Liebesvorstellungen in Erich Kästners Roman "Fabian. Die Geschichte eines Moralisten"

Die Großstadt als Schlachthaus des Herzens?


Hausarbeit, 2021

24 Seiten, Note: 1,7

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Historische Einbettung
2.1 Weimarer Republik
2.2 Berlin Ende der 20er Jahre

3 Die Neue Sachlichkeit
3.1 Neue Sachlichkeit bei Fabian
3.2 Die Liebe in der Neuen Sachlichkeit

4 Berlin in den Augen Fabians
4.1 Kontrast zur Heimat
4.2 Überlebensstrategien

5 Liebesvorstellungen bei Fabian
5.1 Korrumpierte Liebe
5.2 Emotionale Liebe
5.3 Familiäre Liebe
5.4 Liebe als Versorgungsverhältnis

6 Fazit

1 Einleitung

„Die Liebe ist ein Zeitvertreib. Man nimmt dazu den Unterleib.“1, singt eine betrunkene Frau in Kästners Fabian. Die Geschichte eines Moralisten und deutet damit an, wie die Liebe im Roman gelebt wird. Mit seinen Titelvorschlägen „Der Gang vor die Hunde“ oder „Das Schlachthaus des Herzens“ wollte Kästner auf die gesellschaftlichen sowie politischen Probleme aufmerksam machen und vor der Krise warnen. (vgl. F 6) Da seinem Verleger die Titel zu provokant waren, erscheint Kästners Roman Ende Oktober 1931 letztendlich unter dem Titel Fabian. Die Geschichte eines Moralisten.2 Mit der diesjährig erschienen Verfilmung der rekonstruierten Ausgabe Fabian oder der Gang vor die Hunde von Dominik Graf beweist der Roman, dass er auch 90 Jahre nach Erstveröffentlichung nicht an Relevanz eingebüßt hat. Graf erklärt, dass sich die Welt gerade in ähnlichem Muster hinsichtlich Politik, totalitären Führern und Krieg zeige und betont mit: „‘Die Welt ist aus den Fugen.‘“- Es gibt so viele Zitate aus Fabian, in denen von Dingen gesprochen wird, die man alle eins zu eins auf die Jetztzeit übertragen kann“, die Aktualität des Romans.3

In Kästners Text, den er selbst als Satire bezeichnet (vgl. F 6), durchlebt der Germanist Jakob Fabian inmitten des großstädtischen Fiebers persönliche Schicksalsschläge und gerät im Nachtleben Berlins an seine moralischen Grenzen.

Ziel dieser Arbeit ist es herauszuarbeiten wie die Bedingungen des Berlins der späten 20er sowie der Moralverfall der Figuren mit den Konzepten von Liebe in Fabian zusammenhängen. Dabei soll folgende Hypothese untersucht und belegt werden: Beeinflusst von Versachlichung und Großstadtleben weist das Verhalten Kästners Figuren Liebesvorstellungen auf, die den moralischen Verfall der Gesellschaft skizzieren und den Warencharakter der Liebe entblößen.

Damit der Raum und die Zeit, die die Handlung in Erich Kästners Fabian. Die Geschichte eines Moralisten rahmen, in Zusammenhang mit den verschiedenen Liebeskonzepten gebracht werden können, wird sich das folgende Kapitel 2 zunächst den wesentlichen politischen und gesellschaftlichen Merkmalen der Weimarer Republik sowie dem Berlin der späten 20er Jahre widmen. Anschließend dient Kapitel 3 dazu die Strömung der Neuen Sachlichkeit zu untersuchen, um ihren Einfluss auf das damalige Lieben zu verdeutlichen. Für einen klaren Bezug zur Großstadt wird in 4.1 Fabians Sicht und Erleben von Berlin geschildert. Dabei werden in starker Berücksichtigung der These besonders der Warencharakter der Liebe, die Moral und die fordernden Reize der Großstadt untersucht. Kapitel 4.2 soll im Kontrast dazu Fabians Wahrnehmung und Gefühle in seiner Heimat zeigen. Aufbauend auf 4.1 soll in 4.3 gezeigt werden, welche Strategien sich aus den Bedingungen der Großstadt ergeben und wie diese auf die Gefühlswelt und damit auf die Liebeskonzepte der Figuren wirken. Als Hauptkapitel werden in Kapitel 5 vier verschiedene Liebesvorstellungen in Fabian untersucht und dargestellt wie sich Moralverfall, Einfluss der Großstadt und der Warencharakter der Liebe offenbaren.

