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Erlebnispädagogik und ihre Bedeutung für Soziales Lernen und Erfahrungsbildung

Titre: Erlebnispädagogik und ihre Bedeutung für Soziales Lernen und Erfahrungsbildung

Thèse de Master , 2020 , 76 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Elias Bern (Auteur)

Pédagogie - Psychologie pédagogique
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Die Masterarbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung vom Sozialen Lernen und Erfahrungsbildung in der Erlebnispädagogik.
In der heutigen Gesellschaft erhält die Erlebnisorientierung eine besondere Gewichtung. Ausdrücke wie Adventure, Kick oder Action werden in der Alltagssprache immer häufiger verwendet. Das Erlebnis steht allerdings nicht für das Extreme. So findet der Wochenendausflug gegenwärtig im Erlebnisbauernhof statt, das Einkaufen wird zum Erlebnisshopping, die Familie besucht den Erlebnisspielplatz, Kinder gehen in ihrer Freizeit ins Erlebnisbad und lernen im Erlebnismuseum. Das Erlebnis ist folgerichtig eine besondere Erscheinung des Erlebens und sieht Erlebnisse nicht mehr als Begleiterscheinungen des Handelns an, sondern als dessen hauptsächlichen Zweck. Heute leben wir demzufolge in einer Erlebnisgesellschaft. Einhergehend mit der Pluralisierung und der damit verbundenen Verwischung der Begrifflichkeit, hat Schott eine Definition erarbeitet, um den Begriff des Erlebnisses eine Klarheit zu verschaffen.

"Der Begriff ‚Erlebnis‘ meint die fokussierte Erfassung von Gegenständen, die empfunden, bewußt oder selbstbewußt festgestellt wurden und die zur Ergriffenheit beim Erleben führt. Es ist ein nicht alltägliches, subjekt- und situationsbezogenes Ereignis, das sich einer vollständigen Steuerung – sowohl von außen als auch durch das Subjekt selbst - entzieht."

Die Erlebnispädagogik hat sich in den letzten Jahrzehnten vom "innovativen Modellprojekt" zu einem unumstrittenen Konzept in der Erziehungswissenschaft entwickelt. Auch wenn die Erlebnispädagogik seit den 1980er Jahren einen Aufschwung erlebt, besitzt die erlebnispädagogische Theorie noch kein solides Fundament. Bei der Suche nach einer Klärung des Begriffs der Erlebnispädagogik stößt man auf eine Reihe von Erklärungs- und Definitionsversuchen, aber eine allgemeingültige Definition in der Fachliteratur zu finden, erweist sich als schwierig. Die Gleichsetzung mit ähnlichen Ansätzen, wie etwa der Outdoorpädagogik oder mit handlungsorientierten Ansätzen, ist der Grund für die individuelle Beurteilung der Erlebnispädagogik vom jeweiligen Verfasser. So scheint die Outdoorpädagogik tatsächlich sehr nah zur Erlebnispädagogik zu stehen, da die meisten erlebnispädagogischen Berichte mit Natursport zusammenhängen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Soziales Lernen im Jugendalter

2.1 Begriffsbestimmung

2.2 Die soziale Lebenswelt der Jugendlichen

2.3 Soziales Lernen und ihre Bedeutung im Jugendalter

3. Eine historische Betrachtung der Erlebnispädagogik

3.1 Jean-Jacques Rousseau

3.2 David-Henry Thoreau

3.3 Reformpädagogische Ansätze

4. Eine gegenwärtige Betrachtung der Erlebnispädagogik

4.1 Grundlagen der Erlebnispädagogik

4.2 Leitideen der Erlebnispädagogik

4.3 Ziele der Erlebnispädagogik

4.4 Einsatzfelder der Erlebnispädagogik

4.5 Wirksamkeitsmodelle in der Erlebnispädagogik

5. Das Soziale Lernen und die Erfahrungsbildung in der Erlebnispädagogik

5.1 Soziales Lernen in der Erlebnispädagogik

5.2 Die Bedeutung der erlebnispädagogischen Gruppe für das Soziale Lernen

5.3 Die Entwicklung von Sozialkompetenzen und Erfahrungsbildung in erlebnispädagogischen Aktivitäten

5.4 Erfahrungsbildung durch Grenzerfahrung

6. Erlebnispädagogik in der Schule

6.1 Erlebnispädagogik: ein Gewinn für die Schule

6.2 Handlungsorientierung als Beispiel für einen erlebnispädagogischen Unterricht

6.3 Hindernisse in der Schule

7. Kritische Auseinandersetzung

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Masterarbeit untersucht die Rolle der Erlebnispädagogik als Mittel zur Förderung von sozialem Lernen und zur Unterstützung der Erfahrungsbildung bei Jugendlichen in einer zunehmend durch Konsum und Orientierungslosigkeit geprägten Gesellschaft.

  • Historische Wurzeln und theoretische Grundlagen der Erlebnispädagogik
  • Die Bedeutung des sozialen Lernens und der Sozialkompetenzen im Jugendalter
  • Methoden der Erlebnispädagogik zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung
  • Anwendungsmöglichkeiten und Herausforderungen erlebnispädagogischer Konzepte im schulischen Kontext

