Frauen und Landrechte in Simbabwe


Referat (Ausarbeitung), 2007

8 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einführung

Simbabwes historische Entwicklung

Fast Track Land Resettlement Programme

Das Wirken von Nicht-Regierungs-Organisationen in Simbabwe

Frauen in der Gesellschaft Simbabwes

Fazit

Quellen und Literaturverzeichnis

Einführung

Simbabwe ist ein Staat, der schwere wirtschaftliche und soziale Probleme aufweist und der von einem autoritären Diktator regiert wird. Frauen wurden nach der Unabhängigkeit zwar dem Mann per Gesetz gleichgestellt, aber diese Rechte wurden nicht zuletzt durch das Einwirken der männlichen Bevölkerung wieder aufgehoben. Die Grundlage dieser Ausarbeitung bildet ein Bericht über die Situation der Frauen auf den Resettlement Areas. Besonders an diesem behandelten Text von Pat Made ist, dass der er nicht von einem ausländischen Beobachter stammt, sondern von einer Journalistin, die aus Simbabwe stammt, somit also mit dem Land und den Leuten gut vertraut ist und zudem weitere Artikel zum Thema „development and gender issues“1 verfasst hat. Um die Situation der Frauen in Simbabwe zu verstehen, müssen zunächst die kulturellen und historischen Besonderheiten im Land kurz umrissen sowie die Besonderheiten durch die neu geschaffenen Resettlement Areas aufgezeigt werden.

Simbabwes historische Entwicklung

Simbabwe blickt auf eine lange und ereignisreiche Geschichte zurück. Auf dem heutigen Gebiet des Staates entstanden mehrere Großreiche. Durch das „fruchtbare Hochplateau zwischen Limpopo und Sambesi“2 im Südosten Afrikas verliefen Handelsrouten und in den Küstenstädten sowie im Landesinneren waren Handelsplätze unter anderem für „Gold, Eisen, Elfenbein […] und Sklaven.“3 Haupthandelspartner war der Nahe Osten. Im 19. Jahrhundert entdeckten die europäischen Kolonialherren den Wert des Landes, allen voran Cecil Rhodes, der zunächst einen Handelsvertrag mit dem damaligen Herrscher anstrebte, später aber das Land eroberte.4 Bis 1961 stand Rhodesien, wie der dort neu gegründete Staat genannt wurde, unter britischer Herrschaft. 1961 kam eine weiße Minderheitenregierung an die Macht.

Rhodesien erklärte sich einseitig für unabhängig. Nach Sanktionen durch die britische Regierung und den Vereinten Nationen, sowie einem Bürgerkrieg kam es zu ersten freien Wahlen und 1980 zur endgültigen Unabhängigkeit. Seit 1980 regiert Robert Gabriel Mugabe die Republik Simbabwe mit einer schwarzen Mehrheitsregierung. Offizielle Regierungsform ist die parlamentarische Demokratie. Der Pluralismus, der seit der Unabhängigkeit herrschte, besteht nur noch theoretisch, da es nur eine Einheitspartei gibt. Die Zimbabwe African Nation Union (ZANU) und die Zimbabwe African People’s Union (ZAPU) wurden zur Einheitspartei (ZANU-PF) zusammengelegt.

Die Opposition wurde und wird immer wieder ausgeschaltet. Simbabwes Hauptstadt ist Harare. Das Land ist in acht Provinzen und zwei Städten mit provinzialem Status eingeteilt. Die wichtigsten Handelspartner sind Südafrika und die Demokratische Republik Kongo.5 Der Staat kämpft mit innenpolitischen Problemen, greift aber in Kriege anderer Staaten ein, so auch 1998 in der Demokratischen Republik Kongo.

Die seit der Kolonialisierung bestehenden Sonderrechte der weißen Bevölkerung wurden abgeschafft. Die Bevölkerung ist überwiegend christlich, wobei der Naturglaube parallel dazu betrieben wird. 1992 erließ Mugabe das Landenteignungsgesetz. Es kam zur Landenteignung der weißen Bevölkerung, 2000 zu massiven Landenteignungen und -umverteilungen. Diese Maßnahme sollte eigentlich dazu dienen, den Schwarzen Bürgern ein Stück Land zur Bearbeitung zu übergeben. Es führte aber zu Protesten sowohl innerhalb der Bevölkerung als auch auf internationaler Ebene und zu einer hohen Arbeitslosigkeit, da viele schwarze Arbeiter auf den großen Farmen gearbeitet hatten.

Die Inflationsrate steigt seit Jahren ins Unermessliche. Im November 2007 betrug sie 26.000%.6 Von den ca. 12 Millionen Einwohnern haben 24,6% Aids.7 Die Verfolgung und Misshandlung von Oppositionellen durch die Regierung Mugabes, die Vernichtung der Armenviertel,8 beispielsweise in Harare, da dort viele Anhänger der Regierungsopposition zu finden sind, sowie die Zensur der Presse sorgen für Unmut in der Bevölkerung.

Fast Track Land Resettlement Programme

Vor der Landenteignung von 1992 besaßen 4.500 weiße Bauern 155.000 km² Boden, wohingegen auf 8.500 schwarze Bauern nur ca. 20.000 km² kamen.9 Um die Verstaatlichung des Landes und die anschließende Umverteilung zu ermöglichen, änderte „das Parlament die Verfassung.

[...]


1 Judith Mirsky, Marty Radlett (Hrsg.) No Paradise Yet – The World’s Women Face the New Century, Panos Institute und Zed Books, London, 2000, S. 259.

2 Martin Pabst, Simbabwe, C.H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung (Oscar Beck), München, 1999, S. 33.

3 Ebenda S. 34.

4 Vergleiche hierzu: Gerhard Hauck, Gesellschaft und Staat in Afrika, Brandes & Apsel Verlag GmbH, Frankfurt am Main, 2001, S. 122 ff.

5 Vergleiche: https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/zi.html vom 18.03.08.

6 “The Reserve Bank of Zimbabwe routinely prints money to fund the budget deficit, causing the official annual inflation rate to rise from 32% in 1998, to 133% in 2004, 585% in 2005, passed 1000% in 2006, and 26000% in

November 2007.” Entnommen aus: https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/zi.html vom 18.03.2008

7 Vgl. hierzu https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/zi.html vom 20.03.2008.

8 Vgl. hierzu http://www.guardian.co.uk/world/2005/jul/01/zimbabwe.comment vom 20.03.2008.

9 Vgl. hierzu http://www.simbabwe-botschaft.de/ vom 10.03.2008.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Frauen und Landrechte in Simbabwe
Hochschule
Universität Hildesheim (Stiftung)  (Institut für Politik)
Veranstaltung
Entwicklungspolitik in einer globalisierten Welt
Note
1,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
8
Katalognummer
V115466
ISBN (eBook)
9783640169849
Dateigröße
371 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
7 Einträge im Literaturverzeichnis, davon 3 Internetquellen.
Schlagworte
Frauen, Landrechte, Simbabwe, Entwicklungspolitik, Welt
Arbeit zitieren
Silke Peters (Autor), 2007, Frauen und Landrechte in Simbabwe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115466

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Titel: Frauen und Landrechte in Simbabwe



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