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Die Gründung der kanadischen Förderation von 1867

Betrachtungen zur Geschichte der Frankokanadier in Québec

Titre: Die Gründung der kanadischen Förderation von 1867

Dossier / Travail , 2002 , 32 Pages , Note: bestanden

Autor:in: Diplom-Verwaltungswirt, Bachelor of Arts Michael Helbig (Auteur)

Histoire de l'Europe - Temps modernes, Absolutisme, Industrialisation
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Résumé Extrait Résumé des informations

Das Thema der Hausarbeit, die Gründung der kanadischen Föderation von 1867 -
Betrachtungen zur Geschichte der Frankokanadier in Québec - also die Gründung
Kanadas aus der Sicht Québecs, behandelt einen komplexen historischen Aspekt,
der unmittelbar auf europäischen Boden und europäische Geschichte zurückreicht.
Die historischen Entwicklungen in Kanada vor 1834 stelle ich am Anfang in einem
Überblick dar.
Der Schwerpunkt der Arbeit gilt dem Zeitraum zwischen 1834 und der Gründung
Kanadas 1867 durch den „British North America Act“.
1834 kritisierte im frankophonen Niederkanada die dortige Volksvertretung Londons
Vormundschaft und zeigte in 92 Punkten Forderungen und Beschwerden auf, nicht
ohne Hinweise auf die amerikanische Revolution von 1776. Im englischsprachigen
Oberkanada gab es 1835 vergleichbare Bestrebungen. Im „siebten Bericht des
Beschwerdekomitees“ wurden ähnliche Punkte wie in Niederkanada thematisiert.
Ziel war es eine selbstverantwortliche Regierung zu erlangen. Die darauf folgenden
Entwicklungen, wie beispielsweise die Aufstände 1837/38 und der „Canada Union
Act“ (1840) führten letztendlich zur Gründung Kanadas im Jahr 1867.
In einem Exkurs werden Aspekte für das Bestreben nach Selbstbestimmung und
Autonomie Québecs aus dem Blickwinkel des Völkerrechts beleuchtet.
Am Ende der Arbeit, in der Zusammenfassung und Schlussbetrachtung werden die
ausgearbeiteten Punkte gewürdigt.
Über die kanadische Geschichte und die Wurzeln der Bestrebungen zur
Eigenständigkeit Québecs, der „Belle Province“ wie sie sich selbst auch bezeichnet,
gibt es kaum deutschsprachige Literatur, welche die Ursachen und Probleme des
kanadischen Föderalismus aus der Sicht Québecs objektiv und nachvollziehbar
darstellt. Dabei erinnert man sich schnell an den amerikanischen Sezessionskrieg
(1861-1865) und der Begriff „Nationalismus“ macht die Runde. Zweimal hat man in
der Gegenwart, 1980 und 1995, in Québec bisher gegen eine Trennung von Kanada
gestimmt - 1995 allerdings nur noch mit einer hauchdünnen Mehrheit.

[...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Europäischer Machtkampf auf amerikanischem Boden

Die kanadische Geschichte bis 1834

3. Geburt eines Landes –

die Gründung des „Dominion of Canada“

3.1. Die Vorstufe: Von 1834 zum „Canada Union Act“ (1840)

3.2. Vom „Canada Union Act“ (1840) zur Staatsgründung 1867

3.3. Die Föderation aus der Sicht Québec´s

Exkurs – Völkerrechtliche Betrachtungen zu Québec

1. Allgemeine historische Entwicklung

2. Völkerrechtliche Selbstbestimmung für Québec?

2.1. Rechtliche Bewertung

2.2. Politische Bewertung

4. Zusammenfassung und Schlussbetrachtungen

4.1. Zusammenfassung

4.2. Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die historische Entwicklung der kanadischen Föderation von 1867 unter besonderer Berücksichtigung der Perspektive der Frankokanadier in Québec. Ziel ist es, die Ursachen für die fortwährenden Spannungen zwischen der frankophonen Bevölkerung in Québec und der anglophonen Mehrheit in Kanada sowie die völkerrechtliche Relevanz der Autonomiebestrebungen zu analysieren.

  • Historischer Kontext der kanadischen Entwicklung von der französischen Kolonialzeit bis 1867.
  • Analyse der politischen Reformen und der Rolle des "Canada Union Act" (1840).
  • Untersuchung des föderalen Aufbaus Kanadas und seiner wahrgenommenen Defizite aus Sicht Québecs.
  • Völkerrechtliche Bewertung der Selbstbestimmung im Kontext ethnischer Minderheiten.

