Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Sciences infirmières - Gestion des soins infirmiers

Anforderungen an die Kosten- und Leistungsrechnung in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe

Titre: Anforderungen an die Kosten- und Leistungsrechnung in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe

Dossier / Travail , 2007 , 34 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Ute Dahm (Auteur)

Sciences infirmières - Gestion des soins infirmiers
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Die Freie Wohlfahrtspflege in Deutschland steht aufgrund aktueller Entwicklungen auf
nationaler und europäischer Ebene vor existentiellen Herausforderungen. Seit Verabschiedung
des Pflegeversicherungsgesetzes im Jahr 1994 und der Novellierung des BSHG im Jahr
1996 findet eine „wettbewerbliche Neuformierung einer sozialen Infrastruktur statt“1, eine
neue betriebswirtschaftliche Logik setzt sich zunehmend durch. Auf dem Hintergrund der
Abkehr von der bisherigen Zuwendungsfinanzierung und der Notwendigkeit Leistungs- und
Entgeltvereinbarungen abzuschließen, setzen sich Verbände mit der Frage auseinander, wie
Leistungs- und Qualitätsziele optimal definiert und erreicht werden können. Sie sind dazu
angehalten, Kostenrechnungen prospektiv zu erstellen, um der Forderung nach einer Senkung
der Betriebskosten gerecht zu werden. Soziale Organisationen setzen sich in diesem
Kontext mit Konzepten der Kundenorientierung, Transparenz und Out-Put-Steuerung
auseinander. Öffentlich debattiert werden die Themen Subjektförderung, Nutzersouveränität
und Verbraucherschutz. Nach BOESSENECKER wird sich die Perspektive der Nutzer sozialer
Dienstleistungen dahingehend verändern, dass die eigene Lebensführung verbessert
werden soll bei einem angemessenen Verhältnis von Kosten und Nutzen.
Im Zusammenhang mit der Diskussion um Kostendämpfung in der Eingliederungshilfe
werden neue flexiblere Formen der Leistungsfinanzierung, wie z.B. Fachleistungsstunden
oder Modularisierung stationärer Leistungen diskutiert. Neue Formen der Finanzierung von
Leistungen setzen voraus, dass stationäre Gesamtleistungen in einem nachfrageorientierten
Angebotskatalog differenziert und mit Preisen hinterlegt werden. Insbesondere durch die
Einführung des neuen Steuerungselements ´Persönliches Budget´ nach SGB IX wird eine
stärkere Orientierung an den individuellen Wünschen des Nutzers unabdingbar.
Leistungserbringer müssen Angebote künftig flexibler gestalten, indem diversifizierte
Leistungspakete bereitgestellt werden, die auch als Einzelangebote abrufbar sein können.

[...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1.) Betriebswirtschaftliche Herausforderungen in der Freien Wohlfahrtspflege

2.) Hauptaufgaben der Kosten- und Leistungsrechnung

2.1) Aufbau und Verfahren bei Kosten- und Leistungsrechnungen

2.2) Grundlagen der Finanzierung von Einrichtungen der Eingliederungshilfe

2.3) Dokumentation in Einrichtungen der Eingliederungshilfe

3.) Anforderungen an eine Kosten- und Leistungsrechnung in stationären Einrichtungen

3.1) Aufbau einer Kosten- und Leistungsrechnung an einem praktischen Beispiel

3.1.1) Beschreibung der Einrichtung

3.1.2) Benennung von Leistungen

3.1.3) Erstellen eines Katalogs

3.1.4) Kostenarten- und Kostenstellenrechnung

3.1.5) Kriterien zur Auswahl des Verfahrens

4.) Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die Notwendigkeit und praktische Umsetzung einer Kosten- und Leistungsrechnung in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe zu untersuchen. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie durch die Identifikation von Einzelleistungen und deren zeitbezogene Erfassung eine transparente und wirtschaftlich fundierte Grundlage für die Preisbildung und interne Steuerung geschaffen werden kann, insbesondere vor dem Hintergrund aktueller politischer Anforderungen wie dem Persönlichen Budget.