2 Historische Einbettung

2.1 Weimarer Republik

Die Weimarer Republik als erste parlamentarische Demokratie in Deutschland lässt sich auf die Zeit von 1918 bis 1933 datieren. „Mit der Novemberrevolution 1918 wurde die konstitutionelle Monarchie durch die parlamentarische Demokratie abgelöst“, deren Bestehen 15 Jahre später mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Januar 1933 ein Ende nahm.4 In der Literatur wird diese Zeitspanne vermehrt mit dem Begriff der „Zwischenkriegszeit“ genannt5. Diese Wahrnehmung ist auch im Roman zu beobachten. Als Fabian von seinen Erinnerungen an das Warten auf die Einberufung während des ersten Weltkriegs berichtet, hält er bezüglich zur Gegenwart fest: „Und jetzt sitzen wir wieder im Wartesaal […] Wir leben provisorisch, die Krise nimmt kein Ende“ (F 68).

Neben den Nachwirkungen der Niederlage des ersten Weltkrieges und steigender Sorge vor einem weiteren Krieg, nehmen politische Unruhen und die Arbeitslosenrate zu.

Die politischen Unruhen der Weimarer Republik sind auch im Roman wiederholt zu erkennen. Nach einem Besuch im Gänsemarkt werden Fabian und Labude Zeugen einer Schießerei zwischen einem Nationalsozialisten und einem Kommunisten (vgl. F 69). Die gesellschaftlichen Spannungen verspürt Fabian auch in dem „wütendem Gebrüll“ der Arbeiterdemo, auf die er am Weddingplatz trifft (F 185). Durch den New Yorker Börsenkrach im Oktober 1929, der die Weltwirtschaftskrise auslöste, „kletterte die Arbeitslosenzahl [in Deutschland] innerhalb weniger Jahre von einer auf fünf Millionen“.6 Die Belastung durch Arbeitslosigkeit und finanzielle Not zeigt sich nicht nur an Fabians Kündigung selbst sondern ebenfalls an den Betroffenen, denen er bei den Arbeitsämtern begegnet (vgl. F 141).

Neben politischen und wirtschaftlichen Problemen sind auch die gesellschaftlichen Veränderungen innerhalb der Weimarer Republik zu erwähnen. Für diese Arbeit sind dabei besonders das Bild der Neuen Frau sowie die wachsende Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau von Relevanz, da diese Einfluss auf Liebesvorstellungen nehmen. Soden hält fest: „Es entwickelt sich der Typus der Neuen Frau, der besonders in den Städten den Lebensstil junger Frauen stark beeinflusst“.7 Neben „strukturellen Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt“ der Weimarer Republik, erklärt Peukert in Bezug auf die Erscheinung der „neuen Frau“, dass mit dieser „ein moderner, durch Selbstständigkeit und vor allem Selbstbewusstsein gekennzeichneter Typus von Weiblichkeit gemeint war“.8 Diese Merkmale sind auf die Frauen in Fabian übertragbar. Neben Leda, die selbstbestimmt eine Abtreibung vornehmen lässt (vgl. F 95), zeigt sich besonders Irene Moll, „die alle für Fabian negativen Seiten der modernen Frau verkörpert“ als selbstbewusste Geschäftsfrau, die sich nimmt, was sie möchte.9 Reich-Ranicki findet, dass die wachsende Gleichberechtigung auch in Fabian. Die Geschichte eines Moralisten zu beobachten ist. Hinsichtlich der Betreibung von Bordellen durch Frauen sowie der Auslebung ihrer sexuellen Neigungen fasst er zusammen: „Frauen sind Männern konsequent gleichgestellt und ihnen gleichberechtigt.“10 Darauf aufbauend erklärt Preece in Erich Kästner und die Moderne, dass sich das Verhalten der Figuren, unabhängig vom Geschlecht, danach richte, über wieviel Geld sie verfügen.11 Hinsichtlich des Warencharakters der Liebe lässt sich an dieser Stelle bereits erahnen, dass Figuren auch hinsichtlich ihres Liebeslebens Entscheidungen basierend auf Geld treffen werden. Welche Figuren in wie weit ihre Liebe für Geld verkaufen und den Warencharakter der Liebe offenbaren, wird in Kapitel 5 präziser erörtert. Nachdem nun genauer auf die gesellschaftlichen Veränderungen in der Weimarer Republik eingegangen wurde, bietet es sich an, einen möglichen Umgang mit der Nachkriegssituation darzustellen. Stegmann stellt dafür „den Hang zum Vergnügen […] als Reaktion auf die Wirrnisse des Krieges und die daran anschließende Inflationszeit“ vor.12 Wie das Berlin der späten 20er Jahre, auch in Kästners Roman, diese „Sucht nach Unterhaltung“13 füttert wird folgend erläutert.

