Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema des Demographischen Wandels (DW) im Kontext zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM). Auch der Ergonomie als wichtiges Instrument zur Gesundheitserhaltung einer Belegschaft kommt dabei eine nicht zu vernachlässigende Rolle zu. Der DW wird in vielen Bereichen der Gesellschaft immer wieder thematisiert. Viele haben bereits von ihm gehört, aber haben sich nicht intensiv mit dem Thema beschäftigt. Es ist allerdings wichtig, zu wissen, welche Veränderungen er mit sich bringt, welche Probleme er verursacht und wie diesen als Arbeitgeber entgegengewirkt werden kann.
Der Mensch altert nicht alleine, sondern als Gesellschaft. Insofern altert auch die Belegschaft der Unternehmen. Aufgrund der veränderten demographischen Entwicklung und seiner Folgen, sollte dieses Thema stärker in das strategische Handeln der Unternehmen rücken, da sich viele, insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen, bisher oft nur gering mit dem Thema beschäftigt haben. In Zukunft werden immer weniger junge Leute dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Damit gewinnt das Humankapital immer stärker an Bedeutung, so dass die Unternehmen dem DW Rechnung tragen müssen, um am Markt auch in Zukunft erfolgreich zu sein.
Das Ziel dieser Arbeit ist es, das Thema DW im Kontext zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement zu diskutieren und aufzuzeigen, welche Wechselwirkungen mit dem BGM und der Ergonomie für die Mitarbeiter (dem Humankapital der Unternehmen) einhergehen. Des Weiteren wird anhand eines Praxisbeispiels deutlich gemacht, was ein Unternehmen bereits heute praktiziert, um den Auswirkungen des DW entgegenzuwirken und ihrer Belegschaft langfristig beiseite zu stehen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Demographischer Wandel
2.1 Begriffsklärung
2.2 Herausforderungen des Demographischen Wandels für die Arbeitswelt
2.3 Ausgewählte Erfolgsfaktoren um den Herausforderungen des Demographischen Wandels entgegenzuwirken
2.3.1 Erhaltung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter
2.3.2 Flexible Arbeitszeitmodelle
2.3.3 Der Nutzen von Altersgemischten Teams
3 Ergonomie
3.1 Begriffsklärung in Bezug auf die Ausarbeitung
3.2 Ziele der Ergonomie
3.3 Herausforderungen in Verbindung zum Demographischen Wandel in der Arbeitswelt
4 Grundlagen zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement
4.1 Entwicklung des Gesundheitsverständnisses
4.2 Anfänge der Betrieblichen Gesundheitsförderung
4.3 Betriebliche Gesundheitsförderung versus Betriebliches Gesundheitsmanagement
4.4 Bedeutung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements
4.4.1 Ausgewählte Faktoren für ein erfolgreiches Betriebliches Gesundheitsmanagement
4.4.2 Demographischer Wandel als zentraler Punkt der Herausforderung
4.5 Ausgewählte Instrumente zur Bewältigung der Herausforderung des Demographischen Wandels
4.5.1 Aktive Betriebliche Gesundheitsförderung
4.5.2 Generationengerechtes Führen
4.5.3 Eigenverantwortung der Mitarbeiter stärken
5 Zwischenfazit und Schlussfolgerungen
6 Praxisbeispiel anhand einer Schulung der XX AG in XY
6.1 Vorstellung des Unternehmensstandorts in XY
6.2 Schulungskonzept „(Arbeits-) Alltag Demographie, Ergonomie und Gesundheit“
6.2.1 Zielsetzung und Motivation der Schulung
6.2.2 Umsetzung des Schulungskonzeptes
6.2.3 Ausblick für den Unternehmensstandort XY
6.3 Gegenüberstellung der theoretischen Grundlagen und deren Umsetzung im Praxisbeispiel
7 Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, den demographischen Wandel im Kontext des Betrieblichen Gesundheitsmanagements zu diskutieren und die Wechselwirkungen mit Ergonomie sowie Maßnahmen für die Belegschaft zu analysieren.
- Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Arbeitswelt
- Bedeutung der Ergonomie bei der altersgerechten Arbeitsplatzgestaltung
- Grundlagen und Implementierung von Betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM)
- Strategien zur Förderung der Eigenverantwortung bei Mitarbeitern
- Praxisnahe Umsetzung durch Schulungskonzepte in der Industrie
Auszug aus dem Buch
2.3.2 Flexible Arbeitszeitmodelle
Die bereits erwähnte demographische Entwicklung stellt neue Anforderungen an den Erhalt der Arbeitsfähigkeit vieler Beschäftigter. Die Menschen müssen länger im Unternehmen verbleiben und wie bereits in Kapitel 2.3.1 beschrieben ist es sehr wichtig die Gesundheit und Leistungsfähigkeit so gut es geht zu erhalten. Eine weitere Vorgehensweise ist die Einführung von flexiblen Arbeitszeitmodellen und eine Abkehr von starren Zeitmodellen, sofern es für die entsprechenden Arbeitsplätze umsetzbar ist. Die Einführung von Arbeitszeitmodellen, die der jeweiligen Generation entsprechen, würden die Zufriedenheit des Mitarbeiters fördern und ihn längerfristig an das Unternehmen binden. Aufgrund der verschiedenen Generationen und deren unterschiedlichen Ansprüchen gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, ein entsprechendes lebensphasenorientiertes Arbeitszeitmodell zu gestalten. Allerdings sind die Möglichkeiten der freien Gestaltung in Form des Arbeitszeitgesetzes und von tariflichen Regelungen eingegrenzt. Aus Sicht der Arbeitgeber und Arbeitnehmer gibt es konkrete Argumente und Vorteile, welche für die Einführung von lebensphasenorientierten Arbeitszeitmodellen sprechen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert den demographischen Wandel im Kontext des Betrieblichen Gesundheitsmanagements und der Ergonomie.
2 Demographischer Wandel: Es wird die Veränderung der Altersstruktur in der Gesellschaft und deren Auswirkungen auf die Arbeitswelt, wie Fachkräftemangel, erläutert.
3 Ergonomie: Dieses Kapitel definiert Ergonomie als Instrument zur Anpassung von Arbeitsbedingungen an die individuellen Fähigkeiten der Mitarbeiter.
4 Grundlagen zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement: Hier werden der Begriff des BGM, seine Abgrenzung zur Gesundheitsförderung sowie Instrumente zu dessen Umsetzung dargestellt.
5 Zwischenfazit und Schlussfolgerungen: Die bisherigen Erkenntnisse werden zusammengefasst und die Notwendigkeit der Mitarbeiterkommunikation betont.
6 Praxisbeispiel anhand einer Schulung der XX AG in XY: Anhand einer konkreten Fallstudie wird die adressatengerechte Vermittlung der theoretischen Inhalte an die Belegschaft aufgezeigt.
7 Schlussbetrachtung: Es erfolgt eine abschließende Bewertung der Herausforderungen und der Erfolg der vorgestellten Praxisbeispiele wird reflektiert.
Schlüsselwörter
Demographischer Wandel, Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, Betriebliche Gesundheitsförderung, BGF, Ergonomie, Arbeitsfähigkeit, Generationengerechtes Führen, Eigenverantwortung, Demographiemanagement, Arbeitszeitmodelle, Altersgemischte Teams, Gesundheit am Arbeitsplatz, Personalmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen durch Betriebliches Gesundheitsmanagement und Ergonomie den Herausforderungen des demographischen Wandels begegnen können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen den demographischen Wandel, die Arbeitsfähigkeit, ergonomische Gestaltung, BGM und die Bedeutung generationsübergreifender Führung.
Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, welche Wechselwirkungen zwischen dem demographischen Wandel, dem BGM und der Ergonomie bestehen, um Mitarbeiter langfristig gesund und leistungsfähig zu erhalten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu den genannten Themenfeldern sowie einer qualitativen Fallstudie anhand eines Praxisbeispiels.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert theoretische Hintergründe, wie das „Haus der Arbeitsfähigkeit“ oder den PDCA-Zyklus, sowie deren praktische Anwendung in betrieblichen Schulungskonzepten.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Demographischer Wandel, BGM, Ergonomie, Arbeitsfähigkeit und Mitarbeiter-Eigenverantwortung.
Wie trägt das „Haus der Arbeitsfähigkeit“ zur Problemlösung bei?
Es dient als Instrument, um Stellschrauben wie Gesundheit, Kompetenz und Führung zu identifizieren, an denen Unternehmen arbeiten müssen, um die Belegschaft leistungsfähig zu halten.
Warum ist das Praxisbeispiel der XX AG relevant?
Es verdeutlicht eindrucksvoll, wie theoretische Erkenntnisse zu Ergonomie und Demographie in einer industriellen Schulung adressatengerecht vermittelt werden können, um bei Mitarbeitern Akzeptanz zu schaffen.
Welche Rolle spielt die Führungskraft im BGM?
Führungskräfte haben einen entscheidenden Einfluss auf Arbeitsabläufe und das Betriebsklima; sie müssen generationengerechtes Führen erlernen, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern.
Warum ist Eigenverantwortung der Mitarbeiter so zentral?
Nur wenn Mitarbeiter ihre Verantwortung für das eigene Wohlbefinden erkennen und aktiv einbezogen werden, lassen sich nachhaltige Effekte im Gesundheitsmanagement erzielen.
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- Marcel Blaue (Author), 2017, Umgang mit dem Demographischen Wandel im Kontext des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) anhand eines Praxisbeispiels, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1157345