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Informelles Lernen in digitalen Dimensionen. Herausforderung beim Erwerb von Kompetenzen

Title: Informelles Lernen in digitalen Dimensionen. Herausforderung beim Erwerb von Kompetenzen

Term Paper , 2021 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Marc Reichpietsch (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, was mögliche Herausforderungen der Digitalisierung auf das informelle Lernen – als Teil lebenslangen Lernens – sind.

Gerade in einer Gesellschaft der fortschreitenden Digitalisierung und sozialen Beschleunigung nimmt die digitale Dimension einen wichtigen Anteil am lebenslangen Lernen ein. Gerstenmaier und Mandel beschreiben gerade das informelle Lernen von Erwachsenen als "aktivitätsorientiert und vorzugsweise selbstgesteuert; es orientiert sich an arbeitsplatznahen kognitiven, sozialen und materiellen Tools und verläuft im Wesentlichen situiert".

Dass dies auch in großen Teilen im informellen Rahmen stattfindet, stellt Conlon fest; dass nämlich gerade in der beruflichen Weiterbildung etwa 90% des Lernens informell stattfindet.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einführung: Herausforderungen des informellen Erwerbes von Kompetenzen in digitalen Dimensionen

2. Was ist Lernen?

2.1. Definition von Lernen

2.2. Formales Lernen

2.3. Nichtformales Lernen

2.4. Informelles Lernen und dessen Besonderheiten im Gegensatz zu formalem und nichtformalem Lernen

2.5. Geschichte informellen Lernens

3. Heutige Herausforderungen informellen Lernens in der digitalen Dimension

3.1. Herausforderung – Empirie

3.2. Herausforderung - Technologie

3.3. Herausforderung - Zertifizierung

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die komplexen Herausforderungen, die sich aus der zunehmenden Digitalisierung für das informelle Lernen von Erwachsenen ergeben, und analysiert die Schwierigkeiten bei deren empirischer Erfassung, technologischer Unterstützung und formalen Zertifizierung.

  • Abgrenzung von informellen, formalen und nichtformalen Lernformen
  • Historische Genese und bildungspolitische Bedeutung informellen Lernens
  • Empirische Messbarkeit informeller Lernprozesse im digitalen Zeitalter
  • Technologische Trends und Tools für das Lernen in digitalen Umgebungen
  • Problematik der Zertifizierung informell erworbener Kompetenzen

Auszug aus dem Buch

Informelles Lernen und dessen Besonderheiten im Gegensatz zu formalem und nichtformalem Lernen

Informelles Lernen findet im Gegensatz zu nichtformalem und formalem Lernen nicht in einem festgelegten Lernsetting statt. Es ist ein Lernprozess, der in vielen Bereiches des Lebens vorkommt: im Alltag, am Arbeitsplatz, in der Freizeit, sowie auch im Familienkreis. Informelles Lernen kennt kein Lehrer:in-Schüler:in-Verhältnis und hat keine festgelegten Lernziele. Das heißt, es findet weitestgehend unstrukturiert und unorganisiert statt. Die gewonnenen Erfahrungen und Kenntnisse sind mitunter vom Lernenden vorher auch nicht beabsichtigt worden, werden aber im Laufe des Lernprozesses als wertvoll angesehen und aktiv in neue Verhaltensweisen, Fertigkeiten und Kenntnisse umgesetzt. Oben genannte Definitionen ergeben ein Bild, dass diese Lernformen eindeutig voneinander abgrenzbar sind, sowohl aus der Lehrenden- als auch aus der Lernenden-Perspektive. Dieses wird auch als Domänenmodell bezeichnet (vgl. Kotinsky 2021).

