Umweltkatastrophen, wie Überschwemmungen, Brände und weitere Ereignisse, sorgen dafür, dass ein Umdenken zu mehr Umweltschutz in der Bevölkerung stattfindet. Die Politik versucht über Subventionen sowie umweltschonende Gesetze die Unternehmen zu mehr Nachhaltigkeit zu bewegen. Dies trifft im Automobilland Deutschland speziell auf die etablierten Autohersteller zu, die seit Jahren umweltschädliche Verbrennungsmotoren bauen. In Amerika hingegen hat es der Elektromobilitätshersteller Tesla geschafft umweltfreundlichere Autos zu bauen, die zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren konkurrenzfähig sind und für eine große mediale Aufmerksamkeit sorgen. Der von der deutschen Politik gesteuerte Trend in der Autoindustrie geht weg von Verbrennungsmotoren zu Elektromotoren. Dies macht sich nun in den strategischen Plänen der etablierten Automobilhersteller Volkswagen Gruppe, Daimler und BMW bemerkbar, die alle ihren Konzern klimaneutraler mittels der neuen Technologie der elektrisch angetriebenen Fahrzeuge machen wollen.
Durch die vielen Unternehmensmarken der Volkswagen Gruppe wie Volkswagen PKW, Audi, Porsche und Seat dürfte der Konzern die besten Grundlagen bei der Umstellung auf die neue Antriebsart haben. Aus Anlass dieses drastischen Wandels des Geschäftsmodels stellt sich nun die Frage, ob die Umstellung reibungslos ablaufen wird oder ob es durch die Konkurrenz in der Elektromobilität, vor allem durch den aktuellen Marktführer Tesla, zu Problemen im Volkswagen Konzern kommen könnte.
Auf Basis dieser Problemstellung ergibt sich folgende Forschungsfrage: Hat die Volkswagen Gruppe oder Tesla das bessere strategische Konzept, um langfristig im Bereich der Elektromobilität erfolgreicher zu sein?
Inhalt
1 Einleitung in die Problemstellung
1.1 Problemstellung und Forschungsfrage
1.2 Methodik
2 Grundlegendes
2.1 Strategie
2.2 Nutzwertanalyse
3 Vergleich zwischen Volkswagen und Tesla
3.1 Unternehmen
3.1.1 Beschreibung und Historie
3.1.2 Vision und Strategie
3.1.3 Unternehmensstruktur
3.1.4 Vertrieb und Marketing
3.2 Produktportfolio
3.2.1 Absatz- und Kernmärkte
3.2.2 Produktportfolio (Stand September 2021)
3.2.3 Mobilitätsmodelle
3.3 Produktion
3.3.1 Produktionsstandorte
3.3.2 Produktionskonzept
3.3.3 Vertikale Integration
3.3.4 Autonomisierung
3.4 Technologie
3.4.1 Mechatronik und Hardware
3.4.2 Software und Informationstechnologie (IT)
3.4.3 Batterie
3.4.4 Forschung und Entwicklung
3.4.5 Autonomes Fahren und Robotaxis
3.5 Ladeinfrastruktur
3.5.1 Ladenetzwerkökosystem und Netzwerkdichte
4 Analyse und Ergebnisse
4.1 Nutzwertanalyse (nach Prof. Jörg B. Kühnapfel)
4.1.1 Schritt 1: Beschreibung des Ziels und Entscheidungsproblems
4.1.2 Schritt 2: Auswahl und Bestimmung der Entscheidungskriterien
4.1.3 Schritt 3: Gewichtung der Entscheidungskriterien
4.1.4 Schritt 4: Skalen und Bewertungsvorschriften
4.1.5 Schritt 5: Bewertung der Entscheidungskriterien
4.1.6 Schritt 7: Berechnung des Nutzwerts
5 Fazit
Zielsetzung und Themen
Diese Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, die strategischen Ansätze von Volkswagen und Tesla im Bereich der Elektromobilität zu vergleichen, um zu bewerten, welches Unternehmen langfristig bessere Erfolgschancen besitzt. Die Forschungsfrage lautet: „Hat die Volkswagen Gruppe oder Tesla das bessere strategische Konzept, um langfristig im Bereich der Elektromobilität erfolgreicher zu sein?“
- Analyse der Unternehmensstrategien und Visionen
- Vergleich der Produktportfolios und Absatzmärkte
- Gegenüberstellung der Produktionskonzepte und Fertigungstiefen
- Evaluierung technologischer Ansätze in Software, Hardware und Batterie
- Anwendung einer Nutzwertanalyse zur fundierten Entscheidungsfindung
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Vision und Strategie
Erst vor kurzem hat der Volkswagen Konzern seine neue Elektromobilitätsstrategie mit dem Motto „NEW Auto-Mobility for generations to come“ vorgestellt. Bis zum Jahr 2030 soll das Unternehmen zu einem weltweit führenden, softwaregetriebenen Mobilitätsanbieter umgebaut werden.
