In Deutschland haben im Jahr 2015 - Schätzungen zufolge - Privatpersonen insgesamt mindestens acht Mrd. Euro gespendet - dabei ist die Kirchensteuer ausgenommen. Parallel dazu haben Unternehmen in Deutschland mindestens 10,3 Mrd. Euro in den deutschen Spendenmarkt fließen lassen. Diese hohen Summen auf dem Spendenmarkt zeigen ebenfalls dessen Bedeutung auf. Damit gemeinnützige Organisationen eben diese Spenden erhalten können, ist eine Finanzierung durch Fundraising nötig. Dabei definiert sich Fundraising als eine systematische Analyse, Planung, Durchführung und Kontrolle sämtlicher Aktivitäten einer gemeinwohlorientierten Organisation.
Das übergeordnete Ziel des Fundraisings ist es, die von der Organisation benötigten Ressourcen kostengünstig zu beschaffen. Bei den Ressourcen handelt es sich um Geld-, Sach- sowie Dienstleistungen. Im Zuge des Fundraisings richtet sich die gemeinnützige Organisation nach den Bedürfnissen der sogenannten Ressourcenbereitsteller - der Spender. Diese können wie oben genannt Privatpersonen oder Unternehmen sein, zusätzlich jedoch ebenso Stiftungen sowie öffentliche Institutionen. Um der Frage "Wie gestaltet sich Fundraising als Instrument der Finanzierung?" gerecht zu werden, werden im Folgenden die unterschiedlichen Formen des Fundraisings, dessen Ziele sowie die Kommunikationspolitik erörtert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Finanzierung durch Fundraising
2.1 Formen von Fundraising
2.2 Motive und Ziele
2.3 Kommunikationspolitik
3 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht Fundraising als wesentliches Instrument zur Mittelbeschaffung für gemeinnützige Organisationen. Dabei wird analysiert, wie Organisationen durch gezielte Strategien und Beziehungsarbeit Finanzmittel generieren können, um ihren gemeinnützigen Auftrag nachhaltig zu erfüllen.
- Grundlagen und Definition des Fundraisings
- Vielfältige Formen der Spendenakquise
- Psychologische Motive und Ziele von Spendern
- Bedeutung der Kommunikationspolitik im Fundraising
- Strategien des Relationship-Fundraisings
Auszug aus dem Buch
2.1 Formen von Fundraising
Fundraising beinhaltet unterschiedliche Formen der Spenden, manche gehören zum klassischen Fundraising, andere sind an bestimmte Verwendungszwecke gebunden. Eine grundlegende Form des Fundraisings ist die Individualspende. Dabei handelt es sich insbesondere um Einmalspenden. Diese einmalige Spende ist die beliebteste Form der Spender, denn sie bietet viel Flexibilität bezüglich Häufigkeit und Zeitpunkt der Spende. Diese Einmalspende stellt den ersten Kontakt zwischen der gemeinnützigen Organisation und dem Spender her, welcher von den Organisationen genutzt wird, um eine dauerhafte Spenderbeziehung aufzubauen.
Des Weiteren gelten auch Dauerspenden als Individualspenden. Dabei handelt es sich um individuell festgelegte Zeitpunkte einer dauerhaften Spendengabe. Zum einen kann die Dauerspende als Dauerauftrag bei der eigenen Bank mit entsprechender Höhe eingerichtet werden, zum anderen besteht die Möglichkeit, einer Organisation eine Lastschrifteinzugsermächtigung zu erteilen. Dabei bucht die gemeinnützige Organisation in regelmäßigen Abstanden einen festgelegten Betrag ab. Die Dauerspende hat den Vorteil der Planbarkeit für die Organisationen, denn das regelmäßige Spenden gibt finanzielle Sicherheit. Weitere Unterformen der Individualspende sind Patenschaften, Mitgliedsbeiträge, Anlassspenden sowie Sachspenden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die wirtschaftliche Bedeutung des deutschen Spendenmarktes und führt die Definition sowie das übergeordnete Ziel des Fundraisings ein.
2 Finanzierung durch Fundraising: In diesem Hauptteil werden die steuerlichen Voraussetzungen für Fundraising, die verschiedenen Spendenformen und die psychologischen Hintergründe der Spender dargelegt.
2.1 Formen von Fundraising: Dieser Abschnitt differenziert zwischen Individualspenden, Großspenden sowie modernem Corporate Fundraising und weiteren spezifischen Anwendungsformen.
2.2 Motive und Ziele: Hier werden die altruistischen und egoistischen Beweggründe von Spendern analysiert sowie die ökonomischen Zielsetzungen der Organisationen gegenübergestellt.
2.3 Kommunikationspolitik: Das Kapitel erläutert die Bedeutung einer systematischen Kommunikationsstrategie und deren Verknüpfung mit dem Relationship-Fundraising.
3 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Fundraising eine hochflexible und notwendige Finanzierungsmethode ist, deren Erfolg maßgeblich von der Beziehungsarbeit und ethischen Überzeugung abhängt.
Schlüsselwörter
Fundraising, Spendenmarkt, Gemeinnützigkeit, Individualspende, Großspende, Corporate Fundraising, Relationship-Fundraising, Ressourcenbeschaffung, Kommunikationspolitik, Spenderbeziehung, Steuerbegünstigung, Finanzierung, Altruismus, Spenderakquise, Ethik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Grundlagen des Fundraisings als systematisches Instrument zur Finanzierung gemeinnütziger Organisationen in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die unterschiedlichen Arten der Mittelbeschaffung, die Analyse von Spendermotiven sowie die Bedeutung einer effektiven Kommunikationsstrategie.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie gemeinnützige Organisationen durch Fundraising kostengünstig Ressourcen beschaffen können, um ihre gesellschaftlichen Zwecke zu erfüllen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und einer systematischen Erörterung der Fundraising-Prozesse auf Basis einschlägiger Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung verschiedener Spendenformen, die psychologische Analyse von Spendermotiven und die strategische Planung der Kommunikationspolitik.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Fundraising, Gemeinnützigkeit, Spenderbeziehung, Kommunikationspolitik und Ressourcenbeschaffung.
Welche Rolle spielt das Relationship-Fundraising?
Das Relationship-Fundraising ist von zentraler Bedeutung, da der Aufbau und die langfristige Pflege der Beziehung zum Spender als Voraussetzung für nachhaltige Spendeneinnahmen angesehen wird.
Wie unterscheiden sich altruistische und egoistische Motive?
Altruistische Motive basieren auf Überzeugung und dem Wunsch zu helfen, während egoistische Motive eine (oft unbewusste) Kosten-Nutzen-Analyse und den Wunsch nach persönlichem Vorteil beinhalten.
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- Diana Szymanski (Author), 2020, Fundraising als Instrument der Finanzierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1157875