  • Betriebswirtschaftliche Herausforderungen in der Freien Wohlfahrtspflege
  • Methoden der Kosten- und Leistungsrechnung in sozialen Einrichtungen
  • Verfahren der Leistungsdokumentation zur Ermittlung von Zeitaufwänden
  • Strukturierung von Einzelleistungen und deren Preiskalkulation
  • Bedeutung von Transparenz für die Zukunftsfähigkeit von Sozialunternehmen

Auszug aus dem Buch

3.1.2) Benennung von Leistungen

Für den stationären Pflegebereich macht die Pflegebuchführungsverordnung einen Vorschlag für den Aufbau einer Kostenträgerrechnung, nach der die Hauptkostenträger allgemeinen Pflegeleistungen entsprechen und untergliedert werden in die Pflegeklassen I bis III, sowie in Leistungen für Unterkunft und Verpflegung und Zusatzleistungen. Übertragen auf eine stationäre Behindertenhilfeeinrichtung könnte ein solches Modell gegliedert werden in die Hauptkostenträger Betreuung, unterteilt in Hilfebedarfsstufen I bis V, Unterkunft und Verpflegung, sowie sonstige Leistungen. Die Leistungen der Betreuung müssten in einem weiteren Schritt näher beleuchtet werden, z.B. auf die Unterscheidung zwischen mittelbar und unmittelbar am Klienten erbrachte Leistungen hin. Eine Einteilung in Pflege- bzw. Hilfebedarfsgruppen genügt in diesem Fall nicht, da in diesen unterschiedliche Dienstleistungen erbracht werden, die jedoch pauschal abgegolten werden. Auch darüber hinaus werden noch Leistungen erbracht, die darin nicht abgebildet werden.

Bei einer Kostenträgerrechnung muss bei der Ermittlung der Kosten eines Leistungskomplexes zuerst die Einzelleistung (Aktivität) betrachtet und definiert werden, die das Resultat aus bestimmten Prozessen/Arbeitsabläufen darstellt. Deshalb stellt sich bei diesem Schritt die Frage, welche Aktivität vollzogen wird, um die Leistungserstellung zu erbringen. „Einzelleistungen sind in der Hierarchie der Verrichtungen und Leistungskomplexe, die in der stationären Pflegeeinrichtung ablaufen, die jeweils speziellsten Klassifikationsobjekte (Beobachtungs-, Entscheidungs-, Planungsobjekte) für welche alle Rechengrößen gerade noch direkt zu disponieren, planen oder erfassen sind, und zwar ohne eine willkürliche Aufteilung oder Zuordnungen vornehmen zu müssen.“ Im Feld der Leistungsdefinition wird es in Verbindung mit dem Persönlichen Budget künftig viel Bewegung geben, da unklar ist, welche Leistungen als Produkte benannt werden können. Zu diskutieren wären z.B. ´Eingliederungs-hilfe´, ´Tagesstrukturierung´, ´Wohnen´, ´medizinisch- therapeutische Maßnahmen´, ´indi-viduelle Fördermaßnahmen´ etc..

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Betriebswirtschaftliche Herausforderungen in der Freien Wohlfahrtspflege: Die Wohlfahrtspflege steht unter dem Druck einer wettbewerblichen Neuformierung, die eine Abkehr von der Zuwendungsfinanzierung und eine stärkere betriebswirtschaftliche Steuerung erfordert.

2.) Hauptaufgaben der Kosten- und Leistungsrechnung: Es wird erläutert, wie eine Kostenrechnung als internes Steuerungsinstrument zur Wirtschaftlichkeitskontrolle und Kalkulation von leistungsgerechten Entgelten dient.

2.1) Aufbau und Verfahren bei Kosten- und Leistungsrechnungen: Das Kapitel beschreibt die Teilsysteme Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung sowie verschiedene Kalkulationsmethoden.

2.2) Grundlagen der Finanzierung von Einrichtungen der Eingliederungshilfe: Hier werden die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Bedeutung von Leistungs- und Vergütungsvereinbarungen für stationäre Einrichtungen dargestellt.

2.3) Dokumentation in Einrichtungen der Eingliederungshilfe: Es wird die aktuelle Problematik der fehlenden zeitbezogenen Dokumentation thematisiert, die für eine fundierte Kostenrechnung jedoch essenziell wäre.

3.) Anforderungen an eine Kosten- und Leistungsrechnung in stationären Einrichtungen: Dieser Abschnitt beleuchtet, warum individuelle Kostenmodelle notwendig sind und welche Kalkulationsansätze sich für die Praxis eignen.

3.1) Aufbau einer Kosten- und Leistungsrechnung an einem praktischen Beispiel: Das Kapitel führt die Anwendung der Theorie anhand des Modells 'Haus Lauenheim' ein.

3.1.1) Beschreibung der Einrichtung: Vorstellung des Modell-Hauses Lauenheim und der Kostenstrukturbasis des Jahres 2005.

3.1.2) Benennung von Leistungen: Diskussion über die Notwendigkeit, Leistungen in Einzelleistungen zu zerlegen, um Transparenz über Prozesse zu gewinnen.

