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Helmut Newton

Titre: Helmut Newton

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2001 , 22 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Diplom-Kommunikationswirtin Julia Schroeter (Auteur)

Art - Photographie et Film
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Résumé Extrait Résumé des informations

Helmut Newton wird als einer der einflussreichsten Fotografen des 20. Jahrhunderts gefeiert, der es als Mode -und Aktfotograf, aber auch als Gesellschaftsportraitist zu Weltruhm gebracht hat. Seine Fotos beschäftigen sich bevorzugt mit den Themen: Mode, Reichtum und Erotik und mit 10.000 DM Tagesgage gilt er heute als der teuerste Werbefotograf der Welt. Die Medien überhäufen ihn mit Lobeshymnen und schmeicheln dem „Meister der kühl-erotischen Fotografie“ mit Zitaten wie: „Seine Mode- und Aktfotografien sind Bravourstücke voll von Sinnlichkeit, Lust und Dekadenz.“ Die einseitige Glorifizierung des „Genie“ Newtons und die kritiklose Rezeption seiner Werke haben mich stutzig gemacht und mich dazu bewogen, einmal genauer hinter die Kulissen des „Meisters“ zu blicken. Die Recherche für die „kritischen Positionen“ hat sich erwartungsgemäß als schwierig herausgestellt, denn seitdem das Werk des einstigen „Modegurus“ durch die Öffentlichkeit zu „Kunst“ erklärt wurde, scheint Newton einen Status erreicht zu haben, der ihn gegen jegliche Kritik immunisiert zu haben scheint. Wurden in den in den sechziger und siebziger Jahren noch vereinzelte Protestrufe seitens der feministischen Bewegung laut, herrscht heutzutage nur noch andächtiges Schweigen. Ein Schweigen, dass Newton selbst sehr entgegen zukommen scheint, denn der Fotograf erstickt jeglichen Versuch einer tieferen Auseinandersetzung mit seiner Person und seinem Werk stets im Keim. Mehr als ein schmales Rinnsal stets gleichbleibender und gleichformulierter Auskünfte ist von ihm nicht zu haben. Es gebe keine Botschaft. Hinter seinen Bildern sei nichts! Und mit seiner immer wieder zitierten Behauptung, er sei ja schließlich kein Künstler, scheint er jegliche kritische Annäherung unterbinden zu können. Mit dieser Hausarbeit möchte ich einen ersten Schritt in diese Grauzone wagen. Ich möchte sie denjenigen widmen, die genau wie ich ohne Hintergrundinformationen in eine seiner Ausstellungen gegangen ist und sich aus diffusen Gründen nicht dem Tenor allgemeiner Begeisterung anschließen konnten. [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 Biografie

3 Sein Werk

3.1 Aktfotografie

3.2 Modefotografie

3.3 Portraitfotografie

4 Kritische Positionen

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Hausarbeit setzt sich kritisch mit dem Wirken und der öffentlichen Wahrnehmung des Fotografen Helmut Newton auseinander. Ziel ist es, die mediale Glorifizierung des „Genies“ zu hinterfragen, die Rolle seiner Fotografie zwischen Kunst und Kommerz zu beleuchten und eine erste wissenschaftliche Annäherung an seine Bildsprache zu wagen, um dem Betrachter einen tieferen Blick auf Newtons Werk zu ermöglichen.

  • Biografischer Hintergrund und Werdegang Helmut Newtons
  • Analyse der Newton-Ästhetik in den Bereichen Akt-, Mode- und Portraitfotografie
  • Diskurs über die sexistische und pornografische Wirkung seiner Aufnahmen
  • Reflexion der Vorbildfunktion von Filmgenres für Newtons Inszenierungen
  • Kritische Auseinandersetzung mit der medialen Inszenierung des Künstlers

Auszug aus dem Buch

3.1 Aktfotografie

Die Bewunderer Newtons sehen in seinen Aktaufnahmen eine visionäre Gesellschaftsstudie, die in seinem Frauenbild eine Frau zeichnet, wie sie sich im beginnenden 3. Jahrtausend darstellen wird: Die Frau bestimmt eher das Spiel als sich ihm unterzuordnen und lebt eine selbstbestimmte Sexualität. Sie beherrscht ihren muskulösen und vitalen Körper, der vor Kraft und Gesundheit strotzt. Klaus Honnef sieht in Newton eine Art Pionier, der die Aktfotografie von jeglicher Verklärung befreit hat: „Er hat vielmehr dem nackten menschlichen Körper erst zu seinem eigentlichen Recht in der Photografie verholfen, indem er dessen erotische Ausstrahlung betonte.“ Für Honnef sind die Modelle Newtons keine fleischlosen Wesen oder pure Objekte. Doch in diesem Punkt scheiden sich die Geister, wie im Gliederungspunkt „Kritische Positionen“ noch näher erläutert wird. Um sich vorweg ein eigenes Bild machen zu können, möchte ich stellvertretend für die Aktfotografien Newtons folgendes Bild analysieren. Es heißt: „Ernesto Esposito and Friend“ und wurde 1988 in Montecatini aufgenommen.

