War Kant ein Rassist und hat den Rassismus mitbegründet?

Untersuchung seiner Schriften "Von den verschiedenen Rassen der Menschen"


Hausarbeit, 2021

12 Seiten, Note: 1,7

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 „Rasse“ und „Rassismus“ heute

2 Wurzeln des Rassismus

3 Menschenrasse bei Kant

„Von den verschiedenen Rassen der Menschen“

4 Ansichten verschiedener Philosophen zu Kant

Fazit- War Kant ein Rassist?

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Von den verschiedenen Rassen der Menschen 1775

Einleitung

In dieser Hausarbeit wird die Frage behandelt, ob Kant der Gründer des Rassismus ist und ein Rassist war. Dazu wird seine Schrift „Von den verschiedenen Rassen der Menschen“ näher betrachtet und nicht alle Werke, da es zu umfangreich für die Ausarbeitung wäre. Im ersten Abschnitt werden die Begriffe „Rasse“ und „Rassismus“ definiert, um den Grundbaustein zur Kants Anthropologie zu legen. Das „N-Wort“ wird nur in Kants Zitaten verwendet. Anschließend gibt es einen kurzen Rückblick in die Vergangenheit, um die Wurzeln des Rassismus kurz aufzugreifen. Im darauffolgenden Kapitel wird erläutert, was Kant unter Menschenrasse verstanden hat. Hier kann ein Vergleich zum ersten Kapitel stattfinden, da das Rassenverständnis von Kant von dem heutigen abweicht. Um die Menschenrasse von Kant zu erklären, wird sein Werk „Von den verschiedenen Rassen der Menschen“, in denen er die Menschenrasse explizit erläutert hat, untersucht. Im letzten Kapitel „Ansichten verschiedener Philosophen zu Kant“, werden die Meinungen unterschiedlicher Philosophen und Ethnologen zu dem Begriff des „Rassismus“ von Kant zusammengefasst. Um die Frage zu beantworten, ob Kant der Gründer des Rassismus ist und somit eine rassistische Persönlichkeit hat, müssen seine Schriften Rassismus enthalten. Aus diesem Grund ist das dritte Kapitel „Menschenrasse bei Kant“ sehr wichtig für das Fazit und stellt den größten Teil der Arbeit dar. Im Fazit wird die Fragestellung aufgegriffen und eine Antwort formuliert.

1 „Rasse“ und „Rassismus“ heute

Die Definition von „Rasse“ und „Rassismus“ ist nicht eindeutig festgelegt. Auf der ganzen Welt ist Rassismus ein Thema, vor allem in Deutschland. Menschen demonstrieren gegen Rassismus, während rechtspopulistische Parteien, wie die AfD in den Bundestag ziehen und rechte Politik betreiben wollen. In den USA prägte der Fall Georg Floyd die ganze Welt. Er wurde während einer Festnahme von Polizisten getötet (Kunz, 2021, S. 54). Auf der ganzen Welt demonstrierten Menschen gegen Rassismus, unter dem Slogan „Black Lives Matter“, das eine transnationale Bewegung in den USA darstellt (Kunz, 2021, S. 56). Wir leben in einem Zeitalter, wo Rassismus und Rasse eine starke Ausprägung im Alltag der Menschen besitzen. Aufgrund dessen ist die Auseinandersetzung mit diesen Themen fundamental für die Weltbevölkerung. In verschiedenen Quellen werden die Begriffe unterschiedlich definiert, doch meistens weisen die Definitionen Gemeinsamkeiten auf. Der Begriff „Rasse“ wurde aus dem französischen ins Deutsche übertragen. Es bedeutet, dass Menschen in Gruppen eingeteilt werden, aufgrund biologischer oder körperlicher Unterschiede. Darunter fallen Merkmale, wie Hautfarbe oder Haarfarbe, die weitervererbt werden (Göttsche et al., S. 213). Menschen werden rassifiziert, indem sie hierarchisch geordnet werden, aufgrund kultureller Auffälligkeiten. Verschiedene Beleidigungen und Meinungen können als rassistisch eingeordnet werden, wobei nicht alle Aussagen über die Rasse, als „rassistisch“ eingestuft werden müssen. Wenn sich jemand als „schwarz“ bezeichnet, dann stellt es keinen Rassismus dar, weil es eine Aussage gegen sich selbst ist und nicht mit einer rassistischen Absicht konnotiert ist (Barskanmaz, 2019, S. 22). In Deutschland wird über die Verwendung des Begriffs „Rasse“ viel diskutiert, weil der Umgang damit umstritten ist. Im Gegensatz zu Deutschland ist es in anderen Ländern, wie der USA üblicher über den Begriff der Rasse zu sprechen (Barskanmaz, 2019, S. 21). Vor allem in den zwanziger und dreißiger Jahren war das Gespräch über die Rasse eine große Alltagsnormalität. Einige Politiker wollen den Begriff aus dem Grundgesetz herausnehmen, weil mit dem Begriff auf die biologische Menschenmasse impliziert wird, dass nicht aufrechterhalten werden soll (ebd.).

Das Wort „Rassismus“ wurde im Nationalsozialismus als Kampfbegriff benutzt und ist seit 1938 im deutschen Fremdwörterbuch aufgelistet. Menschen die für „Rassismus“ sind, finden die Teilung der Menschheit in Rassen angemessen. Außerdem charakterisieren sie angeborene Eigenschaften von Menschen zu einer Rasse. Sie befürworten eine hierarchische Ordnung und Kategorisierung unter den Menschen (Göttsch et al., S. 213). Menschen, die rassistisch sind, begründen mit ihrer Denkweise die Ungleichheit zwischen den Lebensweisen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
War Kant ein Rassist und hat den Rassismus mitbegründet?
Untertitel
Untersuchung seiner Schriften "Von den verschiedenen Rassen der Menschen"
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
1,7
Jahr
2021
Seiten
12
Katalognummer
V1157207
ISBN (Buch)
9783346552167
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kant, rassist, rassismus, untersuchung, schriften, rassen, menschen
Arbeit zitieren
Anonym, 2021, War Kant ein Rassist und hat den Rassismus mitbegründet?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1157207

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: War Kant ein Rassist und hat den Rassismus mitbegründet?



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden