Das von nationalen Motiven geleitete Handeln und Denken des Jan Hus am Beispiel des Kuttenberger Dekrets


Seminararbeit, 2002

22 Seiten, Note: unbenotet


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Jan Hussens Mitwirkung am Erlass des Kuttenberger Dekrets

3. Jan von Jesnices Mitwirkung am Erlass des Kuttenberger Dekrets

4. Hieronymus von Prags Mitwirkung am Erlass des Kuttenberger Dekrets

5. National motivierte Denkstrukturen bei Jan Hus

6. Resmee

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Hus, der Protestant Hus, der Tscheche Hus, der Sozialist: in diesem Dreiklang fasst der Hus Forscher Ferdinand Seibt die drei Bereiche zusammen, in denen Jan Hus im Verlauf der Geschichte eine Bedeutung erlangt hat.1 Hus war zweifelsohne in erster Linie ein Kirchenreformer, hierin lag auch die Hauptmotivation seines Handelns begrndet. Doch dar- ber hinaus besitzt er eine groe Bedeutung fr das tschechische Volk und dessen nationa- les Bewusstsein, was nicht zuletzt dadurch ausgedrckt wird, dass Hussens Todestag, der sechste Juli, zum nationalen Feiertag in der Tschechischen Republik erklrt wurde. Die dritte Bedeutung in der Rezeption des Jan Hus ist mit der nationalen Komponente unmittelbar ver- knpft, da zu Hus Lebzeiten die Tschechen sehr stark vereinfacht betrachtet berwie- gend die unteren Bevlkerungsschichten vor allem der Stdte Bhmens bildeten.2 Richard Friedenthal wiederum betont, Hus habe keine Nationalitten gekannt: Fr Hus jedoch war von Armen und Reichen die Rede, nicht von armen Tschechen und reichen Deutschen [...].3 Ging es Jan Hus ausschlielich um einen religisen Wandel der vielkritisierten Struktur der Kirche am bergang vom vierzehnten zum fnfzehnten Jahrhundert, oder stan- den wirklich darber hinaus nationale4 Motive hinter seinem Handeln? Diese Fragestellung wird in dieser Arbeit anhand des Kuttenberger Dekrets errtert, das aufgrund seines Inhaltes ein Potenzial zur Erlangung eines Status als symbolischer Akt der Aufwertung des tschechi- schen Volkes besitzt. Da eine entscheidende Mitwirkung Hussens am Erlass dieses Dekrets

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Dreiteilung der Stadt. Auch laut Seibt (Die hussitische Revolution als europisches Modell, S. 38) bildeten die Deutschen innerhalb der Bevlkerung der bhmischen Stdte die Oberschicht. Hilsch (Johannes Hus, S. 29f.) erwhnt national gefrbte Spannungen in Prag sowie ebenfalls ein ber- gewicht der Deutschen in den wohlhabenden Schichten, das sich jedoch zusehends zu Gunsten der Tschechen verschob.

eine mgliche Erklrung fr seine nationale Bedeutung darstellen wrde, wird zunchst der Versuch unternommen, ebenjenen Grad der Beteiligung Hussens hieran zu ermitteln. Dies wird nicht mglich sein, ohne einige der weiteren beteiligten Personen zu betrachten und deren Anteil zu erfassen. Da vermutlich die Magister Jan von Jesnice und Hieronymus von Prag in erheblichem Mae zum Kuttenberger Dekret und dem gesamten Verlauf des voran- gegangenen Universittsstreites beigetragen haben, wird auch ihr Handeln einer Betrach- tung unterzogen.

Hieran anschlieend wird das Augenmerk zurck auf Jan Hus und die Frage nach mglicherweise vorhandenen national gefrbten Denkstrukturen gerichtet. Anhand der ber- lieferten Quellen sowie unter Einbeziehung der gesellschaftlichen sowie theologischen und akademischen Spannungen seiner Zeit wird der Versuch unternommen, Hinweise auf natio- nales Denken oder auch das genaue Gegenteil wie beispielsweise klare Ablehnungen sol- chen Denkens bei Jan Hus zu ergrnden und diese zu deuten.

Abschlieend werden die Resultate der Fragen nach dem Anteil Hussens am Entste- hen des Kuttenberger Dekrets sowie des Ausmaes der nationales Motive seines Handelns zusammengefgt, um seine Aktionen im Rahmen des Prager Universittsstreites in die Ge- dankenwelt des bhmischen Reformators einzufgen.

