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Hayden White im historiographischen Kontext

Title: Hayden White im historiographischen Kontext

Term Paper , 2005 , 20 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Marco Gerhards (Author)

History - Basics
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, es sollen jedoch die
notwendigen Gesichtspunkte der Whiteschen Thematik erörtert werden. Dazu gehört in
aller erster Linie das Schrifttum Whites selbst, was nach der Einleitung vorgestellt wird.
Daran anschließend werden selektiv verschiedene Reaktionen bzw. Kritiken gegenüber
White vorgestellt, die bereits den umfassenden Kontext, mit dem White sich auseinander
setzte, spiegeln werden. Das Kompendium Kulturgeschichte von Ute Daniel sei hier
stellvertretend als notwendige Basislektüre für diese Hausarbeit erwähnt. Persönliche
Interpretation und Zusammenfassung werden die Arbeit beschließen.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Einführung

1.2 Aufbau der Arbeit

2 Theoretische Aufarbeitung

2.1 Hayden White

2.1.1 Kurze Biographie

2.1.2 Schriften

2.1.3 Die Tropen und die Torheit

2.1.4 White im wissenschaftlichen Kontext

2.2 Reaktionen und Kritik

2.3 Geschichtsphilosophie und White

3 Persönliche Interpretation

3.1 Hayden White

3.2 Geschichte und Geschichte

3.3 Geschichte erzählen

4 Zusammenfassung

5 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Wirken des Historikers Hayden White und dessen fundamentale Auswirkungen auf die Geschichtswissenschaft. Ziel der Untersuchung ist es, Whites Kernthese einer wirklichkeitskonstruierenden Erzählstruktur kritisch zu beleuchten und diese in den breiteren Kontext wissenschaftsgeschichtlicher sowie geschichtsphilosophischer Diskurse einzuordnen.

  • Analyse der narrativen Strukturen in historiographischen Texten
  • Diskussion der Bedeutung von Hayden Whites Hauptwerk „Metahistory“
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Debatte um Objektivität in der Geschichtswissenschaft
  • Einfluss postmoderner und strukturalistischer Theorien auf das historische Denken
  • Reflektion über die Rolle der Sprache bei der Konstruktion historischer Wirklichkeit

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Schriften

Die zentralen und wichtigsten Aspekte seiner Schriften sollen hier ohne Anspruch auf Vollständigkeit zusammen gefasst werden. Ausgangspunkt seiner Überlegungen ist die sich selbst reflektierende Geschichtswissenschaft, daher ist der Name Metahistory für sein Hauptwerk sehr treffend gewählt, bezeichnet die Vorsilbe Meta doch einen bezeugenden Standpunkt außerhalb des Hauptwortes, in dem Fall also der Geschichte. Grundpostulat seiner Schriften ist die These, dass die Form der Geschichtsschreibung nicht primär kognitiv sondern durch die poetische Weltwahrnehmung bestimmt und ausgedrückt wird. White selbst drückt dies so aus: „dass der sprachliche Modus, in dem die ursprüngliche Beschreibung des Gebietes gestaltet ist, implizit bestimmte Formen der Darstellung und der Erklärung hinsichtlich der Struktur des Gebietes ausschließt und andere stillschweigend sanktioniert.“ Für die Darstellung, die einem den „Anschein einer Erklärung“ gibt, legt White drei Erklärungsstrategien vor: Die argumentative bzw. formale Strategie, die narrative und die ideologische. Alle drei Strategien sind miteinander verknüpft, so dass sich bestimmte wahrscheinliche, aber nicht zwingende, Kombinationen dieser Strategien ergeben.