Das Bild ist ein im Hochformat aufgenommenes Schwarz-Weiß-Foto. Es zeigt einen Ausschnitt eines Raumes. An der linken Bildkante sitzt ein Mann auf der Kante eines angeschnittenen Bettes. Er trägt einen schwarzen Anzug, ein weißes Hemd und eine Krawatte und hat seine Hände in seinem Schoß gefaltet. Er sitzt aufrecht. Seine Füße stehen parallel zueinander auf dem Boden und seine Knie sind eng zusammengepresst. Der Mann blickt leicht nach oben und sieht in das Gesicht einer Frau, die nackt vor dem Bett steht. Die Frau trägt außer „High Heels“ keine Kleidung. Sie hat ihre Hände hinter dem Kopf verschränkt und schaut auf den sitzenden Mann herab. Durch diese diagonale Blickrichtung und durch die leichte Drehung des Beckens der Frau zum sitzenden Mann treten die Figuren in Beziehung zueinander. Das Standbein der Frau ist frontal und parallel zur Wand des Raumes gestellt. Ihr Spielbein ist leicht gedreht und zeigt genau wie die Brüste der Frau in Richtung des sitzenden Mannes.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorwort: Die Autorin legt ihre Motivation dar, das Werk Helmut Newtons jenseits der medialen Glorifizierung kritisch zu hinterfragen.

2 Biografie: Dieses Kapitel skizziert den Lebensweg Newtons von seiner Kindheit in Berlin über die Emigration bis hin zu seinem Aufstieg als weltweit renommierter Modefotograf.

3 Sein Werk: Hier werden Newtons bevorzugte Bildmotive, sein technischer Inszenierungsstil und seine Ästhetik anhand von Beispielen analysiert.

3.1 Aktfotografie: Anhand des Fotos „Ernesto Esposito and Friend“ wird die Inszenierung von Dominanz und das Frauenbild in Newtons Aktfotografien untersucht.

3.2 Modefotografie: Das Kapitel analysiert die revolutionäre Bildsprache Newtons und den Einfluss des Films, insbesondere Alfred Hitchcocks, auf seine Modeaufnahmen.

3.3 Portraitfotografie: Am Beispiel des Bildes „Arielle nach dem Haareschneiden“ werden die Grenzen zwischen Portrait- und Aktfotografie thematisiert.

4 Kritische Positionen: Eine kontroverse Auseinandersetzung mit Vorwürfen von Sexismus, Pornografie und Faschismus im Werk sowie Newtons eigener Haltung dazu.

5 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Erkenntnisse und Ausblick auf Newtons spätere Entwicklung hin zur Landschaftsfotografie.

Schlüsselwörter

Helmut Newton, Fotografie, Aktfotografie, Modefotografie, Portraitfotografie, Bildanalyse, Inszenierung, Erotik, Sexismus, Ästhetik, Kritik, Voyeurismus, Dominanz, Film Noir, Medienrezeption

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die fotografische Arbeit von Helmut Newton und hinterfragt kritisch den medialen Hype um seine Person und sein Werk.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Akt-, Mode- und Portraitfotografie sowie der gesellschaftskritischen Debatte über die Darstellung von Frauen bei Newton.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, eine vom „Genie-Kult“ unabhängige, wissenschaftlich fundierte erste Annäherung an das Werk zu wagen und den Leser zum eigenen Hinterfragen der Bilder anzuregen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit nutzt die Methode der exemplarischen Bildanalyse, bei der spezifische Fotografien Newtons detailliert beschrieben und interpretiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der drei Fotokategorien (Akt, Mode, Portrait) sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Rezeption seines Schaffens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Helmut Newton, Bildanalyse, Inszenierung, Ästhetik, Sexismus und die mediale Rezeption seines Gesamtwerkes.

Wie bewertet die Arbeit die Vorbildfunktion von Alfred Hitchcock für Newton?

Die Autorin stellt fest, dass Newton sich filmischer Techniken wie der Vogelperspektive oder des „Kopfkinos“ bedient, die stark an Hitchcock erinnern, um Dramatik und Spannung zu erzeugen.

Wie geht die Autorin mit dem Vorwurf des Sexismus gegen Newton um?

Sie thematisiert den Vorwurf als kontroverses Spannungsfeld zwischen ästhetischer Freiheit und Herabwürdigung der Frau, wobei sie insbesondere Newtons eigene stumpfe Statements kritisiert.

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Résumé des informations

Titre
Helmut Newton
Université
University of the Arts Berlin  (Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation)
Cours
Atelier-, Galerie- und Museumsbesuche
Note
1,3
Auteur
Diplom-Kommunikationswirtin Julia Schroeter (Auteur)
Année de publication
2001
Pages
22
N° de catalogue
V115386
ISBN (ebook)
9783640169610
Langue
allemand
mots-clé
Helmut Newton Atelier- Galerie- Museumsbesuche
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Diplom-Kommunikationswirtin Julia Schroeter (Auteur), 2001, Helmut Newton, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115386
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Extrait de  22  pages
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