Ziel dieser Arbeit ist es, Führungskräften von Start-Up Unternehmen Handlungsempfehlungen in Bezug auf die Entwicklung der Employer Brand und deren Strategie aufzuzeigen.
Auf Grundlage der theoretischen Inhaltsanalyse des Employer Branding-Konzepts fokussiert sich die Arbeit auf die inhaltliche und kommunikative Betrachtung der Strategieentwicklung. Durch die Zusammenstellung von empirischen Studien sollen bei Arbeitnehmern beliebte Eigenschaften und Werte von Start-Ups aufgezeigt werden, welche mit den tatsächlich gelebten Werten abgeglichen werden können, um so inhaltlich spezifische Werte als Employer Value Proposition kommunizieren können. Zusätzlich soll die Umsetzung von Storytelling als Kommunikationsinstrument von Führungskräften kritisch diskutiert werden.
Unternehmen sind in der heutigen Zeit mit einer Vielzahl an Herausforderungen konfrontiert, wenn es um das Thema Personalwesen geht. Dabei ist auf verschiedene externe Faktoren einzugehen, welche Auswirkungen auf das Personalmanagement haben. Im Zusammenhang mit dem dauerhaften Wirtschaftswachstum Deutschlands benötigen die Unternehmen Fachkräfte für das Erreichen der angestrebten Leistungen. Statistiken zeigen, dass 55% der Unternehmen bereits heute ein Risiko im Fachkräftemangel sehen. Die Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) verdeutlicht dabei die abweichenden Ausprägungsgrade in einzelnen Berufsgruppen und den generellen Trend an unbesetzten Fachkräftestellen. Zur Gewinnung und Bindung der richtigen Mitarbeitern wird in der Literatur bereits 2001 davon gesprochen, dass in der Wirtschaft der sogenannte "War of Talents" und der damit verbundene Wettbewerb um die gefragten Mitarbeiter vorherrscht. Als weitere Megatrends auf dem Arbeitsmarkt werden von der Bertelsmann Stiftung die Globalisierung, die Digitalisierung und der demographische Wandel genannt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage und Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen von Employer Branding, Unternehmenskommunikation und Start-Ups
2.1 Motivationssteigerung durch Employer Branding
2.2 Unternehmenskommunikation: Umsetzung der Employer Brand
2.3 Start-Up-Definition und Phasen von Start-Up-Unternehmen
3 Kritische Diskussion von Employer Branding in Start-Ups
3.1 Konzeption und methodisches Vorgehen
3.2 Analyse der Employer-Branding-Umsetzung von Start-Ups
3.3 Handlungsempfehlungen für Führungskräfte
4 Schlussbetrachtung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Ziel dieser Arbeit ist es, Führungskräften von Start-Up-Unternehmen konkrete Handlungsempfehlungen für die Entwicklung und strategische Ausrichtung ihrer Employer Brand zu geben, um sich im Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte zu behaupten.
- Grundlagen des Employer Brandings und der Unternehmenskommunikation.
- Analyse der spezifischen Herausforderungen und Chancen von Start-Ups.
- Kritische Diskussion der Rolle von Storytelling als Kommunikationsinstrument.
- Entwicklung von Handlungsempfehlungen zur Stärkung der Arbeitgebermarke.
Auszug aus dem Buch
1.1 Ausgangslage und Problemstellung
Unternehmen sind in der heutigen Zeit mit einer Vielzahl an Herausforderungen konfrontiert, wenn es um das Thema Personalwesen geht. Dabei ist auf verschiedene externe Faktoren einzugehen, welche Auswirkungen auf das Personalmanagement haben. Im Zusammenhang mit dem dauerhaften Wirtschaftswachstum Deutschlands, benötigen die Unternehmen Fachkräfte für das Erreichen der angestrebten Leistungen. Statistiken zeigen, dass 55% der Unternehmen bereits heute ein Risiko im Fachkräftemangel sehen (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 2020, online). Die Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) verdeutlicht dabei die abweichenden Ausprägungsgrade in einzelnen Berufsgruppen und den generellen Trend an unbesetzten Fachkräftestellen (2019, online). Zur Gewinnung und Bindung der richtigen Mitarbeitern wird in der Literatur bereits 2001 davon gesprochen, dass in der Wirtschaft der sogenannte „War of Talents“ und der damit verbundene Wettbewerb um die gefragten Mitarbeiter vorherrscht (Michaels, Handfield-Jones & Axelrod 2001, S.14). Als weitere Megatrends auf dem Arbeitsmarkt werden von der Bertelsmann Stiftung die Globalisierung, die Digitalisierung und der demographische Wandel genannt (2019, online).
