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Großstadterfahrungen im Spiegel der Werke von Walter Benjamin

Título: Großstadterfahrungen im Spiegel der Werke von Walter Benjamin

Ensayo , 2001 , 17 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Dr. phil. Volker Beckmann (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Nachfolgend wird der Frage nachgegangen, in welchen textuellen und sprachlichen Formen Walter Benjamin, der Literaturwissenschaftler und Philosoph jüdisch-bürgerlicher Herkunft, seine Großstadterfahrungen, die er in Moskau, Berlin und Paris sammelte, seit der Mitte der 1920er Jahre explizierte. Auf der persönlichen Ebene zeigten seine Liebe zu der kommunistischen Schauspielerin und Regisseurin Asja Lacis, seine lebenslange Freundschaft mit dem Kabbalaforscher Gershom Scholem, seine gemeinsame Übersetzungsarbeit mit Franz Hessel von zwei Büchern aus dem Romanzyklus „A la recherche du temps perdu“ von Marcel Proust und seine Freundschaft zu Bertolt Brecht die erstaunliche Breite seiner Toleranz und ideologischen Aufgeschlossenheit an.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Die ausgewählten Texte zum Thema Großstadterfahrung

1.1 Das „Moskauer Tagebuch“ im Vergleich zu dem Städtebild „Moskau“

1.2 Die „Berliner Chronik“ im Vergleich zu „Berliner Kindheit um neunzehnhundert“

1.3 „Paris, die Hauptstadt des XIX. Jahrhunderts“: das Exposé zum Passagen-Werk von 1935

2. Dialektische Bilder als Methode der Kritik gegen den Historismus

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die textuellen und sprachlichen Formen, mit denen Walter Benjamin seine Erfahrungen in europäischen Großstädten wie Moskau, Berlin und Paris reflektiert und literarisch verarbeitet. Im Zentrum steht dabei die Analyse, wie Benjamin das Konzept des „dialektischen Bildes“ nutzt, um eine kritische Perspektive auf die moderne städtische Kultur, den Historismus und das menschliche Erinnerungsvermögen zu entwickeln.

  • Literarische Aufarbeitung von Großstadterfahrungen in den Werken Benjamins
  • Vergleich von Beobachtungsprotokollen mit autobiografischen Kindheitserinnerungen
  • Die Funktion des Labyrinths als zentrale Chiffre der städtischen Existenz
  • Methodologische Analyse des dialektischen Bildes und der Kritik am Historismus

Auszug aus dem Buch

1.1 Das „Moskauer Tagebuch“ im Vergleich zu dem Städtebild „Moskau“

Das Tagebuch, das Benjamin über seinen Aufenthalt in Moskau vom 6. Dezember 1926 bis 1. Februar 1927 schrieb, unterschied sich von dem Artikel „Moskau“ in der Vierteljahreszeitschrift „Die Kreatur“ (1926-30), die gemeinschaftlich von dem jüdischen Philosophen Martin Buber, dem Katholiken Josef Wittig und dem Protestanten Victor von Weizsäcker auf Initiative des Verlegers Lambert Schneider herausgegeben wurde, inhaltlich dadurch, dass in letzterem die persönlichen Beziehungen konsequent ausgespart wurden.

Nach seiner Rückkehr von Moskau nach Berlin charakterisierte Walter Benjamin den Tenor seines geplanten Artikels für die „Kreatur“, in dem er seine zeitkritischen Wahrnehmungen in der sowjetischen Hauptstadt darstellte, in seinem Brief an Martin Buber vom 23.2.1927 wie folgt:

[...] alle Theorie wird meiner Darstellung fernbleiben. Die Kreatürliche gerade dadurch sprechen zu lassen, wird mir, wie ich hoffe, gelingen: soweit mir eben gelungen ist, diese sehr neue, befremdende Sprache, die laut durch die Schallmaske einer ganz veränderten Umwelt ertönt, aufzufassen und festzuhalten. Ich will eine Darstellung der Stadt Moskau in diesem Augenblick geben, in der ‚alles Faktische schon Theorie‘ ist und die sich damit aller deduktiven Abstraktion, aller Prognostik, ja in gewissen Grenzen auch allen Urteils enthält, welche sämtlich meiner unumstößlichen Überzeugung nach in diesem Fall durchaus nicht von ‚geistigen‘ Daten sondern allein von wirtschaftlichen Fakten aus gegeben werden können, über die selbst in Russland nur die wenigsten einen genügend großen Überblick haben. Moskau, wie es jetzt, im Augenblick sich darstellt, läßt schematisch verkürzt alle Möglichkeiten erkennen: vor allem die des Scheiterns und des Gelingens der Revolution. In beiden Fällen aber wird es etwas Unabsehbares geben, dessen Bild von aller programmatischen Zukunftsmalerei weit unterschieden sein wird und das zeichnet heute in den Menschen und ihrer Umwelt hart und deutlich ab.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die ausgewählten Texte zum Thema Großstadterfahrung: Dieses Kapitel vergleicht Benjamins Moskauer Reiseaufzeichnungen, seine Berliner Kindheitserinnerungen und sein Paris-Exposé hinsichtlich ihrer dokumentarischen und literarischen Form.

