Moralisches Handeln trotz Dehumanisierung. Eliezers Integrität in Elie Wiesels "Die Nacht"


Hausarbeit, 2021

23 Seiten, Note: 1,7

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definitionen

3 Dehumanisierung in Die Nacht

4 Eliezers Integrität

5 Literatur als Umgang mit Dehumanisierung

6 Fazit

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

„Vor genau 76 Jahren, am 27. Januar 1945, wurde das Konzentrationslager Ausschwitz-Birkenau befreit. Es ist und bleibt unfassbar, was an diesem und an vielen anderen Orten des Grauens während des Nationalsozialismus geschah“, verkündet Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktags am 27. Januar dieses Jahrs und akzentuiert die „immerwährende Verantwortung“ des Gedenkens und Erinnerns. Den Überlebenden, die aus dieser Zeit berichten, spricht sie besonderen Dank aus und betont die Relevanz jener Literatur, auf die seit den 1980ern vermehrt unter den Begriffen der ‚Holocaust- und Lagerliteratur‘ verwiesen wird.[1] Merkel erklärt: „[a]ls Zeitzeugen vermitteln sie [die Überlebenden] die Verletzlichkeit der menschlichen Würde und der Werte, die einem friedlichen Zusammenleben zugrunde liegen“[2] und schließt damit Texte wie Die Nacht Erinnerung und Zeugnis von Elie Wiesel ein. Wiesel selbst war zu Lebzeiten „Professor for Humanities“ an der Universität in Boston[3], bekam 1986 den Friedensnobelpreis für seinen Einsatz gegen Gewalt und Rassismus[4] und wurde im Zuge dessen von Egil Aarvik als „spokesman for […] unlimited humanity“ bezeichnet.[5] In seiner Gedenkrede anlässlich des Holocaust-Gedenktages im Jahr 2000 teilt Wiesel eigene Ideen hinsichtlich Menschlichkeit und äußert: „Wo endet Menschlichkeit? Gibt es eine Grenze, jenseits der Menschlichkeit ihren Namen nicht mehr verdient?“[6] Die Verwundbarkeit von Menschlichkeit, ihre Grenzen und die Abgründe menschlichen Handelns lassen sich auch anhand Wiesels autobiographischen Roman Die Nacht Erinnerung und Zeugnis untersuchen, der ursprünglich in Jiddischer Sprache verfasst, 1958 als La Nuit in Frankreich erschien und 1962 ins Deutsche übersetzt wurde. Mithilfe des personalen Erzählers Eliezer vermittelt Die Nacht die Deportation, Lageraufenthalte und das Überleben Eliezers sowie das Sterben seines Vaters Schlomo. Im Verlauf der Erzählung nimmt Eliezer dabei wiederholt Bezug auf Themen wie Menschlichkeit und Moral, wenn er das Verhalten anderer oder sein eigenes bewertet und kommentiert. Diese Arbeit hat das Ziel, das Ausmaß der Dehumanisierung in Die Nacht darzulegen und ihren Einfluss auf das Selbstbild und die Integrität Eliezers zu analysieren. Folgende Hypothese soll dabei untersucht und belegt werden: Eliezers Verhalten gegenüber seinem Vater dient als Beleg dafür, dass er trotz der Dehumanisierung, die er im Lager erfährt, in seinem Handeln seinen Überzeugungen treu bleibt und somit Integrität beweist.

Um diese Hypothese am Ende zu belegen, werden im folgenden Kapitel 2 zunächst die Begriffe Dehumanisierung und Integrität definiert. Anschließend dient Kapitel 3 dazu, die Dehumanisierung der Häftlinge im Lager zu untersuchen; dabei wird neben der Darlegung menschenunwürdiger Bedingungen in 3.2 außerdem auf die Entmenschlichung mittels Sprache eingegangen. In Kapitel 4.1 findet zunächst eine Analyse Platz, die Eliezers Überzeugungen und Werte herausarbeitet. Daran anschließend wird in 4.2 untersucht, inwieweit Eliezer den Folgen von Dehumanisierung und Lagererfahrung trotzen kann, weiter nach seinen Werten handelt und damit Integrität beweist. Bevor in Kapitel 6 das Fazit diese Arbeit abschließt, dient Kapitel 5 als kurzer Exkurs zum Beitrag von Literatur im Umgang mit Dehumanisierung.

