Der Aufsatz versucht durch eine Auswertung des publizistischen Organs "Memeler Dampfboot" die Position der Memeldeutschen zwischen 1989 und 1991 zum Thema der Wiedervereinigung, den Grenzen und der Situation in der litauischen SSR wiederzugeben. Hauptquelle dieses Aufsatzes ist die Monatszeitung "Memeler Dampfboot".
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung und Fragestellung
- 2. Das Memelgebiet im 20. Jahrhundert - Eine Skizze
- 3. Das ,,Memeler Dampfboot"
- 3.1 Berichterstattung zur Deutschen Einheit und den endgültigen Ostgrenzen
- 3.1.1 Moderate Berichterstattung
- 3.1.2 Die neutralen Berichte
- 3.1.3 Die revisionistischen Berichte
- 3.2 Litauen
- 3.1 Berichterstattung zur Deutschen Einheit und den endgültigen Ostgrenzen
- 4. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieser Aufsatz analysiert die Einstellung der Memelländer zur „Wiedervereinigung“ anhand ihrer Zeitschrift „Memeler Dampfboot“. Er befasst sich mit der Reaktion der Memelländer auf den Einigungsprozess der Bundesrepublik Deutschland und der DDR, insbesondere auf den Vertrag zur Deutschen Einheit und den damit verbundenen endgültigen Verzicht auf die nach dem Zweiten Weltkrieg verlorenen Gebiete.
- Die Berichterstattung des „Memeler Dampfboots“ zum Einigungsprozess
- Die Reaktionen der Memelländer auf den Vertrag zur Deutschen Einheit
- Die Einstellung der Memelländer gegenüber der jetzigen Bevölkerung des Memelgebietes
- Der Einfluss der geopolitischen Situation bis 1989 auf die Meinungsbildung der Memelländer
- Der Vergleich der Positionen der Memelländer mit denen des Bundes der Vertriebenen (BdV)
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Fragestellung des Aufsatzes vor und beleuchtet die historische Bedeutung des Memelgebietes im 20. Jahrhundert. Kapitel 2 zeichnet eine kurze Skizze der Geschichte des Memelgebietes im 20. Jahrhundert und beleuchtet die verschiedenen Ansprüche auf das Gebiet nach dem Ersten Weltkrieg.
Kapitel 3 analysiert die Berichterstattung der Zeitschrift „Memeler Dampfboot“ zur Deutschen Einheit und den endgültigen Ostgrenzen. Es werden dabei die verschiedenen Perspektiven und Meinungen der Memelländer dargestellt, die in der Zeitschrift zum Ausdruck kommen.
Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und zieht Schlussfolgerungen über die Einstellung der Memelländer zur Deutschen Einheit und zur aktuellen Situation des Memelgebietes.
Schlüsselwörter
Memelgebiet, Deutsche Einheit, „Memeler Dampfboot“, Vertreibung, Ostgrenzen, Litauen, geopolitische Situation, BdV, Revisionismus, Moderate Berichterstattung, Neutralität
Häufig gestellte Fragen
Was war das „Memeler Dampfboot“?
Es war das wichtigste publizistische Organ der Memeldeutschen, das über die Situation im Memelgebiet und die Belange der Vertriebenen berichtete.
Wie standen die Memelländer zur deutschen Wiedervereinigung?
Die Haltung war gespalten: Einerseits begrüßte man die Einheit, andererseits gab es Sorgen über den endgültigen Verzicht auf die ehemaligen Ostgebiete.
Was bedeutete der Vertrag zur deutschen Einheit für das Memelgebiet?
Mit der Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze und dem Verzicht auf Gebietsansprüche wurde die Zugehörigkeit des Memelgebiets zu Litauen faktisch zementiert.
Gab es revisionistische Tendenzen in der Berichterstattung?
Die Arbeit analysiert, dass es neben moderaten und neutralen Berichten durchaus auch revisionistische Stimmen gab, die die alten Grenzen thematisierten.
Wie war das Verhältnis der Memelländer zur litauischen SSR?
Die Berichterstattung war stark von der geopolitischen Lage und dem Wunsch nach Selbstbestimmung Litauens sowie der Sorge um das deutsche Erbe geprägt.
- Citation du texte
- Dr. Rolf Winkelmann (Auteur), 2008, „Von der Maas bis an die Memel“? Die Memelländer und die deutsche Vereinigung von 1990, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116025