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Sicherheit bei wesentlichen Änderungen an Kunststoffpressen / Spritzgussmaschinen

Title: Sicherheit bei wesentlichen Änderungen an Kunststoffpressen / Spritzgussmaschinen

Internship Report , 2008 , 104 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Dipl. Ing. Heinz Jürgen Rode (Author)

Engineering - Safety Engineering
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Im Rahmen der Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitsicherheit ist ein prüfungsrelevantes Praktikum zum Nachweis der Praktischen Befähigung zu absolvieren.
Als freiberuflicher Dozent wurde es erforderlich das Praktikum in einem Fremdbetrieb abzuleisten. Der vorliegende Praktikumsbericht orientiert sich an den Gliederungspunkten, wie sie in den “Informationen zum Praktikum „ der VBG vorgegeben sind.

Im Rahmen des Eigenbaus einer ortsfesten zu gleich flexiblen Produktionsanlage in der Chemischen Industrie wurden die Handlungsschritte der Fachkraft für Arbeitssicherheit bei der Beteiligung an Projekten durchlaufen. Dabei wurden auf der einen Seite die konkreten Aufgabenfelder des Arbeitsschutzes, der Analyse, Beurteilung, Setzen von Zielen in der Durchführung bearbeitet, die Handlungsschritte Entwickeln von Lösungsalternativen, Auswahl der Lösung, Umsetzung beraten und begleitet und eine Wirkungskontrolle durchgeführt.
Im vorliegenden Fall konnte man davon ausgehen, dass der Betreiber durch eine wesentliche Änderung an Maschinen zum Hersteller wurde, deshalb hatte die Konstruktionsabteilung die erforderlichen Handlungsschritte zur Erfüllung der Herstellerpflichten zu durchlaufen.
Der Praktikant arbeitete konsequent die Handlungsschritte zu Beginn mit einer tabellarischen Gefährdungsbeurteilung für zu erwartende Gefährdungen der Gesamtanlage an den einzelnen Elementen des vorher definierten Arbeitssystems ab und bewertete das Risiko nach Nohl aus. Aus dem Durchlaufen der anschließenden Handlungsschritte ergab sich unter anderem die Notwendigkeit einer “Technischen Lüftung“, deren Erfordernis durch die Schnellplanmethode ausgewählt wurde. Neben den Gefährdungen durch Gefahrstoffe MDI Isocyant, Naphtha, Polyol und Hydraulikflüssigkeiten auf Mineralölbasis wurden physikalische und mechanische Gefährdungen betrachtet. Parallel hierzu bearbeitete die Konstruktionsabteilung das Aufgabenfeld der Herstellerpflichten mit Pflichtenheft und Risikoanalyse.

Insgesamt konnte ein Großteil der Lücken und Unsicherheiten die sowohl bei der Zusammenarbeit in Projekten als auch im Bereich des Nachweises der CE- Konformität auftraten, geschlossen werden. Die gewonnen Erkenntnisse werden weiter verfolgt, es ist beabsichtigt die Vorgehensweise in weiteren Schritten firmenintern mit Hilfe von EDV Verfahren zu optimieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Ausgangssituation

