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Kontrolliertes Trinken als Lösung bei Alkoholabhängigkeit? Selbstständiges Erlernen des kontrollierten Trinkens am Beispiel eines Betroffenen

Título: Kontrolliertes Trinken als Lösung bei Alkoholabhängigkeit? Selbstständiges Erlernen des kontrollierten Trinkens am Beispiel eines Betroffenen

Tesis de Máster , 2020 , 86 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Trabajo social
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Resumen Extracto de texto Detalles

Diese vorliegende Arbeit behandelt die Fragestellung, ob und inwieweit kontrolliertes Trinken (kT) eine Interventionsmaßnahme bei Alkoholabhängigkeit darstellen kann. Dies wird mithilfe eines alkoholabhängigen Mannes, der durch das 10-Schritte Selbstlernmanual versucht, seinen Alkoholkonsum zu reduzieren, erarbeitet.

Zu Beginn werde ich Begrifflichkeiten wie Sucht, Abhängigkeit und Substanzabhängigkeit erklären. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Arbeit ist die Erarbeitung von Komorbidität bei Alkoholabhängigkeit, wobei ich vor allem auf die Borderline-Persönlichkeitsstörung und das Aufmerksamkeits-/Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) eingehe, da der Betroffene zusätzlich unter diesen beiden Störungen leidet. Suchtmittel wie Alkohol werden aus verschiedensten Gründen konsumiert, sie übernehmen eine Funktion für den Konsumenten oder Abhängigen. In der Literatur kann man hierzu viele Ansätze finden, die es an dieser Stelle zu beschreiben gilt. Zu diesem Zeitpunkt wird auch der subjektive Ansatz nach Wulff mithilfe seiner Thesen zur Sucht genauer erläutert. Mögliche Behandlungen bei einer Alkoholabhängigkeit mit dem Schwerpunkt auf das Konzept des kontrollierten Trinkens (kT) runden den theoretischen Teil der Arbeit ab.

Der zweite Teil der Arbeit beginnt mit der Beschreibung der Methodik (A-B-Design). Aufgrund der COVID-19-Situation sind keine persönlichen Interviews mit Lars möglich. Die erarbeiteten Schritte des Selbstlernmanuals werden anhand von Lars Rückmeldungen via E-Mail kontinuierlich dargestellt, um den Prozess und die Durchführung der Interventionsmaßnahme nachvollziehen zu können. Abschließend folgt die Auswertung, inwieweit das Selbstlernmanual Lars bei der Alkoholreduktion geholfen hat

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Alkohol in Deutschland

1.Alkoholabhängigkeit

2. Komorbidität bei Alkoholabhängigkeit

2.1 ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsyndrom)

