Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Controlling

Analyse der Anwendbarkeit von Methoden zur Verrechnungspreisbestimmung

Title: Analyse der Anwendbarkeit von Methoden zur Verrechnungspreisbestimmung

Seminar Paper , 2008 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Nico Kasang (Author)

Business economics - Controlling
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Dieser Abschnitt beschreibt schwerpunktmäßig betriebswirtschaftliche Verrechnungspreismethoden, analysiert ihre Vor- und Nachteile und damit ihre Anwendbarkeit. Die Anforderungen an effiziente Verrechnungspreise wurden u.a. von EWERT/WAGENHOFER definiert und umfassen, neben einer einfachen Methodik sowie der Akzeptanz durch die Bereichsmanager,
vor allem die Erfüllung der beiden internen Hauptfunktionen.
Die Hauptfunktionen wurden bereits im Rahmen einer allgemeinen Funktionsbetrachtung im vorangegangenen Abschnitt beschrieben und mit der Koordinations- sowie der Erfolgsermittlungsfunktion
klar abgegrenzt.

Die Analyse der Funktionserfüllung durch die dargestellten Verrechnungspreismethoden stellt neben der Methodenbeschreibung den wichtigsten Teil dieses Abschnitts dar. Die Bewertung des Erfüllungsgrads der Hauptfunktionen wirft alsbald die Frage auf, welcher Maßstab genutzt werden soll. Als Bemessungsgrundlage dazu dienen die Optima der Definitionen der Funktionen selber. Demnach ist die Koordinationsfunktion bestmöglich erfüllt, wenn die Entscheidungen der dezentral agierenden Manager so koordiniert werden, dass sich ein gesamtzieloptimales Unternehmensergebnis, im Sinne einer First-Best Lösung, einstellt. Eine optimale Erfüllung der Erfolgsermittlungsfunktion ist dann gewährleistet, wenn die Verrechnungspreismethoden in der Lage sind, den Erfolg der Unternehmensbereiche realistisch darzustellen und klar abzugrenzen. Die Erfolge sollen realistisch ausgewiesen werden,
weil die Bereichsmanager in der Regel in Abhängigkeit von deren Höhe vergütet werden und diese somit eine Maximierung der Bemessungsgrundlage ihrer Vergütung anstreben. Eine
Optimierung der Bereichsergebnisse führt wiederum zu einer erhöhten Zielerreichung auf Ebene des Gesamtunternehmens.

Neben den betriebswirtschaftlichen werden nachfolgend zusätzlich die steuerlichen Methoden beschrieben und auf ihre Anwendbarkeit hin analysiert. Das Kriterium für die Bewertung der Anwendbarkeit stellt sich etwas anders da. Ein Unternehmen kann sie zur Erfüllung der externen Funktionen genau dann anwenden, wenn mit ihnen der Fremdvergleichsgrundsatz gewährleistet ist und somit eine steuerliche Anerkennung ermöglicht wird.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

3. Analyse der Anwendbarkeit von Methoden zur Verrechnungspreisbestimmung

3.1 Betriebswirtschaftliche Verrechnungspreismethoden

3.1.1 Marktorientierte Verrechnungspreise

3.1.2 Kostenorientierte Verrechnungspreise

3.1.3 Verhandelte Verrechnungspreise

3.2 Steuerliche Verrechnungspreismethoden

3.2.1 Standard- und gewinnorientierte Methoden

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert die Anwendbarkeit verschiedener Methoden zur Verrechnungspreisbestimmung, wobei sowohl betriebswirtschaftliche als auch steuerliche Perspektiven kritisch beleuchtet werden. Das primäre Ziel besteht darin, zu untersuchen, inwieweit diese Methoden die internen Funktionen der Koordination und Erfolgsermittlung sowie die Anforderungen an eine steuerliche Anerkennung erfüllen können.