2 Definitionen

2.1 Dehumanisierung

Die Beschreibungen des Begriffs ‚dehumanize‘ nahmen laut des Oxford English Dictionarys ihren Anfang im frühen 19. Jahrhundert.[7] In Paradoxes of Dehumanization hält Smith fest, dass dem Begriff seitdem immer mehr Bedeutungen zugetragen wurden, darunter unter anderem „subjecting others to indignities;[…] oder „verbally likening others to nonhuman animals or inanmiate objects“.[8] Er selbst zählt zu Dehumanisierung andere als nicht-menschliche Tiere zu benennen, sie zu demütigen, ihnen für Menschen distinktive Eigenschaften abzusprechen oder sie derartig zu behandeln, dass diese Eigenschaften verschwinden.[9] Nick Haslam differenziert den Begriff ‚Dehumanisierung‘ noch weiter und spricht von zwei Formen der Dehumanisierung. Im Zuge der animalistischen Dehumanisierung werden Menschen als unkultiviert, triebgeleitet, grob und somit tierähnliche wahrgenommen und behandelt.[10] Die mechanistische Dehumanisierung dagegen zeichne sich durch das Verneinen von Charakteristika der „Human Nature“ aus, zu welcher unter anderem emotionale Empfänglichkeit und zwischenmenschliche Wärme zählen.[11]

2.2 Integrität

Der Begriff ‚Integrität‘ geht auf das lateinische Wort ‚integrita‘ zurück und bedeutet übersetzt Ganzheitlichkeit.[12] Der Duden ordnet dem Begriff darüber hinaus die Bedeutungen „Makellosigkeit“, „Unbescholtenheit“ und „Unbestechlichkeit“ zu.[13] Wenn man Integrität in Bezug auf Verhalten definiert, zeigen sich noch weitere Facetten des Begriffs. So beschreibt das English Oxford Dictionary of Philosophy ‚integrity‘ als Ganzheit oder Harmonie des Selbsts, die mit „ a proper conception of oneself as someone whose life would lose its unity, or be violated by doing various things” assoziiert wird.[14]

3 Dehumanisierung in Die Nacht

„Der Untermensch […] geistig, seelisch […] tiefer stehend als jedes Tier. Im Innern dieses Wesens ein grausames Chaos […]: namensloser Zerstörungswille, primitivste Begierde, unverhüllteste Gemeinheit“, so Aussagen der Schrift Der Untermensch des SS Hauptamtes.[15] Die organisierte Dehumanisierung von Opfern erklärt Kelman als „notwendige Bedingung genozidaler Massaker“ und argumentiert, dass sich die Dehumanisierung, wie sie sich in Aussagen der SS zeige, durch Behandlung der Opfer auf „unmenschliche Weise“ bis zur Tötung so weit zuspitze, dass diese von TäterInnen „kaum noch als Verletzung des Tötungstabus wahrgenommen“ werde.[16] Dass die, für Dehumanisierung charakteristische Verneinung der moralischen Rechte und Individualität[17] der Opfer auch in Die Nacht eine vehemente Rolle spielt, Teil der organisierten Dehumanisierung ist und Einfluss auf das Selbstbild Eliezers nimmt, zeigt sich an diversen Stellen, die im Folgenden beleuchtet werden.

3.1 Menschenunwürdige Bedingungen

„In wenigen Sekunden hatten wir aufgehört, Menschen zu sein. […] Ich blickte mich nach meinem Vater um. Wie verändert er aussah!“, äußert Eliezer nach seiner Ankunft in Auschwitz (N 59). Bereits zu Beginn seiner Zeit im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz reflektiert der Protagonist den Einfluss der äußeren Umstände auf seine Selbstwahrnehmung und vermerkt an dieser Stelle sein schwindendes Menschsein. Neben der Würde, die, wie das Grundgesetz festhält, eines jeden Menschen unantastbar ist, gehören auch Subjektivität und Identität zum Mensch sein. Kelman argumentiert, dass das Verneinen einer individuellen Identität Teil von Dehumanisierung sein kann und dass das Absprechen solcher Merkmale von Menschlichkeit zur Deindividualisierung der Betroffenen führe.[18]

Bei der Dehumanisierung in Die Nacht ist zu beobachten, dass der Abbau der individuellen Identität und Subjektivität der Opfer von Beginn an eine Rolle spielt. Die Verpflichtung zum Tragen des Judensterns, die noch im Heimatdorf Sighet verkündet wird (N 27), zeigt sich als Vorbote jener willkürlichen Einschränkungen der Selbstbestimmung, die Eliezer im Verlauf der Erzählung erwarten. Das Verbot von Wertsachenbesitz (N 27) wird nach der Einteilung in Ghettos (N 27) und der Verkündung der Deportation (N 30) weiter ausgedehnt. Bei der Versammlung für die Deportation nimmt auch Eliezer den Raub um Individualismus wahr und erkennt die Angleichung der Individuen, als er unter den anderen Abfahrenden auch einen Rabbiner entdeckt (N 35). Nachdem angekommen im Lager jeder sämtliche Kleidung abgeben muss und kahl rasiert wird, hält Eliezer fest: „Für uns war es die wahre Gleichheit: die der Nacktheit“ (N 57). Neben dem Verlust von Heimat und Familie, dem Recht auf Selbstbestimmung und Besitz, unterstreicht das einheitliche Einkleiden der Häftlinge und ihre Benennung nach Nummern den Raub von Identität und Individualismus zusätzlich (N57). Passagen wie: „Ich bekam die Nummer A-7713 und hatte damit keinen Namen mehr“ (N 66) und „A-7713? Hier“ (N 77) verdeutlichen dies. Vermehrt bezieht sich auch Eliezer auf die Veränderungen seines Glaubens und lässt an vielen Stellen klar werden, dass seine Beziehung zu Gott, die besonders zu Beginn der Erzählung einen großen Teil seiner Identität ausgemacht hat, sich verändert. So äußert er zum Beispiel: „Nie werde ich die Flammen vergessen, die meinen Glauben für immer verzehrten“ (N 56) oder etwas später im Buch: „Wo ist die göttliche Barmherzigkeit? […] Wie kann ich, wie kann man an diesen Gott der Barmherzigkeit glauben“ (N 107) und lässt seine Zweifel deutlich werden. Donum Theo verdeutlicht den Zusammenhang von Eliezers Erfahren von Gewalt und seinem Glauben und erklärt: „Eliezer recognizes that God does not prevent such inhumanity“.[19] Der Wandel von Eliezers Einstellung zu Gott bietet noch reichlich mehr Analysepotential. Jenes soll an dieser Stelle jedoch nicht vertiefend thematisiert werden, da es sich dabei um einen anderen Analysefokus handelt. Im Verlauf der Erzählung nimmt Eliezer vermehrt auf die Veränderung seines Selbstbilds Bezug und lässt den Einfluss der ihn im Lager umgebenden Bedingungen, besonders den der Gewalt, weiter deutlich werden. Dass die Gewalt und das menschenunwürdige Behandeln von Opfern ein Merkmal oder eine Ursache von Dehumanisierung sein kann, wurde bereits in Kapitel 2 dargelegt und wird auch durch Smith’s Argumentation hinsichtlich der Zusammenhänge von Dehumanisierung und Gewalt unterstützt. So schreibt er: „There is nothing novel in the assertion that dehumanization is a psychological lubricant for the machinery of violence“[20] und lenkt damit Aufmerksamkeit auf die Ursachen von Dehumanisierung, auf die auch Haslam Bezug nimmt. Dieser betont, dass Dehumanisierung von vielen TheoretikerInnen als Voraussetzung oder Folge von Gewalt untersucht wird und argumentiert, dass die Dehumanisierung von ihren Opfern den TäterInnen dabei helfen würde, sich von Moral und Schuldgefühlen zu befreien oder Gewalt zu rechtfertigen.