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Männliche Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen. Zwischen Vorbild und Verdacht

Titel: Männliche Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen. Zwischen Vorbild und Verdacht

Hausarbeit , 2019 , 16 Seiten , Note: 0,0

Autor:in: Johanna Elvers (Autor:in)

Pädagogik - Kindergarten, Vorschule, frühkindl. Erziehung
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Sexuelle Gewalt ist ein Thema, das immer wieder in der Öffentlichkeit diskutiert wird. Grund dafür ist unter anderem das vermehrte Berichten der Medien über konkrete Fälle und die verstärkte empirische Forschung in diesem Feld.

Da ist es selbstverständlich, dass die Wissenschaft auch nicht vor dem Bereich der sexuellen Gewalt in der pädagogischen Arbeit haltmacht. Doch wie steht es hierbei um das konkrete pädagogische Arbeitsfeld der Kindertageseinrichtungen? Und wie kommt es dazu, dass insbesondere männliche Fachkräfte in Kitas oftmals unter einem generellen Verdacht der sexuellen Gewalt an Kindern stehen?

Diese Hausarbeit möchte sich mit genau diesen Fragestellungen beschäftigen und herausfinden, wie es zum Generalverdacht gegenüber männlichen Fachkräften kommt. Gleichzeitig beschäftigt sich die Hausarbeit mit der Frage nach der Notwenigkeit von Männern in der Kindertageseinrichtung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sexueller Missbrauch bzw. sexuelle Gewalt

2.1 Definition

2.2 Ort und Häufigkeit

2.3 Ursachen

3. Sexuelle Gewalt in Kindertageseinrichtungen

4. Männliche Fachkräfte in der Kindertageseinrichtung

4.1 Geschichtlicher Blick auf das Geschlechtersystem in Kitas

4.2 Generalverdacht gegen männliche Fachkräfte

4.2.1 Definition und Fakten

4.2.2 Folgen

4.3 Die Notwendigkeit von Männern in Kitas

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht die Spannungsfelder zwischen der professionellen Tätigkeit männlicher Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen und einem gesellschaftlich verbreiteten Generalverdacht hinsichtlich sexueller Gewalt. Ziel ist es, die Ursachen dieses Verdachts zu identifizieren, dessen Auswirkungen auf die pädagogische Praxis zu beleuchten und die pädagogische Notwendigkeit männlicher Fachkräfte in Kitas kritisch zu diskutieren.

  • Phänomenologie und Definitionen von sexueller Gewalt
  • Empirischer Forschungsstand zu Gewalt in Institutionen
  • Geschichtliche Entwicklung der Geschlechterrollen in der Kinderbetreuung
  • Analyse und Folgen des Generalverdachts gegenüber männlichen Erziehern
  • Bedeutung männlicher Fachkräfte für die kindliche Entwicklung und Elternarbeit

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Definition und Fakten

Wie bereits aufgeführt wird sexuelle Gewalt an Kindern im Allgemeinen in etwa 85 Prozent der Fälle durch Männer ausgeübt (vgl. Geschäftsstelle der Unabhängigen Beauftragten zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs 2011, S. 48). Ausgehend von diesen Fakten wird der Verdacht der sexuellen Gewalt unreflektiert auf alle Männer übertragen. Dieses Phänomen wird „Generalverdacht“ genannt und ist dabei unabhängig von irgendwelchen konkrete Verdachtssituationen (vgl. Fobian; Ulfers 2016, S. 87). In der heutigen Gesellschaft wird Männlichkeit oft als „verletzungsmächtig“ angesehen, während Weiblichkeit eher als „verletzungsoffen“ konstruiert wird (vgl. Rohrmann 2014, S. 75). „Aus dieser Perspektive ist der Generalverdacht auf Konstruktionen des männlichen Körpers als sexuell triebgesteuert und potentiell gefährlich zurückzuführen.“ (ebd., S. 75)

Im Kontext von Kindertageseinrichtungen bedeutet der Generalverdacht also, dass männlichen Fachkräften unterstellt wird ihren Beruf nur auszuüben, um ihre sexuellen Neigungen ausleben zu können. Andere Motive werden den männlichen Erziehern in dem eher weiblich etablierten Berufsfeld nicht zugetraut.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass männliche Fachkräfte in Kitas häufig unter einem Generalverdacht sexueller Gewalt stehen, und stellt die Forschungsfragen bezüglich dieses Verdachts und der Notwendigkeit von Männern in der Betreuung.