Bei der Rekonstruktion vor allem der spteren Lebensstationen Hussens ist seit mehr als einhundertfnfzig Jahren sehr viel Arbeit geleistet worden, die sich unter anderem in eini- gen erschienenen Biografien niederschlgt. Zustzlich wurden eine groe Anzahl von unter- schiedlichen Aspekten des Wirkens von Jan Hus sowie der nachfolgenden hussitischen Be- wegung in wissenschaftlichen Aufstzen behandelt, auf die auch in dieser Fragestellung, die die nationalen Motive behandelt, zurckgegriffen werden kann. Da die einschlgigen Quel- lensammlungen zum Thema Jan Hus und Hussitismus fr diese Arbeit nicht zur Verfgung standen, musste auf die Zitate in den Biografien und den Aufstzen zurckgegriffen werden.

2. Jan Hussens Mitwirkung am Erlass des Kuttenberger Dekrets

Das Kuttenberger Dekret vom 18. Januar 1409, mit dem der bhmische Knig Wen- zel IV. das Stimmenverhltnis in den Gremien der Universitt zu Prag, in denen zuvor de facto einer tschechischen Stimme drei deutsche gegenberstanden, umkehrte, besitzt auf- grund dieses Inhaltes eine starke Symbolkraft fr ein erstarkendes tschechisches National- bewusstsein und die Emanzipation gegenber einer deutschen bermacht. Als Begrndung fr seine Entscheidung fhrt Wenzel im Dekret die Ungerechtigkeit an, die durch die Stim- menbermacht der Deutschen fr die Bhmen in ihrem eigenen Lande entstanden sei.5

Doch an dieser Motivation Wenzels, der laut dieser Aussage eine ethnische Diskriminierung innerhalb der Universittsgremien beseitigen wollte, bestehen erhebliche Zweifel. Und be- sonders die Rolle des Jan Hus innerhalb der politischen Vorgnge, die letztlich zum Erlass des Kuttenberger Dekrets gefhrt haben, ist fraglich.

Peter Hilsch erklrt die Motivation Wenzels aus dem ppstlichen Schisma heraus. Wenzel habe die Obedienz Papst Gregors XII. verlassen und sich auf die Seite der Befr- worter des Konzils zu Pisa schlagen wollen. Hierzu habe er die Untersttzung der Universitt bentigt, an welcher jedoch die drei deutsches nationes zu den Konzilsgegnern gehrt ht- ten. Hilsch vermutet, die Mitglieder der bhmischen natio , unter ihnen Jan Hus, htten nun ihre Chance zur nderung der inneruniversitren Machtverhltnisse erkannt und dem Knig den Vorschlag unterbreitet, das Stimmenverhltnisse umzukehren, um so die von Wenzel bentigte Zustimmung beschlieen zu knnen.6

Ferdinand Seibt betrachtet ebenfalls Wenzels Papstpolitik als das ausschlaggebende Moment fr das Kuttenberger Dekret.7 Nicht eindeutig geklrt ist laut Seibt die Rolle, die Jan Hus beim Erlass des Dekretes zukam. Diese Diskussion sei bereits im neunzehnten Jahr- hundert zwischen Constantin Hfler, der Hus eine tiefsitzende nationalistische Gesinnung attestierte, und Frantisek Palack, welcher Hus Absichten ganz berwiegend in der Refor- mation der Kirche liegen sah, aufgenommen worden.8 Seibt zieht das Fazit, Jan Hus habe an der nderung der Stimmenverhltnisse mitgewirkt, sein Einfluss sei jedoch keinesfalls be- deutender gewesen als der seiner ebenfalls der bhmischen Nation angehrigen Fakultts- kollegen und sei eher zu begrenzen als zu hoch zu bewerten.9 In einem wesentlich spteren Werk fasst Seibt seine Ansicht der Mitwirkung Hussens an der Entstehung des Kuttenberger Dekrets zusammen, indem er ihn als Befrworter, aber keineswegs Urheber eines knigli- chen Eingriffs in die Universittsverfassung bezeichnet.10 Und wiederum noch spter zieht Seibt das Fazit, Hus habe, bei genauer Abwgung alles Bekannten, zwar Partei ergriffen, aber nicht Partei gebildet. Zur Bekrftigung dieser Einschtzung stellt Seibt klar, dass nicht, wie teilweise falsch behauptet worden sei, Hus im auf den Dekreterlass folgenden Sommer- semester 1409 Rektor der Prager Universitt war, sondern erst im darauffolgenden Winter- semester. Nach dem Abzug der Nichtbhmen im Mai 1409 sei das Amt des Rektors vom Magister Johannes Andreae Schindel bekleidet worden, der zudem vermutlich Deutscher gewesen sei.11

Diese Einschtzung Seibts wird durch die Tatsache untermauert, dass Hus whrend der Ausfertigung des Dekrets in Kuttenberg schwer erkrankt war und sich in Prag befand. Doch andererseits besitzt das Kuttenberger Dekret eine Vorgeschichte, die lnger zurck- reicht als lediglich bis zu wenigen Tagen vor seiner Ausfertigung und Verkndung, was Hilsch vermuten lsst, sein Wortlaut msse bereits vorformuliert gewesen sein.12 Hierdurch relativiert sich die Plausibilitt einer Herabsetzung der Mitwirkung Hussens aufgrund seiner Bettlgerigkeit.

Whrend des Prozesses gegen Hus in Konstanz sagte der Magister Andreas von Brod, ebenfalls ein Mitglied der bhmischen natio , aus, Hus habe auf den Knig und die Gelehrten eingewirkt, entgegen den Statuten der Universitt und der bereinkunft zwischen den nationes der bhmischen natio drei Stimmen zukommen zu lassen. Hus besttigt diese Aussage, offenbart jedoch die Doppelzngigkeit des Zeugen, indem er hinzufgt, sowohl jenen Andreas von Brod als auch den Magister Johannes Eliae um Ratschlag und Mithilfe gebeten und diese erhalten zu haben.13

Hus legt demnach Wert darauf, nicht als der allein Verantwortliche des Kuttenberger Dekrets betrachtet zu werden. In Anbetracht der sehr geringen Bedeutung des Universitts- streites fr den Prozess in Konstanz besteht objektiv kein Grund, am Wahrheitsgehalt dieser Aussage des Jan Hus zu zweifeln. Auch wenn er mglicherweise feine Nuancen aufgrund einer persnlichen Enttuschung ber die Belastung durch seinen frheren Gefhrten And- reas von Brod verndert darstellt, so drfte doch die Grundaussage der Realitt entspre- chen. Hinzu kommt als Argument fr die Stichhaltigkeit der Beteiligung der Magister Andreas von Brod und Johannes Eliae, dass sie die Vertretung der bhmischen Universittsnation am fraglichen 18. Januar 1409 in Kuttenberg stellten.14 Beide Magister drften jedoch niemals ein besonders inniges Verhltnis zu Jan Hus entwickelt haben, denn sie unterschieden sich von ihm in einem sehr wichtigen Punkt: sie waren entschiedene Wyclifgegner.15 Am Beispiel dieser beiden Gelehrten offenbart sich ein gewisser Grad von Heterogenitt innerhalb der bhmischen natio , deren Mitglieder keineswegs alle Wyclifiten waren, auch wenn hier mgli- cherweise die Ausnahmen die Regel besttigen.

Hus scheint zwar eine durchaus bedeutende Rolle eingenommen zu haben, die sogar bis hin zu der eines Vordenkers und einer treibenden Kraft gereicht haben knnte; andere