Auszug aus dem Buch

3.3. Die Föderation aus der Sicht Québecs

Die rund 850.000 französisch stämmigen Kanadier aus dem ehemaligen Niederkanada stellten knapp ein Drittel der Bevölkerung der neuen Föderation. Sie sahen offensichtlich in der angestrebten Lösung des Dominion „einen verfassungsrechtlichen Pakt, der ihnen erlauben sollte, sich als eigenes (distinct), mit der anglophonen Mehrheit gleichberechtigtes Volk zu behaupten". Die Provinz Québec wurde durch die Gründung der kanadischen Föderation zu einem eigenständigen (Glied-)Staat. Gleichzeitig war Québec aber nur noch eine von vier Provinzen Kanadas. In ihrer Provinz in der Mehrheit, blieben die Frankokanadier aber in ganz Kanada - mit einem Drittel der Bevölkerung - in der Minderheit, so dass sie sich einer englischsprachigen Dominanz ausgesetzt fühlten. Verstärkt wurde der vorgenannte Eindruck, der vorwiegend auf dem Land lebenden, katholischen Bevölkerung auch durch die Meinung wirtschaftlich benachteiligt zu sein. Als weiteren Punkt der Untermauerung einer Benachteiligung wurde die Übernahme eines „britischen Systems“ durch die Union gesehen.

Die Regierung unter Georg-Étienne Cartier in Québec wollte aber in der Verfassung einen „Pakt zwischen den beiden Gründervölkern" Kanadas erkennen und strebte weitreichende Autonomie in einer Föderation an.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der kanadischen Föderationsgründung 1867 ein und beleuchtet die historische Perspektive der Frankokanadier unter Berücksichtigung aktueller Spannungsfelder.

2. Europäischer Machtkampf auf amerikanischem Boden: Dieses Kapitel zeichnet die koloniale Vorgeschichte Kanadas bis 1834 nach, inklusive der französischen Erkundungsreisen und der späteren britischen Herrschaft.

3. Geburt eines Landes – die Gründung des „Dominion of Canada“: Das Kapitel analysiert den Zeitraum von 1834 bis 1867, die politischen Reformbewegungen, den Union Act und die föderale Strukturierung des neuen kanadischen Staates.

Exkurs – Völkerrechtliche Betrachtungen zu Québec: Hier erfolgt eine Einordnung der Unabhängigkeitsbestrebungen Québecs in das Völkerrecht sowie eine Analyse der politischen Argumentationslinien der Provinz.

4. Zusammenfassung und Schlussbetrachtungen: Der Schlussteil fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und würdigt die Rolle des Föderalismus sowie die Herausforderungen des kulturellen Ausgleichs in Kanada.

Schlüsselwörter

Kanada, Québec, Föderation, Frankokanadier, Dominion of Canada, 1867, Britische-Nord-Amerika-Akte, Selbstbestimmungsrecht, Autonomie, Geschichte, Minderheitenrechte, Union Act, Verfassung, Politik, Kolonialgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Gründung der kanadischen Föderation im Jahr 1867 und beleuchtet dabei kritisch die historische Entwicklung und die Identitätswahrung der Frankokanadier in der Provinz Québec.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die koloniale Geschichte, der politische Prozess der Staatsgründung, der föderale Aufbau Kanadas sowie die völkerrechtliche Dimension der Autonomieansprüche von Québec.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Entstehung der Spannungen zwischen Québec und der kanadischen Zentralregierung historisch zu begründen und den Status der Frankokanadier innerhalb der Föderation kritisch zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer Auswertung zeitgenössischer Quellen und Fachliteratur zur kanadischen Geschichte und zum Völkerrecht basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Entwicklung ab 1834, der Entstehung des Dominion of Canada, den verfassungsrechtlichen Grundlagen und der spezifischen Sichtweise der Regierung in Québec.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Föderalismus, Frankokanadier, Autonomie, British North America Act und historischer Wandel charakterisieren.

Welche Rolle spielten die Aufstände von 1837/38?

Diese Aufstände waren Ausdruck des Widerstands gegen die koloniale Bevormundung und führten indirekt zur Einberufung der Durham-Kommission und damit zu grundlegenden Weichenstellungen für die spätere Föderation.

Warum wird Québec als "distinct society" bezeichnet?

Der Begriff bezieht sich auf den besonderen kulturellen, sprachlichen und rechtlichen Status Québecs, der eine Sonderrolle innerhalb der kanadischen Föderation begründet.

Wie bewertet der Autor die Erfolgschancen einer Abspaltung?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass es nach der Gründung 1867 keine faktische völkerrechtliche Grundlage für eine Abspaltung gibt und vermeintliche Ungleichbehandlungen eher subjektiver Natur sind.

Welchen Vergleich zieht der Autor zu Europa?

Der Autor zieht Parallelen zwischen den Herausforderungen des kanadischen Föderalismus und der notwendigen Integrationsbereitschaft innerhalb der Europäischen Union.

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Résumé des informations

Titre
Die Gründung der kanadischen Förderation von 1867
Sous-titre
Betrachtungen zur Geschichte der Frankokanadier in Québec
Université
University of Hagen  (Historisches Institut)
Cours
Die europäische Expansion und die Transformation der überseeischen Welt
Note
bestanden
Auteur
Diplom-Verwaltungswirt, Bachelor of Arts Michael Helbig (Auteur)
Année de publication
2002
Pages
32
N° de catalogue
V115888
ISBN (ebook)
9783640176182
ISBN (Livre)
9783640176212
Langue
allemand
mots-clé
Gründung Förderation Expansion Transformation Welt
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Diplom-Verwaltungswirt, Bachelor of Arts Michael Helbig (Auteur), 2002, Die Gründung der kanadischen Förderation von 1867, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115888
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Extrait de  32  pages
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