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Der zweite und dritte Samnitenkrieg (327 bis 290 v. Chr.)

Inwiefern waren sie ein Ausdruck des römischen Expansionismus?

Titel: Der zweite und dritte Samnitenkrieg (327 bis 290 v. Chr.)

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2018 , 24 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit thematisiert die Samnitenkriege im Hinblick auf den darauffolgenden militärischen Erfolg Roms über ganz Italien. Dazu fokussiert sie sich auf den 2. und 3. Krieg zwischen den Römern und den Samniten, denn der sogenannte erste Samnitenkrieg wird in der heutigen Forschung aufgrund der ungenauen Quellenlage kontrovers diskutiert.

Hintergrund dieser Überlegung ist die Argumentation, dass der Konflikt mit den Samniten nur sehr unwahrscheinlich schon vor dem Latinerkrieg stattfand, da dieser Bruderkrieg die Entwicklung des Samnitenkrieges erst begünstigte. Unbestritten bleibt jedoch, dass den Samnitenkriegen für die darauffolgende römische Hegemonie eine besondere Bedeutung zukommt. Mit dem Sieg gegenüber den Samniten und der damit einhergehenden Unterwerfung Mittelitaliens erlangten die Römer eine entscheidende Grundlage für ihre späteren und spektakuläreren militärischen Erfolge.

Ziel dieser Arbeit ist es daher, zum einen die beiden Kriege und ihre Bedeutsamkeit zu rekonstruieren und zum anderen die Rolle der Samniten herauszuarbeiten. Des Weiteren soll die Glaubwürdigkeit der Darstellung Livius‘ kritisch untersucht werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die Rolle der Samniten und die Ausgangslage des Zweiten Samnitenkriegs

I. Die Samniten – gefährliche Gegner?

II. Ausgangslage der Kriege

III. Analyse des Zweiten und Dritten Samnitenkrieges im Hinblick auf ihre Folgen

I. Rekonstruktion der Kriegsgeschehnisse von 328-290 v. Chr. anhand ausgewählter Ereignisse

II. Römische Aggression? – Glaubwürdigkeit und Folgen

IV. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Samnitenkriege im Hinblick auf den militärischen Erfolg Roms über Mittelitalien. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, inwiefern die Kriege als Ausdruck eines römischen Expansionismus zu werten sind und wie die Rolle der Samniten vor dem Hintergrund der oft pro-römisch gefärbten antiken Quellenlage zu bewerten ist.

  • Historische Rekonstruktion des Zweiten und Dritten Samnitenkrieges.
  • Analyse der sozialen und politischen Strukturen der samnitischen Stämme.
  • Kritische Quellenbetrachtung der livianischen Geschichtsschreibung.
  • Untersuchung der römischen Expansionspolitik und deren Sicherheitsinteressen.

Auszug aus dem Buch

Die Samniten – gefährliche Gegner?

Wie aus der Karte (Abb.1) ersichtlich wird, grenzt das Gebiet der Samniten an den Gebieten der „Marsi, (...) Pealigini, (...) Frentani, (...) Aurunci, Sidicini (und) Latini.“ Von großer Bedeutung ist vor allem die Nähe zum ertragreichen Kampanien. Diese Nähe stellte den Römern eine Gefahr dar, denn Kampanien war zum Beginn des 4. Jhd. das Expansionsziel beider Mächte. Die angrenzenden ertragreichen Täler, Liris- und Volturnustal, liegen demnach im Interessensgebiet der Römer und Samniten. Die stiefmütterliche Behandlung der Samniten scheint unverständlich zu sein, wenn man bedenkt, dass „they controlled at least 6000 square miles of territory (and that they were) the largest political unit in Italy at that time.“

Zusammengefasst bewohnten die Samniten die Täler, Hügel und Berge der südlichen Zentralapenninen. Das Gebiet der Samniten kann demnach als sehr groß bezeichnet werden, weshalb Salmon zur Erkenntnis kommt, „that they, and they alone, were the really redoubtable rivals of Rome for the hegemony of peninsular Italy.“ Allerdings muss betont werden, dass keine klaren und genauen Beschreibungen über die Grenzen Samniums bestehen. So kommt es auch in Livius‘ Darstellungen über die Geographie Italiens zu grotesken Äußerungen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung legt den Fokus auf die Bedeutung der Samnitenkriege für die römische Hegemonie und stellt die methodische Herangehensweise an die quellenkritische Arbeit dar.

