Vorderradscheibenbremse prüfen und instand setzen (Unterweisung Kraftfahrzeugmechatroniker / -in)


Unterweisung / Unterweisungsentwurf, 2007

16 Seiten, Note: 2,5


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Beschreibung des Auszubildenden
Personaldaten
1.1 Lern- und Leistungsfähigkeit
1.2 Sozialverhalten
1.3 Motivation
1.4 Vorbereitung im Hinblick auf das Thema

2. Beschreibung der Ausgangslage, der Lernsituation,
didaktische Planung der Ausbildungseinheit, sowie
Festlegung der Lernziele
2.1 Didaktische Planung der Ausgangslage
2.2 Lernziele
- Richtlernziele
- Groblernziele
- Feinlernziele
2.3 Qualifikationsziele
- Kognitive Lernziele
- Affektive Lernziele
- Psychomotorische Lernziele
2.4 Arbeitszergliederung

3. Begründung der Methodenauswahl und Beschreibung der Ausbildungseinheit
3.1 Begründung der Methodenauswahl
3.2 Beschreibung des Ablaufs

4. Begründete Zuordnung der benötigten Ausbildungsmittel

1. Beschreibung des Auszubildenden

Personaldaten

Der Auszubildende Mike X. hat im August 2005, im Alter von 18 Jahren, eine Ausbildung in unserem Betrieb zum Kraftfahrzeug-mechatroniker begonnen. Vorher absolvierte er die Fachoberschulreife auf einer Gesamtschule. Zur Zeit befindet er sich im zweiten Lehrjahr.

1.1 Lern- und Leistungsfähigkeit

Herr X. hat während seiner Zeit, die er bisher bei uns beschäftigt ist, stets bewiesen, dass er in der Lage ist seine erworbenen theoretischen Kenntnisse in die Praxis umzusetzen. Er versucht stets sein Wissen und Können zu erweitern. Bei praktischen Arbeiten ist er äußerst konzentriert und erledigt seine Arbeit zuverlässig.

1.2 Sozialverhalten

Herr X. war zu Beginn seiner Ausbildung ein ruhiger und zurückhaltender junger Mann. Nachdem er jedoch einige Zeit bei uns beschäftigt war, begann er sicherer zu werden und man konnte erkennen, dass er sich gut in unserem Betrieb eingelebt hat. Mit den Mitarbeitern kommt Herr X. gut zurecht und zeigt ihnen gegenüber stets Respekt. Rat und Hilfestellung nimmt er gerne an. Bei Kritik jedoch wirkt er vorerst unzufrieden, versucht aber dann aus seinen Fehler zu lernen. Anfallende Arbeit nimmt er selbständig wahr und setzt das ihm anvertraute Werkzeug entsprechend ein, wobei er seinen Arbeitsbereich stets ordentlich hält.

1.3 Motivation

Herr X. ist ein selbstständiger Auszubildender, der die Gabe hat, sich auch bei Misserfolgen neu zu motivieren, um die ihm gestellten Aufgaben zu erfüllen. Bei manchen Problemlösungen braucht er jedoch einige Hilfestellungen, um auf das gewünschte Ergebnis zu kommen.

Nach seiner Berufsausbildung möchte er zunächst einmal Berufserfahrungen sammeln, um später sein angestrebtes Ziel, den Meisterbrief zu machen, erreichen zu können.

1.4 Vorbildung im Hinblick auf die Unterweisung

In der heutigen Arbeitsunterweisung geht es um das Thema Bremsbeläge und Bremsscheibe, die vorne zu erneuern sind. Diese Arbeit ist bezogen auf den Ausbildungsrahmenplan zum Kraftfahrzeugmechatroniker im zweiten Lehrjahr. Der §4 Nr.16, „Montieren, Demontieren und Instandhalten von Kraftfahrzeugen deren Systeme, Baugruppen und Bauteilen...“, verweist auf diese Arbeitsunterweisung.

Es ist noch zu erwähnen, dass Herr X. bei dieser Arbeit schon häufiger unter Anleitung anderer Gesellen mitwirkten konnte. Eine alleinige Erneuerung der Bremsbeläge und Bremsscheiben hat er bisher noch nicht durchgeführt.

In der Berufsschule wurde bereits auf das Thema Bremse und Bremssysteme eingegangen. Des weiteren war Herr X. auf einer überbetrieblichen Ausbildung zum Sachgebiet Bremsenkunde.

Die Handhabung der Wergzeuge für diesen Arbeitsablauf ist Herrn X. durch den Routinedienst in unserem Betrieb bekannt.