Das Domänenmodell wirft allerdings einige Fragen auf, wenn man sich explizit bestimmte Lernsituationen ins Gedächtnis ruft. Es wäre folgendes Beispiel vorstellbar, bei dem informelles und nichtformales Lernen hinsichtlich oben genannter Definitionen nicht eindeutig zugeordnet werden können. Jemand kauft sich eine Sprachlern-App für seine mobilen Geräte, um eine Fremdsprache in einer bestimmten Stufe des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen zu lernen. Diese Person hat ein Lernziel und es gibt durch die Lern-App auch eine Struktur, letztlich kann diese Person aber dann Zeit, Ort und Dauer selbst wählen, so dass diese Form des Lernens sowohl nicht-formale als auch informelle Anteile hat. Insofern hat sich das sogenannte Kontinuummodel durchgesetzt (vgl. Rohs 2014, S. 34), in der die Übergänge hinsichtlich verschiedener Attribute des Lernens (hier: Intention, Unterstützung, Steuerung, Inhalt, Bewusstsein, Ergebnis) fließend verlaufen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Herausforderungen des informellen Erwerbes von Kompetenzen in digitalen Dimensionen: Einleitung in die Bedeutung des lebenslangen Lernens und die Relevanz informeller Prozesse in einer digitalisierten Gesellschaft.

2. Was ist Lernen?: Theoretische Fundierung der verschiedenen Lernformen und deren Abgrenzung durch Modelle wie das Domänen- und Kontinuummodell.

3. Heutige Herausforderungen informellen Lernens in der digitalen Dimension: Kritische Auseinandersetzung mit der empirischen Erfassbarkeit, dem technologischen Wandel und der Zertifizierungsproblematik.

4. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Ausblick auf die Notwendigkeit neuer Strukturen in der Erwachsenenbildung.

Schlüsselwörter

Informelles Lernen, Lebenslanges Lernen, Digitalisierung, Kompetenzerwerb, Erwachsenenbildung, Mediennutzung, Zertifizierung, Empirie, Kontinuummodell, Web 2.0, Social Learning, E-Learning, Bildungspolitik, Sozialisation, Lernkultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt das informelle Lernen von Erwachsenen und die spezifischen Herausforderungen, die durch die voranschreitende Digitalisierung für diesen Lernbereich entstehen.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?

Zentrale Themen sind die theoretische Abgrenzung von Lernformen, die historische Einordnung informellen Lernens sowie die empirischen, technologischen und zertifizierungsrelevanten Aspekte im digitalen Raum.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Schwierigkeiten und Herausforderungen bei der Integration und Anerkennung informeller Lernprozesse in der heutigen digital geprägten Gesellschaft herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine fundierte Literaturanalyse und greift auf existierende Studien sowie Modelle (wie das Kontinuummodell) zurück, um den Forschungsstand kritisch zu reflektieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Definition und historische Kontextualisierung der Lernformen sowie eine detaillierte Analyse der Herausforderungen in den Bereichen Empirie, Technologie und Zertifizierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie informelles Lernen, lebenslanges Lernen, Digitalisierung, Kompetenzzertifizierung und medienbasierte Bildungsprozesse charakterisiert.

Wie unterscheidet sich informelles Lernen von formalen Lernformen laut der Arbeit?

Im Gegensatz zu formalen Bildungsangeboten ist informelles Lernen weitestgehend unstrukturiert, nicht an institutionelle Vorgaben gebunden und geschieht häufig außerhalb vordefinierter Lernziele.

Warum stellt die Zertifizierung informell erworbenen Wissens eine Herausforderung dar?

Da informelles Lernen oft zufällig und außerhalb bewusster Lehr-Lern-Settings stattfindet, lassen sich gängige formale Zertifizierungsverfahren nur schwer auf diese informellen Prozesse anwenden.

Welche Rolle spielen Web 2.0-Anwendungen für das heutige informelle Lernen?

Web 2.0-Tools bieten eine unüberschaubare Vielfalt an informellen Lernmöglichkeiten, bergen jedoch Schwierigkeiten bei der Erfassung und der zielgerichteten Validierung der dabei erworbenen Kompetenzen.

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Details

Title
Informelles Lernen in digitalen Dimensionen. Herausforderung beim Erwerb von Kompetenzen
College
(International University of Applied Sciences)
Grade
1,7
Author
Marc Reichpietsch (Author)
Publication Year
2021
Pages
18
Catalog Number
V1159227
ISBN (PDF)
9783346558442
ISBN (Book)
9783346558459
Language
German
Tags
Lernen informelles Lernen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marc Reichpietsch (Author), 2021, Informelles Lernen in digitalen Dimensionen. Herausforderung beim Erwerb von Kompetenzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1159227
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