2.2 Berlin Ende der 20er Jahre

Unabhängig vom großen Leiden, verursacht durch Kriegsfolgen und Hyperinflation 1923 entwickelt sich Berlin „zum kulturellen Zentrum des deutschen Reichs, zum Sinnbild der modernen Großstadt und zu einer weltweit bedeutenden Metropole“.14 Durch die Gebietsreform 1920 und der Zusammenlegung zu Groß-Berlin wächst die deutsche Hauptstadt über Nacht enorm und zeigt „nach der Überwindung der schwierigen Jahre bis 1923“ einen Aufschwung zum „Ort der kulturellen und geistigen Erfahrung“.15

Die Vielfalt, die den Terminus der „Goldenen Zwanziger prägt“, blüht besonders in der Großstadt Berlin auf16 und bietet seinen BewohnerInnen genau jene Unterhaltung, nach der sie sich sehnen. Im Verlauf des Romans wird das große Unterhaltungsangebot Berlins deutlich. So ist Fabian neben dem „Kabarett der Anonymen“ (F 76), dem Klublokal „Cousine […], in dem vorwiegend Frauen verkehrten“ (F 105) ebenso zu Besuch im „Gänsemarsch“ (F 56) und einem „Bierlokal, dicht vor der Eisenbahnunterführung von Halensee“ (F 223).

Eine Frau die unbemerkt mehrere Männer gleichzeitig bezirzt (vgl. F 25), die Aufforderung des Tanzmeisters „man möge sich auf die Damen stürzen“ (F 56), Frauen, die sich leicht bekleidet verführerisch geben, während „[d]ie Männer standen wie auf dem Viehmarkt“ (F 61) – Fabian wird Zeuge vieler Momente, in denen sich das Ausleben sexueller Wünsche und moderner Liebesvorstellungen in den Unterhaltungslokalen Berlins zeigt. Durch Straßenbahnen sind all jene Lokalitäten schnell erreichbar und „eine rasche Konsumierbarkeit der Stadt [ist] innerhalb kürzester Zeit möglich“.17

Der Konsum scheint sich nicht nur auf die Stadt zu begrenzen, sondern lässt sich im Berlin des Romans auch auf Menschen und Liebe ausweiten. Vermehrt werden körperliche Dienstleistungen in Anspruch genommen (vgl. F 63, 104, 111, 258) und „Konsumkosten“ (F 13) wünschen beglichen zu werden. Frau Hohlfelder findet: „Die Sitten haben sich geändert“ (F 51); Fladischer bestätigt dies und schreibt: „In Fabian präsentiert sich ein Berlin, das, ausgelöst durch die sexuelle Freizügigkeit und die allgegenwärtige Not in allen Lebensbereichen, skurrile Auswüchse aufzeigt.18 In Rückbezug auf 2.1 ist also festzustellen, dass jene Sucht nach Unterhaltung durch Krisenverhältnisse bestärkt wird und im vielfältigen Berlin der 20er Jahre Befriedigung findet. Labude Senior steht offen zu seinem Verlangen sich zu amüsieren und erkennt: „Ich bin ein vergnügungssüchtiger älterer Herr, der in das Leben verliebt ist“ (F 219). Bei anderen Figuren des Romans lässt sich dieser der Wunsch nach Ablenkung und die Flucht in öffentliche Räume ebenfalls beobachten (vgl. F 24, 74, 86). Den Drang Unterhaltungsangebote wahrzunehmen erklärt Fladischer wie folgt: „Die Unterkünfte der Figuren bieten in den wenigsten Fällen Rückzugs- und Erholungsmöglichkeiten. Viel eher verstärken die kargen Einrichtungen den Drang der Figuren, öffentliche Orte, wie etwa diverse Vergnügungsstätten, aufzusuchen.“19 Dies ist auf die Figuren in Fabian übertragbar, an mehreren Stellen des Romans wird durch „Das Zimmer ist mir noch so fremd“ (F 113), „Eine fürchterliche Bude“ (F 115), „in dem fremden, hässlichen Zimmer“ (F 151) und „der bloße Gedanke an sein eigenes Zimmer […] trieb ihn […] zu der Frau, die er nicht wiedersehen wollte“ (F 202) die Vermeidung der eigenen Wohnung ersichtlich. Es ist deutlich zu erkennen, dass die Figuren in Kästners Roman ihr Zuhause eher umgehen und Wohlbefinden vermehrt in öffentlichen Orten oder belanglosen Bekanntschaften zu suchen scheinen. Auf letzteres Verhalten und die damit einhergehenden Liebeskonzepte wird in Kapitel 5 genauer eingegangen. Als Abschluss zur Präsentation des 20er Jahre Berlins ist festzuhalten, dass der Wunsch nach Vergnügung (bedingt durch Krisenbedingungen der Weimarer Republik) durch Wohnsituationen der Figuren gefüttert und durch das vielfältige Unterhaltungsangebot der Großstadt schlussendlich erfüllt wird.