Da bei uns zwei mal im Jahr Schulungen im Bereich Unfallverhütung und Umweltschutzbestimmung durchgeführt werden, sind diese Bestimmungen Herrn X. sehr gut vertraut.

2. Beschreibung der Ausgangslage, der Lernsituation, didaktische Planung der Ausbildungseinheit sowie Festlegung der Lernziele

2.1 Didaktische Planung und Ausgangslage

Die heutige Ausbildungsunterweisung dient dazu, dass Herr X. seine theoretischen und erworbenen Kenntnisse im Bereich „Bremssysteme prüfen und Instand setzen“ in die Praxis umzusetzen und zu verfestigen. Weiterhin soll festgestellt werden, ob er sein Wissen in die Praxis umsetzen kann.

Die Aufgabe, die ich Herrn X. stellen werde, scheint nach meinem Ermessen gut zu ihm zu passen. Sie wird ihn nicht über- bzw. unterfordern.

Die Unterweisung werde ich um 09:50 Uhr, kurz nach der Frühstückspause beginnen, da zu dieser Tageszeit die Aufnahmefähigkeit am höchsten ist. Für die Unterweisung mit Herrn X. plane ich ca. 30 bis 40 Minuten ein.

Für die Unterweisung habe ich unseren Frühstücksraum gewählt, da dieser abseits vom Arbeitslärm gelegen ist. Somit ist sichergestellt, dass die Unterweisung ohne Unterbrechungen und in Ruhe durchgeführt werden kann.

Für die Zeit der Unterweisung habe ich meine Aufgaben an meinen Stellvertreter übergeben, sodass wir beide ungestört sind und ich meine volle Aufmerksamkeit auf Herrn X. richten kann. Für den praktischen Teil der Ausbildung verfügt unsere Werkstatt über einen extra eingerichteten Arbeitsplatz. Herr X. kann sich so auf die bevorstehende Aufgabe konzentrieren und wird nicht durch andere Mitarbeiter gestört.

Nach der Unterweisung wird Herr X. eine kurze Pause bekommen. So kann er sich die ihm gestellten Aufgaben noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Danach begeben wir uns zum Arbeitsplatz. Das Arbeitsobjekt ist in diesem Fall ein Kundenfahrzeug, das unter keinem Fertigungszeitdruck steht.

2.2 Lernziele

Richtlernziele

Richtlernziel ist nach dem Ausbildungsrahmenplan §4 Nr.16 „Montieren, Demontieren und Instandsetzen von Kraftfahrzeugen deren Systeme, Baugruppen und Bauteilen...“.

Groblernziel

Das Groblernziel wird sein, dass Herr X. selbstständig die Vorderradbremse fachgerecht demontieren und montieren kann.

Feinlernziel

Das Feinlernziel ist in diesen Fall ein genaues Arbeiten am Bremssystem.

2.3 Qualifikationsziele

Kognitive Lernziele

Die Kognitiven Lernziele sind:

- Unfallverhütungs- sowie Umweltschutzbestimmungen
- Die Wichtigkeit von genauen Arbeiten erkennen
- Wissen, welche Folgen ein Tätigkeit verursachen kann
- Arbeitsabläufe kennen und selbstständig erklären können

Affektive Lernziele

Die Affektiven Lernziele sind:

- Sorgsames und genaues Arbeiten am Bremssystem
- Sorgfältiges umgehen mit Material und Werkzeug
- Ordnung und Sauberkeit am Arbeitsplatz
- Unfallverhütungs- und Umweltschutzbestimmungen eigenständig beachten

Psychomotorische Lernziele

Die Psychomotorischen Lernziele sind:

- Nötige Handgriffe und Handfertigkeiten ausführen zu können
- Werkzeuge fachgerecht ein- und anzusetzen

3. Begründung der Methodenwahl und Beschreibung der Ausbildungseinheit

3.1 Begründung der Methodenwahl

Bei der Arbeitsunterweisung habe ich mich Aufgrund der Vorausbildung, Kenntnis- und Wissenstandes des Auszubildenden Herrn X.s für die erarbeitende Methode entschieden. Die Vier- Stufen Methode wäre keine Herausforderung für Herrn X. gewesen. Mir wäre somit bewusst, dass Herr X. dadurch unterfordert wird und eine mögliche Unkonzentriertheit aufkommen würde.

Bei der erarbeitenden Methode kann Herr X. seine Kenntnisse, die er im Betrieb, der Berufsschule und den überbetrieblichen Ausbildungen genossen hat, in vollem Umfang einbringen. Das Erlernte kann er somit in die Praxis umsetzen und seinen Wissensstand verfestigen, als auch erweitern, wodurch ein Lerntransfer statt findet.

