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Gewalt in Medien. Thesen zu den Funktionen und Theorien zu der Wirkung medialer Gewalt

Título: Gewalt in Medien. Thesen zu den Funktionen und Theorien zu der Wirkung medialer Gewalt

Trabajo Escrito , 2013 , 13 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: BA Sascha Hülcker (Autor)

Pedagogía - Pedagogía de los medios
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Die Arbeit soll dazu dienen, einen kurzen Grundriss der Geschichte der medialen Gewalt auch im Hinblick auf ihre Geschichte darzustellen, eine vereinfachte Übersicht zur Frage der Gründe, warum der Mensch Gewalt in den Medien nutzt, zu erstellen und den aktuellen Forschungsstand zur Thematik der Wirkung der medialen Gewalt mit Bezug auf einige der vorherrschenden Theorien zu skizzieren.

Das Thema „Gewalt und Medien“ ist allgegenwärtig und noch immer höchst aktuell. Schon seit es Medien als solche gibt, gibt es auch eine Diskussion über die Gewalt, die in ihnen transportiert wird und vermeintlichen Einfluss auf die Konsumenten hat, denn der Unterschied zwischen Realität und Fiktion verschwimmt zusehends. Ist die Welt, wie sie in den Medien gezeigt wird, genauso auch in der Wirklichkeit, oder unterliegt unsere Wahrnehmung einer medialen Selektion?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Geschichte der Gewalt in Medien – ein Grundriss

3. Thesen zu den Funktionen medialer Gewalt

3.1. Evolutionstheoretischer Ansatz

3.2. Sensation-Seeking

3.3. Excitation-Transfer

3.4. Aggressive Prädispositionen

4. Theorien zur Wirkung medialer Gewalt

4.1. Die Suggestionsthese

4.2. Die Habitualisierungsthese

4.3. Die Kultivierungsthese

4.4. Die Skript-Theorie

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Wurzeln sowie die psychologischen Funktionen und Wirkungsmechanismen von Gewalt in den Medien, um ein besseres Verständnis für das komplexe Zusammenspiel zwischen medialer Darstellung und menschlichem Aggressionsverhalten zu entwickeln.

  • Historische Betrachtung von Gewaltdarstellungen von der Antike bis in die Neuzeit
  • Psychologische Erklärungsansätze für die Nutzung gewalthaltiger Medieninhalte
  • Analyse theoretischer Wirkungsmodelle wie Suggestion und Habitualisierung
  • Diskussion über das Verhältnis von Fiktion, Realität und gesellschaftlicher Normierung

Auszug aus dem Buch

2. Zur Geschichte der Gewalt in Medien – ein Grundriss

„Die Tradition der Gewalldarstellungen reicht weit zurück. Horrorgeschichten wurden bereits in prähistorischen Zeiten erzählt (…). Es gibt Höhlenmalereien, die Monsterwesen zeigen. Der ägyptische Gott Osiris wurde auf Anweisung seiner Mutter in Stücke zerhauen. Auch die griechische Götter- und Sagenwelt bzw. die Literatur des antiken Griechenlands war voller Grausamkeiten“ (Kunzcik 2006, S.27).

Die Annahme, dass die Menschen vor diesen grausamen Inhalten geschützt werden müssen lässt sich laut Kunczik schon bis in die Zeit Platons und dessen Politeia zurückverfolgen (vgl. ebd.). Platon vertrat die These, dass die Dichter der Märchen und Sagen einer Zensur unterliegen sollten, damit Kinder keine falschen Überzeugzungen übernähmen, die mit den Vorstellungen davon, wie ein Erwachsener sein sollte, kollidieren (vgl. ebd.). Das schon in diesem antiken Zeitalter kein Konsens über die Vorgehensweise mit der Gewalt in den Medien, so man sie damals schon so nennen konnte, herrschte, lässt sich daraus schließen, dass schon Aristoteles, ein Schüler Platons, eine gegensätzliche Position zum Thema vertrat. Er war ein Verfechter der sogenannten Katharsisthese, die auch heute noch Anhänger findet: „ (…) ,die zumeist von der Existenz eines angeborenen Aggressionstriebes ausgehen, behaupten, durch das dynamische Mitvollziehen von an fiktiven Modellen beobachteten Gewaltakten in der Phantasie nehme die Bereitschaft des Rezipienten ab, selbst aggressives Verhalten zu zeigen“ (Kunczik 2006, S.85).