1.1 Das „Moskauer Tagebuch“ im Vergleich zu dem Städtebild „Moskau“: Hier wird der Kontrast zwischen den privaten Tagebucheinträgen und dem auf die öffentliche Sphäre ausgerichteten Zeitungsartikel herausgearbeitet.

1.2 Die „Berliner Chronik“ im Vergleich zu „Berliner Kindheit um neunzehnhundert“: Der Autor analysiert, wie Benjamin Kindheitserinnerungen durch eine dichte, mit Metaphern angereicherte Sprache als „Labyrinth“ konstruiert.

1.3 „Paris, die Hauptstadt des XIX. Jahrhunderts“: das Exposé zum Passagen-Werk von 1935: Diese Untersuchung widmet sich Benjamins kulturkritischer Analyse von Paris als Zentrum des Kapitalismus und der Entstehung dialektischer Bilder.

2. Dialektische Bilder als Methode der Kritik gegen den Historismus: Dieses Kapitel erläutert, wie Benjamin durch die Methode des „dialektischen Bildes“ den naiven Fortschrittsglauben des Historismus angreift und ein neues Geschichtsverständnis begründet.

Schlüsselwörter

Walter Benjamin, Großstadterfahrung, dialektisches Bild, Historismus, Moskau, Berlin, Paris, Passagen-Werk, Erinnerung, Labyrinth, Moderne, Kapitalismus, Kulturkritik, Kindheitserinnerungen, Phantasmagorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die literarische und philosophische Verarbeitung von Großstadterfahrungen in den Schriften von Walter Benjamin.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Wahrnehmung des urbanen Raums, die Konstruktion von Erinnerung sowie Benjamins kritische Auseinandersetzung mit Moderne und Geschichte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Analyse der textuellen und sprachlichen Strategien, mit denen Benjamin seine Erfahrungen in Moskau, Berlin und Paris reflektiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche und ideengeschichtliche Analyse der Primärtexte im Kontext der zeitgenössischen Theoriebildung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine vergleichende Analyse spezifischer Texte (Moskau, Berlin, Paris) und die theoretische Untersuchung des Konzepts des „dialektischen Bildes“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Großstadterfahrung, dialektisches Bild, Historismuskritik und die spezifische Metaphorik von Stadt und Labyrinth.

Was unterscheidet das „Moskauer Tagebuch“ vom Artikel „Moskau“?

Das Tagebuch enthält private Wahrnehmungen und persönliche Beziehungen, während der Artikel für die Zeitschrift „Die Kreatur“ auf die öffentliche und zeitkritische Dimension der Stadt ausgerichtet ist.

Welche Rolle spielt das Labyrinth in Benjamins Texten?

Das Labyrinth fungiert als zentrale Chiffre für die Unübersichtlichkeit der Großstadt und dient gleichzeitig als Metapher für die komplexe Struktur von Benjamins Erinnerungsarbeit.

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Detalles

Título
Großstadterfahrungen im Spiegel der Werke von Walter Benjamin
Universidad
Bielefeld University  (Fakultät für Linguistik/Literaturwissenschaft)
Curso
Rigorosum
Calificación
2,0
Autor
Dr. phil. Volker Beckmann (Autor)
Año de publicación
2001
Páginas
17
No. de catálogo
V1152950
ISBN (Ebook)
9783346542755
ISBN (Libro)
9783346542762
Idioma
Alemán
Etiqueta
Labyrinth Schwelle Flaneur Sammler Passagen Panoramen Weltausstellungen kopernikanische Wendung Faschismuskritik Boulevards Phantasmagorien Vergegenwärtigung Historismuskritik dialektische Bilder Angelus novus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dr. phil. Volker Beckmann (Autor), 2001, Großstadterfahrungen im Spiegel der Werke von Walter Benjamin, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1152950
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