1.1 Beschreibung des Praktikumsbetriebs

1.2 Handlungsanlass

1.3 Problemstellung

1.4 Erwarteter Nutzen für den Betrieb

2. Ziel des Praktikums

3. Vorgehensweise im Praktikumsprojekt

4. Analyse

4.1 Analyse des Ist-Zustandes

4.2 Beschreibung und Abgrenzung des Arbeitssystems zum Arbeitsplatz

4.3 Gefährdungsanalyse

5. Beurteilung

5.1 Chemische Faktoren Gefahrstoffe

5.2 Physikalische Gefährdungen Lärm

5.3 Mechanische Gefährdung Gefährdung durch unkontrolliert bewegte Teile

6. Setzen von Zielen

6.1 Chemische Faktoren Gefahrstoffe

6.2 Physikalische Gefährdungen Lärm

6.3 Mechanische Gefährdung Gefährdung durch unkontrolliert bewegte Teile

7. Entwicklung von Lösungsalternativen

7.1 Chemische Faktoren Gefahrstoffe

7.2 Physikalische Gefährdungen Lärm

7.3 Mechanische Gefährdung Gefährdung durch unkontrolliert bewegte Teile

7.4 Konkretisierung der Lösungsalternativen zu Vorschlägen

8. Auswahl der Lösungen

9. Durch- und Umsetzung der Lösung

9.1 Technische Lüftung

9.2 Physikalische Gefährdung Lärm

9.3 Mechanische Gefährdungen

9.4 Inbetriebnahme der Produktionsstätte

10. Wirkungskontrolle

11. Fazit für den Betrieb

12. Schlussfolgerungen für die Fachkraft für Arbeitsicherheit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Umsetzung von Arbeitssicherheitsaspekten bei einer wesentlichen Änderung an einer Produktionsanlage in der Kunststoffverarbeitung, wobei der Betreiber durch den Eigenbau zum Hersteller wird. Ziel ist die exemplarische Gefährdungsbeurteilung und die frühzeitige Beratung bei der Anlagenplanung.

  • Gefährdungsbeurteilung und Risikobewertung nach Nohl
  • Einhaltung von Herstellerpflichten bei wesentlichen Maschinenänderungen
  • Optimierung von Arbeitssystemen unter Einbezug technischer Schutzmaßnahmen
  • Implementierung von Arbeitsschutzmanagement in betriebliche Abläufe

Auszug aus dem Buch

1.2 Handlungsanlass für das Praktikum

Anlass für die Beschäftigung mit dem Thema war die Flexibilisierung der Nachproduktion für Kleinserien durch eine schnelle Anpassung bereits vorhandener Produktionswerkzeuge. Ausgehend vom Bau einer ortsfesten Anlage, die die Gesamtfunktionalität der Produktion abbildet, sollen im Bedarfsfall nur die Werkzeugträger (Kunststoffpressen) ausgetauscht werden. Hierzu wurde eine Produktionsfläche in Halle 72 (Anlage 2) zur Verfügung gestellt und ein Neubau / Einbau unter Federführung der werkseigenen Konstruktionsabteilung beschlossen. Man konnte davon ausgehen, dass der Betreiber [1] zum Hersteller wird, so dass er an die 9. Verordnung zum Geräte- und Produktsicherheitsgesetz unter Berücksichtigung der Maschinenrichtlinie Artikel 8 (7) gebunden ist.

Aufgabe war es nun den innerbetrieblichen Handlungsablauf zur Konstruktion von Maschinen aus Eigenbau nach Arbeitsschutzvorgaben und sich ergebenden Herstellerpflichten für das neue / geänderten Arbeitssystem zu konzipieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Ausgangssituation: Beschreibt den Anlass des Praktikums im Rahmen der Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit bei einer wesentlichen Anlagenänderung.

2. Ziel des Praktikums: Definiert die objekt- und arbeitsablauforientierte Gefährdungsbeurteilung als primäres Ziel.

3. Vorgehensweise im Praktikumsprojekt: Erläutert die Orientierung am Handlungskreislauf der Fachkraft für Arbeitssicherheit.

4. Analyse: Behandelt die Ist-Zustandsanalyse, Systemabgrenzung und die Durchführung der Gefährdungsanalyse.

5. Beurteilung: Führt eine beispielhafte Bewertung von chemischen, physikalischen und mechanischen Gefährdungsfaktoren durch.

6. Setzen von Zielen: Legt Schutzziele für Gefahrstoffe, Lärm und mechanische Risiken fest.

7. Entwicklung von Lösungsalternativen: Erarbeitet konkrete Vorschläge zur Gefahrenminimierung durch technische und organisatorische Maßnahmen.