2.2 Borderline- Persönlichkeitsstörung

3. Ursachen und Gründe einer Alkoholabhängigkeit

3.1 Psychologische Aspekte

3.1.1 Systemisches Modell

3.1.2 Lern- und sozialisationstheoretische Modell

3.1.3 Psychoanalytisches Modell

3.2 Gesellschaftliche Aspekte

3.3 Subjektorientierter Aspekt

4. Behandlung der Alkoholsuchterkrankung

4.1 Behandlung in fachlichen Einrichtungen

4.2 Medikamentöse Behandlung

4.3 Das Konzept des kontrollierten Trinkens

4.3.1 Selbstlernprogramm

4.3.2 Das ambulante Gruppenprogramm zum kontrollierten Trinken (AkT)

4.3.3 Ambulante Einzelprogramm zum kontrollierten Trinken (EkT)

4.3.4 Selbsthilfegruppen zum kontrollierten Trinken

5. Methodik

5.1 Das A-B-Design

5.2 Durchführung der Einzelfalluntersuchung

6. Falldarstellung

6.1 Lebensgeschichte

6.2.Motivation zur Durchführung des Selbstlernprogramms

6.3 Baseline-Phase

6.4 Durchführung der Intervention

6.4.1 Schritt 1: Schaffung günstiger Rahmenbedingungen

6.4.2 Schritt 2: Führen eines Trinktagebuch

6.4.3 Schritt 3: Bilanzziehen der positiven und negativen Seiten

6.4.4 Schritt 4: Einlesen zu wichtigen Informationen zum Thema Alkohol

6.4.5 Schritt 5: Wochenweise Festlegung der Reduktionsziele

6.4.6 Schritt 6: Herausfinden der individuellen Risikosituationen

6.4.7 Schritt 7: Auswahl geeigneter Strategien zum Erreichen der Ziele

6.4.8 Schritt 8: Planung Freizeitaktivitäten ohne Alkohol

6.4.9 Schritt 9: Alternativen zum Alkohol zum Ausgleich von Belastungen

6.4.10 Schritt 10: Sicherung des Erfolgs

7. Auswertung

7.1. Hilfreiche Schritte innerhalb des 10-Schritte-Programms

7.2. Überflüssige Schritte innerhalb des 10-Schritte-Programms

7.3 Fehlende Inhalte innerhalb des 10-Schritte-Programms

Selbstlernprogramm als mögliche Lösung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Wirksamkeit einer kontrollierten Alkoholreduktion mittels eines 10-Schritte-Selbstlernprogramms bei einem alkoholabhängigen Probanden unter Anwendung eines A-B-Designs.

  • Analyse der theoretischen Grundlagen von Alkoholabhängigkeit und Komorbiditäten
  • Vergleich verschiedener Behandlungsansätze bei Alkoholsucht
  • Detaillierte Falldarstellung und Anwendung des Selbstlernprogramms
  • Evaluation der einzelnen Programmschritte durch den Anwender
  • Identifikation hilfreicher und verbesserungswürdiger Interventionsbereiche

Auszug aus dem Buch

3.3 Subjektorientierter Aspekt

Bei Betrachtung von Biografien von Substanzabhängigen fällt auf, dass es keine Mo-nokausalität gibt, meist spielen mehrere Gründe zusammen, den Menschen in die Abhängigkeit rutschen lassen. Jeder Süchtige hat eine eigene Geschichte, die Sucht-persönlichkeit gibt es nicht. Deshalb ist es meiner Meinung nach wichtig einen sub-jektorientierten Aspekt in meiner Arbeit einfließen zu lassen und den Schwerpunkt – auch in der späteren Auswertung – darauf zu legen. Hierzu ziehe ich Wulffs Thesen zur Sucht heran, da diese die Subjektorientierung gut beschreiben und auch heute noch eine große Rolle in der Suchtbehandlung spielen.

In einem Brief an seinen langjährigen politischen Weggenossen Toni Schlösser schreibt Erich Wulff einige Thesen zum Thema Sucht. Diese stammen zwar bereits aus dem Jahr 1997, allerdings sind seine Thesen noch heute relevant. Das Wort „Sucht“ bedeutet so viel wie Siechtum, Seuche und Krankheit. Krankheit besitzt mitt-lerweile im Gegensatz zu Sucht „wissenschaftliche Vernunft (...) [die sich] auf defi-nierbare Ursachen, gemeinsame Erscheinungsbilder, Prognosen und therapeuti-sche Möglichkeiten“ ableiten lässt. (Wulff 1997, S. 87) Für die meisten Menschen ist Sucht mit etwas Gefährlichem, Mysteriösem und Bedrohlichem verbunden. Aufgrund der irra-tionalen Bedeutungskomponente hat die Weltgesundheitsorganisation den Begriff Sucht mit Drogen und Substanzabhängig-keit ersetzt. Der Begriff Abhängigkeit ist greifbarer, es gibt von außen beobachtbare körperliche und psychische Reaktio-nen. Hier sind das Zittern und die Muskelkrämpfe auf der einen Seite und die Verän-derungen im Gemütszustand in Form von beispielsweise Reizbarkeit und Unruhezu-ständen auf der anderen Seite bei Entzug zu nennen. Trotz dieser Anmerkung verwen-det Wulff weiterhin in seinen Thesen das Wort „Sucht“, sodass das Gefährliche der Sucht, beispielsweise den Verlust der Identität, nicht in den Hintergrund gerät. Wulff stellt immer wieder klar, dass der Mensch das Subjekt ist und nicht die Droge. Die da-malige These, dass die Droge über den Menschen, deren freien Willen und Autonomie bestimmt, vertritt er nicht. Sucht ist ohne süchtiges Bedürfnis und süchtige Wünsche nicht möglich. Zum Ziel haben sie alle eine gesuchte Gratifikation (Belohnung). Bei-spielsweise kann es das Bedürfnis „von sich selbst und von der Welt nichts mehr wahrnehmen zu müssen [...] jede Faser des eigenen Körpers [...] lust- und ge-nussvoll zu erfahren“ (ebd. S.88) sein. Dieses Bedürfnis nach Gratifikation kann nicht

Zusammenfassung der Kapitel

Alkohol in Deutschland: Beschreibt die aktuelle statistische Verbreitung und die soziale Akzeptanz von Alkoholkonsum sowie die gesundheitlichen Folgen in Deutschland.

