In der Folgenden Arbeit wird das Thema „Analyse und Vergleich der Märkte und des Einsatzes von Venture Capital und Private Equity“ näher betrachtet. Es bedarf herauszufinden, was unter den Begriffen „Private Equity“ und „Venture Capital“ zu verstehen ist und welche Bedeutung sie besitzen. Des Weiteren soll ermittelt werden, welche Funktionen die Finanzierungsinstrumente für Unternehmen spielen. Zudem ergibt sich die Frage, in welchen Situationen sie eingesetzt werden und wie der dazugehörige Implementierungsprozess verläuft. Wie sieht die aktuelle Situation auf dem deutschen Markt aus und welche Akteure und Unterschiede gibt es bei den Instrumenten? Und nehmen sie Einfluss auf die Volkswirtschaft? Aber auch welche Risiken bringt eine solche Finanzierung mit sich? Verdeutlicht werden soll dies zusätzlich durch eine Gegenüberstellung von Private Equity und Venture Capital. Es wird geprüft ob und welche Unterschiede zwischen den Formen existieren. Zur Veranschaulichung dienen zwei Beteiligungsbeispiele aus dem jeweiligen Bereich.
Der Aufbau dieser Arbeit gliedert sich in einige Hauptbereiche. Zu Beginn werden die Grundlagen erläutert. Dabei werden die Begrifflichkeiten „Private Equity“ und „Venture Capital“ erläutert. Aus Gründen der Verständnisausführung wird weitergehend auf die Funktionen beider Formen eingegangen.
Weiterführend werden der Einsatz der Finanzierungsinstrumente anhand eines Finanzierungsphasenmodells und einem Beteiligungsprozess aufgegriffen, welcher zum einen die Unternehmensperspektive darstellt und zum anderen die Investorensicht. Im Weiteren wird näher auf die Relevanz der Marktsituation, -akteure und -einteilungen eingegangen. In dem sechsten Kapitel folgt die wirtschaftliche Bedeutung von Private Equity und Venture Capital. Anschließend werden die relevanten Risiken identifiziert. Diese untergliedern sich in selbstbestimmbar und fremdbestimmte. Folglich wird eine Gegenüberstellung vorgenommen. Dabei werden die Beteiligungsformen miteinander verglichen, um Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede zu verdeutlichen.
Kapitel acht bietet zur Veranschaulichung zwei Beispiele aus der Praxis. Diese zeigen zum einem einen final erfolglosen Private Equity Einsatz und zum anderen ein sehr erfolgreiches Venture Capital Exemplar.
Abschließend wird im letzten Kapitel ein Fazit über Analyse und Vergleich von Private Equity und Venture Capital gezogen. [...]
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehensweise
2 Begriffserklärung
2.1 Private Equity
2.2 Venture Capital
3 Funktion
3.1 Finanzielle Beteiligung
3.2 Management-Beratung
4 Einsatz
4.1 Finanzierungsphasen
4.2 Beteiligungsprozess
4.2.1 Unternehmensperspektive
4.2.2 Investorenperspektive
5 Märkte
5.1 Marktakteure
5.2 Einteilung des Private Equity-Marktes
5.3 Einteilung des Venture Capital-Marktes
6 Wirtschaftliche Bedeutung
6.1 Private Equity
6.2 Venture Capital
7 Risiken
7.1 Selbstbestimmbare Faktoren
7.2 Fremdbestimmte Faktoren
8 Vergleich von Private Equity & Venture Capital
8.1 Gemeinsamkeiten
8.2 Unterschiede
9 Beispiele
9.1 Private Equity
9.2 Venture Capital
10 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert und vergleicht die Finanzierungsinstrumente Private Equity und Venture Capital hinsichtlich ihrer Bedeutung für Unternehmen und die Volkswirtschaft, ihrer Risikostruktur sowie ihrer praktischen Implementierung.
- Grundlagendefinitionen von Private Equity und Venture Capital
- Analyse des Beteiligungsprozesses und der Finanzierungsphasen
- Untersuchung der wirtschaftlichen Bedeutung und marktspezifischer Akteure
- Risikobewertung anhand von selbstbestimmbaren und fremdbestimmten Faktoren
- Praxisbeispiele zur Veranschaulichung der Wirkungsweisen
Auszug aus dem Buch
4.2 Beteiligungsprozess
Der Prozess der Beteiligung von Private Equity- und somit auch von Venture Capital-Gebern durchläuft in der Regel fünf Phasen. Diese umfassen den Bereich zwischen dem ersten Berührungspunkt mit den Betrieben bis hin zur Beteiligungsveräußerung, dem sogenannten „Exit“.
Im Vorlauf beginnt vorerst das Fundraising unter den Kapitalbeteiligungsgesellschaften bzw. -fonds. Bei dieser Kapitalakquisition wird von verschiedenen privaten und öffentlichen Investoren sowie von Dachfonds mögliches Kapital gewonnen, auf welches die Unternehmen dann zurückgreifen können.