Der Unterschied zu literarischen Kunstwerken, die sein Vergleichsparameter sind und ihm die Unterfütterung seiner Erzählstrategien (Tropen) gewährleisten, besteht nur aufgrund eines bestimmten Raum-Zeit-Schematas. Dieses Raum-Zeit-Schemata darf allerdings nicht als eine Unterscheidung im Sinne von wirklich und nicht wirklich verstanden werden. Für alle Arten der Beschreibung der so genannten Wirklichkeit gilt, so die subsummierte Substanz seiner Theorie, dass sie niemals so beschrieben werden können, wie sie ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der narrativen Struktur bei Hayden White ein und definiert das Ziel, die Auswirkungen seiner Theorien auf die Geschichtswissenschaft zu untersuchen.

2 Theoretische Aufarbeitung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über Whites Biographie, seine zentralen Werke und diskutiert sowohl seine wissenschaftstheoretischen Ansätze als auch die Reaktionen der Fachwelt darauf.

3 Persönliche Interpretation: Der Autor reflektiert kritisch über Whites Thesen zur Unmöglichkeit objektiver Geschichtsschreibung und hinterfragt die bestehenden Konventionen innerhalb des historischen Diskurses.

4 Zusammenfassung: Das Fazit resümiert die Bedeutung von Whites Werk für die notwendige Öffnung der Geschichtswissenschaft gegenüber narrativen und kreativen Ausdrucksformen.

5 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur sowie der Online-Ressourcen.

Schlüsselwörter

Hayden White, Metahistory, Geschichtswissenschaft, Historische Anthropologie, Postmoderne, Strukturalismus, Narrativität, Objektivität, Erzählstruktur, Tropen, Wissenschaftstheorie, Geschichtsphilosophie, Diskurs, Zeitgeschichte, Wirklichkeitskonstruktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit widmet sich dem Werk Hayden Whites und dessen Einfluss auf das Verständnis von Geschichtsschreibung, insbesondere im Kontext der postmodernen Debatten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Mittelpunkt stehen die Narrative der Geschichtswissenschaft, der "linguistic turn", die Abgrenzung von Fakt und Fiktion sowie die kritische Reflexion über die Objektivität historischer Erkenntnis.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Whites Theorie der konstruierten historischen Erzählstruktur zu erläutern und ihre Konsequenzen für die moderne Geschichtswissenschaft zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Aufarbeitung und interpretative Analyse, die sich auf das Schrifttum von Hayden White sowie kritische Reaktionen anderer Historiker stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert theoretische Grundlagen, wie die Tropenlehre, sowie eine kritische Auseinandersetzung mit renommierten Historikern und die persönliche Interpretation des Autors zur Rolle der Sprache.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Hayden White, Metahistory, Narrativität, Objektivitätsanspruch, Geschichtsphilosophie und Postmoderne.

Warum ordnet der Autor Hayden White in den Kontext von Don Juan und Castaneda ein?

Der Autor nutzt die Zitate, um die grundsätzliche Problematik aufzuzeigen, dass unsere Weltwahrnehmung durch sprachliche Konstrukte geformt ist und somit eine objektive Abbildung der Realität unmöglich macht.

Wie bewertet der Autor die Kritik von Richard Evans an Hayden White?

Der Autor sieht in der Kritik von Evans einen Versuch, an traditionellen Vorstellungen von wissenschaftlicher Objektivität festzuhalten, was er aufgrund der von White aufgedeckten narrativen Strukturen als inkonsequent betrachtet.

Welche Rolle spielt die „Torheit des Tuns“ in der Argumentation?

Der Begriff beschreibt die Erkenntnis des Autors, dass trotz der Unmöglichkeit, absolute Wahrheit zu erreichen, der wissenschaftliche Diskurs dennoch geführt werden muss, was er als notwendiges, wenn auch paradoxes Unterfangen begreift.

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Details

Title
Hayden White im historiographischen Kontext
College
University of Freiburg
Grade
1.0
Author
Marco Gerhards (Author)
Publication Year
2005
Pages
20
Catalog Number
V115513
ISBN (eBook)
9783640170159
ISBN (Book)
9783640172535
Language
German
Tags
Hayden White Kontext
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marco Gerhards (Author), 2005, Hayden White im historiographischen Kontext, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115513
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