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Die Religionspolitik Theodosius des Großen

Título: Die Religionspolitik Theodosius des Großen

Trabajo Escrito , 2008 , 16 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Philipp Prinz (Autor)

Historia universal - Prehistoria e Historia antigua
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[…] Es stellt sich nun die Frage, wie Theodosius versuchte den katholischen Glauben zur zentralen Religion zu machen? Welche Methoden ergriff er und mit welcher Konsequenz setzte er diese durch? Im Mittelpunkt dieser Hausarbeit steht das, auf normativer Ebene betrachtete, gesetzgeberische Verhalten Theodosius´ gegenüber den Häretikern. Doch soll auch der Einfluss auf Heidentum und Judentum überprüft werden, um etwaige Unterschiede hinsichtlich der Behandlung der Glaubensrichtungen in groben Zügen herausstellen zu können. Final soll herausgearbeitet werden, ob, und wenn ja inwiefern, Theodosius´ Gesetzgebung in einen zusammenhängenden, teleologischen Kontext eingeordnet werden kann. Betrachtet wird hauptsächlich der Ostteil des Reiches, da Theodosius vornehmlich Ostkaiser war und sich seine Gesetze zu großen Teilen auf dieses Gebiet bezogen. Im Falle einer relevanten Bedeutung für den Westen soll dies im Kontext des Gesetzes natürlich erwähnt werden. Einleitend soll zunächst eine kurze Biografie Theodosius´ Leben und wichtige Stationen seiner politischen Karriere darstellen. Die zentrale Quelle, die in dieser Hausarbeit verwendet wird, ist die für diese Zeit wichtigste Sammlung von Gesetzestexten, der Codex Theodosianus, in welchem unter anderem die Gesetze des Theodosius unter Theodosius II. zusammengefasst und überliefert wurden. Außerdem werden die Schriften der Kirchenhistoriker Sozomenos, Theodoret und Socrates hinzugezogen, um zeitnahe Kommentare zu den historischen Ereignissen zur Verfügung zu haben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Leben Theodosius des Großen

3. Die Religionspolitik Theodosius des Großen

3.1 Antihäretische Gesetzgebung

3.1.1 Das Edikt „cunctos populos“

3.1.2 Weitere ausgewählte Maßnahmen gegen Häretiker

3.1.3 Die Konzile von 381, 382 und 383

3.2 Antiheidnische Gesetzgebung

3.3 Antijüdische Gesetzgebung

4. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das gesetzgeberische Verhalten von Kaiser Theodosius dem Großen in Bezug auf seine Religionspolitik. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie Theodosius versuchte, den katholischen Glauben zur zentralen Religion des Reiches zu etablieren und welche Methoden sowie Konsequenzen seine Gesetzgebung gegenüber Häretikern, Heiden und Juden prägten.

  • Analyse des persönlichen Glaubensbekenntnisses von Theodosius und dessen Einfluss auf die Gesetzgebung
  • Untersuchung der antihäretischen Maßnahmen, insbesondere des Edikts "cunctos populos"
  • Betrachtung der Bedeutung der Konzile von 381, 382 und 383 für die kirchliche Einigung
  • Vergleich der staatlichen Vorgehensweise gegenüber Heidentum und Judentum
  • Einordnung der Gesetzgebung in einen kohärenten, teleologischen Gesamtzusammenhang

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Das Edikt „cunctos populos“

Am 27./28. Februar 380 erließ Theodosius von Thessaloniki aus das so genannte cunctos populos: „Alle Völker, welche unserer gnädigen Milde Leitung regiert, sollen, das ist unser Wille, in dem Glaubensbekenntnis verharren, welches der göttliche Apostel Petrus, wie bis heute der von ihm verkündete Glaube dartut, den Römern überliefert hat, und dem sichtbar der Pontifex Damasus folgt und Petrus, der Bischof von Alexandria, ein Mann von apostolischer Heiligkeit; das heißt, daß wir glauben nach der apostolischen Unterweisung und der evangelischen Lehre an des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes eine Gottheit in gleichartiger Majestät und in frommer Dreifaltigkeit. Die diesem Gesetz folgen, sollen, so gebieten wir, die Bezeichnung katholischer Christen beanspruchen, die anderen aber, nach unserem Urteil Unsinnige und Verrückte, sollen die schimpfliche Ehrenminderung der Häresie erleiden, und ihre Konventikel sollen nicht die Bezeichnung von Kirchen führen, und sie sollen fürs erste durch ein göttliches Gericht, dann aber auch durch die Ahndung unseres richterlichen Einschreitens, das wir, gestützt auf des Himmels ermessen, treffen werden, bestraft werden.“

Bei Betrachtung dieses Erlasses stellen sich nun die Fragen nach Adressaten, Inhalt und Intention des Kaisers. Rein formell richtet sich das Edikt an alle Völker, die durch die Kaiser Theodosius und Gratian regiert werden. Allerdings ist aus Sozomenos zu entnehmen, dass Theodosius dieses Edikt nur an die Bevölkerung von Konstantinopel richtete, was auch in der modernen Forschung bestätigt wird. Es ist nun weiterhin einzuschränken, dass sich das Edikt lediglich an nicht-trinitarische Christen richtet, da allein diese von möglichen Strafen betroffen wären.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den innenpolitischen Handlungsbedarf des Kaisers nach der Niederlage bei Adrianopel und stellt die Forschungsfrage nach den Methoden zur Durchsetzung des katholischen Glaubens.