Der Leitgedanke hinter der Vision des Unternehmens lautet: „Die Entwicklung von nachhaltigen, vernetzten, sicheren und maßgeschneiderten Mobilitätslösungen für kommende Generationen zu erschaffen.“
Dabei soll sich das Geschäftsmodell grundlegend ändern: „Die Einnahmequellen werden sich bis zum Jahr 2030 schrittweise verschieben: von konventionellen Verbrenner-Modellen hin zu emissionsfreien Elektroautos und vom Fahrzeugverkauf hin zu Software und Mobilitätsdiensten, verstärkt durch die Schlüsseltechnologie des autonomen Fahrens.“
Einer der wichtigsten Bereiche für den Erfolg des Unternehmens ist die Softwareentwicklung sowie das autonome Fahren. „Automobilunternehmen werden immer mehr zu Techunternehmen durch technologische Fortschritte und vor allem die Software“ (Dr. Herbert Diess).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung in die Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert den Anlass der Arbeit vor dem Hintergrund des Wandels in der Automobilindustrie und definiert die zentrale Forschungsfrage.
2 Grundlegendes: Hier werden theoretische Grundlagen zu den Begriffen Strategie sowie zur Methode der Nutzwertanalyse als Bewertungsinstrument für die Konkurrenzanalyse dargelegt.
3 Vergleich zwischen Volkswagen und Tesla: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die Unternehmen, Produktportfolios, Produktionsansätze, technologischen Entwicklungen sowie die Ladeinfrastrukturen beider Kontrahenten.
4 Analyse und Ergebnisse: In diesem Kapitel wird die Nutzwertanalyse nach Kühnapfel angewendet, um die zuvor untersuchten strategischen Kriterien systematisch zu gewichten und zu bewerten.
5 Fazit: Das abschließende Kapitel synthetisiert die Ergebnisse der Analyse und beurteilt die langfristigen Erfolgschancen beider Automobilhersteller im Elektromobilitätsmarkt.
Schlüsselwörter
Elektromobilität, Volkswagen, Tesla, Strategie, Nutzwertanalyse, Produktportfolio, Produktion, Softwareentwicklung, Autonomes Fahren, Batterietechnologie, Ladeinfrastruktur, Marktanalyse, Nachhaltigkeit, Unternehmensorganisation, Wettbewerbsvorteil
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit vergleicht die strategischen Konzepte der beiden Automobilhersteller Volkswagen und Tesla im Kontext der Elektromobilität.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten zählen Unternehmensstruktur, Produktstrategie, Produktionstechnologien, Software-Ansätze sowie die Ladeinfrastruktur.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es zu klären, welches der beiden Unternehmen über das bessere strategische Konzept verfügt, um langfristig im Bereich der Elektromobilität erfolgreicher zu sein.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine fundamentale Literatur- und Internetrecherche sowie eine Nutzwertanalyse zur strukturierten Bewertung der Wettbewerbsstrategien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil liefert eine tiefgehende Untersuchung der Unternehmensaspekte von VW und Tesla, inklusive Produktion, Technologie, Software und Infrastruktur, sowie die Durchführung der Nutzwertanalyse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Elektromobilität, Strategie, Nutzwertanalyse, Volkswagen, Tesla, Produktion, Software und Nachhaltigkeit.
Wie bewertet der Autor die Rolle des „Faktors Mensch“ bei Volkswagen?
Der Autor führt an, dass Experten den „Menschen“ als den entscheidenden Faktor für den langfristigen Erfolg bei Volkswagen sehen, weshalb die Strategie auch intern konsequent gelebt werden muss.
Welche Rolle spielt die „Giga Press“ für Teslas Erfolg?
Die Giga Press ist eine innovative Druckguss-Maschine, die Kosteneinsparungen ermöglicht, die Produktionszeit verkürzt und das Chassis durch eine reduzierte Anzahl an Bauteilen optimiert.
- Quote paper
- Philipp Seiter (Author), 2021, Vergleich der Strategiekonzepte von Volkswagen und Tesla im Bereich der Elektromobilität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1160971