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Auswirkung der neuen gesetzlichen Vereinbarung gemäß § 656d Abs. 1 BGB auf die Immobilienmakler

Ein Einblick in die neuen gesetzlichen Vereinbarungen hinsichtlich der Immobilienmakler

Title: Auswirkung der neuen gesetzlichen Vereinbarung gemäß § 656d Abs. 1 BGB auf die Immobilienmakler

Term Paper , 2021 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Ann-Christin Franzen (Author)

Law - Civil / Private / Law of Obligation / Property Law
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Beim Immobilienerwerb über einen Immobilienmakler stellt die Maklerprovision bei den Erwerbsnebenkosten eine feste Kostenkomponente dar. Diese Provision ist als Vergütung für die Dienstleistung der neutralen Vermittlung zwischen Käufer und Verkäufer zu sehen und variiert in ihrer Höhe abhängig vom Verkaufs-bzw. Kaufpreis.

Bis vor kurzer Zeit galt in Deutschland eine grundsätzliche Vertragsfreiheit über die Vereinbarung der Maklerprovision. Das heißt, es gab keine bundeseinheitlichen gesetzlichen Vorgaben dazu, wer die Provision für Immobilienmakler zahlen muss. Während sich in einigen Bundesländern Käufer und Verkäufer die Kosten teilten, mussten in anderen Ländern wie zum Beispiel in Berlin, Brandenburg, Hessen, Bremen oder Hamburg die Käufer die alleinige Provision tragen. Mochten die Käufer die Provision nicht zahlen, hatten sie keine Chance auf den Erwerb von Eigentum, weil die Verkäufer sich dann für einen anderen Bewerber entscheid, der bereit war, die Provision zu bezahlen.

Diese Differenz und Intransparenz gab Anlass für einen neuen Gesetzesentwurf. Hierbei handelt sich hier um einen Entwurf zur Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Immobilien. Am 27. Januar 2020 wurde der Entwurf der Regierungskoalition im Rechtsauschuss des deutschen Bundestages diskutiert und am 23.12.2020 in Kraft gesetzt. Die Bunderegierung verfolgt hiermit das Ziel, die Bildung von Wohneigentum zu fördern, die Erwerbsnebenkosten entsprechend für die Käufer zu senken, sowie eine einheitliche und transparente Regelung zur Vermittlung von Immobilien zu schaffen und somit den Käuferschutz zu stärken
.
Diese neue "Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser" zielt vor allem auf eine stärkere Transparenz und gerechtere Verteilung der Maklerkosten. Im Fokus stehen hier insbesondere die Interessen der Käufer von Immobilien. Wenig Beachtung finden jedoch bis-her die Auswirkung der Gesetzesnovellierung auf die Immobilienmakler. Was bedeutet das neue Gesetz für die Makler? Welche Rahmenbedingen stellt das Gesetz für deren tägliche Arbeit dar? Diesen zentralen Fragen widmet sich die vorliegende Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

1.2. Zielsetzung

2. Darlegung des thematischen Kerns

2.1. Definition des Immobilienmaklers

2.2. Definition der Maklerprovision

2.3. “Gesetzesentwurf Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser”

3. Darstellung der gewonnenen Erkenntnisse

3.1. Perspektive der Immobilienexperten

3.2. Mögliche Folgen der neuen gesetzlichen Regelung

3.3. Änderungen bei Hausverkauf durch Immobilienmakler

3.4. Chancen für den Immobilienmakler

4. Zusammenfassung

4.1. Veränderungen auf dem Immobilienmarkt

4.2. Veränderungen im eigenen Unternehmen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Neuregelung der Maklerprovision gemäß § 656d Abs. 1 BGB auf die Tätigkeit und das Geschäftsmodell von Immobilienmaklern in Deutschland. Ziel ist es, die aus dem Gesetz resultierenden Chancen und Risiken zu identifizieren und mögliche Anpassungsstrategien für Maklerunternehmen aufzuzeigen.

  • Rechtliche Grundlagen der Maklerprovision und des neuen Gesetzesentwurfs
  • Expertenperspektiven zur Markttransparenz und Rechtssicherheit
  • Finanzielle Auswirkungen und Verhaltensänderungen bei Käufern und Verkäufern
  • Digitalisierung als Chance zur Profilierung von Maklerdienstleistungen
  • Anpassungsbedarf in der Akquise- und Kommunikationsstrategie

Auszug aus dem Buch

3.4. Chancen für den Immobilienmakler

Das neue Gesetz löst einen noch stärkeren Leistungsdruck bei den Maklern aus. Provisionen werden vermutlich geringer ausfallen. Die professionellen Makler haben unter der Voraussetzung mehr Chancen als Risiken, wenn sie sich nicht nur an die neue Regelung anpassen, sondern diese auch aktiv mitgestalten. Eine Chance für die Makler wäre die Digitalisierung der Kundenerlebnisse, die den Kunden und den Makler verbinden sollen. Wenn die Makler ihre Arbeitsweise an die virtuellen Möglichkeiten anpassen, sorgt dieses für Verbindung zwischen den Maklermerkmalen und dem Kunden. In den Vordergrund rückt hier eine umfassende Begleitung vom ersten Interesse bis zum unterschriebenen Vertrag. Das kann man bequem mit automatisierten Prozessen über das Internet, das Smartphone oder dem Tablet erreichen. Hierzu zählen auch automatisch generierte Mails mit einem Exposé oder der Link zu einem virtuellen Rundgang. Das sorgt für Kundenbindung und erspart dem Makler auch noch Zeit.