3.1.3) Erstellen eines Katalogs: Beschreibung der methodischen Vorgehensweise bei der Erstellung eines Leistungskatalogs und der Definition von Kosteneinflussfaktoren.

3.1.4) Kostenarten- und Kostenstellenrechnung: Darstellung, wie Kosten in Maßnahme-, Grund- und Investitionskosten differenziert werden.

3.1.5) Kriterien zur Auswahl des Verfahrens: Evaluierung verschiedener Kalkulationsverfahren hinsichtlich ihrer Eignung für soziale Einrichtungen.

4.) Fazit: Zusammenfassende Einschätzung, dass eine systematisierte Leistungserfassung trotz des hohen Aufwandes einen wichtigen Informationsgewinn für die Steuerung bietet.

Schlüsselwörter

Kosten- und Leistungsrechnung, Behindertenhilfe, Eingliederungshilfe, Persönliches Budget, Kostenträgerrechnung, Einzelleistungen, Pflegesatzverhandlungen, Sozialmanagement, Zeitwirtschaft, Prozesskostenrechnung, Wirtschaftlichkeit, Transparenz, Leistungsvereinbarungen, Sozialunternehmen, Dokumentationssystematik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Master-Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie stationäre Einrichtungen der Behindertenhilfe eine Kosten- und Leistungsrechnung aufbauen können, um auf geänderte betriebswirtschaftliche Rahmenbedingungen und neue Finanzierungsformen wie das Persönliche Budget zu reagieren.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit verknüpft betriebswirtschaftliche Methoden (Kostenrechnung, Kalkulation) mit den spezifischen Anforderungen der Eingliederungshilfe, inklusive Dokumentationsfragen und Vergütungsstrukturen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, ein systematisches Vorgehen zur Einführung einer Kosten- und Leistungsrechnung aufzuzeigen, das durch eine Tätigkeitsanalyse und einen Leistungskatalog Transparenz über Kosten und Leistungen schafft.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse betriebswirtschaftlicher Standards sowie eine exemplarische Fallstudie ('Haus Lauenheim'), in der die Anwendung der Teilkostenrechnung an einem praktischen Beispiel skizziert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen der Kostenrechnung geklärt, bevor ein spezifisches Modell für eine Einrichtung der Behindertenhilfe entwickelt wird, das die Gliederung in Einzelleistungen, Kostenarten und -stellen umfasst.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die zentralen Konzepte sind Kosten- und Leistungsrechnung, Behindertenhilfe, Einzelleistungen, Persönliches Budget, Wirtschaftlichkeit und Prozessorientierung.

Wie wird das Problem der schwer messbaren 'sozialen Betreuung' gelöst?

Die Arbeit schlägt vor, Leistungen in Einzelleistungen zu zerlegen und diese mittels einer Tätigkeitsanalyse sowie geschätzter Zeitaufwände (bzw. bei Einführung einer Dokumentationssystematik gemessener Werte) monetär bewertbar zu machen.

Warum ist eine neue Dokumentationssystematik laut der Arbeit so wichtig?

Da aktuelle Dokumentationen in Einrichtungen der Behindertenhilfe oft keine zeitlichen Informationen enthalten, ist eine systematische Zeiterfassung zwingend erforderlich, um eine verursachungsgerechte Kostenkalkulation und Verhandlungsbasis gegenüber Leistungsträgern zu ermöglichen.

Wie bewertet die Autorin den Aufwand einer solchen Kostenrechnung?

Das Fazit der Arbeit betont, dass der Einführungsaufwand hoch ist, der Nutzen durch gesteigerte Transparenz, bessere Planbarkeit und eine stärkere Position bei Entgeltverhandlungen jedoch überwiegt.

Fin de l'extrait de 34 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Anforderungen an die Kosten- und Leistungsrechnung in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe
Université
Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin AS  (AWO Akademie Berlin)
Cours
Masterstudium Sozialmanagement, Seminar BWL
Note
1,3
Auteur
Ute Dahm (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
34
N° de catalogue
V115898
ISBN (ebook)
9783640176274
ISBN (Livre)
9783640176397
Langue
allemand
mots-clé
Anforderungen Kosten- Leistungsrechnung Einrichtungen Behindertenhilfe Masterstudium Sozialmanagement Seminar Persönliches Budget Psychiatrie Arbeiterwohlfahrt (AWO) Hilfebedarfsgruppen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ute Dahm (Auteur), 2007, Anforderungen an die Kosten- und Leistungsrechnung in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115898
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  34  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint