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Wahnsinn als romantisches Motiv in E.T.A. Hoffmanns "Der Sandmann"

Titre: Wahnsinn als romantisches Motiv in E.T.A. Hoffmanns "Der Sandmann"

Dossier / Travail , 2019 , 16 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
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Das Wort "Wahnsinn" kann man heutzutage in mehrfacher Hinsicht benutzen. Auch früher schon war der Wahnsinn ein Thema großen Interesses, wie zum Beispiel im Werk "Der Sandmann" von E.T.A. Hoffmann. In Anbetracht dessen, wird in dieser Arbeit der These nachgegangen, dass das Motiv des Wahnsinns in "Der Sandmann" die wissenschaftlichen Methoden der Aufklärung kritisiert. Dazu wird erst einmal untersucht, inwiefern dieses, für die Epoche der Romantik typische, Motiv sich Hoffmanns Werk manifestiert. Dabei wird zuerst die Erzählung selbst betrachtet, anschließend auf die Hintergründe der Epoche eingegangen, dann das Motiv des Wahnsinns im Werk genauer analysiert und zum Schluss das Ganze mit der Aufklärung in Verbindung gesetzt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zu E.T.A. Hoffmanns Werk Der Sandmann

3. Die romantische Epoche

4. Das Motiv des Wahnsinns im Sandmann

4.1 Die Spaltung des Charakters durch das Trauma

4.2 Das Problem des kommunikativen Austauschs

4.3 Die Darstellung der Wahrnehmung

4.4 Raumkonstellationen als Sinnbild

5. Die Kritik an der Aufklärung

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Motiv des Wahnsinns in E.T.A. Hoffmanns Erzählung „Der Sandmann“ und analysiert dessen Funktion als Kritik an den wissenschaftlichen Methoden und dem Rationalitätsanspruch der Aufklärungsepoche.

  • Analyse des psychologischen Verfalls von Nathanael im Kontext seiner Kindheitstraumata.
  • Untersuchung von Kommunikationsdefiziten und deren Auswirkung auf die Wahrnehmung der Realität.
  • Deutung von Raumkonstellationen und Symbolik als Spiegel innerer Zerrissenheit.
  • Kritische Auseinandersetzung mit aufklärerischen Idealen wie Vernunft und objektiver Erkenntnis.
  • Die Rolle der Perspektivität als zentrales Element in der Weltwahrnehmung der Romantik.

Auszug aus dem Buch

4.1 Die Spaltung des Charakters durch das Trauma

Als erstes wird Nathanaels Zustand der inneren Zerrissenheit analysiert. Diese wird laut Geltinger anhand von „Geistererscheinungen oder auftauchende Doppelgänger, welche den Protagonisten, teils auch seine Umgebung, beunruhigen. Zugleich macht sich eine Besessenheit in Hinsicht auf diese Erscheinungen und Visionen bemerkbar, die immer mehr Raum im Leben der Hauptfigur einnimmt.“

Das Unbewusstsein Nathanaels wird am stärksten durch das Märchen des Sandmanns geprägt. Dieser hat seinen Ursprung in einem Märchen, tritt für Nathanael jedoch in Person der Doppelgänger Coppelius und Coppola auf. Die Verknüpfung des Sandmanns mit Coppelius und später auch Coppola, entsteht bereits in der Kindheit Nathanaels. Schon allein durch die Erwähnung der Mutter eines Sandmannes und der zeitgleichen Wahrnehmung der Schritte auf dem Flur, wird das Märchen für ihn zu einer realen Schreckensfigur, die ihn im restlichen Verlauf des Textes verfolgt. So schreibt Detlef Kremer beispielsweise: „Selbst die anschließende Erklärung der Mutter […] kann den Sohn nicht beruhigen. Er begegnet dem Aufklärungsversuch der Mutter mit einem eigenen und vermutet, daß [sic!] die Mutter die reale Existenz des Sandmanns nur unterschlage, um ihn, den Sohn, zu beruhigen.“ Die unbewusste Verknüpfung der Erzählung mit der eigenen Wahrnehmung ist demnach so stark, dass er eher der Mutter unterstellt ihm gegenüber unehrlich zu sein, als die Existenz des Sandmannes zu hinterfragen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des Wahnsinns ein, erläutert die Relevanz des Motivs in E.T.A. Hoffmanns Werk und formuliert die Forschungsfrage zur Kritik an aufklärerischen Methoden.

