Wie und mit welchen Mitteln werden Konflikte in einer (sozialen) Organisation bearbeitet und gelöst?
Im Rahmen der vorliegenden Hausarbeit wird das Themengebiet der Konflikte und Konfliktlösungen in sozialen Organisationen näher betrachtet. Beginnend mit den begrifflichen Definitionen von Konfliktmanagement und Konflikt, wird im weiteren Verlauf auf die Entstehung einer Konfliktsituation sowie die Ursachen, Arten und Funktionen eines Konflikts eingegangen. Diverse Ansätze der Konfliktbewältigung werden aufgezeigt. Insgesamt soll ein Überblick darüber entstehen, welche Möglichkeiten es zur Bewältigung der Konflikte in unterschiedlichen Situationen gibt. Ein knappes Fazit rundet die Ausführungen ab.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition Konfliktmanagement
3. Konflikt
3.1. Verschiedene Konfliktarten
3.2. Manifeste und latente Konflikte
3.3. Innere und äußere Konflikte
3.4 Heiße und kalte Konflikte
4. Konfliktvermeidung
5. Positive Auswirkungen und Funktionen von Konflikten
6. Konfliktentstehung
7. Möglichkeiten der Konfliktbewältigung
7.1. Konfliktintervention
7.2. Mediation/ Vermittlung
7.3. Moderation
7.4. Eskalation - keine richtige Konfliktbewältigung
8.Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen strukturierten Überblick über das Konfliktmanagement in sozialen Organisationen, beleuchtet theoretische Definitionen von Konflikten sowie deren Ursachen und analysiert verschiedene Ansätze zur Konfliktbewältigung, um die zentrale Forschungsfrage zu beantworten, mit welchen Mitteln Konflikte in sozialen Organisationen bearbeitet und gelöst werden können.
- Theoretische Fundierung des Konfliktbegriffs und der Entstehung von Konfliktsituationen
- Differenzierung verschiedener Konfliktarten und Eskalationsstufen
- Funktionen und positive Auswirkungen von Konflikten in Organisationen
- Methoden der Konfliktbewältigung: Intervention, Mediation und Moderation
- Bedeutung von sozialer Kompetenz bei Führungskräften und Mitarbeitenden
Auszug aus dem Buch
3.1. Verschiedene Konfliktarten
Die wohl bekannteste Konfliktart, welcher man im Alltag am häufigsten begegnet ist der Konflikt innerhalb und zwischen Personen (intra- und interpersonell). Die Konfliktarten können nach dem Grad der jeweiligen „Konflikttiefe“ unterteilt werden in: - Verteilungskonflikte (Empfundene Gegensätze in Bezug auf die Nutzung und Realisierung von Ressourcen), - Zielkonflikte (Empfundene Gegensätze in Bezug auf Verhaltensdispositionen) bzw. - Identitätsbasierte Konflikte (Empfundene Bedrohung des eigenen Selbstbildes oder dessen, was eine Person ausmacht.) (Vgl. Hugo-Becker, 2004, S. 103).
In Unternehmen treten vor allem Konflikte innerhalb und zwischen Gruppen auf. Der Grund dafür ist die zunehmende Arbeit in Teams. Globaler betrachtet können Konflikte innerhalb und zwischen Gesellschaften und Staaten auftreten. Bei Systemen (z.B: Familien, Gruppen, Politik, Gesellschaft, Staaten) wird auch diagnostisch unterschieden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Relevanz von Konflikten im Berufsalltag und definiert die Leitfrage der Arbeit.
2. Definition Konfliktmanagement: Dieses Kapitel erläutert den Begriff des Konfliktmanagements als Maßnahme zur Eskalationsprävention und betont die Zielsetzung einer konstruktiven Auseinandersetzung.
3. Konflikt: Es werden verschiedene wissenschaftliche Definitionen von Konflikten aus psychologischer, soziologischer und betriebswirtschaftlicher Sicht dargestellt.
3.1. Verschiedene Konfliktarten: Die Unterteilung von Konflikten erfolgt hier nach ihrer Tiefe und den beteiligten Einheiten, wie etwa intra- und interpersonelle Konflikte.
