die Teamproduktion zur Erklärung der Rolle des Verwaltungsrates erörtert.

3. Rechtsgrundlagen zum Verwaltungsrat und gleichartigen Institutionen: Dieses Kapitel vergleicht verschiedene gesetzliche Ansätze und Reformen, wie den Sarbanes-Oxley Act und Codes of Best Practice.

4. Die Unabhängigkeit des Verwaltungsrates im Blickfeld der Corporate Governance Diskussion: Dieser Hauptteil diskutiert Argumente für und gegen die Unabhängigkeit von Boards und prüft Theorien wie die Verhandlungsmacht empirisch.

5. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen: Das abschließende Kapitel synthetisiert die Ergebnisse und leitet Schlussfolgerungen für zukünftige Corporate Governance Reformen ab.

Schlüsselwörter

Corporate Governance, Verwaltungsrat, Unabhängigkeit, Unternehmensperformance, Managerlöhne, Prinzipal-Agenten-Theorie, Teamproduktion, Agenturkosten, Board of Directors, Sarbanes-Oxley Act, Verhandlungsmacht, Entrenchment, Aktiengesellschaft, Kontrolle, Überwachung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle des Verwaltungsrates im Kontext der Corporate Governance, insbesondere die Auswirkungen von dessen Unabhängigkeit auf den Unternehmenserfolg und die Vergütung des Managements.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Begründung der Existenz von Verwaltungsräten, der Einfluss der Unabhängigkeit auf die Überwachungsqualität sowie die Untersuchung von Machtverhältnissen zwischen Board und Management.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Theorien zur Unabhängigkeit von Verwaltungsräten anhand empirischer Untersuchungen zu verifizieren oder zu falsifizieren und zu ermitteln, unter welchen Bedingungen der Verwaltungsrat die besten Ergebnisse für das Unternehmen erzielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Theorien, die durch die Auswertung empirischer Studien zur Unternehmensperformance und zu Managementvergütungen ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die theoretische Diskussion zur Unabhängigkeit des Boards sowie auf die empirische Prüfung der Zusammenhänge zwischen Board-Struktur, Performance und Entlöhnung unter Einbezug der Theorie der Verhandlungsmacht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind Corporate Governance, Verwaltungsrat, Unternehmensperformance, Prinzipal-Agenten-Theorie und Board-Unabhängigkeit.

Welche Bedeutung hat das „Two-Tier“ Board im Vergleich zum „One-Tier“ Modell?

Das „Two-Tier“ System trennt Leitungs- und Kontrollfunktion strikt, während das „One-Tier“ Modell Synergieeffekte nutzt, aber durch die Notwendigkeit unabhängiger Mitglieder andere Herausforderungen bei der Kontrolle schafft.

Warum ist die „Theorie der Verhandlungsmacht“ für das Verständnis der Board-Struktur wichtig?

Sie erklärt, warum Boards trotz gegenteiliger Annahmen oft nicht unabhängig agieren, da das Management den Auswahlprozess der Mitglieder beeinflussen kann, was zu einem komplexen Verhandlungsspiel zwischen beiden Parteien führt.

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Details

Title
Die Unabhängigkeit des Verwaltungsrates: Auswirkungen auf die Unternehmensperfomance und Managerlöhne
College
University of Zurich  (Institut für Organisation und Unternehmenstheorien)
Grade
1
Author
Lic.oec Ivan Strebel (Author)
Publication Year
2006
Pages
82
Catalog Number
V115228
ISBN (eBook)
9783640163366
ISBN (Book)
9783640164653
Language
German
Tags
Unabhängigkeit Auswirkungen Unternehmensperfomance Managerlöhne Verwaltungsrat Aufsichtsrat Board of directors one-tier-board two-tier-board
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lic.oec Ivan Strebel (Author), 2006, Die Unabhängigkeit des Verwaltungsrates: Auswirkungen auf die Unternehmensperfomance und Managerlöhne, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115228
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