[...]


1 Erich Kästner: Fabian. Die Geschichte eines Moralisten. 6. Aufl. Zürich: Atrium 2017, S.63. Im Folgenden zitiert mit der vorangestellten Sigle ‚F‘ und Seitenzahl.

2 Vgl. Alexandra Gaida-Steingaß: Vom Buch zum Film: Erich Kästners Fabian - Die Geschichte eines Moralisten. 1. Aufl. o.O.: Accepta Kommunikation 2014, S. 41.

3 Schnelle, Josef: Die Welt aus den Fugen – Dominik Graf. https://www.filmdienst.de/artikel/49378/interview-dominik-graf-zu-fabian-oder-der-gang-vor-die-hunde (11. September 2021)

4 o.A.: Weimarer Republik (1918-1933). https://www.bundestag.de/parlament/geschichte/parlamentarismus/weimar (8. September 2021).

5 Thomas Meyer: Die Weimarer Republik. In: Merkur. Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken 788 (2015), S.60.

6 Tulle Fock: Erich Kästner und sein Berlin-Roman FabianDie Geschichte eines Moralisten im literarischen Kontext der Zwischenkriegszeit. Stockholm 2008, S. 30.

7 Kristine Soden: Die Sexualberatungsstellen der Weimarer Republik. In Daniel Wagenhofer: Kollektive Erfahrungen und Lebensentwürfe in Erich Kästners Fabian. Diss. masch. Wien 2012, S. 55.

8 Detlev J.K. Peukert: Die Weimarer Republik. Krisenjahre der klassischen Moderne. In: Kirsten Heinsohn: „Grundsätzlich“ gleichberechtigt. Die Weimarer Republik in frauenhistorischer Perspektive. https://www.bpb.de/apuz/268362/grundsaetzlich-gleichberechtigt-die-weimarer-republik-in-frauenhistorischer-perspektive (7. September 2021).

9 Wagenhofer: Kollektive Erfahrungen und Lebensentwürfe in Erich Kästners Fabian, S. 59.

10 Marcel Reich-Ranicki: Der Dichter der kleinen Freiheit. In: Silke Becker u. Sven Hanuschek (Hrsg.): Erich Kästner und die Moderne. Marburg: Tectum 2016 (=Erich Kästner Studien 5), S. 129.

11 Vgl. Becker u. Hanuschek: Erich Kästner und die Moderne, S. 129.

12 Dirk Stegmann: Angestelltenkultur in der Weimarer Republik. In: Konstanze Fladischer: Berlin und Wien in ausgewählten Romanen der Zwischenkriegszeit. Wien 2010, S. 70.

13 Fladischer: Berlin und Wien in ausgewählten Romanen der Zwischenkriegszeit, S. 91.

14 Wagenhofer: Kollektive Erfahrungen und Lebensentwürfe in Erich Kästners Fabian., S. 34.

15 Ebd.

16 Zeljko Uvanović u. Danijela Čančar: Gesellschaftskritik und Satire in Erich Kästners Roman Fabian. Die Geschichte eines Moralisten. In: Riječ Journal of studies in language and literature 7 (2012), S.212.

17 Konstanze Fladischer: Berlin und Wien in ausgewählten Romanen der Zwischenkriegszeit. Wien 2010, S. 90.

18 Vgl. ebd., S. 73.

19 Ebd., S.91.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Liebesvorstellungen in Erich Kästners Roman "Fabian. Die Geschichte eines Moralisten"
Untertitel
Die Großstadt als Schlachthaus des Herzens?
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Note
1,7
Jahr
2021
Seiten
24
Katalognummer
V1159585
ISBN (Buch)
9783346556516
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Großstadt, Erich Kästner, Fabian - Die Geschichte eines Moralisten, Liebesvorstellungen, Die Neue Sachlichkeit, Weimarer Republik, Berlin in den 20er, Überlebensstrategien, Korrumpierte Liebe
Arbeit zitieren
Anonym, 2021, Liebesvorstellungen in Erich Kästners Roman "Fabian. Die Geschichte eines Moralisten", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1159585

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Liebesvorstellungen in Erich Kästners Roman "Fabian. Die Geschichte eines Moralisten"



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden