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Kreative Bewegungsförderung: Bewegung macht schlau

Title: Kreative Bewegungsförderung: Bewegung macht schlau

Essay , 2008 , 7 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Claudia Günther (Author)

Sport - Kinematics and Training Theory
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Summary Excerpt Details

Der Begriff Motorik umfasst alle Verhaltensweisen, die ein aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel bestimmter Muskeln fordern, wie z.B. Greifen, Kriechen, Gehen oder Stehen. Die motorische Entwicklung findet durch ein Zusammenspiel von Reifungs- und Lernprozessen statt.
Motorik umfasst alle Steuerungs- und Funktionsprozesse von Haltung und Bewegung.
Damit ist Motorik mehr als ein objektiver Vorgang von Ortsveränderung menschliche Körpermassen in Raum und Zeit. Vielmehr beschreibt Motorik die Prozesse, die der Steuerung und Kontrolle von Haltung und Bewegung zu Grunde liegen. Dazu gehören neurophysiologische (Neuromotorik), sensomotorische (Sensomotorik) und psychisch, kognitive, motivationale (Psychomotorik) Vorgänge. Weiterhin spielen soziale und kulturelle Aspekte (Soziomotorik) eine bedeutende Rolle.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Der Begriff „Motorik“

2. Der Begriff „Psychomotorik“

3. Die Bedeutung des ganzheitlichen Ansatzes

4. Die Rolle von Anlagen, Umwelt und Reifungsprozessen

5. Neuronale Grundlagen und physische Gegebenheiten

6. Folgerungen für den Sportunterricht

7. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen motorischer Aktivität und der ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung von Kindern. Dabei wird analysiert, wie Bewegung als grundlegende Voraussetzung für Lernprozesse, neuronale Vernetzung und soziale Kompetenz fungiert, um die Bedeutung einer psychomotorisch orientierten Bewegungserziehung zu unterstreichen.

  • Grundlagen der Motorik und Psychomotorik
  • Die Bedeutung der sensorischen Integration
  • Einfluss von Anlagen, Umwelt und Reifungsprozessen
  • Neuronale Wirkungsmechanismen von Bewegung
  • Psychomotorische Ansätze im Sportunterricht

Auszug aus dem Buch

Neuronale Grundlagen und physische Gegebenheiten

Die Hirnforschung zeigt, dass Muskelaktivitäten und speziell koordinierte Bewegungen zur Produktion von Neurotrophinen führen, die das Wachstum von Nervenzellen anregen und die Anzahl neuronaler Verbindungen vermehren. Dabei meint Bewegung mehr als einfach nur Sport, sondern motorische Aktivität im weitesten Sinne. Das Gehirn arbeitet nicht als isoliertes System unabhängig von weiteren Funktionsabläufen und aktuellen Zuständen im Gesamtkörper. Muskelaktivität, Enzymhaushalt, Botenstoff-Milieus etc. sind unmittelbar einbezogen und für Denk- wie Lernleistungen von großer Bedeutung.

Allein durch die Bewegung und die damit verknüpfte Sensorik werden die für dauerhafte Lerneffekte grundlegenden Verbindungen zwischen Nervenzellen im Gehirn gebildet, erhalten und verstärkt. Ein Lernen ohne Bewegung, ohne Rückkopplung von Sensorik und Motorik ist somit kaum denkbar. Forschungsarbeiten zum Zusammenhang von motorischer Leistungsfähigkeit und Konzentrationsfähigkeit haben gezeigt, dass Kinder mir guten Ergebnissen bei der Gesamtkörperkoordination in Konzentrationstests am Besten abschneiden. Die Neurowissenschaften beschreiben, wie Strukturen im Gehirn angelegt und wie im laufe der Entwicklung bestimmte Funktionen ausgebildet werden.

Für diesen „Reifungsprozess“, der in den höchsten Hirnarealen etwa bis zum 20. Lebensjahr andauert, ist die interne Verarbeitung, der von unseren Sinnen aufgenommenen Reize und Impulse entscheidend. Die Entwicklung von Denk- und Wahrnehmungsleistungen ist eng an die Motorik gebunden. Sie benötigt motorische Fertigkeiten als Voraussetzung. Gleichzeitig sorgt Bewegung für eine ausgewogene Funktionsweise des zentralen Botenstoffsystems im Gehirn. Somit fördert Bewegung die Entstehung dauerhafter Lerneffekte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Begriff „Motorik“: Dieses Kapitel definiert Motorik als das Zusammenspiel von Steuerungs- und Funktionsprozessen der Haltung und Bewegung, die durch Reifungs- und Lernprozesse geprägt sind.

