Diese Arbeit beschäftigt sich zum einen mit den Besonderheiten in einer NPO beziehungsweise der Sozialen Arbeit bezogen auf das Personalmanagement, dazu wird die bestehende Literatur zusammengefasst. Zum anderen wird das 5E Modell des operativen Personalmanagements ausgeführt, wobei bei der Betrachtung der Schwerpunkt auf der fünften Ebene (der effizienten Führung) liegt. Hierbei soll es sich vor allem um die Frage drehen, wie die Führungs-/Leitungsperson den besonderen Bedürfnissen der Mitarbeitenden von NPO gerecht werden. Ferner geht es um die Betrachtung des Harvard-Konzepts. Der vorliegende Text gliedert sich, anhand der Fragestellungen, in zwei Bereiche auf. Datengrundlage bilden die fünf Handlungsfelder des modernen Personalmanagements sowie Lehrbücher des Personalmanagement. Auffällig dabei ist, dass es wenige wissenschaftliche Bearbeitungen im deutschsprachigen Raum für das Personalmanagement in NPOs gibt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition der zentralen Begriffe
2.1. Personalarbeit; Personalmanagement; strategisches Personalmanagement
2.2. Bedeutung und Besonderheiten in der Sozialen Arbeit bzw. in NPO
3. Fünf Handlungsfelder des operativen Personalmanagements
3.1. Die fünfte Ebene (effizienten Führung)
3.1.1. Verhaltensgitter nach Blake und Mouton 1980
3.1.2. Führungsphilosophie
3.2. Zwischenfazit
3.3. Das Harvard-Konzept als Weg der Verhandlungsführung
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Übertragbarkeit wirtschaftswissenschaftlicher Personalmanagement-Modelle auf Non-Profit-Organisationen (NPO) und die Soziale Arbeit. Dabei wird analysiert, wie Führungskräfte den besonderen strukturellen Rahmenbedingungen und den spezifischen Bedürfnissen der Mitarbeitenden in diesen Sektoren gerecht werden können.
- Entwicklung des Personalmanagements und Abgrenzung zentraler Begriffe.
- Strukturelle Besonderheiten von NPO im Vergleich zur Privatwirtschaft.
- Analyse des 5E-Modells des operativen Personalmanagements mit Fokus auf die Führungsebene.
- Bedeutung des Menschenbildes und der Führungsphilosophie für den Leitungsstil.
- Anwendbarkeit des Harvard-Konzepts als Methode der Verhaltensführung in sozialen Organisationen.
Auszug aus dem Buch
3.1.1. Verhaltensgitter nach Blake und Mouton 1980
Das Verhaltensgitter umfasst zwei Dimensionen. Zum einen die Sachorientierung (die Organisationsstrategie), die das Ziel einer Organisation in den Vordergrund legt. Dabei sind Kommunikation und Interaktionen stark an der Sache ausgerichtet, wodurch es zur korrelieren mit dem Individualismus kommt. Bei einer hohen Sachorientierung ist eine starke Abgrenzung von öffentlichem und privatem Raum (Privatsphäre) gegeben ehre als bei der Beziehungsorientierung.
In der Beziehungsorientierung (die Personalstrategie), hingegen sind persönliche Beziehungen, einführende Smalltalks und gegenseitiges Vertrauen die Grundlage einer erfolgreichen Kooperation. Hierbei ist hervorzuheben, dass ein gefestigter Beziehungsaufbau den Zugang zur Sache erleichtern kann. Bartscher beschreibt, dass sich aus dem Verhaltensgitter nach Blake und Mouton 81 Führungsstille herausschreiben lassen können. Hierzu führ Holtbrügge (2018) die folgende Grafik an, welche fünf Führungsstille beschriebt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung der Personalarbeit in der Sozialen Arbeit ein und erläutert die Relevanz der Professionalisierung in NPO angesichts steigender Anforderungen.
2. Definition der zentralen Begriffe: Das Kapitel differenziert die Paradigmenwechsel der Personalarbeit und erörtert die strukturellen Besonderheiten von NPO sowie deren Einordnung im Dritten Sektor.
3. Fünf Handlungsfelder des operativen Personalmanagements: Es wird das 5E-Modell vorgestellt, wobei der Fokus auf der Rolle der effizienten Führung, dem Einfluss des Menschenbildes auf den Führungsstil und dem Harvard-Konzept liegt.
4. Fazit: Das Fazit reflektiert die Schwierigkeiten bei der Einführung rein wirtschaftlicher Systeme in NPO und betont die Notwendigkeit einer kooperativen, am Menschenbild orientierten Führung.
Schlüsselwörter
Personalmanagement, Soziale Arbeit, Non-Profit-Organisation, NPO, Dritter Sektor, Führung, Führungsstil, Menschenbild, 5E-Modell, Harvard-Konzept, Organisationsstrategie, Personalstrategie, Professionalisierung, Mitarbeiterzufriedenheit, Verhaltensführung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, moderne Personalmanagement-Methoden auf die spezifischen Strukturen und Anforderungen von Organisationen im Bereich der Sozialen Arbeit und Non-Profit-Organisationen anzuwenden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die Entwicklung des Personalmanagements, die strukturellen Merkmale von NPO, verschiedene Führungsmodelle (wie das 5E-Modell) sowie die Bedeutung von Führungsphilosophien für die Mitarbeiterführung.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, zu analysieren, wie Führungskräfte in NPO durch geeignete Methoden, wie etwa das Harvard-Konzept, den besonderen Bedürfnissen ihrer Mitarbeitenden gerecht werden können, ohne die missionsorientierten Ziele der Organisation zu vernachlässigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse, um bestehende Modelle des Personalmanagements aufzuarbeiten und diese kritisch mit den Besonderheiten der Sozialen Arbeit und NPO zu verknüpfen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die Darstellung der fünf Handlungsfelder des operativen Personalmanagements nach dem 5E-Modell und eine detaillierte Auseinandersetzung mit Führung, Menschenbildern und dem Harvard-Konzept.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Personalmanagement, NPO, Führung, Soziale Arbeit, Führungsphilosophie und Harvard-Konzept charakterisiert.
Wie beeinflusst das Menschenbild laut der Autorin die Arbeit in einer NPO?
Das Menschenbild der Führungskraft (z. B. Theorie X vs. Theorie Y) determiniert den Führungsstil und die Interaktion mit den Mitarbeitenden, was wiederum entscheidenden Einfluss auf deren Motivation und die Erreichung der Organisationsziele hat.
Inwiefern unterscheidet sich das Harvard-Konzept von klassischen Führungsansätzen in NPO?
Das Harvard-Konzept wird als Methode empfohlen, um Sach- und Beziehungsebene zu trennen, was in der Sozialen Arbeit besonders sinnvoll ist, da hier die Balance zwischen ökonomischen Zielen und der menschlichen Mission oft ein Spannungsfeld darstellt.
- Quote paper
- Tobias Zimmermann (Author), 2020, Führungs- und Leitpersonen in Nonprofit-Organisationen. Besonderes/außergewöhnliches Personalmanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1159899