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Mentalisierte Affektivität (MA) anhand der Mentalized Affectivity Scale (MAS). Zusammenhänge zu Depressivität, Ängstlichkeit und Geschlecht

Title: Mentalisierte Affektivität (MA) anhand der Mentalized Affectivity Scale (MAS). Zusammenhänge zu Depressivität, Ängstlichkeit und Geschlecht

Bachelor Thesis , 2021 , 47 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Nana Walter (Author)

Health Sciences - Health Psychology
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Summary Excerpt Details

In dieser empirischen Arbeit werden Zusammenhänge zwischen der MA und zwei psychopathologischen Variablen, nämlich Depressivität sowie Ängstlichkeit, untersucht. Ergänzend wird ein Gruppenvergleich von weiblichen und männlichen Personen bezüglich zwei Aspekten der MA (Identifying und Processing) vorgenommen. Gemessen wird die MA anhand der Mentalized Affectivity Scale (MAS). Greenberg und Kollegen (2017) haben im Rahmen ihrer explorativen Studie bereits Zusammenhänge von Depressionen und Angststörungen mit verschiedenen Aspekten der MAS nachgewiesen. Das in dieser Arbeit verwendete Messinstrument für Depressivität misst eine „Traurigkeit bis hin zur schweren klinisch manifesten Depression“ und weist daher eindeutige Schnittstellen zu einer klinischen Depression auf.

Die Ängstlichkeit misst „körperlich spürbare Nervosität bis hin zu tiefer Angst“ und weist deutliche Parallelen zu einer klinischen Angststörung auf. Es soll in diesem Rahmen untersucht werden, ob und inwieweit Depressivität und Ängstlichkeit mit Aspekten der MA und der MAS zusammenhängt, um die Ergebnisse aus der Greenberg-Studie konzeptionell in anderer Form („Depressivität“ statt einer Depression und „Ängstlichkeit“ statt einer Angststörung) zu replizieren. Zunächst werden die relevanten Konzepte zum besseren Verständnis der Arbeit näher erläutert (Kapitel 2). Daraufhin wird ein aktueller, themenspezifischer Forschungsstand vorgestellt. Nach Ableitung der Hypothesen (Kapitel 3) werden die Methoden präsentiert (Kapitel 4). Anschließend werden die Ergebnisse zu den Hypothesen übersichtlich dargelegt (Kapitel 5), um sie abschließend zu diskutieren (Kapitel 6) und kritisch zu beleuchten (Kapitel 7).

Die Ergebnisse dieser Arbeit sollen dazu beitragen, Zusammenhänge und Unterschiede zwischen den Variablen und dem Geschlecht zu untermauern und damit Ansätze für zukünftige Forschungen zu legen. Zudem nähert sich die Arbeit der Frage an, ob die Mentalisierte Affektivität und die MAS im Therapiekontext bei Depressivität und/oder Ängstlichkeit einen Nutzen hat. Durch weitere bekräftigende Forschungen, die den Zusammenhang mit Depressivität und Ängstlichkeit bestätigen, könnten adäquate therapeutische Maßnahmen unter Berücksichtigung der MA und der MAS abgeleitet bzw. das Konzept könnte in den Therapieprozess eingebunden werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Mentalisierte Affektivität

2.2 Depressivität und Ängstlichkeit

2.2.1 Depressivität

2.2.2 Ängstlichkeit

2.3 Emotionsregulation

2.3.1 Emotionsregulation: Hintergrund

2.3.2 Emotionsregulation und Psychopathologie

2.3.3 Emotionsregulation und Geschlechterunterschiede

2.4 Mentalisierung

2.4.1 Mentalisierung: Hintergrund

2.4.2 Mentalisierung und Psychopathologie

2.4.3 Messungen der Mentalisierungsfähigkeit

2.5 Forschungsstand

2.5.1 MA und Depressivität bzw. Ängstlichkeit

2.5.2 Geschlechterunterschiede in der MA

3. Fragestellung und Hypothesen

3.1 Haupthypothesen

3.1.1 Hypothese 1

3.1.2 Hypothese 2

3.1.3 Hypothese 3

3.1.4 Hypothese 4

3.2 Nebenhypothesen

3.2.1 Hypothese 5

3.2.2 Hypothese 6

4. Methodik

4.1 Studiendesign

4.2 Stichprobe

4.3 Erhebungsinstrumente

4.3.1 Mentalized Affectivity Scale (MAS)

4.3.2 Brief Symptom Inventory (BSI)

4.4 Auswertung

5. Ergebnisse

5.1. Ergebnisse (Haupthypothesen)

5.1.1 Hypothese 1

5.1.2 Hypothese 2

5.1.3 Hypothese 3

5.1.4 Hypothese 4

5.1.5 Interkorrelationen

5.2 Ergebnisse (Nebenhypothesen)

5.2.1 Hypothese 5

5.2.2 Hypothese 6

6.Diskussion und Limitation

6.1 Diskussion Haupthypothesen

6.1 Diskussion Nebenhypothesen

6.3 Limitation der Schlussfolgerungen

7. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, Zusammenhänge zwischen den Aspekten der Mentalisierten Affektivität (Identifying Emotions und Processing Emotions) sowie Depressivität und Ängstlichkeit bei einer nicht-klinischen Stichprobe zu untersuchen und potenzielle Geschlechterunterschiede in diesen Bereichen zu identifizieren.

  • Mentalisierte Affektivität als Konzept der Emotionsregulation
  • Zusammenhang zwischen Mentalisierter Affektivität und psychopathologischen Variablen
  • Untersuchung von Depressivität und Ängstlichkeit außerhalb klinischer Diagnosen
  • Analyse geschlechtsspezifischer Unterschiede in der Mentalisierten Affektivität
  • Validierung und Replikation von Erkenntnissen aus der Greenberg-Studie

Auszug aus dem Buch

2.1 Mentalisierte Affektivität

Das zugrundeliegende Konzept dieser Arbeit, die MA, integriert die Mentalisierungsfähigkeit in die ER (Rinaldi et al., 2021). MA wurde als detailliertes Konzept der ER entwickelt, welches einen umfassenden Prozess in mehreren aufeinanderfolgenden Teilschritten beschreibt. Eine adäquate MA wird als Fähigkeit beschrieben, sich des eigenen Affekts bewusst zu werden, in diesem affektiven Zustand zu verbleiben und ihm im Kontext der vergangenen Erfahrungen und des Selbstkonzepts einen anderen Bedeutungskontext zu verleihen. Der Affekt wird dabei moduliert und schließlich sich selbst und anderen Personen gegenüber angemessen ausgedrückt (Jurist, 2018). MA basiert auf der Erkenntnis, dass die ER durch Persönlichkeitsstil, Werte und vor allem durch das autobiographische Gedächtnis beeinflusst wird (Jurist, 2018).

Greenberg und Kollegen (2017) beschreiben die Entwicklung der MA als abhängig von biologischen Grundlagen, der kindlichen Entwicklung und der Kultur bzw. Ethnizität eines Individuums. Zudem spielen die (elterlichen) Bindungen in der Kindheit und die psychischen und kognitiven Fähigkeiten eine bedeutende Rolle (s. Abbildung 1). Jurist fügt hinzu, dass „die Grundidee der MA in dem Wunsch liegt zu verstehen, wie die eigene Vergangenheit und Identität das eigene, aktuelle emotionale Erleben prägen“ (2018, S.3). Die MA wird anhand von drei Skalen definiert: Identifying Emotions, Processing Emotions und Expressing Emotions (Greenberg et al., 2017). Identifying meint das Erkennen der aktuellen, eigenen Emotionen im Kontext mit dem autobiographischen Gedächtnis. Es werden hier also bisher unreflektierte Gefühle und deren Ursprung erkannt und somit eine Basis für das Verarbeiten der jeweiligen Emotionen gelegt. In Processing Emotions werden die Emotionen hinsichtlich Dauer und Intensität reguliert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Emotionsregulation für die psychische Gesundheit ein und stellt die Mentalisierte Affektivität als innovatives Konzept zur Untersuchung von Depressivität und Ängstlichkeit vor.

2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die zentralen Konzepte der Mentalisierten Affektivität, Emotionsregulation und Mentalisierung sowie deren wissenschaftlichen Forschungsstand im Kontext psychischer Störungen.

