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Value at Risk. Konzept zur Messung von Risiken

Title: Value at Risk. Konzept zur Messung von Risiken

Seminar Paper , 2008 , 25 Pages , Grade: 2

Autor:in: Christian Pohanka (Author)

Business economics - Controlling
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Risikomanagement spielt eine große Rolle bei allen Aktivitäten auf den Finanzmärkten. Diese wachsen durch fortschreitende Globalisierung immer weiter zusammen, wodurch die internationale Konkurrenz weltweit ansteigt. Bei steigenden Volumina sinken die Gewinnmargen und erfordern somit eine erhöhte Umschlaggeschwindigkeit der Finanzprodukte, um die Erträge zu stabilisieren und – wenn möglich – zu erhöhen. Damit steigen die Risiken, die jedes Geschäft mit sich bringen und jedes involvierte Unternehmen ist bestrebt, diese Risikozunahme systematisch zu kontrollieren und zu steuern. Spätestens seit der Finanzkrise in den frühen Neunzigern, die für zahlreiche Unternehmen das Ende bedeutete, weiß man, dass astronomische Verluste durch schlechte Überwachung und schlechtes Management von finanziellen Risiken drohen. Bei Inkaufnahme eines Risikos, was Voraussetzung für eine gebührende Kapital-Performance ist, kann ein vollkommenes Ausbleiben der Konsequenzen bei Risikoeintritt nicht verhindert werden. Im Risikocontrolling spielt die Feststellung dieses Risikopotenzials eine zentrale Position, da ein Unternehmen sicherstellen muss, dass etwaig auftretende Verluste auch gedeckt werden können. Der Value at Risk erfasst dieses Risikopotenzial und ermöglicht seinen Betrachtern, die Marktrisiken zu messen, zu steuern und zu kontrollieren.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Überblick

1.2 Geschichte

2. Das Konzept des Value at Risk

2.1 Was ist der Value at Risk?

2.2 Methodik des Value at Risk

3. Praktische Umsetzung des Value at Risk

3.1 Übersicht der Methoden zur Value at Risk-Ermittlung

3.2 Die Methoden und deren Aufbau

3.2.1 Einführungsbeispiel

3.2.2 Varianz-Kovarianz-Methode

3.2.3 Maximum-Loss-Verfahren

3.2.4 Historische Simulation

3.2.5 Monte-Carlo-Simulation

3.2.6 Factor Push

3.3 Die Methoden im Vergleich

3.4 Aggregation zum Gesamt-Value at Risk

3.5 Die Determinanten des Value at Risk

4. Das Risikomaß in der Praxis

4.1 Anwendungen des Value at Risk

4.2 Vergleichende Studien

4.2.1 Group of Thirty

4.2.2 Deloitte-Studie 2007

4.3 Value at Risk in Geschäftsberichten

5. Kritik und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit befasst sich mit dem Konzept des Value at Risk (VaR) als zentralem Instrument zur Quantifizierung finanzieller Risiken. Das primäre Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen des VaR sowie verschiedene Berechnungsmethoden darzustellen und deren praktische Anwendung und Aussagekraft im Risikomanagement – insbesondere bei Kreditinstituten – zu analysieren.

  • Grundlagen und Definition des Value at Risk
  • Vergleich verschiedener Berechnungsmethoden (analytisch, historisch, simulativ)
  • Methoden der Risikokapitalaggregation
  • Empirische Untersuchung der Anwendung in der Praxis anhand von Geschäftsberichten

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Einführungsbeispiel

Im einfachsten Fall beruht der analytische Ansatz auf der Normalverteilung, die sich auf die Messzahlen Erwartungswert und Standardabweichung stützt. Das kalkulierte Risiko wird mit dem Erwartungswert widergespiegelt und die Standardabweichung soll das unerwartete Risiko ausdrücken. Das folgende Beispiel soll die Herangehensweise an einem fiktiven Beispiel verdeutlichen. Der Portfoliowert beruht auf der Höhe von einer Million Euro.

Die Änderungen der Marktpreise sind selten identisch und werden deshalb in Klassen (Ergebnisintervalle) festgehalten. Daraufhin ergeben sich absolute Häufigkeiten für jede Klasse. Die Intervallmitten jeder Klasse werden quadriert (quadratische Abweichung) und anschließend mit ihren relativen Häufigkeiten multipliziert. Aus der Summe aller Intervallprodukte wird die Wurzel gezogen und erhält somit die Standardabweichung. Diese wiederum dient der Volatilität als Divisor und teilt den Portfolioausgangswert. Letztendlich bildet sich der Value at Risk – unser Zielmaß – aus der Multiplikation des Portfoliowertes, der Volatilität und dem aus der gewünschten Sicherheit abgeleiteten z-Wert.