2. Zu E.T.A. Hoffmanns Werk Der Sandmann: Dieses Kapitel gibt einen inhaltlichen Überblick über die Erzählung, fokussiert auf die traumatische Kindheitserfahrung des Protagonisten Nathanael und dessen zunehmende Entfremdung.

3. Die romantische Epoche: Hier werden die Merkmale der Romantik herausgearbeitet, insbesondere die Abgrenzung zur Vernunftbetonung der Aufklärung und das neue Interesse am Unbewussten.

4. Das Motiv des Wahnsinns im Sandmann: Dieses zentrale Kapitel analysiert den Wahnsinn anhand verschiedener Aspekte wie Traumata, Kommunikationsstörungen, veränderter Wahrnehmung und der symbolischen Bedeutung von Räumen.

4.1 Die Spaltung des Charakters durch das Trauma: Untersuchung der inneren Zerrissenheit Nathanaels durch die Verknüpfung von Märchenfiguren mit der Realität.

4.2 Das Problem des kommunikativen Austauschs: Analyse der Unfähigkeit Nathanaels, sein Trauma mit anderen zu teilen, was zur Isolation führt.

4.3 Die Darstellung der Wahrnehmung: Erörterung der manipulativen Rolle der Sinne und des Fernrohrs als Symbole für eine verengte Weltanschauung.

4.4 Raumkonstellationen als Sinnbild: Deutung von Räumen als Repräsentation der psychischen Verfassung und der Unmöglichkeit eines sicheren Rückzugsortes.

5. Die Kritik an der Aufklärung: Dieses Kapitel verknüpft die Analyseergebnisse mit der Epoche der Aufklärung und zeigt auf, wie der Werkkontext deren Rationalitätsglauben infrage stellt.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass der Mangel an Austausch zwischen verschiedenen Perspektiven zur Katastrophe führt.

Schlüsselwörter

Wahnsinn, Romantik, Aufklärung, E.T.A. Hoffmann, Der Sandmann, Nathanael, Trauma, Doppelgänger, Wahrnehmung, Perspektivität, Unterbewusstsein, Kommunikation, Fernrohr, Symbolik, Identitätsspaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Motiv des Wahnsinns in E.T.A. Hoffmanns Erzählung „Der Sandmann“ und stellt dieses in den Kontext der romantischen Literatur sowie der Kritik an aufklärerischen Denkweisen.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentrale Themen sind psychologische Traumata, die Spaltung der Identität, der Zusammenbruch zwischenmenschlicher Kommunikation und die kritische Hinterfragung des rationalen Weltbildes.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der These nach, dass das Motiv des Wahnsinns im „Sandmann“ dazu dient, die wissenschaftlichen und rationalen Methoden der Aufklärung kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text unter Einbeziehung zeitgenössischer Epochenmerkmale (Romantik/Aufklärung) und unter Verwendung von Sekundärliteratur untersucht.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der traumatischen Spaltung des Protagonisten, der gestörten Kommunikation, der verfälschten Wahrnehmung durch Symbole wie das Fernrohr sowie der räumlichen Gestaltung der Erzählung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Wahnsinn, Perspektivität, Traumata, Aufklärung und Romantik geprägt.

Welche Rolle spielt das Fernrohr für den Wahnsinn Nathanaels?

Das Fernrohr fungiert als Symbol für eine aufklärerische, aber zugleich manipulative Sichtweise, die Nathanaels Blick auf die Welt verengt und ihn von der Realität entfremdet.

Warum wird die Kommunikation im Werk als gestört betrachtet?

Die Arbeit zeigt auf, dass Nathanaels Unvermögen, sein Trauma mit seinem Umfeld offen zu teilen, zu einer gefährlichen Einwegskommunikation führt, die seinen geistigen Abstieg beschleunigt.

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Résumé des informations

Titre
Wahnsinn als romantisches Motiv in E.T.A. Hoffmanns "Der Sandmann"
Université
University of Bayreuth
Note
2,0
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
16
N° de catalogue
V1153725
ISBN (ebook)
9783346544858
ISBN (Livre)
9783346544865
Langue
allemand
mots-clé
Neuere deutsche Literaturwissenschaft Analyse Augen Germanistik E.T.A. Hoffman Der Sandmann Literatur
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Citation du texte
Anonym (Auteur), 2019, Wahnsinn als romantisches Motiv in E.T.A. Hoffmanns "Der Sandmann", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1153725
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Extrait de  16  pages
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