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DaF-Lehrende in China. Herausforderungen aus der Perspektive der kontrastiven Linguistik von Morphologie, Syntax und Semantik

Titel: DaF-Lehrende in China. Herausforderungen aus der Perspektive der kontrastiven Linguistik von Morphologie, Syntax und Semantik

Hausarbeit , 2020 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Yuting Zuo (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit soll sich aus der Perspektive der kontrastiven Linguistik von drei linguistischen Dimensionen, also Morphologie, Syntax und Semantik, mit der Fragestellung auseinandersetzen, mit welchen Schwierigkeiten DaF-Lehrende in China voraussichtlich konfrontiert sein könnten, wenn in Zukunft immer mehr spezifischer Fachsprachenunterricht eingerichtet wird beziehungsweise der Frage, welche Probleme bei chinesischen Studierenden beim Fachsprachenerwerb während des Studiums in Deutschland auftreten.

Die ständige Zunahme der Deutschlernende in China hat immer das Interesse des Forschungsbereichs DaF/DaZ erweckt. Aus den statistischen Datenanalysen lässt sich die aktuelle Situation des Deutschlernens in China detailliert reflektieren. Einerseits stellen die chinesischen Schüler/Studenten eine der größten Gruppen der Deutschlernenden dar, andererseits werden ihre Motivation z.B. das Interesse am Studium und die berufliche Chancen in den Forschungen für DaF-Vermittlung auf keinen Fall vernachlässigt. Insofern gilt die Fachsprachenvermittlung als ein entscheidender Bestandteil für den studien- und berufsvorbereitende Deutschunterricht. Jedoch beträgt der spezifische Fachsprachenunterricht in China eine kleinere Anzahl im Vergleich zu einer großen Menge von Sprachkursen, die im Wesentlichen auf Module abzielen, die mit einer Sprachprüfung beendet werden können.

Diese Angebote helfen vielen chinesischen Deutschlernenden dabei, Sprachprüfungen wie TestDaF oder DSH zu bestehen, deren Zeugnisse als eine Voraussetzung für ein Studium in Deutschland gelten. Aber solcher prüfungsvorbereitende DaF-Unterricht lässt sich nicht wirklich als ,,studienvorbereitend‘‘ bezeichnen, denn es mangelt dabei noch an der Vermittlung des Fachwortschatzes sowie wissenschaftlichen Ausdrucksmöglichkeiten von Fachzusammenhängen. Es ist von vielen Wissenschaftlern belegt, dass mangelnde Ähnlichkeiten zwischen L1 und L2 nur negative Auswirkungen auf den L2-Erweb haben können. Aber inwiefern beeinflussen die sogenannten interlingualen Faktoren Fachsprachenvermittlung und –erwerb? Der Autor dieser Arbeit ist kein Deutsch-Muttersprachler. Bitte haben Sie Verständnis für grammatikalische Fehler und Uneinheitlichkeiten im Ausdruck.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die aktuelle Situation

3. Problematik aus der Perspektive des Sprachvergleichs

3.1 Keine morphologische Voraussetzung für terminologische Wortbildung

3.2 Mangelnde Ähnlichkeiten der syntaktischen Struktur in der Wissenschaftssprache

3.2 Probleme bei der Übersetzung der Terminologie

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die spezifischen Herausforderungen, mit denen chinesische Deutschlernende und Lehrende bei der Vermittlung und dem Erwerb von Fachsprache konfrontiert sind, wobei der Fokus auf kontrastiven linguistischen Unterschieden liegt.

  • Analyse der aktuellen Situation des Deutschlernens in China
  • Untersuchung morphologischer Barrieren bei der Fachwortbildung
  • Kontrastive Betrachtung syntaktischer Strukturen in Wissenschaftstexten
  • Problematiken bei der Übersetzung kulturell geprägter Fachterminologie

Auszug aus dem Buch

3.1 Keine morphologische Voraussetzung für terminologische Wortbildung

Die Wörter werden im Gedächtnis in komplexen Netzwerken geordnet, dabei stehen sie in vielfältigen Beziehungen zueinander, d.h. jedes Einzelwort ist gleichzeitig ein Element in verschiedenen Ordnungsklassen, die miteinander vernetzt sind. [...] Der Wortschatzspeicher ist ständig erweisbar durch die Aufnahme neuer Wörter aus dem Gebrauch. Diese werden mit Vorstellungen verbunden, verstanden. Sie werden mit Synonyme, Antonyme zusammengebracht, vernetzt. Aus Wörtern mit gleichen Bestandteilen (Morphemen) werden Wortfamilien gebildet [...]

Die Wörter lassen sich durch die Verhältnisse (Vernetzungen) zueinander lernen, behalten, erinnern und wieder abrufen. Davon ist Wortfamilien eine wichtige Art der Vernetzungen, durch die die Wörter nach morphologischen Merkmalen vernetzt werden. Die neuen Wörter lassen sich später auch anhand der gleichen Morpheme in den bereits vorhandenen Wortschatz und bestehendes Wortwissen integrieren.