3. Fragestellung und Hypothesen: Hier werden basierend auf der Literatur die vier Haupthypothesen zu den Zusammenhängen der MAS-Skalen mit Depressivität und Ängstlichkeit sowie zwei Nebenhypothesen zu Geschlechterunterschieden hergeleitet.

4. Methodik: Es wird das Studiendesign der quantitativen Querschnittsstudie (N=137), die Zusammensetzung der Stichprobe sowie die verwendeten Erhebungsinstrumente (MAS und BSI) detailliert beschrieben.

5. Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die statistische Analyse der Hypothesen, wobei die signifikanten Zusammenhänge zwischen Processing Emotions und den untersuchten psychischen Variablen sowie die Interkorrelationen dargelegt werden.

6. Diskussion und Limitation: Dieses Kapitel interpretiert die Befunde im Lichte der Greenberg-Studie, reflektiert die Limitationen der Untersuchung (u.a. Stichprobengröße und -zusammensetzung) und diskutiert therapeutische Implikationen.

7. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die wissenschaftlichen Erkenntnisse zusammen und schlägt zukünftige Forschungsansätze zur Etablierung der Mentalisierten Affektivität im therapeutischen Kontext vor.

Schlüsselwörter

Mentalisierte Affektivität, Mentalized Affectivity Scale, MAS, Emotionsregulation, Depressivität, Ängstlichkeit, Identifying Emotions, Processing Emotions, Mentalisierung, Psychopathologie, Geschlechterunterschiede, Quantitative Querschnittsstudie, Therapeutischer Kontext, Psychische Gesundheit, Emotionserkennung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Konzept der Mentalisierten Affektivität und dessen Zusammenhänge mit Depressivität und Ängstlichkeit, um deren Bedeutung für die therapeutische Praxis zu erforschen.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die zentralen Themen sind Emotionsregulation, das spezifische Modell der Mentalisierten Affektivität (MA), sowie deren Verbindung zu Depressivität und Ängstlichkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen Aspekten der MA (insbesondere Identifying und Processing Emotions) und Depressivität bzw. Ängstlichkeit bei einer nicht-klinischen Stichprobe nachzuweisen und zu generalisieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine quantitative Querschnittsstudie, bei der 137 Teilnehmer mittels Fragebögen (MAS und BSI) befragt und die Daten statistisch mit Pearson-Korrelationen sowie dem Mann-Whitney-Test ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung der untersuchten Variablen, die Operationalisierung mittels Fragebögen, die Präsentation der statistischen Ergebnisse und deren anschließende kritische Diskussion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Mentalisierte Affektivität, MAS, Emotionsregulation, Depressivität, Ängstlichkeit und Mentalisierung beschreiben.

Warum wurde in der Arbeit die Mentalized Affectivity Scale (MAS) als Messinstrument gewählt?

Die MAS wurde gewählt, weil sie als erstes Instrument in der Lage ist, die drei Komponenten Erkennen, Verarbeiten und Ausdrücken von Emotionen (die das Konzept der MA definieren) gleichzeitig zu messen.

Was unterscheidet das Konzept der Mentalisierten Affektivität von klassischer Empathie?

Während Empathie primär auf die Wahrnehmung und Reaktion gegenüber dem Gegenüber ausgerichtet ist, fokussiert die Mentalisierte Affektivität stärker auf die nach innen gerichtete Regulation und das Verständnis des Selbst.

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Details

Title
Mentalisierte Affektivität (MA) anhand der Mentalized Affectivity Scale (MAS). Zusammenhänge zu Depressivität, Ängstlichkeit und Geschlecht
College
University of Applied Sciences and Medical University
Grade
1,3
Author
Nana Walter (Author)
Publication Year
2021
Pages
47
Catalog Number
V1154281
ISBN (PDF)
9783346556691
Language
German
Tags
mentalisierte affektivität mentalized affectivity scale zusammenhänge depressivität ängstlichkeit geschlecht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nana Walter (Author), 2021, Mentalisierte Affektivität (MA) anhand der Mentalized Affectivity Scale (MAS). Zusammenhänge zu Depressivität, Ängstlichkeit und Geschlecht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1154281
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