II. Die Rolle der Samniten und die Ausgangslage des Zweiten Samnitenkriegs: In diesem Kapitel werden die geografische Lage und die politische sowie militärische Organisation der Samniten untersucht und in den Kontext der römischen Machtbestrebungen gesetzt.

III. Analyse des Zweiten und Dritten Samnitenkrieges im Hinblick auf ihre Folgen: Hier erfolgt eine detaillierte Rekonstruktion der kriegerischen Ereignisse unter besonderer Berücksichtigung der quellenkritischen Problematik und der Frage nach römischer Aggression.

IV. Schlussfolgerung: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass die Samnitenkriege maßgeblich zur massiven territorialen und militärischen Erweiterung des römischen Machtbereichs beitrugen.

Schlüsselwörter

Samnitenkriege, Römische Republik, Expansionspolitik, Livius, Antike Geschichtsschreibung, Mittelitalien, Samniten, Kriegsschuld, Hegemonie, Quellenkritik, Expansionismus, Militärstrategie, Caudium, Sentinum, Bundesgenossensystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der historischen Untersuchung des Zweiten und Dritten Samnitenkrieges im 4. Jahrhundert v. Chr. und deren Rolle für den Aufstieg Roms zur Hegemonialmacht.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die samnitische Lebensweise und Organisation, der Verlauf der Konflikte mit Rom sowie die kritische Analyse der römischen Expansionsmotive.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, die Kriege zu rekonstruieren, die Rolle der Samniten als ebenbürtige Gegner zu würdigen und die Glaubwürdigkeit der Darstellung des antiken Historikers Livius kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine historiographische Untersuchung, die moderne Forschungsliteratur nutzt, um die antiken Quellen (insbesondere Livius) einer Quellenkritik zu unterziehen.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der samnitischen Struktur, die Rekonstruktion der Kriege von 327 bis 290 v. Chr. und die Diskussion der Frage nach römischer Aggression.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Hegemonie, Expansionspolitik, Quellenkritik, das Bundesgenossensystem und das römische Sicherheitsbedürfnis.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Samniten?

Die Arbeit widerlegt die antike Darstellung der Samniten als primitive Barbaren und verweist auf deren komplexe politische Organisation und kulturelle Einflüsse.

Welche Rolle spielt die Schlacht bei Sentinum?

Die Schlacht wird als ein entscheidender Wendepunkt in der römischen Geschichte hervorgehoben, der den Weg zur Vorherrschaft auf der italienischen Halbinsel maßgeblich öffnete.

Was wird bezüglich der „Neapel-Affäre“ und der „deditio“ kritisiert?

Die Autorin/der Autor hinterfragt die Darstellung des Livius, der den Römern eine rechtmäßige Kriegführung zuschreibt, während moderne Historiker eher eigennützige Interessen der Römer hinter diesen Ereignissen vermuten.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der zweite und dritte Samnitenkrieg (327 bis 290 v. Chr.)
Untertitel
Inwiefern waren sie ein Ausdruck des römischen Expansionismus?
Hochschule
Universität zu Köln
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
24
Katalognummer
V1152646
ISBN (eBook)
9783346548276
ISBN (Buch)
9783346548283
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Samnitenkriege
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Der zweite und dritte Samnitenkrieg (327 bis 290 v. Chr.), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1152646
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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