  • Klassifizierung und Analyse betriebswirtschaftlicher Verrechnungspreismethoden
  • Untersuchung der Koordinations- und Erfolgsermittlungsfunktion
  • Beurteilung von marktorientierten, kostenorientierten und verhandelten Ansätzen
  • Analyse der steuerlichen Anforderungen und des Fremdvergleichsgrundsatzes
  • Evaluierung der Zielkonflikte zwischen betriebswirtschaftlicher Steuerung und steuerlicher Dokumentation

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Marktorientierte Verrechnungspreise

Die Methode der marktorientierten Verrechnungspreise ist prinzipiell sehr einfach zu realisieren. Als Verrechnungspreis zwischen zwei Güter austauschenden Unternehmensbereichen, ist durch die Zentrale derjenige Preis festzulegen, mit dem ein gleichartiges Gut auf dem Markt gehandelt wird.

Diese Methode der Preissetzung scheint auf den ersten Blick sehr vorteilhaft, bezogen auf ihre Fähigkeit der Funktionserfüllung, denn ein auf dem Markt gebildeter Preis ist in der Regel frei von Manipulationen und die Methodik zu dessen Bildung durch die Marktteilnehmer überprüfbar. Dieser genießt daher im Allgemeinen eine hohe Akzeptanz.

Allerdings müssen die Voraussetzungen beachtet werden, unter denen Marktpreise zu einer gesamtzieloptimalen Koordination führen. Schon HIRSHLEIFER hat darauf hingewiesen, dass ein vollkommener Markt, auf dem die Marktteilnehmer über keine Preissetzungsmacht verfügen, die Voraussetzung für eine First-Best Lösung ist. Die Unternehmensbereiche sollen dabei unabhängig vom Konzernverbund auf dem Markt agieren, den Preis als exogen gegeben betrachten und von ihm die optimale Menge ableiten.

Diese Voraussetzung wird von EWERT/WAGENHOFER sowie, ergänzend, DITTMAR/RATHGEBER und COENENBERG, weiter spezifiziert, und zunächst die triviale Forderung nach der bloßen Existenz eines Marktes aufgestellt, auf dem das betreffende Gut oder eine entsprechendes Äquivalent gehandelt wird. Das Handeln auf dem Markt darf dabei weder durch Kommunikations- noch durch Transaktionskosten eingeschränkt sein. Ferner besteht die Notwendigkeit eines Marktpreises, der unabhängig von der auf dem Markt gehandelten Menge konstant bleibt, da sonst Unsicherheit bezüglich der Wahl des korrekten Marktpreises besteht. Die Bereiche dürfen bei der Festlegung der Bezugs- bzw. Absatzmenge durch keinerlei Beschränkungen beeinflusst werden. Ebenso darf nicht unbeachtet bleiben, welche Marktstrategie einem bestimmten Preis zugrunde liegt. Passt diese mit der Unternehmensstrategie nicht zusammen, ist eine Verwendung zumindest problematisch.

Zusammenfassung der Kapitel

3. Analyse der Anwendbarkeit von Methoden zur Verrechnungspreisbestimmung: Einführung in die Problematik der Verrechnungspreisbestimmung und Abgrenzung der internen sowie externen Funktionsanforderungen.

3.1 Betriebswirtschaftliche Verrechnungspreismethoden: Unterteilung der Ansätze in administratives sowie eigenständiges Vorgehen und Darstellung theoretischer Modelle wie der Agency-Theorie.

3.1.1 Marktorientierte Verrechnungspreise: Beschreibung der marktbasierten Preisbildung unter der Annahme vollkommener Märkte und deren Eignung zur gesamtzieloptimalen Koordination.

3.1.2 Kostenorientierte Verrechnungspreise: Diskussion verschiedener Kostenbasen wie Grenz- und Vollkosten sowie die Analyse von Anreizeffekten durch Kostenaufschläge.

3.1.3 Verhandelte Verrechnungspreise: Evaluierung der Delegation von Preisentscheidungen an dezentrale Einheiten und Analyse der damit verbundenen Vor- und Nachteile sowie Trade-Offs.