Auszug aus dem Buch

3.1 Jean-Jacques Rousseau

Jean-Jacques Rousseau (1712–1778) gehört mit seinem Werk „Émile, ou de l’éducation“ (Émile oder über die Erziehung) zu den Pionieren der Erlebnispädagogik. In seiner Utopie wendet sich Rousseau dem Individuum und die in ihm vorhandenen inneren Empfindungen zu. Die Hauptthese seines Werkes lautet: „Alles ist gut, wie es aus den Händen des Schöpfers kommt; alles entartet unter den Händen des Menschen.“ Rousseau ist der Meinung, dass die wahre Arbeit in der Entdeckung der menschlichen Natur liegt. Alldiejenigen sind am besten erzogen, die die Freuden und Schmerzen dieses Lebens am besten ertragen können. Daraus folgert er, dass wahre Erziehung durch Übungen und weniger durch Lehren erfolgt. Nach Rousseau soll sich das Kind durch eigene Erfahrungen und selbstauferlegte, natürliche Konsequenzen weiterentwickeln. Das Ziel ist eine Minimalerziehung, in der der Erzieher die Rolle des Beobachters einnimmt. Die alleine Aufgabe des Erziehers ist die Erschaffung einer Umgebung für solch eine Erziehung. Die Natur hat in Rousseaus Erziehung einen besonderen Stellenwert. So soll das Kind lediglich von der Natur, die in ihr vorkommenden Gegenständen und Menschen beeinflusst werden.

Nach Rousseau ist das Wissen, das durch eigenständige Handlungen, Erlebnisse und Erfahrungen gewonnen wurde, von größerer Dauer als das Wissen aus Büchern. „Wenn ich ein Kind, anstatt es fortwährend über den Büchern sitzen zu lassen, in einer Werkstatt beschäftige, so arbeiten seine Hände zum Vortheile seines Geistes: es wird ein Philosoph, trotzdem es sich nur für einen Handwerker hält.“ Für Rousseau macht das Erleben das Leben lebenswert und ist damit einer der wenigen Vorreiter in der Zeit der Aufklärung, die die Charakteristika der Sinne, Erlebnisse und die eigene Erfahrung des Kindes in den Vordergrund gestellt haben. Seinen Schwerpunkt setzt er vor allem auf die Erlebnisse.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas und Hinführung zur Bedeutung von Erlebnisorientierung in der heutigen Gesellschaft.

2. Soziales Lernen im Jugendalter: Analyse der sozialen Lebenswelt und der Notwendigkeit von sozialem Lernen und Kompetenzerwerb während der Adoleszenz.

3. Eine historische Betrachtung der Erlebnispädagogik: Darstellung der prägenden Wegbereiter wie Rousseau, Thoreau und der Reformpädagogik.

4. Eine gegenwärtige Betrachtung der Erlebnispädagogik: Untersuchung der Grundlagen, Leitideen, Ziele und Wirksamkeitsmodelle der modernen Erlebnispädagogik.

5. Das Soziale Lernen und die Erfahrungsbildung in der Erlebnispädagogik: Erläuterung der Bedeutung der Gruppe und der Grenzerfahrung für die Entwicklung von Sozialkompetenzen.

6. Erlebnispädagogik in der Schule: Diskussion der Chancen, konkreter Methoden und Hindernisse bei der Umsetzung im Schulalltag.

7. Kritische Auseinandersetzung: Wissenschaftliche Reflexion über theoretische Defizite und Grenzen des erlebnispädagogischen Konzepts.

8. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Potenziale und Notwendigkeit weiterer empirischer Studien.

Schlüsselwörter

Erlebnispädagogik, Soziales Lernen, Erfahrungsbildung, Jugendalter, Handlungsorientierung, Ganzheitlichkeit, Grenzerfahrung, Persönlichkeitsentwicklung, Sozialkompetenzen, Reflexion, Projektunterricht, Reformpädagogik, Outward Bound, Gruppendynamik, Transfer.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Relevanz der Erlebnispädagogik als pädagogisches Konzept zur Förderung des sozialen Lernens und der Erfahrungsbildung bei Kindern und Jugendlichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung der Erlebnispädagogik, die moderne Theoriebildung, die Dynamik von Gruppenprozessen sowie die Integration erlebnispädagogischer Methoden in den Schulalltag.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Erlebnispädagogik jungen Menschen helfen kann, Sozialkompetenzen zu entwickeln, ihre eigene Persönlichkeit zu entfalten und ihre Erfahrungen sinnvoll in ihren Alltag zu integrieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse und der kritischen Auseinandersetzung mit erziehungswissenschaftlichen Fachdiskursen und empirischen Studien zur Erlebnispädagogik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Betrachtung, eine Darstellung aktueller Grundlagen und Wirksamkeitsmodelle sowie eine detaillierte Analyse der Verbindung von sozialem Lernen, Erfahrungsbildung und schulischer Praxis.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Handlungsorientierung, Ganzheitlichkeit, Gruppendynamik, Reflexion, Grenzerfahrung und Selbstorganisation.

Warum wird das "Solo" als Beispiel für eine erlebnispädagogische Aktivität angeführt?

Das Solo dient als Beispiel für eine gezielte Grenzerfahrung, bei der der Jugendliche durch die Isolation in der Natur eine intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich erfährt, fernab von alltäglichen Ablenkungen.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Lehrers in der Erlebnispädagogik?

Der Lehrer wandelt sich vom reinen Lehrenden zum Begleiter, Beobachter und Moderator, der Rahmenbedingungen schafft, innerhalb derer die Schüler selbstständig handeln und lernen können.

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Résumé des informations

Titre
Erlebnispädagogik und ihre Bedeutung für Soziales Lernen und Erfahrungsbildung
Université
University of Duisburg-Essen
Note
1,7
Auteur
Elias Bern (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
76
N° de catalogue
V1161242
ISBN (ebook)
9783346563125
ISBN (Livre)
9783346563132
Langue
allemand
mots-clé
Erlebnispädagogik Soziales Lernen Erfahrungslernen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Elias Bern (Auteur), 2020, Erlebnispädagogik und ihre Bedeutung für Soziales Lernen und Erfahrungsbildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1161242
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Extrait de  76  pages
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