[21] Ähnliche Züge der organisierten Dehumanisierung mittels Gewalt zeigen sich auch an diversen Stellen von Die Nacht. Innerhalb der Erzählung begleitet das Miterleben aber auch das eigene Erfahren von Gewalt Eliezer bereits ab dem Zeitpunkt seiner Abreise aus Sighet. Stellen wie „Die ungarischen Gendarme schlugen mit Gewehrkolben und Gummiknüppeln wahllos auf die Ghettobewohner ein“ (N 34) und „Hinter mir brach ein Greis zusammen. Neben ihm steckte ein SS-Mann seine Pistole wieder ein“ (N 50) illustrieren dies. „Wie ein wildes Tier warf er sich auf mich und schlug mich […], stieß mich […], riß mich […] bis ich blutüberströmt dastand“ (N 79) oder „Mehr als eine halbe Stunde hing er so und kämpfte vor unseren Augen zwischen Leben und Sterben seinen Todeskampf“ (N 93) verdeutlichen, dass das durch Dehumanisierung erleichterte Anwenden von Gewalt auch während des Lageraufenthalts zunimmt. Gewaltvolles Vorgehen beschränkt sich allerdings nicht nur auf das Verhalten seitens der SS-Männer zu den Häftlingen, sondern zeigt sich bereits während der Deportation auch innerhalb der Gruppe der Häftlinge, als diese gewaltvoll gegen die schreiende Frau Schächter vorgehen (N 46f.). Wie Eliezer dieses Verhalten bewertet, wie er seine eigenen Werte definiert und wie er sich letztendlich selbst verhält, wird an späterer Stelle dieser Arbeit, in Kapitel 4, ausführlicher beleuchtet. Die Dehumanisierung in Die Nacht zeigt sich nicht nur in Form der Verneinung der Identität der Häftlinge und deren gewaltvoller Behandlung, sondern in weiteren Facetten, wie zum Beispiel menschenunwürdigen Lebensbedingungen. So argumentiert auch Smith, dass „treating them [others] merely as means” oder eine menschenunwürdige Behandlung, die zum Verschwinden typisch menschlicher Eigenschaften führe, Teil von Dehumanisierung sein kann.[22] Das bewusste Ignorieren menschlicher Bedürfnisse in Die Nacht geht von der Deportation in „Viehwägen“ (N 42), Leiden durch Hunger und Durst (N 43) über „Einer nach dem anderen kauerten wir uns in den Kot“ (N61) soweit, dass Eliezer während des Todesmarsch selber erkennt: „Wir hatten alles vergessen, den Tod, die Müdigkeit, die natürlichen Bedürfnisse“ (N 120). Anhand dieses Zitats lässt sich bereits eine Verbindung zum Vergleich eigener Wesenszüge mit Maschinen ziehen, den Eliezer gegen Ende des Buchs vornimmt und auf den im folgenden Kapitel genauer eingegangen wird. Nachdem nun die Dehumanisierung mittels menschenunwürdiger und gewaltvoller Behandlung untersucht wurde, wird im folgenden Kapitel die verbale Dehumanisierung in Die Nacht präziser beleuchtet.

3.2 Dehumanisierung mittels Sprache

In Paradoxes of Dehumanization hält Smith fest, dass der Begriff ‘Dehumanisierung’ nicht nur bedeutet die Betroffenen zu demütigen oder menschenunwürdig zu behandeln, sondern auch „verbally likening others to nonhuman animals or inanmiate objects“ beinhalten kann.[23] Er selbst zählt auch das Absprechen von, für Menschen distinktiven Merkmalen, oder einen Umgang, der zum Verschwinden derartiger Eigenschaften führt, zu Dehumanisierung. Die Entmenschlichung im Lager durch Sprache thematisiert auch Jani Liljeqvist und erklärt, dass die Sprache in den Konzentrationslagern „dazu [diente] die Menschen zu beleidigen, zu erniedrigen und zu entmenschlichen“.[24] Wesolowska betont noch einmal die wichtige Rolle von Sprache bei Dehumanisierung und führt fort, dass die Realisierung der organisierten Dehumanisierung in den KZs aus „Erniedrigung und Entziehung der Menschenwürde, und der Herabstufung unter das Tier“ bestand und vor allem auch durch den „intensiven Einsatz der Sprache“ vollzogen wurde.[25] Dass die „Vertierung der Häftlinge“[26] bereits mit dem Transport im Viehwagon beginnt und auch auf den unmenschlichen Lebensbedingungen im Lager basiert, wurde bereits in 3.1 dargelegt. Bei der Dehumanisierung durch Sprache in Die Nacht ist festzuhalten, dass diese besonders von Drohungen und Gleichstellung mit Tieren durchzogen ist. Hinsichtlich der Verwendung von Tiernamen zur Benennung oder zum Verweisen auf andere ist auffällig, dass nicht nur Eliezer und die anderen Häftlinge von den SS-Männern wie Tiere benannt werden (N 44, 86), sondern auch Eliezer selbst im Verlauf der Erzählung auf Tiere referiert, wenn er das Verhalten von Wächtern oder anderen Häftlingen kommentiert (N 87, 136, 79). Einen besonderen Aspekt stellen dabei seine Vergleiche mit Tieren und Maschinen dar, wenn er von sich und seinem Vater spricht (N 120). In Bezug auf die Kommunikation mit SS-Männern fällt auf, dass die Häftlinge weder wie Menschen behandelt (siehe 3.1) noch wie jene benannt werden. Sie werden auf Zahlen reduziert, mit ihrer Zahl oder Tiernamen angesprochen oder mit letzteren verglichen. Auch Lustig schreibt: „Mensch?! In Birkenau-Auschwitz war dieses Wort unbekannt. Nie wurde es ausgesprochen. Nie wurde es in einem Konzentrationslager ausgesprochen. Es wurde mit dem Wort ‚Hund‘ ersetzt.“[27] Stellen wie „Wenn einer fehlt, werdet ihr alle wie Hunde niedergeknallt“ (N 44), „Hör zu, Schweinehund!“ (N 86) oder „Rascher, Kanaillen, räudige Hunde!“ (N 117) verdeutlichen, dass auch in Die Nacht der Begriff ‚Hund‘ eine „besondere Rolle“ spielt.[28] Darüber hinaus stellt „Damit sie wissen, daß hier Menschen gewohnt haben und keine Schweine“ (N 116) eine weitere wesentliche Passage dar, die die Dehumanisierung mittels Sprache im autobiografischen Roman verdeutlicht.

[...]


1 o.A.: Holocaust- und Lagerliteratur. Zur Definition des Gegenstandes. https://www.holocaustliteratur.de/deutsch/Holocaustliteratur/ (15. März 2021).

2 Bundesregierung: Videogrußwort der Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland […] zum Internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar 2021. https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/videogrusswort-der-bundeskanzlerin-der-bundesrepublik-deutschland-dr-angela-merkel-anlaesslich-der-gemeinsamen-veranstaltung-der-internationalen-allianz-zum-holocaust-gedenken-ihra-der-vn-und-der-unesco-zum-internationalen-holocaust-gedenktag-am-27-januar-2021-1845960 (15. März 2021).

3 Elie Wiesel: Die Nacht. Erinnerung und Zeugnis. Aus dem Französischen übersetzt und mit einem Vorwort versehen von Martin Walser. 3. Aufl. Freiburg: Herder 1996, S.2. Im Folgenden zitiert mit der vorangestellten Sigle ‚N‘ und Seitenzahl in Klammern direkt im Fließtext.

4 Vgl. o.A.: Elie Wiesel. https://www.zeit.de/thema/elie-wiesel?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F (15. März 2021).

5 Egil Aarvik: Award ceremony speech. https://www.nobelprize.org/prizes/peace/1986/ceremony-speech/ (16.3.2021).

6 o.A.: Rede von Elie Wiesel (27.01.2000) in deutscher Übersetzung. https://www.bundestag.de/parlament/geschichte/gastredner/wiesel/rede_deutsch-247424 (15.03.2021).

7 Vgl. Oxford Dictionary zitiert nach David Livingstone Smith: Paradoxes of Dehumanization. In: Florida State University Department of Philosophy (Hrsg.): Social Theory and Practice. Special Issue: Dominating Speech. Florida: o.V. 2016 (= 42), S. 418.

8 Ebd., S.418.

9 Vgl. ebd., S. 419.

10 Vgl. Nick Haslam: Dehumanization. An Integrative Review. In: Personality and Social Psychology Review 3 (2006), S. 257.