3.2 Steuerliche Verrechnungspreismethoden: Untersuchung der Anforderungen an eine steuerlich konforme Dokumentation unter besonderer Berücksichtigung des Fremdvergleichsgrundsatzes.

3.2.1 Standard- und gewinnorientierte Methoden: Detaillierte Betrachtung spezifischer steuerlicher Methoden wie Preisvergleichs- oder Kostenaufschlagsmethode zur Erfüllung gesetzlicher Vorgaben.

Schlüsselwörter

Verrechnungspreise, Controlling, Koordinationsfunktion, Erfolgsermittlungsfunktion, Fremdvergleichsgrundsatz, Agency-Theorie, Marktorientierte Verrechnungspreise, Kostenorientierte Verrechnungspreise, Verhandelte Verrechnungspreise, Steuerliche Anerkennung, Transfer Pricing, Unternehmenssteuerung, Kostenaufschlagsmethode, Preisvergleichsmethode, Dezentralisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Anwendbarkeit verschiedener Verrechnungspreismethoden, die zur Steuerung von internen Transaktionsbeziehungen in Unternehmen eingesetzt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die betriebswirtschaftliche Funktionserfüllung (Koordination und Erfolgsermittlung) sowie die steuerlichen Anforderungen an die Anerkennung von Verrechnungspreisen durch Finanzbehörden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Evaluierung der Eignung verschiedener Methoden, um sowohl unternehmensinterne Zielsetzungen optimal zu erreichen als auch externen regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die betriebswirtschaftliche Theorien und steuerrechtliche Grundsätze sowie empirische Forschungsergebnisse gegenüberstellt und bewertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert marktorientierte, kostenorientierte und verhandelte Verrechnungspreise sowie steuerliche Standardmethoden in Bezug auf ihre Anwendbarkeit und Leistungsfähigkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Verrechnungspreise, Controlling, Fremdvergleichsgrundsatz, Koordinationsfunktion, Erfolgsermittlung und steuerliche Anerkennung.

Warum sind marktorientierte Verrechnungspreise oft schwer in der Praxis umsetzbar?

Die Anwendung setzt oft einen vollkommenen Markt voraus, der in der Realität selten existiert, wodurch notwendige Voraussetzungen für eine First-Best-Lösung häufig nicht gegeben sind.

Inwiefern beeinflusst die Agency-Theorie die Bewertung von Cost-Plus Methoden?

Unter Berücksichtigung von Informationsasymmetrie müssen Bereichsleiter für die Weitergabe von Expertenwissen vergütet werden, was die Rolle von Kostenaufschlägen als Anreizinstrument in den Vordergrund rückt.

Warum gibt es Zielkonflikte bei der Methodenwahl?

Betriebswirtschaftliche Steuerungsinstrumente zur Koordination dezentraler Einheiten decken sich nicht immer mit den starren regulatorischen Dokumentationspflichten der Steuerbehörden.

Wie ist die Preisvergleichsmethode steuerlich einzuschätzen?

Sie gilt als bevorzugte Methode, da sie auf einem tatsächlichen Fremdvergleich basiert, ist jedoch in der Praxis durch sehr enge Anwendungskorridore bei der Suche nach Vergleichsdaten begrenzt.

Excerpt out of 21 pages  - scroll top

Details

Title
Analyse der Anwendbarkeit von Methoden zur Verrechnungspreisbestimmung
College
University of Hohenheim  (ABWL und Controlling)
Course
Controlling Seminar
Grade
1,7
Author
Nico Kasang (Author)
Publication Year
2008
Pages
21
Catalog Number
V115479
ISBN (eBook)
9783640169948
ISBN (Book)
9783640172443
Language
German
Tags
Analyse Anwendbarkeit Methoden Verrechnungspreisbestimmung Controlling Seminar Verrechnungspreise Kostenorientiert Verhandlungsorientiert
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nico Kasang (Author), 2008, Analyse der Anwendbarkeit von Methoden zur Verrechnungspreisbestimmung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115479
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  21  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint