Was sind die Erfolgsfaktoren der digitalen Transformation? Welche Empfehlungen lassen sich hieraus für die Unternehmen der chemischen Industrie in Deutschland ableiten? Welche Konsequenzen hat die Umsetzung / Nicht-Umsetzung dieser Empfehlungen für die Zukunft?
Der Autor untersucht an drei expliziten Forschungsfragen (und an zwei Hypothesen) Erfolgsfaktoren, Handlungsempfehlungen und Zukunftsentwicklungen in der chemischen Industrie in Deutschland durch Digitalisierung.
Zielsetzung: Schließen der Forschungslücke zwischen theoretischen Konzepten und den praktischen Anforderungen der
der chemischen Industrie im Hinblick auf die digitale Transformation und die zukünftigen Anforderungen in einem sich ständig verändernden Geschäftsumfeld.
Methode: Qualitative Literaturrecherche zur Identifikation von kritischen Erfolgsfaktoren für die digitale Transformation in der chemischen Industrie. Weitere Analyse von Zukunftsszenarien hinsichtlich der Umsetzung der Erfolgsfaktoren in den Organisationen.
Ergebnisse/Konklusion: Auf Basis einer systematischen Literaturrecherche wurden elf Erfolgsfaktoren für die digitale Transformation identifiziert. Darüber hinaus wurden, abhängig vom digitalen Reifegrad der Chemieunternehmen Zudem werden je nach digitalem Reifegrad der Chemieunternehmen konkrete Empfehlungen für die Rahmenauswahl und praxisrelevante Handlungsempfehlungen für die Transformation gegeben. Darüber hinaus wird das Resilienzpotenzial durch die digitale Transformation der Unternehmen in Zukunftsszenarien aufgezeigt.
Inhaltsverzeichnis
1 Abstract
2 Einleitung
2.1 Thema und Problembeschreibung
2.2 Zielsetzung und Forschungsfrage
2.3 Struktur und Vorgehensweise
3 Theoretischer Hintergrund und aktueller Forschungsstand
3.1 Definitionen und Zusammenhänge der Fachbegriffe
3.1.1 Digitisierung
3.1.2 Digitalisierung
3.1.3 Digitale Transformation
3.1.4 Zwischenfazit: Zusammenhang und Unterschiede der Definitionen
3.2 Treiber der Digitalen Transformation
3.3 Zwischenfazit zur Digitalen Transformation
3.4 Chemische Industrie
3.5 Generische Wertschöpfungsstruktur eines chemischen Betriebs
3.6 Charakteristika der chemischen Industrie
3.7 Wirtschaftlicher Bedeutung und Entwicklung der chemischen Industrie
3.8 Digitale Standortbestimmung der chemischen Industrie
3.9 COVID-19 und die Auswirkungen
3.10 Hypothesengenerierung
4 Forschungsdesign und Methodik
4.1 Literaturanalyse und Ableitung von Handlungsempfehlungen
4.2 Szenarioanalyse
5 Systematische Literaturrecherche zur Digitalen Transformation
5.1 Ziel, Rahmen und Umfang der Literaturrecherche
5.2 Keyword-Analyse
5.3 Quantitative Auswertung der Suchergebnisse
5.4 Qualitativer Literaturüberblick zu Digitaler Transformation
5.5 Bewertung und Diskussion der Ergebnisse aus Literaturrecherche
5.6 Ableitung von Handlungsempfehlungen für die chemische Industrie
6 Szenarien
7 Diskussion der Ergebnisse
8 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Master-Thesis ist die Identifizierung von Erfolgsfaktoren für die Digitale Transformation sowie deren Transfer auf die chemische Industrie, um Unternehmen bei der Bewältigung zukünftiger Herausforderungen in einem volatilen Marktumfeld zu unterstützen.
- Kritische Analyse von Erfolgsfaktoren für die Digitale Transformation.
- Erstellung eines anwendungsorientierten Handlungsempfehlungsmodells für die chemische Industrie.
- Untersuchung der Resilienzsteigerung durch digitale Wertschöpfungsprozesse.
- Anwendung der Szenarioanalyse zur Modellierung zukünftiger Entwicklungen in der Branche.
Auszug aus dem Buch
3.6 Charakteristika der chemischen Industrie
Folgende (nicht abschließende) Listung charakterisiert die wesentlichen Merkmale der chemischen Industrie:99,100,101
- Kapitalintensiv
- Komplex
- Stark technologiegetrieben
- Energie- und Ressourcenintensiv
- Stark fragmentiert
- Stark vom Wirtschaftszyklus abhängig
- Hoch kompetitiv
- Über 50% der Produkte basieren (bisher) auf Erdöl
- Hoher Forschungs- und Entwicklungsbedarf
- Starke Vernetzung von Lieferketten (Supply Chains)
- Abhängigkeit innerhalb der Produktionsketten von Lieferanten und Abnehmern
- Hohe Prozessorientierung
- Stark internationalisiert
- Unter öffentlicher Beobachtung, insbesondere im Sinne des Umweltschutzes
- Erfordert hohes Knowhow seitens der Beschäftigten
- Hohe Tarifbindung und starke Gewerkschaften in Deutschland
- Trägt indirekt zur Versorgungssicherheit der landwirtschaftlichen Produktion (Dünger und Pestizide) und Pharmaindustrie (Grundstoffe) bei
- Sichert einen Teil der Energieversorgung (insbesondere durch Heizöl und -gas), allerdings mit sinkender Bedeutung
- Stark produktabhängige Innovationszyklen
o Bspw. Erdöl seit 100 Jahren das „gleiche“ Produkt
o Polymere (Kunststoffe) sehr schnelle Innovationen
- Prozessfertigung mit bereits recht hohem Automatisierungsgrad
- Bisher stark Produkt- und wenig dienstleistungsgetriebene Geschäftsmodelle
- Betriebsgrößen in Deutschland zu 93% KMU (unter 500 MA)102
- 7% Konzerne stellen die Grundstoffe und Vorprodukte her und beliefern die KMUs, welche daraus erst die Endprodukte fertigen103
- Sehr fragmentierte und unternehmensindividuelle Datenlandschaften ohne führenden Branchenstandard, oftmals traditionell unternehmensintern gewachsen
Zusammenfassung der Kapitel
1 Abstract: Zusammenfassung der Zielsetzung, Methoden und wesentlichen Ergebnisse der Arbeit.
2 Einleitung: Einführung in das Thema, Problembeschreibung, Forschungsfragen und Aufbau der Arbeit.
3 Theoretischer Hintergrund und aktueller Forschungsstand: Definition der Fachbegriffe und Analyse der chemischen Industrie sowie deren digitaler Standortbestimmung.
4 Forschungsdesign und Methodik: Beschreibung der angewandten qualitativen Forschungsmethoden, insbesondere der Literaturanalyse und Szenarioanalyse.
5 Systematische Literaturrecherche zur Digitalen Transformation: Durchführung der Literaturrecherche, Auswertung der Erfolgsfaktoren und Diskussion der Frameworks.
6 Szenarien: Modellierung möglicher Zukunftsentwicklungen für die chemische Industrie mittels Szenarioanalyse.
7 Diskussion der Ergebnisse: Interpretation und kritische Einordnung der Forschungsergebnisse.
8 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Identifizierung weitergehender Forschungsbedarfe.
Schlüsselwörter
Digitale Transformation, Digitalisierung, Erfolgsfaktoren, chemische Industrie, Chemie 4.0, Szenarioanalyse, Wertschöpfung, Prozessoptimierung, Unternehmensstrategie, Innovationsmanagement, industrielle Resilienz, Change Management, Industrie 4.0.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Chancen der Digitalen Transformation spezifisch für die chemische Industrie in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die theoretische Abgrenzung der Digitalisierung, die Analyse der chemischen Industrie, die Identifizierung kritischer Erfolgsfaktoren und die Modellierung von Zukunftsszenarien.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, eine Wissenslücke zu schließen, indem Erfolgsfaktoren der Digitalen Transformation identifiziert und Handlungsempfehlungen für die chemische Industrie abgeleitet werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Literaturrecherche, einer systematischen Inhaltsanalyse sowie der Anwendung der Szenario-Technik zur Zukunftsplanung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden Begriffsdefinitionen geklärt, der Ist-Zustand der digitalen Reife in der Branche analysiert und ein Modell zur Umsetzung der Digitalen Transformation erarbeitet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Digitale Transformation, Erfolgsfaktoren, chemische Industrie, Szenarioanalyse und Chemie 4.0 charakterisiert.
Wie beeinflusst die COVID-19-Pandemie die Ergebnisse?
Die Pandemie wird als externer Treiber für die Digitalisierung betrachtet, der den Handlungsdruck auf Unternehmen erhöht und in die Szenarioentwicklung integriert wurde.
Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur bei der Transformation?
Die Arbeit identifiziert die Unternehmenskultur als einen der kritischsten, aber schwer greifbaren Erfolgsfaktoren, da sie den Menschen in den Mittelpunkt des Wandels stellt.
- Arbeit zitieren
- Thomas Szulwach (Autor:in), 2021, Digitale Transformation. Szenarien für die chemische Industrie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1156643