1.Alkoholabhängigkeit: Definiert den Begriff Alkoholabhängigkeit und erläutert die verschiedenen Klassifikationssysteme (DSM IV und ICD 10) zur Diagnostik.

2. Komorbidität bei Alkoholabhängigkeit: Untersucht das gleichzeitige Auftreten von Suchterkrankungen mit ADHS und Borderline-Persönlichkeitsstörungen.

3. Ursachen und Gründe einer Alkoholabhängigkeit: Beleuchtet psychologische, gesellschaftliche und subjektorientierte Erklärungsmodelle für die Entstehung von Sucht.

4. Behandlung der Alkoholsuchterkrankung: Stellt verschiedene Therapieformen vor, von stationären Einrichtungen bis hin zu spezialisierten Konzepten wie dem kontrollierten Trinken.

5. Methodik: Erläutert das gewählte A-B-Design zur wissenschaftlichen Einzelfallanalyse im Kontext der Intervention.

6. Falldarstellung: Detaillierte Schilderung der Lebensgeschichte des Probanden Lars sowie die praktische Durchführung der zehn Interventionsschritte.

7. Auswertung: Analysiert den Erfolg der Intervention anhand von Trinktagebüchern und Verlaufskurven und reflektiert hilfreiche sowie überflüssige Schritte.

Selbstlernprogramm als mögliche Lösung: Fazit zur Anwendbarkeit des Selbstlernmanuals im Einzelfall und Empfehlungen zur Optimierung durch externe Unterstützung.

Schlüsselwörter

Alkoholabhängigkeit, kontrolliertes Trinken, Selbstlernprogramm, A-B-Design, Einzelfallanalyse, Suchtprävention, Komorbidität, ADHS, Borderline-Persönlichkeitsstörung, Trinktagebuch, Verhaltensänderung, Gesundheitsförderung, Psychologie, Intervention, Suchthilfe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Anwendbarkeit eines Selbstlernprogramms zur kontrollierten Reduktion des Alkoholkonsums bei einem abhängigen Probanden.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf der klinischen Definition von Sucht, den Ursachen und Komorbiditäten (wie ADHS und Borderline) sowie der praktischen Umsetzung von Interventionsmethoden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu prüfen, ob das 10-Schritte-Selbstlernmanual des kontrollierten Trinkens einem Betroffenen helfen kann, sein Trinkverhalten eigenständig zu moderieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine Einzelfallanalyse unter Verwendung eines A-B-Designs durchgeführt, um die Verhaltensänderung vor und nach der Intervention objektiv messbar zu machen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Suchtforschung, die methodische Vorgehensweise und die konkrete Falldarstellung des Probanden Lars.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die zentralen Begriffe umfassen Alkoholabhängigkeit, kontrolliertes Trinken, A-B-Design und Einzelfallanalyse.

Wie bewertet der Proband die einzelnen Schritte des Programms?

Lars bewertet die Schritte unterschiedlich; während das Trinktagebuch und die Reflexion der Vor- und Nachteile als sehr hilfreich empfunden wurden, empfand er das Quiz und die pauschalen Ratschläge teils als störend.

Welche Bedeutung hat die externe Unterstützung für den Probanden?

Lars betont, dass das Programm ohne die Unterstützung durch seine Bezugsperson deutlich schwerer durchführbar gewesen wäre und er sich eine fachliche Begleitung durch einen Psychologen gewünscht hätte.

Final del extracto de 86 páginas  - subir

Detalles

Título
Kontrolliertes Trinken als Lösung bei Alkoholabhängigkeit? Selbstständiges Erlernen des kontrollierten Trinkens am Beispiel eines Betroffenen
Universidad
Munich University of Applied Sciences
Calificación
1,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
86
No. de catálogo
V1156443
ISBN (PDF)
9783346553041
ISBN (Libro)
9783346553058
Idioma
Alemán
Etiqueta
Alkoholabhängigkeit kontrolliertes Trinken selfcontrolled-drinking AkT EkT
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2020, Kontrolliertes Trinken als Lösung bei Alkoholabhängigkeit? Selbstständiges Erlernen des kontrollierten Trinkens am Beispiel eines Betroffenen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1156443
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