3.2. Manifeste und latente Konflikte: Der Abschnitt unterscheidet zwischen offen sichtbaren Konflikten und solchen, die ohne direktes feindliches Verhalten bestehen.
3.3. Innere und äußere Konflikte: Es werden intra-psychische Entscheidungskonflikte nach Kurt Lewin sowie zwischenmenschliche Beziehungskonflikte thematisiert.
3.4 Heiße und kalte Konflikte: Hier wird der Fokus auf die Verhaltensweisen in der Kommunikation und die emotionalen Begleiterscheinungen der Konfliktparteien gelegt.
4. Konfliktvermeidung: Dieses Kapitel diskutiert die Gründe für Konfliktvermeidung und reflektiert, inwieweit diese in Unternehmen sinnvoll oder eher kontraproduktiv ist.
5. Positive Auswirkungen und Funktionen von Konflikten: Es wird dargelegt, wie Konflikte als Lernfeld fungieren und zur Stabilität sowie Weiterentwicklung sozialer Systeme beitragen können.
6. Konfliktentstehung: Der Prozess der Konfliktentstehung wird anhand des Modells von Friedrich Glasl in acht Phasen unterteilt und erläutert.
7. Möglichkeiten der Konfliktbewältigung: Ein Überblick über strategische Ansätze zum Umgang mit Konflikten in Organisationen.
7.1. Konfliktintervention: Es werden Faktoren wie Selbstreflexion und die Rolle Dritter bei der Konfliktintervention besprochen.
7.2. Mediation/ Vermittlung: Die Mediation wird als professionelles Verfahren mit spezifischen Grundsätzen wie Freiwilligkeit und Allparteilichkeit vorgestellt.
7.3. Moderation: Die Moderation wird als Methode für lösbare Konflikte unter Einsatz eines neutralen Dritten beschrieben.
7.4. Eskalation - keine richtige Konfliktbewältigung: Dieser Abschnitt beschreibt die Ausweitung und Verschärfung von Konflikten als Folge fehlender rechtzeitiger Bewältigung.
8.Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von sozialer Kompetenz und Konfliktfähigkeit in Organisationen.
Schlüsselwörter
Konfliktmanagement, soziale Organisationen, Konfliktbewältigung, Mediation, Moderation, Konfliktarten, Eskalation, Führungskompetenz, Konfliktintervention, Organisationsentwicklung, soziale Kompetenz, Kommunikation, Konfliktentstehung, Arbeitsbedingungen, Interpersonelle Konflikte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt den professionellen Umgang mit Konflikten in sozialen Organisationen und die Bedeutung eines strukturierten Konfliktmanagements.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Entstehung von Konflikten, deren Typologie sowie Methoden wie Mediation und Moderation zur Konfliktbewältigung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, einen Überblick über die Möglichkeiten der Konfliktbearbeitung in sozialen Berufsfeldern zu geben und die Leitfrage nach den Mitteln zur Lösung solcher Konflikte zu beantworten.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender theoretischer Modelle und Konzepte zur Konfliktforschung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden Begriffsdefinitionen, die Phasen der Konfliktentstehung sowie konkrete Interventionsmöglichkeiten detailliert erörtert.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Wichtige Begriffe sind Konfliktmanagement, soziale Organisation, Mediation, Moderation und Konfliktfähigkeit.
Wie unterscheidet sich laut Arbeit ein heißer von einem kalten Konflikt?
Heiße Konflikte zeichnen sich durch hohe Emotionalität und direkte Konfrontation aus, während bei kalten Konflikten Frustration eher unsichtbar und indirekt verläuft.
Welche Bedeutung kommt dem Phasenmodell von Glasl in dieser Arbeit zu?
Das Modell von Glasl dient als strukturgebende Grundlage, um die Eskalationsprozesse von einer einfachen Uneinigkeit bis hin zum Zusammenbruch der Parteien nachvollziehbar zu machen.
- Arbeit zitieren
- Sina Krehl (Autor:in), 2021, Konfliktmanagement in sozialen Organisationen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1160874