Durch die aufgezeigten Megatrends ergeben sich neue Geschäftsmodelle, wodurch Innovationen entstehen und die Wettbewerbsfähigkeit, auch im internationalen Vergleich, aufrechterhalten wird. Start-Up-Unternehmen tragen zur Ausgestaltung und Entwicklung des Innovationsprozesses bei. Mit einem Anteil von über 66% basieren Start-Up-Unternehmen heute auf einem digitalen Geschäftsmodell (Bundesverband Deutsche Startups e.V. 2019, online). Bezogen auf das bereits beschriebene Problem des Fachkräftemangels, konkurrieren Start-Up-Unternehmen insbesondere auf dem Arbeitsmarkt mit etablierten Unternehmen. Trotz der zunehmenden Transparenz im Recruiting-Prozess, stufen 62% der Start-Up-Unternehmen die Mitarbeitersuche als schwierig ein (PwC Communications 2018, online). Zusätzlich verweisen 60% der befragten Unternehmen auf eine geplante Aufstockung des Personals (PwC Communications 2019, online). Für Start-Up-Unternehmen ergibt sich das Problem, dass den Arbeitnehmern im Vergleich zu etablierten Konzernen im Durchschnitt unter anderem weniger Gehalt geboten wird, wodurch die monetäre bzw. extrinsische Motivation geringer ist (Gehalt.de & GS Karriere 2018, online). Start-Ups benötigen infolgedessen Alternativen, um als Arbeitgeber konkurrenzfähig zu bleiben und auf Arbeitnehmer attraktiv zu wirken.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik des Fachkräftemangels ein und definiert das Ziel, Start-Up-Führungskräften Strategien zur Stärkung der Arbeitgebermarke aufzuzeigen.
2 Grundlagen von Employer Branding, Unternehmenskommunikation und Start-Ups: Hier werden theoretische Grundlagen des Employer Brandings sowie die Rolle der Unternehmenskommunikation und die Besonderheiten von Start-Up-Unternehmen erläutert.
3 Kritische Diskussion von Employer Branding in Start-Ups: Dieses Kapitel analysiert das methodische Vorgehen und diskutiert die Umsetzung des Employer Brandings sowie den Einsatz von Storytelling in Start-Ups.
4 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion der theoretisch erarbeiteten Erkenntnisse und einer Zusammenfassung der Handlungsempfehlungen für die Praxis.
Schlüsselwörter
Employer Branding, Start-Up, Fachkräftemangel, Arbeitgebermarke, Personalmanagement, Unternehmenskommunikation, Mitarbeiterbindung, Recruiting, Storytelling, Unternehmenskultur, War of Talents, Personalführung, Employer Value Proposition, Innovationsprozess, Arbeitgeberattraktivität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und strategischen Ausrichtung der Arbeitgebermarke (Employer Brand) für Start-Up-Unternehmen, um diese im Wettbewerb um Talente zu stärken.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind Employer Branding, die Herausforderungen für Start-Ups durch den Fachkräftemangel sowie die strategische Nutzung von Unternehmenskommunikation und Storytelling.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die zentrale Frage ist, wie Führungskräfte von Start-Ups ihr Employer Branding so gestalten können, dass sie trotz begrenzter Ressourcen eine hohe Arbeitgeberattraktivität erreichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Inhaltsanalyse aktueller Literatur und empirischer Studien zum Thema Employer Branding und Start-Ups.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen gelegt, danach die spezifische Situation von Start-Ups analysiert und anschließend kritisch diskutiert, wie Employer Branding mittels Kommunikation und Storytelling umgesetzt werden kann.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Employer Branding, Start-Up, Mitarbeiterbindung, Arbeitgeberattraktivität und strategische Kommunikation.
Warum haben Start-Ups im Wettbewerb um Fachkräfte oft Nachteile?
Start-Ups kämpfen häufig mit Nachteilen bei "harten Faktoren" wie Gehalt oder Sicherheit im Vergleich zu etablierten Großkonzernen, was die Motivation potenzieller Mitarbeiter beeinflussen kann.
Welche Rolle spielt Storytelling bei der Arbeitgebermarke von Start-Ups?
Storytelling dient als wichtiges Instrument, um emotionale und persönliche Aspekte des Unternehmens zu vermitteln, Authentizität zu schaffen und die Vision der Gründer für Bewerber greifbar zu machen.
Welche Bedeutung kommt der Führungskraft im Employer Branding Prozess zu?
Führungskräfte und Gründer fungieren als interne Markenbotschafter; ihr Führungsstil und ihre Kommunikation sind entscheidend dafür, wie die Unternehmenswerte gelebt und nach außen transportiert werden.
Was wird für die Erfolgsmessung im Employer Branding empfohlen?
Es wird die Implementierung eines Controlling-Systems empfohlen, das qualitative Mitarbeitergespräche und quantitative Kennzahlen (z. B. Fluktuation) verbindet.
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- Nico Paulheim (Author), 2020, Analyse der Employer Branding-Kommunikation in Start-Ups. Ableitung von Handlungsempfehlungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1161586