11 Vgl. Ebd., S.257.

12 Vgl. Nicholas H. Steneck: Fostering Integrity in Research: Definitions, Current Knowledge, and Future Directions. In: Science and Engineering Ethics 12 (2006), S. 55.

13 o. A.: Integrität. https://www.duden.de/rechtschreibung/Integritaet (24. Februar 2021).

14 Oxford University Press (Hrsg.): The Oxford Dictionary of Philosophy. 2. Aufl. Oxford: Oxford University Press 2016, S. 188.

15 SS-Hauptamt (Hrsg.): Der Untermensch. Berlin: Nordland 1942. zit. nach Martin Weißman: Organisierte Entmenschlichung. Zur Produktion, Funktion und Ersetzbarkeit sozialer und psychischer Dehumanisierung in Genoziden. In: Alexander Grüber u. Stefan Kühl (Hrsg.): Soziologische Analysen des Holocasts. Jenseits der Debatte über „ganz normale Männer“ und „ganz normale Deutsche“. Wiesbaden: Springer 2015, S. 79.

16 Herbert C. Kelman: Violence without Moral Restraint. Reflections on the Dehumanization of Victims and Victimizers. In: Journal of Social Issues 29 (1973). zit. nach Weißmann: Organisierte Entmenschlichung. Zur Produktion, Funktion und Ersetzbarkeit sozialer und psychischer Dehumanisierung in Genoziden, S. 81.

17 Vgl. Johannes Lang: Questioning Dehumanization. Intersubjective Dimensions of Violence in the Nazi Concentration and Death Camps. In: Holocaust and Genocide Studies 24 (2010) zit. nach Weißmann: Organisierte Entmenschlichung. Zur Produktion, Funktion und Ersetzbarkeit sozialer und psychischer Dehumanisierung in Genoziden, S.81.

18 Vgl. Kelman: Violence without Moral Restraint. Reflections on the Dehumanization of Victims and Victimizers. zit. nach: Haslam: Dehumanization. An Integrative Review, S.254.

19 Donum Theo: The Problems of Faith, Hope, and Suffering as Revealed in Eliezer’s Character Development in Elie Wiesel’s Night. Diss. masch. Yogyakarta 2008., S. 68.

20 Smith: Paradoxes of Dehumanization., S. 416.

21 Vgl. Haslam: Dehumanization. An Integrative Review, S.255.

22 Smith: Paradoxes of Dehumanization, S. 418f.

23 Vgl. ebd.

24 Jani Liljeqvist: Es gebührt dir zu sterben. Untersuchungen zur Kommunikation in den Nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Diss. masch. Tampere 2005, S. 32.

25 Danuta Wesolowska: Wörter aus der Hölle. Die lagerszpracha der Häftlinge von Auschwitz. Aus dem polnischen von Jochen August. Kraków: Impuls Verlag 1998. zit. nach Lijeqvist: Es gebührt dir zu sterben. Untersuchungen zur Kommunikation in den Nationalsozialistischen Konzentrationslagern, S. 32.

26 Lijeqvist: Es gebührt dir zu sterben. Untersuchungen zur Kommunikation in den Nationalsozialistischen Konzentrationslagern, S. 28.

27 Oliver Lustig (Hrsg.): Lágerszótar. Wörterbuch eines Konzentrationslagers. KZ- Gedenkstätte Dachau o.J. zitiert nach Lijeqvist: Es gebührt dir zu sterben. Untersuchungen zur Kommunikation in den Nationalsozialistischen Konzentrationslagern, S. 27.

28 Lijeqvist: Es gebührt dir zu sterben. Untersuchungen zur Kommunikation in den Nationalsozialistischen Konzentrationslagern, S. 27.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Moralisches Handeln trotz Dehumanisierung. Eliezers Integrität in Elie Wiesels "Die Nacht"
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Note
1,7
Jahr
2021
Seiten
23
Katalognummer
V1159588
ISBN (Buch)
9783346556646
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Moral, Dehumanisierung, Integrität, Elie Wiesel, Holocaust, Dehumanisierende Sprache, Literatur als Umgang
Arbeit zitieren
Anonym, 2021, Moralisches Handeln trotz Dehumanisierung. Eliezers Integrität in Elie Wiesels "Die Nacht", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1159588

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