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Prüfung der Verfassungsmäßigkeit verpflichtend paritätischer Wahllisten bei Bundestagswahlen

Título: Prüfung der Verfassungsmäßigkeit verpflichtend paritätischer Wahllisten bei Bundestagswahlen

Trabajo Escrito , 2021 , 31 Páginas , Calificación: 12 Punkte (2,6)

Autor:in: Simon Süßmann (Autor)

Derecho - Derecho público / Derecho constitucional / Derechos fundamentales
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Eine Partei wehrt sich im Wege des Organstreitverfahrens gegen die Einführung paritätischer Wahllisten bei den Bundestagswahlen. Geprüft wird die Verfassungsmäßigkeit verpflichtend paritätischer Listen. Dabei werden die Zulässigkeit, die Begründetheit und das Ergebnis formuliert.

Extracto


Inhalt

A. Zulässigkeit

I. Zuständigkeit des Bundesverfassungsgerichts

II. Beteiligtenfähigkeit, Art. 93 I Nr. 1 GG i.V.m. § 63 BVerfGG

1. Antragsteller

2. Antragsgegner

3. Zwischenergebnis

III. Streitgegenstand, Art. 93 I Nr. 1 GG, § 64 I BVerfGG

IV. Antragsbefugnis, § 64 I BVerfGG

V. Allgemeines Rechtsschutzbedürfnis

VI. Form des Antrags und Frist, §§ 23 I, 64 III BVerfGG

VII. Zwischenergebnis

B. Begründetheit

I. Beeinträchtigung der Rechte aus Art. 21 I i.V.m. Art. 38 I 1 GG

1. X-Partei als Partei i.S.d. Art. 21 GG

2. Recht auf Chancengleichheit politischer Parteien

a) Vorliegen dieses Rechtsguts

b) Beeinträchtigung dieses Rechtsguts

3. Recht auf Parteienfreiheit, insb. Betätigungs- und Programmfreiheit

a) Vorliegen dieses Rechtsguts

b) Beeinträchtigung dieses Rechtsguts

4. Passive Wahlfreiheit

5. Zwischenergebnis

II. Verfassungsrechtliche Rechtfertigung

1. Einschränkbarkeit der Rechte aus Art. 21 I und Art. 38 I 1 GG

a) Demokratieprinzip, Repräsentationsprinzip, Art. 20 I u. Art. 38 I 2 GG

b) Durchsetzung der Gleichberechtigung, Art. 3 II GG

c) Zwischenergebnis

2. Verfassungsrechtliche Grenze der Einschränkbarkeit

a) Formelle Verfassungsmäßigkeit

aa) Gesetzgebungskompetenz des Bundes

bb) Gesetzgebungsverfahren

(1) Gesetzesinitiative

(2) Gesetzesbeschluss

(3) Beteiligung des Bundesrates

(a) Art der Beteiligung des Bundesrates

(b) Kein Vorliegen eines Einspruchs

(c) Zwischenergebnis

(4) Zwischenergebnis

cc) Form

dd) Zwischenergebnis

b) Materielle Verfassungsmäßigkeit

aa) Beeinträchtigung der verfassungsrechtlichen Rechte der X-Partei

bb) Rechtfertigung der Beeinträchtigung der Rechte der X-Partei

cc) Verfassungsrechtliche Grenze der Einschränkbarkeit der Rechte der X-Partei: Grundsatz der praktischen Konkordanz

(1) Grundsatz der Verhältnismäßigkeit

(a) Legitimer Zweck

(b) Geeignetheit

(c) Erforderlichkeit

(d) Angemessenheit

(e) Zwischenergebnis

(2) Zwischenergebnis

dd) Zwischenergebnis

c) Zwischenergebnis

3. Zwischenergebnis

III. Zwischenergebnis

C. Ergebnis

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht die verfassungsrechtliche Zulässigkeit und Begründetheit eines Organstreitverfahrens, in dem eine politische Partei gegen die Mitwirkung des Bundestages an einem Normsetzungsakt (Einführung einer Frauenquote bei der staatlichen Parteienfinanzierung) klagt. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob die Regelungen des § 18 Va PartG die Rechte der Partei auf Chancengleichheit sowie Parteienfreiheit verletzen und ob diese Eingriffe durch verfassungsrechtliche Ziele wie die tatsächliche Gleichberechtigung von Mann und Frau gerechtfertigt werden können.

  • Verfassungsrechtlicher Status politischer Parteien als Organstreitparteien
  • Grundsatz der Chancengleichheit politischer Parteien im Wahlwettbewerb
  • Parteienfreiheit (Betätigungs- und Programmfreiheit)
  • Staatszielbestimmung der tatsächlichen Gleichberechtigung (Art. 3 II 2 GG)
  • Verhältnismäßigkeitsprüfung legislativer Maßnahmen

Auszug aus dem Buch

Verfassungsrechtliche Grenze der Einschränkbarkeit der Rechte der X-Partei: Grundsatz der praktischen Konkordanz

Die Beschränkung der Rechte der Parteien aus Art. 21 I GG ist allerdings nicht schrankenlos möglich, sondern unterliegt ihrerseits gewissen verfassungsrechtlichen Grenzen. Sie muss, gemäß dem Grundsatz der praktischen Konkordanz, einen möglichst schonenden Ausgleich zwischen den gegenläufigen verfassungsrechtlichen Rechten und Rechtsgütern herstellen. Die aus § 18 Va PartG folgenden Einschränkungen müssten eine angemessene, also im engeren Sinne verhältnismäßige Beschränkung der Rechte der X-Partei darstellen. Dieses Verhältnismäßigkeitsprinzip, das sich unmittelbar aus dem Rechtsstaatsprinzip ergibt und somit von Verfassungsrang ist, besagt, dass der Zweck jedes staatlichen Handelns in angemessenem Verhältnis zu dem gewählten Mittel stehen muss. Zwar wurde dieser Grundsatz zunächst nur auf die Rechtmäßigkeit von Eingriffen durch die Verwaltung in verfassungsrechtliche Freiheitsrechte angewandt, doch hat sich das Verhältnismäßigkeitsprinzip mittlerweile als Leitregel allen staatlichen Handelns etabliert. Hier ist das „staatliche Handeln“ das Mitwirken am Erlass des § 18 Va PartG durch den Bundestag, Prüfungsmaßstab aber der Inhalt dieser Norm (s.o.).

Zusammenfassung der Kapitel

A. Zulässigkeit: Prüfung der prozessualen Voraussetzungen für ein Organstreitverfahren, insbesondere der Beteiligtenfähigkeit der X-Partei sowie des Vorliegens eines tauglichen Streitgegenstands und der Antragsbefugnis.

B. Begründetheit: Untersuchung der materiellen Verfassungsmäßigkeit der Norm, wobei die Beeinträchtigung der Parteienrechte (Chancengleichheit, Parteienfreiheit) und deren mögliche Rechtfertigung durch den Grundsatz der praktischen Konkordanz und die Verhältnismäßigkeit im Mittelpunkt stehen.

C. Ergebnis: Zusammenfassendes Fazit, dass der Antrag der X-Partei zulässig und begründet ist und somit Aussicht auf Erfolg hat.

Schlüsselwörter

Organstreitverfahren, Chancengleichheit, Parteienfreiheit, Bundestag, Verhältnismäßigkeit, Frauenquote, Parteienfinanzierung, Gleichberechtigung, Staatszielbestimmung, Normsetzungsakt, Grundgesetz, X-Partei, Wettbewerbsgleichheit, Wahlrecht, praktische Konkordanz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt ein fiktives Organstreitverfahren, in dem eine politische Partei gegen die gesetzliche Einführung von Frauenquoten bei der staatlichen Parteienfinanzierung klagt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind das Parteienrecht, die verfassungsrechtlichen Anforderungen an die Chancengleichheit im politischen Wettbewerb sowie die verfassungsrechtliche Rechtfertigung staatlicher Eingriffe.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Prüfung, ob die staatliche Neuregelung des § 18 Va PartG die verfassungsrechtlich geschützten Rechte politischer Parteien in unzulässiger Weise einschränkt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die klassische juristische Gutachtenmethode angewandt, inklusive der Auslegung von Verfassungsnormen sowie der Anwendung des Verhältnismäßigkeitsprinzips.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine ausführliche Zulässigkeitsprüfung sowie eine detaillierte Begründetheitsprüfung, die insbesondere die verfassungsrechtliche Rechtfertigung der Norm analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Organstreitverfahren, Parteienfreiheit, Chancengleichheit und Verhältnismäßigkeit charakterisieren.

Wie wirkt sich die neue Norm auf die Parteienfinanzierung aus?

Die Norm sieht eine finanzielle Kürzung für Parteien vor, deren Wahllisten einen Frauenanteil von weniger als 50 % aufweisen, was insbesondere kleinere Parteien unter Druck setzt.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur Verhältnismäßigkeit?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Regelung kein angemessenes Mittel zur Durchsetzung der Parität ist, da sie die Wettbewerbslage unverhältnismäßig verzerrt und die Existenz von Parteien gefährden kann.

Final del extracto de 31 páginas  - subir

Detalles

Título
Prüfung der Verfassungsmäßigkeit verpflichtend paritätischer Wahllisten bei Bundestagswahlen
Universidad
LMU Munich
Calificación
12 Punkte (2,6)
Autor
Simon Süßmann (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
31
No. de catálogo
V1162262
ISBN (PDF)
9783346571878
ISBN (Libro)
9783346571885
Idioma
Alemán
Etiqueta
Parität Organstreitverfahren Parteien Bundestagswahlen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Simon Süßmann (Autor), 2021, Prüfung der Verfassungsmäßigkeit verpflichtend paritätischer Wahllisten bei Bundestagswahlen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1162262
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