8. Auswahl der Lösungen: Dokumentiert die Bewertung der Lösungsvorschläge mittels Schnellplanmethode.

9. Durch- und Umsetzung der Lösung: Beschreibt den Aufbau der technischen Lüftung, die Lärmminderungsmaßnahmen und die Inbetriebnahme.

10. Wirkungskontrolle: Überprüft den Erfolg der Maßnahmen durch Schadstoffmessungen und Erprobungsprogramme.

11. Fazit für den Betrieb: Reflektiert die Bedeutung der Integration von Arbeitsschutz in die Konstruktionsphase für zukünftige Anlagenprojekte.

12. Schlussfolgerungen für die Fachkraft für Arbeitsicherheit: Zieht Bilanz über den Lerneffekt und die universelle Anwendbarkeit des Systems.

Schlüsselwörter

Arbeitssicherheit, Gefährdungsbeurteilung, Risikobewertung, Herstellerpflichten, Kunststoffpressen, Arbeitssystem, Technische Lüftung, Lärmschutz, Gefahrstoffe, MDI Isocyanat, Polyol, CE-Konformität, PSA, Arbeitsschutzmanagement, Maschinenrichtlinie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit dokumentiert den Prozess der Gefährdungsbeurteilung und Umsetzung von Arbeitsschutzmaßnahmen bei einer wesentlichen Änderung an Kunststoffpressen, wobei der Betrieb rechtlich zum Hersteller der Anlage wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Arbeitssicherheit in der Kunststoffindustrie, die Einhaltung von Herstellerpflichten gemäß Maschinenrichtlinie, der Umgang mit Gefahrstoffen und die Lärmminderung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist die praktische Anwendung eines systematischen Handlungskreislaufs zur objekt- und arbeitsablauforientierten Gefährdungsbeurteilung an einem realen technischen Beispiel.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Praktikant verwendet den Handlungskreislauf der Fachkraft für Arbeitssicherheit, eine Gefährdungsbeurteilung nach Nohl sowie die Schnellplanmethode zur Auswahl von Lösungsalternativen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beschreibt detailliert die Analyse der Gefährdungsfaktoren, das Setzen von Schutzzielen, die Auswahl von Lösungen und deren Umsetzung in die Praxis, inklusive technischer Absauganlagen und Lärmschutzmaßnahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Arbeitssicherheit, Gefährdungsbeurteilung, Risikobewertung, Herstellerpflichten und Arbeitsschutzmanagement charakterisiert.

Warum wurde eine "Technische Lüftung" implementiert?

Die technische Lüftung wurde notwendig, um die bei der Verarbeitung von Isocyanat und Trennmitteln auftretenden Schadstoffbelastungen an der Entstehungsquelle wirksam abzusaugen.

Welche Rolle spielt die Konstruktionsabteilung bei diesem Projekt?

Die Konstruktionsabteilung ist federführend bei der Risikobewertung und der normgerechten Auslegung der Anlage, während die Fachkraft für Arbeitssicherheit beratend bei der Erfüllung der Schutzziele tätig ist.

Wie wurde mit der Lärmbelastung durch CO2-Reinigung umgegangen?

Die Lärmquelle wurde organisatorisch in den Schichtwechsel verlegt, um die Anzahl der exponierten Mitarbeiter zu minimieren und die Lärmbelastung insgesamt zu reduzieren.

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Details

Title
Sicherheit bei wesentlichen Änderungen an Kunststoffpressen / Spritzgussmaschinen
Grade
sehr gut
Author
Dipl. Ing. Heinz Jürgen Rode (Author)
Publication Year
2008
Pages
104
Catalog Number
V115518
ISBN (eBook)
9783640170180
ISBN (Book)
9783668124295
Language
German
Tags
Sicherheit Kunststoffpressen Spritzgussmaschinen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Ing. Heinz Jürgen Rode (Author), 2008, Sicherheit bei wesentlichen Änderungen an Kunststoffpressen / Spritzgussmaschinen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115518
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