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Der Kulturkampf unter besonderer Betrachtung der Rolle Bismarcks

Title: Der Kulturkampf unter besonderer Betrachtung der Rolle Bismarcks

Seminar Paper , 2003 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Katrin Hugo (Author)

History of Germany - 1848, Empire, Imperialism
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Summary Excerpt Details

Meine Arbeit soll einen Überblick über den Kulturkampf im Deutschen Reich geben und dabei besonders auf Otto von Bismarck eingehen. Seine Rolle im Kulturkampf ist sehr interessant, da sich die Forschungsmeinungen hier zum Teil widersprechen. Im Besonderen unterscheiden sich die Ansichten von Wehler und Nipperdey. Reden, Briefe und auch die Memoiren Bismarcks sollen als wichtige Quellen in meine Arbeit mit einbezogen werden.
Die Arbeit ist in vier große Abschnitte gegliedert. Im ersten Teil soll die Vorgeschichte des Kampfes näher erklärt werden, ausschlaggebend sind dabei die Entwicklung der Katholischen Kirche in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und die Bildung der Zentrumspartei als politische Organisation des Katholizismus. Auch der Begriff "Kulturkampf" wird kurz erläutert.
Anschließend sollen die Beteiligten näher untersucht werden. Die Liberalen waren eine der entscheidenden Gruppierungen des Kampfes und bei ihrer Betrachtung sollen auch die Unterschiede zwischen den Ideen des Liberalismus und den Werten des Katholizismus aufgeführt werden. Es wird auch deutlich werden, dass die Positionen von Kirche und Gläubigen nicht mit denen der Zentrumspartei gleichgesetzt werden können. Interessant ist es auch auf den besonderen Charakter des Zentrums einzugehen und zu untersuchen inwieweit die Partei tatsächlich eine Bedrohung für das Reich darstellte. Besonders ausführlich soll dann Bismarck betrachtet werden. Sein Verhältnis zur Kirche und die vielfältigen Gründe die er für einen Angriff auf das Zentrum sah, sollen als Erstes aufgeführt werden. Die Rolle und die Einflußnahme Bismarcks werden aus der Sicht unterschiedlicher Historiker dargestellt und auch seine eigene Einschätzung wird zur Sprache kommen. Schließlich soll gezeigt werden, warum der Anstoß zur Beendigung von Bismarck ausging und wie die anderen Beteiligten den Konflikt zu diesem Zeitpunkt sahen.
Danach wird der Verlauf des Kulturkampfes kurz umrissen. Von der Entstehung des Kampfes soll zu den wichtigsten Gesetzen übergeleitet werden, hierbei auch der Unterschied zwischen Strukturgesetzen und Ausnahmegesetzen gezeigt werden. Die wichtigsten Verordnungen werden kurz aufgeführt. Schließlich werden die Schritte und Ereignisse dargestellt, die ab 1878 zu einer Milderung und später zur Beendigung des Kulturkampfes führten. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Übersicht der Arbeit

B. Der Kulturkampf unter besonderer Betrachtung der Rolle Bismarcks

1. Vorgeschichte

a) Entwicklung der katholischen Kirche Mitte des 19. Jahrhunderts

b) Die Entstehung der Zentrumspartei

c) Der Begriff "Kulturkampf"

2. Betrachtung der Beteiligten mit besonderer Untersuchung Bismarcks

a) Die Liberalen

b) Die Katholiken, der Klerus und das Zentrum

c) Bismarck

3. Der Verlauf und die wichtigsten Gesetze

a) Entstehung des Kulturkampfes

b) Die wichtigsten Gesetze

c) Milderung und Beendigung des Kampfes

4. Folgen des Kulturkampfes

a) Für Bismarck

b) Für die einzelnen Parteien und den Parlamentarismus im Reich

c) Für das Reich und seine Gesellschaft

C. Abschließende Betrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Kulturkampf im Deutschen Reich mit einem spezifischen Fokus auf der Rolle Otto von Bismarcks. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich dabei mit den Motiven Bismarcks für diesen Konflikt, der Ausgestaltung der politischen Machtverhältnisse zwischen Staat und Kirche sowie den langfristigen gesellschaftlichen und parlamentarischen Folgen dieser Auseinandersetzung.