2. Das Leben Theodosius des Großen: Dieses Kapitel skizziert die Biografie Theodosius’, seine militärische Laufbahn, seinen Aufstieg zum Kaiser und seine familiären sowie politischen Verflechtungen.

3. Die Religionspolitik Theodosius des Großen: Das Hauptkapitel analysiert das gesetzgeberische Handeln des Kaisers hinsichtlich religiöser Abweichler und staatlicher Eingriffe.

3.1 Antihäretische Gesetzgebung: Hier wird untersucht, wie der Kaiser versuchte, durch Gesetze und die Ausgrenzung von Häretikern den nicänischen Glauben zu festigen.

3.1.1 Das Edikt „cunctos populos“: Eine detaillierte Betrachtung dieses zentralen Gesetzes und seiner Bedeutung als Glaubensbekenntnis und Rechtsgrundlage.

3.1.2 Weitere ausgewählte Maßnahmen gegen Häretiker: Dieser Abschnitt behandelt nachfolgende Verbote, wie das Versammlungsverbot und den Entzug kirchlicher Strukturen.

3.1.3 Die Konzile von 381, 382 und 383: Es wird die Rolle der Konzile bei der Konsolidierung der kaiserlichen Religionspolitik und die Durchsetzung gegen kirchliche Widerstände analysiert.

3.2 Antiheidnische Gesetzgebung: Untersuchung der Entwicklung von einer anfänglich toleranten Haltung hin zu einer zunehmenden Verschärfung der Gesetze gegen den heidnischen Opferkult.

3.3 Antijüdische Gesetzgebung: Analyse der Rechtsstellung der Juden und der kaiserlichen Bemühungen, das Zusammenleben zwischen Christen und Juden zu regeln.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Konsequenz der Religionspolitik unter Berücksichtigung realpolitischer Umstände.

Schlüsselwörter

Theodosius der Große, Religionspolitik, Codex Theodosianus, Nicäa, Häresie, Katholizismus, Heidentum, Judentum, Edikt cunctos populos, Spätantike, Konstantinopel, Kaiser, Gesetzgebung, Glaubensstreit, Trinität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Religionspolitik Kaiser Theodosius des Großen und dessen gesetzgeberisches Vorgehen zur Etablierung des katholischen Glaubens im Ostteil des Römischen Reiches.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen der Umgang mit häretischen Christen, der Wandel in der Behandlung des Heidentums sowie die Rechtslage jüdischer Gemeinschaften.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, mit welchen Methoden und welcher Konsequenz Theodosius versuchte, den katholischen Glauben zur zentralen Staatsreligion zu machen, und ob dies einem zielgerichteten, teleologischen Konzept folgte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die primär auf der Auswertung von Gesetzestexten aus dem Codex Theodosianus sowie zeitgenössischen Berichten von Kirchenhistorikern basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Untersuchung der antihäretischen, antiheidnischen und antijüdischen Gesetzgebung sowie die Bedeutung der Konzile von 381 bis 383 für diese Politik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die wichtigsten Begriffe sind Theodosius der Große, Religionspolitik, Codex Theodosianus, Häretiker, Heidentum, Judentum und nicänischer Glaube.

Welche Rolle spielte das Edikt "cunctos populos"?

Es fungierte als fundamentales Glaubensbekenntnis und Rechtsbasis, um rechtgläubige Christen von Häretikern abzugrenzen und letztere rechtlich zu sanktionieren.

Wie veränderte sich die Haltung gegenüber dem Heidentum?

Theodosius verhielt sich anfangs tolerant, verschärfte seine Gesetze jedoch zu Beginn der 90er Jahre deutlich, was schließlich zu einem faktischen Verbot privater und öffentlicher heidnischer Kultausübung führte.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Religionspolitik Theodosius des Großen
Universidad
University of Münster  (Seminar für Alte Geschichte/Institut für Epigraphik)
Curso
Proseminar: Das "neue" Rom. Konstantinopel in der Spätantike
Calificación
2,0
Autor
Philipp Prinz (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
16
No. de catálogo
V116183
ISBN (Ebook)
9783640177677
ISBN (Libro)
9783640179626
Idioma
Alemán
Etiqueta
Religionspolitik Theodosius Großen Proseminar Konstantinopel Spätantike
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Philipp Prinz (Autor), 2008, Die Religionspolitik Theodosius des Großen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116183
Leer eBook
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