Es ermöglicht dem Makler, sich von seinen Konkurrenten abzuheben. Durch Kundenzufriedenheit ergibt sich die Chance seinen Erfolg weiter auszubauen. Beim Immobilienkauf wollen sich potenzielle Interessenten im Vorfeld über die Immobilien und der Rahmendaten insbesondere der Immobilienpreise zusätzlich informieren. Der Service steht besonders im Fokus und das Fachwissen der Makler. Zu dem Service zählen die Bereitstellung von Daten und die uneingeschränkte Erreichbarkeit. Eine gute Zusammenarbeit zwischen dem Makler und dem Kunden beziehungsweise dem Interessenten ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, die auf Augenhöhe stattfinden sollte. Eine weitere Chance für die Makler ist, den Kunden einen Mehrwert durch Online-Tools zu bieten. Es gibt virtuelle Online-Tools, die den Eigentümer helfen sollen, den Preis für ihre Immobilie zu verstehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Maklerprovision und des neuen Gesetzes zur Verteilung der Maklerkosten ein, wobei die Zielsetzung der Arbeit präzisiert wird.

2. Darlegung des thematischen Kerns: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffsdefinitionen wie Immobilienmakler und Maklerprovision erläutert sowie der Gesetzesentwurf zur Verteilung der Maklerkosten detailliert vorgestellt.

3. Darstellung der gewonnenen Erkenntnisse: Dieser Hauptteil analysiert Expertenmeinungen, Umfrageergebnisse und statistische Prognosen zu den Chancen und Risiken für Makler sowie mögliche Folgen für den Hausverkauf.

4. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Veränderungen auf dem Immobilienmarkt zusammen und reflektiert die Relevanz der neuen Regelung für die Praxis am Beispiel eines Immobilienunternehmens.

Schlüsselwörter

Immobilienmakler, Maklerprovision, § 656d BGB, Gesetzesentwurf, Wohnimmobilien, Käuferschutz, Markttransparenz, Vertragsfreiheit, Provisionsteilung, Immobilienmarkt, Digitalisierung, Kundenbindung, Immobilienverkauf, Bestellerprinzip, Leistungsdruck

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert, welche Auswirkungen das neue Gesetz zur Verteilung der Maklerkosten (§ 656d Abs. 1 BGB) auf Immobilienmakler in Deutschland hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt rechtliche Definitionen, die Auswirkungen auf die Provisionshöhe, veränderte Arbeitsweisen von Maklern sowie die strategischen Herausforderungen durch das Bestellerprinzip.

Was ist das primäre Ziel dieser Untersuchung?

Das Ziel ist es, die spezifischen Chancen und Risiken für Immobilienmakler durch die neue gesetzliche Regelung herauszuarbeiten und zu prüfen, wie sich das Berufsfeld dadurch verändert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung von Experteninterviews, Branchenumfragen und statistischen Prognosen des Statistischen Bundesamtes.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Perspektiven von Immobilienexperten, Umfragen unter Maklerunternehmen sowie statistische Vorhersagen zu den Auswirkungen auf Verkäufer und Käufer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Immobilienmakler, Maklerprovision, § 656d BGB, Markttransparenz, Provisionsverhandlung und Digitalisierung der Dienstleistung.

Wie gehen Immobilienmakler laut Studie mit dem neuen Gesetz um?

Viele Makler fühlen sich laut der herangezogenen Umfragen zunächst unsicher und befürchten Schwierigkeiten bei der Anpassung ihrer Servicequalität und Kommunikation an die neue Rechtslage.

Welche konkrete Schlussfolgerung zieht die Autorin für die OstseeMakler GmbH?

Die Autorin stellt fest, dass für dieses spezifische Unternehmen keine Änderungen notwendig sind, da es bereits seit Jahren nach dem Bestellerprinzip arbeitet und somit vom neuen Gesetz nicht negativ betroffen ist.

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Details

Title
Auswirkung der neuen gesetzlichen Vereinbarung gemäß § 656d Abs. 1 BGB auf die Immobilienmakler
Subtitle
Ein Einblick in die neuen gesetzlichen Vereinbarungen hinsichtlich der Immobilienmakler
Grade
1,7
Author
Ann-Christin Franzen (Author)
Publication Year
2021
Pages
16
Catalog Number
V1159170
ISBN (PDF)
9783346563422
ISBN (Book)
9783346563439
Language
German
Tags
Immobilienmakler Provision §656 BGB
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ann-Christin Franzen (Author), 2021, Auswirkung der neuen gesetzlichen Vereinbarung gemäß § 656d Abs. 1 BGB auf die Immobilienmakler, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1159170
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