Magister aus der bhmischen Universittsnation knnten aber ebenfalls einen solchen Stel- lenwert eingenommen haben. Es lsst sich demnach lediglich festhalten, dass Jan Hus an der Entwicklung, die zum Erlass des Kuttenberger Dekrets fhrte, weder vollkommen unbe- teiligt war noch ihren alleinigen Protagonisten stellte. Laut Werners Einschtzung nahm Hus seit 1408 die Rolle des theologischen Fhrers der Prager Wyclifiten ein16, doch macht ihn dies nicht zwangslufig auch zu einer Fhrungspersnlichkeit im Stimmenstreit. Wie Seibt feststellt17, kann zur Ermittlung von Hus tatschlichem Anteil ein Blick auf weitere Prager Magister hilfreich sein. Denn die Popularitt Hussens verleitet schnell dazu, ihn als Haupt- akteur der bhmischen Reformbewegung zu betrachten, was auch unmittelbar nach dem Erlass des Dekrets weite Teile der Prager ffentlichkeit getan zu haben scheinen, denn Hus fhlte die Notwendigkeit, sich zu verteidigen. Er tat dies in einem ffentlichen Anschlag und beteuerte hierin, nicht er habe die Deutschen aus Prag vertrieben, sondern vielmehr sei fr ihren Abzug ihr Eid vom 23. Februar 1409 verantwortlich gewesen, in dem die deutschen Studenten und Magister geschworen hatten, bei weiterem Fortbestand des Kuttenberger Dekrets die Stadt zu verlassen.18 Fr diese Wahrnehmung seitens der Prager Bevlkerung waren vermutlich Hussens groe Popularitt und Bekanntheit aufgrund seiner sehr gut be- suchten Predigten an der Bethlehemskapelle verantwortlich, die seine Kollegen, die meist ausschlielich an der Universitt ttig waren, nicht besaen. Die Tendenz, Hus zum allein- handelnden Antreiber im Stimmenstreit zu ernennen, hlt sich bis in die Gegenwart, da er

nun einmal ber alle Reformer des frhen 15. Jahrhunderts zu weltgeschichtlicher Gre hinausgewachsen ist.19 Doch zwei Zeugenaussagen aus Konstanz belegen unzweifelhaft die Existenz mehrerer Mitstreiter: ein Zeuge spricht von Hus cum complicibus suis , whrend ein zweiter Zeuge ber Hus [...] cum Hieronymo et aliis aussagt.20 Dieser zweite Zeuge be- nennt den ein Jahr nach Hus ebenfalls in Konstanz verbrannten Hieronymus von Prag als einen der Gefhrten Hussens, doch sowohl die Pluralform der ersten Aussage als auch die ausdrckliche Nennung weiterer Personen in der zweiten Aussage weist eindeutig auf einen Kreis hin, der ber Hus und Hieronymus hinausreicht.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

beim Erzbischof Sbinko als Vertreter der wyclifschen Remanenzthese (Hilsch, Johannes Hus, S. 80).

3. Jan von Jesnices Mitwirkung am Erlass des Kuttenberger Dekrets

Jan von Jesnice erwarb 1407 an der Prager Universitt den akademischen Grad ei- nes Bakkalars der Rechte und wurde ein Jahr spter, als Prfling unter anderem von Hus, zum Magister Artium promoviert.21 Als Hus 1410 zum Prozess nach Rom geladen wurde, entsandte er Jan als seinen Stellvertreter, der ihn standhaft verteidigte und hierfr inhaftiert und mit dem Kirchenbann belegt wurde. Jan floh aus dem Gefngnis und erwarb an der Uni- versitt zu Bologna die Doktorwrde der Rechtswissenschaften, welche ihm nach seiner Rckkehr nach Prag aufgrund des Bannes aberkannt wurde.22

Nachdem das Kuttenberger Dekret am 18. Januar von Wenzel unterzeichnet und am

26. Januar in einer Universittsversammlung verkndet worden war, erhob sich der Wider- stand der deutschen Universittsangehrigen, die seinen Inhalt keineswegs widerstandslos akzeptierten. Sie verfassten ein Widerspruchsschreiben, welches Wenzel am 06. Februar erhielt. In diesem hielten die Deutschen dem Knig entgegen, dass schon Kaiser Karl IV. bei der Universittsgrndung die vier Nationen mit je einer Stimme eingerichtet htte. Wenzel solle das traditionelle Stimmenverhltnis beibehalten, andernfalls warnten die Verfasser ihn vor der Vernichtung der Universitt durch einen massiven Verlust von Magistern und Stu- denten.23