  • Historische Ursprünge und Entwicklung des Ultramontanismus
  • Die Rolle der Zentrumspartei als politische Opposition
  • Die liberale Ideologie und ihr Anteil am Kulturkampf
  • Bismarcks politische Taktik und persönliche Motive
  • Langfristige Folgen für das deutsche Parteiensystem und die Konfessionslandschaft

Auszug aus dem Buch

c) Bismarck

Anders als bei den Liberalen war bei Bismarck der Kulturkampf vor allem eine Wendung gegen den politischen Katholizismus. Die Kirche als Macht der alten Ordnung sah er nicht negativ und Religion oder Ideale waren für ihn auch niemals ein Grund. Er betonte, dass er "mit der Kirche Frieden wolle[...]", aber "das Zentrum [...] diesen Frieden erschwert".26

Vor dem Beginn des Kulturkampfes versuchte Bismarck noch, sich mit dem Papst gut zu stellen, er bot ihm auch Asyl im Deutschen Reich vor den Unruhen in Italien an. Nachdem aber der Papst seinen Einfluß nicht benutzte um auf die Zentrumspartei im Sinne des Reiches einzuwirken, wurde Bismarck deutlicher und wies den Papst in einem Brief auf "die notwendigen Folgen eines solchen Verhaltens" hin.27 Bismarck entschloss sich also zum vorbeugenden Angriff auf die Katholische Kirche, um sie dazu zu bringen, sich vom Zentrum abzuwenden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorgeschichte: Dieses Kapitel erläutert die ideologische Entwicklung der katholischen Kirche hin zum Ultramontanismus sowie die Gründung und Rolle der Zentrumspartei.

2. Betrachtung der Beteiligten mit besonderer Untersuchung Bismarcks: Hier werden die gegensätzlichen Interessen von Liberalen, katholischer Bevölkerung und Bismarck analysiert, wobei besonders Bismarcks persönliche und machtpolitische Beweggründe hervorgehoben werden.

3. Der Verlauf und die wichtigsten Gesetze: Der Abschnitt beschreibt den konkreten Beginn des Konflikts, die legislativen Maßnahmen sowie die späteren Schritte zur Milderung und Beendigung des Kampfes.

4. Folgen des Kulturkampfes: Dieses Kapitel analysiert die Auswirkungen des Konflikts auf das Parteiensystem, den Parlamentarismus im Reich sowie die langfristige Spaltung der deutschen Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Kulturkampf, Bismarck, Zentrumspartei, Liberalismus, Ultramontanismus, Papst Pius IX, Maigesetze, Parlamentarismus, Preußen, Reichsgründung, Konfessionalisierung, Sozialdemokratie, Modernisierung, Klerus, Kirchenpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen historischen Überblick über den sogenannten Kulturkampf im Deutschen Kaiserreich unter besonderer Berücksichtigung der steuernden Rolle Otto von Bismarcks.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Ursachen, der Rollenverteilung der beteiligten Akteure (Liberale, Zentrumspartei, Kirche), dem Verlauf der Gesetzgebung und den gesellschaftspolitischen Konsequenzen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, warum Bismarck den Kampf forcierte, welche Motive ihn leiteten und wie sich diese Auseinandersetzung auf das Verhältnis von Kirche und Staat auswirkte.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine historische Arbeit, die primär auf der Auswertung von Fachliteratur sowie zeitgenössischen Quellen wie Reden, Briefen und Memoiren Bismarcks basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorgeschichte, die Untersuchung der Akteure, den tatsächlichen Verlauf mitsamt den wichtigsten Gesetzen sowie die Folgen für Parteien und Gesellschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kulturkampf, Bismarck, Zentrumspartei, Liberalismus, Ultramontanismus, Machtpolitik und Parlamentarismus sind die zentralen Begriffe.

Warum sah Bismarck das Zentrum als Gefahr für den Staat?

Bismarck sah im Zentrum eine "widernatürliche" und unberechenbare Oppositionspartei, die religiös mobilisierte und durch ihre anti-preußische Gesinnung die Stabilität des Reiches gefährdete.

Wie bewertet die Forschung den Ausgang des Kulturkampfes?

Die Forschung ist uneins: Während einige Historiker von einer Niederlage des Staates sprechen, betonen andere die erzielten Modernisierungserfolge, auch wenn die Gesellschaft nachhaltig gespalten wurde.

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Details

Title
Der Kulturkampf unter besonderer Betrachtung der Rolle Bismarcks
College
LMU Munich  (Institut für Neuere und Neueste Geschichte)
Course
Die Ära Bismarck
Grade
1,7
Author
Katrin Hugo (Author)
Publication Year
2003
Pages
19
Catalog Number
V115728
ISBN (eBook)
9783640181247
ISBN (Book)
9783640181278
Language
German
Tags
Kulturkampf Betrachtung Rolle Bismarcks Bismarck
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Hugo (Author), 2003, Der Kulturkampf unter besonderer Betrachtung der Rolle Bismarcks, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115728
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