Die Evaluation von Sprachentwicklung und die Implikation für die Praxis


Hausarbeit, 2008

12 Seiten, Note: 14/20


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil
1. Sprachentwicklung
2. Konzept
3. Evaluation
a. Beschreibung
b. Analyse
c. Bewertung
4. Implikation für die Praxis
5. Kontextbeschreibung

III. Schlussfolgerung

IV. Bibliographie

I. Einleitung

Sprachentwicklung ist ein langjähriger Lernprozess, Neugeborene besitzen eine angeborene Motivation zum Sprechen, diese muss allerdings durch das soziale Umfeld des Kindes gefördert, unterstützt und ausgebaut werden, damit das Kind seine Muttersprache erlernen kann. Dies geschieht in aufeinander folgenden Phasen während deren Verlauf individuelle Unterschiede zwischen den einzelnen Kindern auftreten. Diese Unterschiede sind in der Geschwindigkeit der Entwicklung des Wortschatzes, der Aussprache und der Satzbildungsfähigkeit zu beobachten. Damit Kinder überhaupt eine Sprache lernen können, müssen sie sie zuerst hören und verstehen. Kinder sollen sich verständlich machen können und lernen die Welt autonom zu erobern. Durch soziale Beziehungen sind Sprachlernen und neue soziale Beziehungen möglich. Über Sprache können Kinder auch ihre Emotionen mitteilen, ihre Gefühle benennen und ihre Stimmung mitteilen.

In den letzten Jahren hat die Gesellschaft sich insgesamt stark verändert. Am Beispiel der Schulen Luxemburgs hat sich der Anteil der Kinder anderen ethnischen Hintergrundes stark erhöht, so dass eine regelmäßige Evaluation der Sprachentwicklung der Kinder unentbehrlich geworden ist. Dies ist notwendig im Hinblick darauf, dass jedes Kind die gleichen schulischen Chancen haben soll. Durch regelmäßige Evaluation im Kindergarten können Sprachstörungen früh festgestellt werden und die therapeutischen Ressourcen zur Sprachförderung effektiv genutzt werden. Deshalb wird diese Arbeit ein Konzept vorstellen, das die regelmäßige Evaluation der Sprachentwicklung im Kindergarten erlaubt und auf dem kindlichen Denken beruht.

II. Hauptteil

1. Sprachentwicklung

Sprachentwicklung ist ein fortschreitender Prozess, der sich parallel zu der Wahrnehmung, der Motorik und der Kognition entwickelt. Wahrnehmung, Motorik, Kognition sowie Sprachentwicklung sind Entwicklungsbereiche eines Kindes, die stark miteinander verbunden sind. Sie beginnt bereits vor der Geburt, ab etwa dem fünften Schwangerschaftsmonat kann das Kind die Stimme der Mutter hören und nach der Geburt wieder erkennen. Damit ist der Grundstein einer ersten wichtigen Voraussetzug für Sprache gelegt; der soziale Kontakt zu der Mutter. Säuglinge profitieren zunehmend von den „prosodischen Informationen, die für eine Sprache charakteristischen Betonungen, Intonationen und Rhythmen, wie sie in der Infant directed Speech übertont werden“ (Gisbert, 2004, S. 134). Bevor Kinder selber sprechen, versuchen sie die Bedeutungen der Wörter aus den Kontexten heraus zu verstehen. Im Säuglinsalter wollen Kinder vor allem Beziehungen aufbauen, suchen nach Liebe und Zuneigung, sie möchten auch verstehen was die anderen zu ihnen sagen; aus dieser Ursache heraus wollen sie sich mitteilen und sind zum Sprechen motiviert. Louis Bloom hat dies folgendermaßen ausgedrückt :“ In dieser Matrix aus gegenseitiger Aufmerksamkeit, geteiltem Verständnis einem Objekt oder Ereignis gegenüber und gegenseitiger Anpassung in Gestik und Mimik entwickelt sich zunehmend der sprachliche Austausch über Bedeutungen.“ (Bloom, 1993 in Gisbert, S. 135). In dieser Interaktion eignen Kinder sich die Kultur der Gesellschaft an in der sie leben und deren Interiorisation durch soziale Beziehungen ermöglicht es den Kindern Denkstrukturen zu entwickeln. Diese Denkstrukturen werden durch stetes Ausprobieren dauernd rekonstruiert bis die Kinder imstande sind selbstständig zu handeln und zu sprechen. Dies kann aber nur geschehen wenn die Kinder von kompetenten Personen, vor allem den Eltern und in der Schule der Lehrperson, unterstützt werden, wenn diese den Kindern also einen sprachlichen Rahmen bieten. Wygotski nennt einen solchen Rahmen einen „Scaffold“. Damit die Sprachentwicklung ganzheitlich positiv verläuft, sollte in allen sprachlichen Bereichen ein Scaffold geboten werden, namentlich im Sprachverständnis, der Artikulation, dem Wortschatz und in der Grammatik bzw. der Satzbildung.

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Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Die Evaluation von Sprachentwicklung und die Implikation für die Praxis
Hochschule
Université du Luxembourg  (ISERP)
Note
14/20
Autor
Jahr
2008
Seiten
12
Katalognummer
V115701
ISBN (eBook)
9783640170807
ISBN (Buch)
9783668143845
Dateigröße
407 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Evaluation, Sprachentwicklung, Implikation, Praxis
Arbeit zitieren
Sandra Kipchen (Autor:in), 2008, Die Evaluation von Sprachentwicklung und die Implikation für die Praxis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115701

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