Wenzel hatte zwischenzeitlich die von ihm bentigte Zustimmung der Universitt zur Konzilsteilnahme und zur Abkehr von Papst Gregor mit Hilfe der bhmischen Stimmenmehr- heit erhalten und war gewillt, den Deutschen Zugestndnisse zu machen, die inzwischen den bereits erwhnten Eid vom 23. Februar 1409 geschworen hatten. Auf diese heraufziehende Gefahr reagierten die Mitglieder der bhmischen natio mit einem Traktat, in dem die Inhalte des Dekrets verteidigt und rechtlich abgesichert wurden. Es entsprche, so der Verfasser des Traktats, gttlichem, kanonischem und zivilem Recht, wenn die Landeskinder im eige- nen Lande bevorrechtet seien. Wenn auch die Bhmen zum Zeitpunkt der Universittsgrn- dung noch Schler der Deutschen gewesen seien, so wren sie seitdem zur Fhigkeit der Ausbung der vollen Rechte als Herren herangereift.24 Weiterhin nenne der Knig die Deut- schen zu Recht eine Nation, was diese durch ihren Zusammenschluss per erwhntem Eid selbst zum Ausdruck gebracht htten. Die wahren Bhmen, also die Tschechen, mssten an ihrer Universitt das Haupt und nicht den Schwanz darstellen, whrend die Deutschen an ihren eigenen Universitten wie Wien oder Heidelberg herrschen sollten.25

[...]


1 Seibt, Jan Hus: Das Konstanzer Konzil im Urteil der Geschichte, S. 163

2 zur Zusammensetzung der sozialen Schichten in Prag vgl. Friedenthal, Jan Hus, S. 172; S. 164 zur

3 Friedenthal, Jan Hus, S. 172

4 Auch wenn Begriffe wie Nation und national nur bedingt fr das Sptmittelalter anwendbar sind, werden sie mangels Alternative hier im Sinne von das tschechische Volk betreffend verwendet.

5 Hilsch, Johannes Hus, S. 97

6 Hilsch, Johannes Hus, S. 96

7 Seibt: Johannes Hus und der Abzug der deutschen Studenten aus Prag 1409, S. 63

8 ebenda, S. 63f.

9 ebenda, S. 79f.

10 Seibt, Deutschland und die Tschechen, S. 148

11 Seibt, Jan Hus zwischen Zeiten, Vlkern, Konfessionen, S. 21. An anderer Stelle (Johannes Hus und der Abzug der deutschen Studenten aus Prag 1409, S.68) nennt Seibt als im Mai 1409 ein- gesetzten Rektor jedoch Zdenko von Labaun. Den (hier nicht nur vermutlich) Deutschen Andreas Schindel aus Dux nennt Seibt als Rektor des Sommersemesters 1410. Hilsch (Johannes Hus, S. 100) schildert, wie Zdenko von Labaun am 09. Mai 1409 von Wenzel als Rektor eingesetzt wurde und damit erst den Abzug der Deutschen auslste. Demnach wre Jan Hus nicht der erste Rektor nach dem Erlass des Dekrets, aber im Wintersemester 1409 / 1410 der erste neu gewhlte Rektor nach dem Abzug der Deutschen von der Prager Universitt.

12 Hilsch, Johannes Hus, S. 97

13 Seibt, Johannes Hus und der Abzug der deutschen Studenten aus Prag 1409, S. 65

14 Hilsch, Johannes Hus, S. 96

15 ebenda. Andreas von Brod warnte 1406 den Prager Erzbischof Sbinko in einem Brief vor der Verbreitung der pestilenzischen Schriften des Ketzers Wyclif (Hilsch, Johannes Hus, S. 77). Jo- hannes Eliae denunzierte Anfang 1408 den Magister und frheren Hus Schler Matthias von Knin

16 Werner, Jan Hus, S. 83

17 Seibt: Johannes Hus und der Abzug der deutschen Studenten aus Prag 1409, S. 68

18 Werner, Jan Hus, S. 86

19 Seibt, Hussitica, S. 72

20 ebenda, S. 73

21 Hilsch, Johannes Hus, S. 96

22 Svato, Hussens Freunde, S.70

23 Hilsch, Johannes Hus, S. 98

24 Seibt, Johannes Hus und der Abzug der deutschen Studenten aus Prag 1409, S. 75f.

25 Hilsch, Johannes Hus, S. 99

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Das von nationalen Motiven geleitete Handeln und Denken des Jan Hus am Beispiel des Kuttenberger Dekrets
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Proseminar Das 15. Jahrhundert
Note
unbenotet
Autor
Jahr
2002
Seiten
22
Katalognummer
V11600
ISBN (eBook)
9783638177153
ISBN (Buch)
9783638641951
Dateigröße
472 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jan Hus
Arbeit zitieren
Michael Treichler (Autor), 2002, Das von nationalen Motiven geleitete Handeln und Denken des Jan Hus am Beispiel des Kuttenberger Dekrets, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11600

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