2. Der Begriff „Psychomotorik“: Hier wird der enge Zusammenhang zwischen Wahrnehmung, Erleben und Handeln betont und Bewegung als Ausdruck der gesamten Persönlichkeit dargestellt.

3. Die Bedeutung des ganzheitlichen Ansatzes: Das Kapitel erläutert, wie durch sensorische Integration eine Grundlage für das Verständnis der eigenen Person und der Umwelt geschaffen wird.

4. Die Rolle von Anlagen, Umwelt und Reifungsprozessen: Es wird die Wechselwirkung zwischen genetischer Entwicklung und adaptiven Prozessen durch aktives Handeln in der Umwelt analysiert.

5. Neuronale Grundlagen und physische Gegebenheiten: Das Kapitel veranschaulicht, wie körperliche Aktivität neurophysiologische Prozesse anregt und somit maßgeblich zu Denk- und Lernleistungen beiträgt.

6. Folgerungen für den Sportunterricht: Hier wird dargelegt, dass psychomotorisch orientierte Erziehung die Persönlichkeitsentwicklung fördert, statt nur isolierte Funktionen zu trainieren.

7. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass vielseitige Bewegungserfahrungen essenziell für die harmonische Entwicklung sozialer, kognitiver und emotionaler Fähigkeiten des Kindes sind.

Schlüsselwörter

Motorik, Psychomotorik, Bewegungserziehung, ganzheitlicher Ansatz, sensorische Integration, Persönlichkeitsentwicklung, neuronale Vernetzung, Neurotrophine, Lernprozesse, physische Entwicklung, Reifungsprozess, Wahrnehmung, Sportunterricht, Körperkoordination, Sensorik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung von Bewegung für die kindliche Entwicklung und argumentiert, dass körperliche Aktivität eine fundamentale Voraussetzung für Lern- und Persönlichkeitsbildung ist.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Themen gehören die Definitionen von Motorik und Psychomotorik, die neurologischen Auswirkungen von Bewegung sowie die Umsetzung dieser Erkenntnisse in der pädagogischen Praxis.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den engen Zusammenhang zwischen motorischen Funktionen und psychisch-sozialen Entwicklungsprozessen aufzuzeigen und die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Bewegungserziehung zu untermauern.

Welche wissenschaftliche Perspektive wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine interdisziplinäre Perspektive, die sportwissenschaftliche, entwicklungspsychologische und neurowissenschaftliche Erkenntnisse kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Bewegung, die Rolle der Anlage-Umwelt-Interaktion, die Hirnforschung in Bezug auf Bewegung sowie die konkreten Konsequenzen für den Sportunterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Psychomotorik, ganzheitliche Entwicklung, neuronale Grundlagen, sensorische Integration und Bewegungserziehung.

Warum ist das Konzept der sensorischen Integration für Kinder so wichtig?

Es ermöglicht dem Zentralnervensystem, Informationen über Bewegung und Sinne zu verarbeiten, was die Grundvoraussetzung für die Handlungsfähigkeit und die kognitive Entwicklung des Kindes darstellt.

Welchen Einfluss hat Bewegung auf das Gehirn laut dieser Arbeit?

Bewegung stimuliert die Produktion von Neurotrophinen, die das Nervenzellwachstum anregen und die neuronalen Verbindungen stärken, was wiederum die Lernfähigkeit nachhaltig verbessert.

Worauf konzentriert sich die psychomotorisch orientierte Bewegungserziehung?

Sie konzentriert sich nicht auf das Training isolierter körperlicher Leistungen, sondern auf die Förderung der gesamten Persönlichkeit und sozialer Kompetenzen durch Bewegung.

Welche Rolle spielt der Reifungsprozess bei der motorischen Entwicklung?

Der Reifungsprozess ist genetisch gesteuert und legt die Basis für fundamentale Fertigkeiten, wird jedoch maßgeblich durch Lernreize und eine aktive Auseinandersetzung mit der Umwelt beeinflusst.

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Details

Title
Kreative Bewegungsförderung: Bewegung macht schlau
Grade
1,7
Author
Claudia Günther (Author)
Publication Year
2008
Pages
7
Catalog Number
V116023
ISBN (eBook)
9783640625345
ISBN (Book)
9783640625215
Language
German
Tags
Bewegung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudia Günther (Author), 2008, Kreative Bewegungsförderung: Bewegung macht schlau, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116023
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