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Darstellung von Moos im Botanischen Garten und im Film. Ordnungen des Wissens

Title: Darstellung von Moos im Botanischen Garten und im Film. Ordnungen des Wissens

Term Paper , 2016 , 19 Pages , Grade: 1

Autor:in: Roxana Rotaru (Author)

Film Science
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit betrachtet den Botanischen Garten und den Film als gegensätzliche Zusammenstellung von Leben und Archiv. Betrachtet man die Institutionen Botanischer Garten, Botanisches Museum und Forschungslabor, so ergeben sich einige Differenzen der Anordnungen. Der Botanische Garten stellt die lebenden Pflanzen zur Schau nach einem systematischen Prinzip, eine Praktik, die einer archivischen Funktion entspricht. Das bringt den Botanischen Garten in die Nähe des Kinos. Beim Film ist diese Funktion in der feststehenden Aufzeichnung von Bild und Ton zu beobachten.

Der Schwerpunkt der Forschung liegt seit einiger Zeit auf den Schauanordnungen in Zoo und Kino. Aufgrund der gemeinsamen Entwicklung und Rolle in der Gesellschaft, von einer schmückende Funktion oder Repräsentationen der Macht in den höfischen Gesellschaften bis hin zu einer wissenschaftlichen Funktion ab dem 16. Jahrhundert, weisen beide, der Zoologische Garten und der Botanische Garten, Gemeinsamkeiten in der Erzeugung und Zur-Schaustellung der Pflanzen und Tiere auf.

Die Arbeit konzipiert sich aus zwei Teilen: aus einer empirischen Untersuchung der Schauanordnungen im Botanischen Garten Dahlem und des Films GATHERING MOOS (GB 1933) und aus einem theoretischen Teil, einer Analyse der Inszenierungspraktiken mit den daraus entstandenen Ergebnissen. Die Auswahl der Literatur lief unter mehreren Kriterien: Inszenierung und Gestaltung der Ausstellung, des Zoos oder des botanischen Gartens und des Films und ihrer Wirkungen, Archivierung sowie ihrer zeitlich-räumlichen Bedingungen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Darstellung und Sammlung im Spannungsfeld von Botanischen Garten und Film

1.1. Zur Schaustellung der Moose im Botanischen Garten

1.2. Moosbegegnungen im Film

1.3. Zwischen Darstellung und Sammlung

Fazit

Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die mediale Inszenierung und Schauanordnung von Moospflanzen im Botanischen Garten Dahlem und im Kulturfilm "GATHERING MOOS" (1933), um die Gemeinsamkeiten in den Praktiken des Sammelns, Bewahrens und der Wissensvermittlung zwischen diesen Institutionen und dem Filmmedium aufzuzeigen.

  • Vergleichende Analyse von Schauanordnungen in Botanischen Gärten und Film
  • Die Rolle des Films als wissenschaftlicher Apparat zur Sichtbarmachung von Natur
  • Transformation von Zeit, Raum und Objektivität in musealen und filmischen Kontexten
  • Techniken der Collage und Inszenierung zur Wissensvermittlung
  • Die archivische Funktion von Museum und Film im digitalen Wandel

Auszug aus dem Buch

Zur Schaustellung der Moose im Botanischen Garten

Der Botanische Garten ist Ort der Begegnung zwischen Menschen und Pflanzen, nicht zuletzt auch zwischen Menschen selbst. Die Besucherinnen oder Besucher werden in einen spezifischen räumlichen Kontext eingebunden. Die Architektur, die Ordnung im Raum, die Beziehungen von Objekten zueinander, zu Innen- sowie Außenräumen bestimmen die Bewegung, den Abstand, Stillstand, die Konzentration und Kommunikation zwischen Beteiligten inklusive Präsentation. Begehbare Ausstellungen, Bühnenbildern vergleichbar, werden dabei als Orte der sinnlichen Anschauung und Auseinandersetzung verstanden, als elementares Medium für Wahrnehmungen, Erfahrungen und Vermittlungen.

Die Ausstellung der Moospflanzen im Botanischer Garten in Berlin bringt durch die Auswahl der Exponate drei Institutionen zum Vorschein, die räumlich zwar koexistieren, aber sich unterschiedlicher Methoden bedienen: Den Botanischen Garten, das Museum und das Labor. Alle drei sind Orte der Wissensvermittlung, des Bewahrens, Sammelns und Forschens. Alle drei Institutionen erzeugen und zeigen eine gesonderte Ordnung des Pflanzenreichs. In den Garten ist die Natur gestalterisch präsentiert, auch wenn die Inszenierung einer systematischen Vorstellung von Pflanzen folgt. Das Museum stellt die Natur in eine künstliche Form aus und das Labor vollführt die wissenschaftlichen Experimente und Untersuchungen und liefert objektive Erkenntnisse der Natur.