Bei der folgenden Aufgabenstellung stehe ich dem Auszubildenden Herrn X. mit Rat und Tat zur Seite. Bei anfallenden Problemen kann er sich an mich wenden, worauf wir dann mögliche Lösungswege erarbeiten können.

Ich werde ihn auch beobachten und darauf achten, dass er nicht überfordert wird. Bei aufkommenden Gefahren kann ich dann auch jederzeit reagieren und nötigenfalls eingreifen.

3.2 Beschreibung der Ausbildungseinheit

Vorbereitungsphase

Für die Vorbereitungsphase werde ich den Auszubildenden Herrn X. das Thema der bevorstehenden Unterweisung bekannt geben. Ich werde noch einmal die Unfallverhütungs-/ und Umweltschutzbestimmungen mit ihm zusammen durchgehen, sowie die Wichtigkeit des ordnungsgemäßen Zustandes und der Funktion eines Bremssystems an einen Kraftfahrzeuges im öffentlichen Straßenverkehr vermitteln.

In der Ausbildung im Betrieb, der Berufsschule und den überbetrieblichen Ausbildungen ist das Thema Bremse und Bremssystem, sowie dessen Überprüfung schon behandelt worden. Des weiteren hat Herr X. schon des Öfteren mit den Gesellen im Betrieb Bremssysteme von Kraftfahrzeugen überprüft. Die Werkzeuge, die Herr X. für seine Arbeit benötigt, brauche ich nicht mehr vorzustellen, da er mit diesen täglich zu arbeiten hat und er mit dem Umgang im Werkstattalltag vertraut ist.

Erarbeitungsphase

Vor Beginn der praktischen Arbeit weise ich den Auszubildenden Herrn X. noch einmal auf die Unfallverhütungsvorschriften und die Umweltschutzbestimmungen hin und lasse mir in aller Ruhe seine einzelnen Arbeitsschritte, sowie das dazu benötigte Werkzeug erklären. Anfallende Fehler werden durch mich sofort abgestellt. Während der gesamten Ausführung stehe ich dem Auszubildenden Herrn X. bei Fragen und Problemen im vollen Umfang zur Seite.

Herr X. setzt als erstes die Hebearme der Hebebühne unter das Fahrzeug an den fahrzeugspezifischen Stellen an und hebt es auf die entsprechenden Arbeitshöhe hoch. Auf die Frage, warum er das Fahrzeug so hochhebt antwortet er ohne darüber nachzudenken. Seine Antwort ist: „Bei

falschem Anbringen der Hebearme könnte ein Karosserieschaden entstehen und im schlimmsten Falle herunter rutschen.“ Beim Erklären seiner durchgeführten Arbeit geht er mit mir um das Fahrzeug herum und zeigt mir dabei die Aufnahmepunkte des Fahrzeuges. Zu dieser Erklärung kann ich nichts hinzufügen und spreche ihm ein Lob aus.

Nun nimmt er den Schlagschrauber mit der passenden Nuss und löst damit die Radbolzen der Räder, die er dann anschließend so an die Seite legt, dass sie ihn und andere nicht behindern können. Nun hat er einen freien Blick auf die Bremse, um eine erste Sichtprüfung vorzunehmen. Auf die Frage, worauf er zu achten hat, wenn er sich zuerst einmal die Bremsbeläge anschaut, antwortet er: „Ich muss auf die stärke der Bremsbeläge achten und je dünner sie sind, desto schlechter wäre das.“.

Bei der Frage was er noch zu beachten hätte schaut er mich fragend an und zuckt ratlos mit den Schultern. Ich begebe mich nun zu der Bremse und drehe das Federbein ein wenig ein, damit auch er etwas erkennen kann. Ich erkläre Herrn X. worauf er noch unbedingt achten muss. Zu nennen sind da z.B. gebrochene Belege und einseitig verschlissene und verglaste Bremsbeläge. Herr X. ist während meiner Erläuterung sowohl konzentriert als auch interessiert.

[...]

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Vorderradscheibenbremse prüfen und instand setzen (Unterweisung Kraftfahrzeugmechatroniker / -in)
Note
2,5
Autor
Jahr
2007
Seiten
16
Katalognummer
V116103
ISBN (eBook)
9783640185931
ISBN (Buch)
9783640387243
Dateigröße
547 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Vorderrad, Scheibenbremse, Kraftfahrzeugmechatroniker
Arbeit zitieren
Miriam Findelkind (Autor), 2007, Vorderradscheibenbremse prüfen und instand setzen (Unterweisung Kraftfahrzeugmechatroniker / -in), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116103

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