Konkret entspricht der Value at Risk 13.088 Euro. Er gibt für den betrachteten Portfoliowert die maximal anzunehmende Verlusthöhe bei einer Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent bei einem festgelegten Zeithorizont unter gewöhnlichen Marktbedingungen an.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Bedeutung des Risikomanagements in globalisierten Finanzmärkten und zeichnet die historische Entwicklung des Value at Risk als Standardrisikomaß nach.

2. Das Konzept des Value at Risk: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen, die mathematische Herleitung über das α-Quantil und die methodischen Schritte zur Ermittlung des VaR erläutert.

3. Praktische Umsetzung des Value at Risk: Dieser Abschnitt klassifiziert verschiedene Berechnungsmodelle, vergleicht deren Vor- und Nachteile in einer Übersicht und erörtert die Aggregation von Einzelrisiken sowie die Einflussfaktoren.

4. Das Risikomaß in der Praxis: Dieses Kapitel analysiert die Anwendungsbereiche des VaR, wertet vergleichende Studien aus und untersucht die Offenlegungspraktiken deutscher Kreditinstitute in ihren Geschäftsberichten.

5. Kritik und Ausblick: Das Fazit fasst die Stärken und Schwächen des Konzepts zusammen und diskutiert die Herausforderungen durch zunehmende Marktkomplexität und seltene Extremereignisse.

Schlüsselwörter

Value at Risk, Risikomanagement, Marktrisiko, Volatilität, Konfidenzniveau, Normalverteilung, Varianz-Kovarianz-Methode, Historische Simulation, Monte-Carlo-Simulation, Portfolio, Risikokapital, Finanzderivate, Risikomatrix, Geschäftsberichte, Basel Komitee

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit im Kern?

Die Arbeit behandelt den Value at Risk (VaR) als methodisches Konzept zur Quantifizierung finanzieller Risiken und beleuchtet dessen Bedeutung für die Unternehmenssteuerung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen des VaR, der Vergleich verschiedener Berechnungsmethoden sowie die empirische Praxis der Anwendung bei Kreditinstituten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, dem Leser ein Verständnis für die Funktionsweise, die Berechnung und die Grenzen des Value at Risk als Risikomaß zu vermitteln.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden beschrieben?

Die Arbeit stellt analytische Modelle wie die Varianz-Kovarianz-Methode sowie Vollbewertungsverfahren wie die Historische Simulation und die Monte-Carlo-Simulation gegenüber.

Was ist der wesentliche Inhalt des Hauptteils?

Der Hauptteil analysiert, wie unterschiedliche Institute den VaR berechnen und welche Parameter (Haltedauer, Konfidenzintervall) dabei typischerweise verwendet werden.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Risikomanagement, Portfoliostrukturanalyse, Volatilität, Modellrisiko und die Abgrenzung linearer gegenüber nichtlinearer Finanzinstrumente.

Warum unterscheidet sich die Berechnung bei Optionen von anderen Finanzinstrumenten?

Da Optionen oft nichtlineare Risiko-Rendite-Profile aufweisen, sind einfache lineare Approximationen oft unzureichend, was den Einsatz aufwendigerer Simulationsmethoden erfordert.

Welche Erkenntnisse liefert die Untersuchung der Geschäftsberichte?

Die Analyse zeigt, dass der VaR bei deutschen Banken heute ein Standardinstrument ist, wobei sich die Transparenz und der Detailgrad der Berichterstattung über die Jahre deutlich erhöht haben.

Inwiefern ist das Konfidenzniveau für den VaR entscheidend?

Das Konfidenzniveau bestimmt die statistische Sicherheit, mit der ein maximaler Verlust nicht überschritten wird; eine Erhöhung führt dabei direkt zu einem höheren VaR-Wert.

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Details

Title
Value at Risk. Konzept zur Messung von Risiken
College
University of Technology, Business and Design Wismar  (Controlling)
Course
Risikomanagement
Grade
2
Author
Christian Pohanka (Author)
Publication Year
2008
Pages
25
Catalog Number
V115853
ISBN (eBook)
9783640173587
ISBN (Book)
9783640190737
Language
German
Tags
Value Risk Risikomanagement Monte-Carlo-Simulation Historische Simulation Varianz-Kovarianz-Methode Risikomaß Gesamt-Value at Risk
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Pohanka (Author), 2008, Value at Risk. Konzept zur Messung von Risiken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115853
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