Die Masterthesis beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von Selbstwert, sozialem Vergleich und der Angst, etwas zu verpassen, von Nutzern der Plattformen Facebook als auch Instagram.
Es konnte eine quantitative Querschnittsstudie anhand der erhobenen Daten mit insgesamt 221 Teilnehmern durchgeführt werden. Die Stichprobe setzt sich aus weiblichen, männlichen und Nutzern zusammen, welche sich als divers klassifizieren. Die Probanden dieser Forschungsarbeit sind zwischen 13 und 63 Jahre alt. Der Online-Fragebogen umfasst 31 Items, die der Erfassung von soziodemographischen Daten, der Nutzungsintensität, des Selbstwertes, des sozialen Vergleiches sowie Fear of Missing out (FoMo) dienen. Die Konstrukte wurden durch die Zuhilfenahme der deutschen Variante der Rosenberg Self-Esteem Scale (Selbstwert), Social Comparision Scale (soziale Vergleichsorientierung) und Fear Of Missing Out Scale erfasst. Zur Überprüfung der Forschungsfrage "Welcher Zusammenhang besteht zwischen Selbstwert, sozialem Vergleich und FoMo?" wurden acht Zusammenhangshypothesen aufgestellt.
Die Anzahl der aktiven weltweiten Nutzer von sozialen Medien ist laut Statista (2021) seit dem Jahr 2015, mit 2,08 Milliarden Verwendern, auf 4,2 Milliarden Nutzer im Jahr 2021 angestiegen. Insbesondere die Altersgruppe 14 - 29 Jahre hat ein ausgeprägtes Nutzerverhalten, von der 45 % permanent online ist. Damit stellen die sozialen Netzwerke ein gängiges Kommunikationsmittel im 21. Jahrhundert dar. Mittlerweile ist die Nutzung sozialer Medien als Selbstverständlichkeit in Alltagsroutinen nicht mehr wegzudenken. Die digitale Ebene kann laut Clayton, Leshner & Almond (2015) als eine Erweiterung des eigenen Selbst angesehen werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Fachlicher Hintergrund
2.1 Soziale Medien
2.2 Selbst und Selbstkonzept
2.3 Selbstwert
2.3.1 Quellen des Selbstwertes
2.3.2 Selbstwertdienliche Prozesse
2.4 Sozialer Vergleich
2.5 Fear of Missing out
2.6 Zusammenführung der Ansätze
2.6.1 Selbstwert, sozialer Vergleich und FoMo
2.6.2 Nutzungsintensität und Alter im Zusammenhang mit den Konstrukten
3 Methodik
3.1 Forschungsfrage, Hypothesen und Untersuchungsdesign
3.2 Stichprobe
3.3 Erhebungsinstrumente
3.3.1 Rosenberg Self-Esteem Scale (RSES):
3.3.2 Social Comparision Scale (SCS):
3.3.3 Fear Of Missing Out Scale:
3.4 Datenerhebung
3.5 Datenaufbereitung und Datenauswertung
4 Ergebnisse
4.1 Deskriptivstatistik
4.1.1 Geschlecht und Alter
4.1.2 Berufsstand und Nutzungsverhalten
4.1.3 Selbstwert
4.1.4 Soziale Vergleichsorientierung
4.1.5 FoMo
4.2 Ergebnisse der Hypothesenprüfung
5 Diskussion
5.1 Diskussion der Studienergebnisse
5.1.1 Deskriptivstatistik
5.1.2 Diskussion der Hypothesenprüfung
5.2 Limitationen und Methodendiskussion der Arbeit
5.3 Ansätze für zukünftige Forschung
5.4 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Masterthesis untersucht den komplexen Zusammenhang zwischen dem Selbstwert, der sozialen Vergleichsorientierung und der Fear of Missing Out (FoMo) bei Nutzern der Plattformen Facebook und Instagram, um ein tieferes Verständnis für psychologische Prozesse in sozialen Netzwerken zu gewinnen.
- Einfluss von sozialen Medien auf das Selbstkonzept und Selbstwertgefühl
- Die Rolle des sozialen Vergleichs bei der Nutzung digitaler Netzwerke
- Analyse des Phänomens "Fear of Missing Out" (FoMo)
- Zusammenhang zwischen Nutzungsintensität, Alter und psychologischen Konstrukten
- Quantitative Querschnittsstudie an 221 Teilnehmern
Auszug aus dem Buch
2.5 Fear of Missing out
Herman (2000) hat „Fear of missing out“ (FoMo) als Begriff eingeführt, um das Phänomen zu beschreiben, dass limitierte Auflagen einer Marke in einer Marktwirtschaft mit breitem Angebot erfolgreich sind. Daraus kann entnommen werden, dass dieses Konzept u.a. als eine Verbrauchermotivation fungieren kann (Herman, 2019). Fomo vermittelt auf Grundlage eines sozialen Vergleichsprozesses die allumfassende Angst: „a pervasive apprehension that others might be having rewarding experiences from which one is absent” (Przybylski et al., 2013, S.1841). Damit handelt es sich bei FoMo um ein Gefühl der Angst, etwas zu verpassen, was möglicherweise das individuelle Glück bzw. die eigene Erfüllung einschränken könnte, d.h., nicht mit anderen in Verbindung zu stehen und zu wissen, was Andere gerade tun (Przybylski et al., 2013).
Nach Gill & Burrow (2017) kann unter Angst im Allgemeinen ein Gefühl bzw. Urinstinkt verstanden werden, das aktiviert wird, wenn das Wohlbefinden oder die Existenz einer Person in der Eigenwahrnehmung gefährdet ist. Unter einer Bedrohung des Wohlbefindens kann unter anderem die Ablehnung der eigenen Person (Thomson, Whelan, & Johnson, 2011) oder eine negative Beurteilung verstanden werden (Mohan, Voss, & Jiménez, 2017).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung sozialer Medien als Taktgeber der modernen digitalen Gesellschaft ein und umreißt die psychologischen Grundlagen von Selbstbild und sozialem Vergleich.
2 Fachlicher Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Konstrukte Selbst, Selbstwert, sozialer Vergleich sowie das Phänomen FoMo und führt deren Verknüpfung im Kontext der sozialen Medien ein.
3 Methodik: Hier wird das quantitative Forschungsdesign, die Stichprobenziehung sowie die verwendeten Messinstrumente für die empirische Erhebung detailliert beschrieben.
4 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptive statistische Auswertung sowie die Ergebnisse der Hypothesenprüfung anhand der erhobenen Daten.
5 Diskussion: In der Diskussion werden die Studienergebnisse interpretiert, Limitationen der Arbeit reflektiert und zukünftige Forschungsansätze aufgezeigt.
Schlüsselwörter
Selbstwert, Sozialer Vergleich, Fear of Missing Out, FoMo, Soziale Medien, Facebook, Instagram, Psychologie, Nutzungsintensität, Selbstkonzept, Quantitative Studie, Digitales Wohlbefinden, Impression Management, Online-Verhalten, Selbstwahrnehmung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem Selbstwertgefühl, der Neigung zum sozialen Vergleich und der Angst, etwas zu verpassen (FoMo), bei Nutzern von Facebook und Instagram.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf den psychologischen Auswirkungen digitaler Plattformen, der Analyse von Selbstdarstellung sowie der Bedeutung von sozialen Vergleichsprozessen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, empirisch zu belegen, wie Selbstwert, soziale Vergleichsorientierung und FoMo bei Social-Media-Nutzern interagieren und welchen Einfluss Faktoren wie Alter und Nutzungsdauer darauf haben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wurde ein quantitatives Untersuchungsdesign in Form einer Querschnittsstudie gewählt, bei der Daten mittels Online-Fragebögen erhoben und statistisch mit RStudio ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden der theoretische Hintergrund der Konstrukte sowie die methodische Vorgehensweise und die konkreten Ergebnisse der Hypothesenprüfung detailliert dargelegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Selbstwert, FoMo, Soziale Vergleichsorientierung, Instagram, Facebook und Nutzungsintensität.
Wie wurde das Phänomen FoMo in dieser Studie gemessen?
FoMo wurde mithilfe der deutschen Version der "Fear of Missing Out Scale" von Przybylski et al. (2013) erfasst, wobei die Items auf einer fünfstufigen Likert-Skala beantwortet wurden.
Gibt es einen Alterseffekt bei der Nutzung sozialer Medien?
Ja, die Studie zeigt, dass mit steigendem Alter der Nutzer die soziale Vergleichsorientierung sowie das Ausmaß von FoMo tendenziell abnehmen, während der Selbstwert zunimmt.
- Citation du texte
- Lena Vogel (Auteur), 2021, Die Nutzung von Instagram. Der Zusammenhang zwischen Selbstwert, sozialem Vergleich und Fear of missing out, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1161261