2. Sexueller Missbrauch bzw. sexuelle Gewalt: Es werden grundlegende Definitionen, Verbreitungsorte, Häufigkeiten und Ursachen von sexueller Gewalt erläutert, um den fachlichen Kontext zu definieren.

3. Sexuelle Gewalt in Kindertageseinrichtungen: Dieses Kapitel betrachtet die empirische Datenlage zu sexueller Gewalt in Kitas, kritisiert die Studienlage und verdeutlicht die Gefahr trotz vermeintlich geringer Fallzahlen.

4. Männliche Fachkräfte in der Kindertageseinrichtung: Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung der Geschlechterrollen, den Generalverdacht und dessen Auswirkungen sowie die Bedeutung von Männern in der pädagogischen Arbeit.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der unreflektierte Generalverdacht eine Barriere für männliche Fachkräfte darstellt und betont die Wichtigkeit eines sachlichen Umgangs mit dem Thema sowie der Notwendigkeit gemischter Teams.

Schlüsselwörter

Männliche Fachkräfte, Kindertageseinrichtung, Sexuelle Gewalt, Generalverdacht, Geschlechterrollen, Pädagogische Arbeit, Kinderbetreuung, Geschlechterstereotypen, Prävention, Jungen, Väterforschung, Teamkultur, Frühpädagogik, Erzieher, Kindeswohl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation männlicher Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen und dem damit verbundenen Spannungsfeld zwischen deren pädagogischem Beitrag und dem unreflektierten Generalverdacht der sexuellen Gewalt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Definition von sexueller Gewalt, die historische Entwicklung der Geschlechterrollen in der Kinderbetreuung, die Analyse des Generalverdachts und die Notwendigkeit von Männern in Kitas.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Entstehung des Generalverdachts gegen männliche Fachkräfte zu untersuchen und zu erörtern, ob und warum männliche Fachkräfte in Kitas trotz dieser Vorurteile notwendig sind.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Basis aktueller Forschungsergebnisse, Studien und theoretischer Diskurse eine Bestandsaufnahme des Themas vornimmt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Rückblick auf das Geschlechtersystem in Kitas, eine Analyse der Ursachen und Folgen des Generalverdachts sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Bedeutung von Männern in der pädagogischen Arbeit mit Kindern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Männliche Fachkräfte, Generalverdacht, Sexuelle Gewalt, Kindertageseinrichtung, Geschlechterrollen und Pädagogische Arbeit.

Wie wirkt sich der Generalverdacht konkret auf die tägliche Arbeit männlicher Erzieher aus?

Er führt dazu, dass Männer Strategien entwickeln, um körperlichen Kontakt mit Kindern zu vermeiden, um sich vor Verdächtigungen zu schützen, was die Beziehungsarbeit und das pädagogische Handeln einschränken kann.

Warum ist die Präsenz von Vätern und männlichen Erziehern in Kitas aus fachlicher Sicht sinnvoll?

Männliche Fachkräfte bieten Kindern, besonders Jungen, wichtige Vorbilder, unterstützen die Elternarbeit durch neue Perspektiven und machen Kitas zu einem Ort, der Vielfalt und Offenheit widerspiegelt.

Verfolgen Kitas mit männlichen Erziehern automatisch andere pädagogische Ansätze?

Nicht zwingend. Während oft männertypische Projekte assoziiert werden, ist das Ziel eher das Durchbrechen von Geschlechterstereotypen, sodass Männer und Frauen gleichermaßen alle Aufgaben im Kita-Alltag übernehmen.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Männliche Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen. Zwischen Vorbild und Verdacht
Hochschule
Universität Osnabrück
Note
0,0
Autor
Johanna Elvers (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
16
Katalognummer
V1159285
ISBN (PDF)
9783346557223
ISBN (Buch)
9783346557230
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kindertageseinrichtungen Männer Fachkräfte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johanna Elvers (Autor:in), 2019, Männliche Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen. Zwischen Vorbild und Verdacht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1159285
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Leseprobe aus  16  Seiten
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