Den Wortschatz durch diese morphologische Vernetzung zu sichern oder die ähnlichen Wörter zu differenzieren ist für L2-Erwerber sowohl beim Erwerb der Alltagssprache als auch der Fachsprache ein effektiver Ansatz. Besonders beim Verstehen und Behalten z.B. der medizinischen Termini würden die Lernenden sich infolge der Fremdheit und Komplexität der Fachwortbildung viel Mühe vergeblich geben, ohne die Morpheme darin zu kennen. Andererseits ist es den Lehrkräften auch eine Herausforderung, die Morpheme deutlich zu erklären, denn der größte Teil medizinischer Termini leitet sich aus dem Lateinischen, dem lateinisierten Griechischen und – in jüngster Zeit – dem Englischen ab.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Zunahme von Deutschlernenden in China und problematisiert das Defizit an studienvorbereitendem Fachsprachenunterricht im Vergleich zu reinen Prüfungsvorbereitungskursen.

2. Die aktuelle Situation: Dieses Kapitel analysiert statistische Daten zur Verteilung der Deutschlernenden in China und zeigt, dass der Fokus auf die Vorbereitung für ein Studium in Deutschland bei gleichzeitig mangelnder fachsprachlicher Ausbildung liegt.

3. Problematik aus der Perspektive des Sprachvergleichs: Das Hauptkapitel untersucht die linguistischen Hürden in Morphologie, Syntax und Semantik, die durch die Unterschiede zwischen der chinesischen und deutschen Sprache entstehen.

3.1 Keine morphologische Voraussetzung für terminologische Wortbildung: Dieser Abschnitt thematisiert das Hindernis der lateinisch geprägten Fachwortbildung für chinesische Lernende, die mit den morphologischen Strukturen des Deutschen nicht vertraut sind.

3.2 Mangelnde Ähnlichkeiten der syntaktischen Struktur in der Wissenschaftssprache: Hier wird dargelegt, wie die Unterschiede zwischen der deutschen Syntax und der chinesischen Struktur das Leseverständnis und die Produktion wissenschaftlicher Texte erschweren.

3.2 Probleme bei der Übersetzung der Terminologie: Der letzte Teil des Hauptkapitels erläutert, wie kulturelle Unterschiede und fachspezifische Konnotationen zu Fehlübersetzungen bei komplexen Begriffen führen.

4. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die Ergebnisse der Untersuchung und weist auf die Notwendigkeit hin, die linguistischen Barrieren in der künftigen Fachsprachendidaktik explizit zu berücksichtigen.

Schlüsselwörter

Fachsprachenvermittlung, Deutsch als Fremdsprache, kontrastive Linguistik, chinesische Lernende, Morphologie, Syntax, Semantik, TestDaF, Fachwortschatz, Wissenschaftssprache, Interlinguale Faktoren, Terminologie, Übersetzungsproblematik, Kulturspezifik, Fachsprachlichkeitsgrad

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den spezifischen Herausforderungen bei der Vermittlung der deutschen Fachsprache für chinesische Lernende und Lehrende.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die morphologischen Hürden bei der Wortbildung, die syntaktischen Unterschiede zwischen Deutsch und Mandarin sowie die Schwierigkeiten bei der Übersetzung kulturell verwurzelter Fachtermini.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, einen Überblick darüber zu geben, wie interlinguale Faktoren die Fachsprachenvermittlung beeinflussen und welche Schwierigkeiten sich daraus für Lernende im Studium in Deutschland ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt einen kontrastiv-linguistischen Ansatz, um die strukturellen Unterschiede zwischen der Ausgangssprache (Chinesisch) und der Zielsprache (Deutsch) auf verschiedenen Ebenen zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine morphologische Analyse von Fachbegriffen, einen Vergleich syntaktischer Konstruktionen wie Relativsätzen und eine Untersuchung kulturell bedingter Übersetzungsprobleme von Termini.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Fachsprachenvermittlung, kontrastive Linguistik, Wortbildung, Syntax und soziokulturelle Barrieren charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Wortbildung in deutschen Fachsprachen von der chinesischen?

Die deutsche Fachsprache basiert stark auf lateinischen und griechischen Morphemen, was für chinesische Lernende ohne entsprechende Vorkenntnisse eine hohe Lernhürde darstellt, während im Chinesischen andere Bildungsprinzipien gelten.

Welche Rolle spielt die Übersetzung bei der Herausforderung für Lernende?

Die Übersetzung ist oft problematisch, da Begriffe wie "Zweitstimme" oder "Gewaltenteilung" in der chinesischen Sprache keine direkten Äquivalente haben und somit zu Fehlkonzeptionen oder einem inhaltlichen Verständnisverlust führen können.

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Details

Titel
DaF-Lehrende in China. Herausforderungen aus der Perspektive der kontrastiven Linguistik von Morphologie, Syntax und Semantik
Hochschule
Universität Bielefeld  (Linguistik und Literatur)
Veranstaltung
Fachsprache und Fachsprachenvermittlung
Note
1,7
Autor
Yuting Zuo (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
19
Katalognummer
V1154142
ISBN (PDF)
9783346581716
ISBN (Buch)
9783346581723
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fachsprache Fachsprachenvermittlung Deutsch als Fremdsprache Chinesisch Sprachvergleich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Yuting Zuo (Autor:in), 2020, DaF-Lehrende in China. Herausforderungen aus der Perspektive der kontrastiven Linguistik von Morphologie, Syntax und Semantik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1154142
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Leseprobe aus  19  Seiten
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