Für alle drei Bereich stehen das Sammeln, Bewahren, Forschen und die Vermittlung im Mittelpunkt der Arbeit. Sie sind damit Datenspeicher, die Objekte und Informationen strukturiert konservieren, aufbereiten und für ein Publikum zugänglich machen. Das ausgestellte Objekt braucht Vermittlung und Übersetzung, mit anderen Worten, eine Rekontextualizierung, um verstanden und interpretiert werden zu können. Dafür bedienen sich der Botanische Garten und das Museum medialer Mittel wie Text, Fotografie, Zeichnung sowie der Gestaltungselemente von Inszenierung und Strukturierung.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, welche die gegensätzliche und doch ähnliche Zusammenstellung von Leben und Archiv in Botanischen Gärten und dem Film untersucht.

1. Darstellung und Sammlung im Spannungsfeld von Botanischen Garten und Film: Dieses Kapitel erörtert die theoretischen Gemeinsamkeiten der Medien als Dispositive zur Erzeugung von Wissen und Sichtbarkeit durch die Transformation von Raum und Zeit.

1.1. Zur Schaustellung der Moose im Botanischen Garten: Der Abschnitt analysiert die räumliche Inszenierung und die Vermittlungsmethoden von Moospflanzen in der musealen Praxis des Botanischen Gartens.

1.2. Moosbegegnungen im Film: Hier wird der Film "GATHERING MOOS" als Beispiel für die filmische Wissenschaftskommunikation und die Nutzung von Montagetechniken zur Dokumentation von Naturphänomenen untersucht.

1.3. Zwischen Darstellung und Sammlung: Dieser Teil fasst die mediale Funktion des Sammelns und Archivierens zusammen und vergleicht die ästhetische Dynamik des Lebendigen in Garten und Film.

Fazit: Das Fazit resümiert die Erkenntnisse über die Verbindung von Wissenschaft, Unterhaltung und Archivfunktion in den untersuchten Medien.

Bibliographie: Dieses Kapitel listet die für die Untersuchung herangezogene Literatur und Quellen auf.

Schlüsselwörter

Botanischer Garten, Film, Moospflanzen, Schauanordnungen, Archiv, Wissensvermittlung, GATHERING MOOS, Inszenierung, Musealisierung, Transformation, Sichtbarkeit, Montage, Kulturfilm, Naturdarstellung, Medienwissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die mediale Inszenierung von Moosen in Botanischen Gärten und im frühen Kulturfilm, um die Parallelen zwischen diesen Orten als Orte der Wissenssammlung und Archivierung aufzuzeigen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die visuelle Darstellung von Natur, die wissenschaftliche Archivierung in verschiedenen Medien sowie die Methoden der Inszenierung und Vermittlung von biologischem Wissen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Gemeinsamkeiten in den Darstellungspraktiken von Botanischen Gärten und Filmen aufzudecken, insbesondere wie beide Medien "Leben" konservieren und für ein Publikum aufbereiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer empirischen Untersuchung der Ausstellungsanordnungen im Botanischen Garten Dahlem sowie einer medientheoretischen Filmanalyse des Werks "GATHERING MOOS".

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Der Hauptteil analysiert, wie Museen und Botanische Gärten Pflanzen inszenieren (Collage-Technik, Beschriftung, Raumgestaltung) und wie der Film ähnliche Techniken nutzt, um biologische Prozesse wie Wachstum und Fortpflanzung sichtbar zu machen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind Wissensraum, Archiv, Inszenierungspraxis, mediale Dispositive, Transformation von Zeit und Raum sowie die Rekontextualisierung von Objekten.

Welche besondere Rolle spielt die "Collage" bei der Darstellung von Moosen?

Die Autorin hebt hervor, dass sowohl in der Vitrinengestaltung des Botanischen Museums als auch im Film "GATHERING MOOS" verschiedene visuelle Elemente (Modelle, Zeichnungen, Texte bzw. unterschiedliche Filmaufnahmen) kombiniert werden, um einen künstlichen, aber verständlichen Wissenszusammenhang zu erzeugen.

Warum wird im Kontext des Films von "Laboratisiert" und "Musealisiert" gesprochen?

Damit wird ausgedrückt, dass der Film das Lebendige aus seiner natürlichen Umgebung herauslöst und es durch technische Manipulation (Zeitraffer, Schnitt, Zoom) in einen kontrollierten, wissenschaftlich interpretierbaren Raum überführt, ähnlich wie dies eine Museumsvitrine mit Präparaten tut.

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Details

Title
Darstellung von Moos im Botanischen Garten und im Film. Ordnungen des Wissens
College
Free University of Berlin  (Seminar für Filmwissenschaft)
Course
Schau- und Wahrnehmungsanordnungen: Theorien und Positionen
Grade
1
Author
Roxana Rotaru (Author)
Publication Year
2016
Pages
19
Catalog Number
V1159284
ISBN (PDF)
9783346597144
ISBN (Book)
9783346597151
Language
German
Tags
darstellung moos botanischen garten film ordnungen wissens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Roxana Rotaru (Author), 2016, Darstellung von Moos im Botanischen Garten und im Film. Ordnungen des Wissens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1159284
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