Die erste Phase umfasst zunächst die Akquisition von Projekten. Dabei ist der Weg von den Beteiligungsmöglichkeiten durch Kapitalbeteiligungsgesellschaften auf verschiedene Arten möglich. Es kann u.a. zu einer unmittelbaren Kontaktaufnahme von interessierten Unternehmen kommen. Doch auch verschiedene Netzwerke und intermediäre Multiplikatoren, wie beispielsweise Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, ermöglichen eine Akquisition von Projekten. Dieser Schritt wird auch als Dealflow bezeichnet und vollstreckt sich zumeist über einen Zeitraum von etwa einem Jahr.
Phase Zwei leitet die Projektprüfung ein, die Due Diligence. Es wird eine Grobanalyse durchgeführt, die die Branche, das Land und das Beteiligungsvolumen prüft. Daraufhin folgt die Detailanalyse, in der u.a. die Qualität des Managements, die Technik sowie rechtliche Aspekte geprüft und eine Marktanalyse durchgeführt werden. Dieser Bereich kann sich über eine Dauer bis zu mehreren Monaten erstrecken.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die ökonomische Relevanz von Unternehmensfinanzierungen und die Problematik traditioneller Bankkredite.
2 Begriffserklärung: Definition und Abgrenzung der Begriffe Private Equity und Venture Capital als Formen des Beteiligungskapitals.
3 Funktion: Erläuterung der unterstützenden Rollen von Kapitalbeteiligungsgesellschaften durch finanzielle Beteiligung und Management-Beratung.
4 Einsatz: Analyse der typischen Finanzierungsphasen und des strukturierten Ablaufs eines Beteiligungsprozesses.
5 Märkte: Untersuchung der Akteure sowie der Teilmärkte von Private Equity und Venture Capital.
6 Wirtschaftliche Bedeutung: Darstellung des Einflusses der Finanzierungsinstrumente auf Unternehmenserfolg, Beschäftigung und Innovation.
7 Risiken: Identifikation von Risikofaktoren, unterteilt in personelle, sachbezogene und fremdbestimmte Einflüsse.
8 Vergleich von Private Equity & Venture Capital: Gegenüberstellung der beiden Instrumente zur Verdeutlichung von Gemeinsamkeiten und strukturellen Unterschieden.
9 Beispiele: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf Praxisfälle wie GROHE und Google.
10 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Bedeutung und Komplexität von Private Equity und Venture Capital für die heutige Wirtschaft.
Schlüsselwörter
Private Equity, Venture Capital, Beteiligungskapital, Finanzierungsphasen, Due Diligence, Exit, Risikomanagement, Management-Beratung, Kapitalbeteiligungsgesellschaften, Unternehmensfinanzierung, Innovation, Börsengang, Buy-out, Marktakteure, Eigenkapitalfinanzierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht das Wesen, die Funktionen und die wirtschaftliche Bedeutung von Private Equity und Venture Capital als alternative Finanzierungsinstrumente für Unternehmen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition der Begriffe, dem Ablauf von Beteiligungsprozessen, der Marktsituation in Deutschland, der Risikoanalyse sowie dem Vergleich der beiden Beteiligungsformen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, die Funktionsweise von Private Equity und Venture Capital zu analysieren und zu prüfen, welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten diese bei ihrem Einsatz in Unternehmen aufweisen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender Finanzierungsmodelle und Fallbeispiele aus der Wirtschaftspraxis.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Funktionsweise, Einsatzmöglichkeiten, Marktanalyse, Risikobewertung sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der beiden Instrumente anhand von Praxisbeispielen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Private Equity, Venture Capital, Due Diligence, Exit, Beteiligungsphasen und Unternehmensrisiken.
Welche Rolle spielt die Management-Beratung bei diesen Finanzierungsformen?
Neben dem Kapital stellen die Gesellschaften ihr Know-how, ihr Netzwerk und ihre Erfahrung zur Verfügung, was insbesondere für junge Gründer oder bei Umstrukturierungen einen entscheidenden Erfolgsfaktor darstellt.
Was zeigt das Beispiel der Firma GROHE bezüglich des Private Equity-Einsatzes?
Das Beispiel verdeutlicht, dass Private Equity zwar zur Modernisierung beitragen kann, aber bei fehlender langfristiger Strategie und zu hoher Verschuldung erhebliche Risiken für den Standort und die Beschäftigung birgt.
Warum ist das Beispiel Google für die Arbeit so relevant?
Es dient als Paradebeispiel für eine erfolgreiche Venture Capital-Finanzierung, die es einem innovativen Startup ermöglicht hat, sich am Markt zu etablieren und zu einem global führenden Unternehmen zu wachsen.
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- Sophia Fischer (Autor), 2016, Analyse und Vergleich der Märkte und des Einsatzes von Venture Capital und Private Equity, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1160513