Einfacher gesagt, je grausamer und gewalttätiger der gesehene Gewaltakt ist, umso höher in der Theorie die Wahrscheinlichkeit, dass der Rezipient durch gesteigertes Mitgefühl und Identifizierung mit dem Opfer gehemmt ist, selbst Gewalt auszuüben. Gleichwohl übten Gewaltakte immer schon eine Attraktivität und Faszination aus, deren sich der Mensch nur selten entziehen kann. Die Heldenepen der Antike sind voll von blutigen Geschichten und Sagen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Aktualität des Themas Mediengewalt und skizziert den aktuellen Forschungskonsens, der einen komplexen Zusammenhang zwischen Medienkonsum und aggressivem Verhalten nahelegt.

2. Zur Geschichte der Gewalt in Medien – ein Grundriss: Dieses Kapitel zeichnet die historische Tradition von Gewaltdarstellungen nach und zeigt auf, dass der kritische Diskurs darüber bereits in der Antike, beispielsweise bei Platon und Aristoteles, begann.

3. Thesen zu den Funktionen medialer Gewalt: Hier werden psychologische und evolutionäre Ansätze vorgestellt, die erklären, warum Menschen ein Interesse an gewalthaltigen Medieninhalten haben.

4. Theorien zur Wirkung medialer Gewalt: In diesem Abschnitt werden verschiedene wissenschaftliche Theorien wie die Suggestionsthese oder die Kultivierungsthese analysiert, um die möglichen Auswirkungen von Mediengewalt auf den Konsumenten zu verstehen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont, dass Mediengewalt nur einen von vielen Faktoren darstellt, die zur Entwicklung von Aggression beitragen können.

Schlüsselwörter

Mediengewalt, Gewaltforschung, Aggressionspotenzial, Mediale Wirkung, Katharsisthese, Suggestionsthese, Habitualisierung, Kultivierungsthese, Skript-Theorie, Evolutionstheoretischer Ansatz, Sensation-Seeking, Rezipient, Medienkonsum, Wirkungsforschung, Sozialverhalten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das vielschichtige Verhältnis zwischen Gewalt in Medien und deren Wirkung auf den Menschen sowie die historischen Hintergründe dieses Phänomens.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die Geschichte der Mediengewalt, die motivationalen Gründe für deren Konsum sowie die verschiedenen theoretischen Ansätze zur Wirkungsforschung.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu geben und die verschiedenen theoretischen Perspektiven auf die Wirkung medialer Gewalt verständlich zusammenzufassen.

Welche wissenschaftliche Methodik wird angewendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer deskriptiven Zusammenfassung wissenschaftlicher Theorien, insbesondere unter Bezugnahme auf die Arbeiten von Michael Kunczik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die evolutionären und psychologischen Motive für den Medienkonsum erläutert und anschließend zentrale Wirkungstheorien wie die Suggestions- und Kultivierungsthese prägnant dargestellt.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind Mediengewalt, Aggressionspotenzial, Wirkungstheorien, Rezeptionsforschung und historische Diskursanalyse.

Welche Rolle spielt der antike Kontext für das heutige Verständnis?

Der Autor zeigt auf, dass kritische Debatten über "schädliche" mediale Inhalte nicht neu sind, sondern sich in ähnlichen Strukturen bereits in der Antike, im Mittelalter und in der frühen Neuzeit finden lassen.

Warum ist die Habitualisierungsthese wissenschaftlich umstritten?

Kunczik weist darauf hin, dass die Habitualisierung an Mediengewalt zwar als Konditionierungsprozess theoretisch plausibel erscheint, aber empirisch bisher nicht eindeutig und ausreichend nachweisbar belegt werden konnte.

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Detalles

Título
Gewalt in Medien. Thesen zu den Funktionen und Theorien zu der Wirkung medialer Gewalt
Universidad
University of Innsbruck  (Institut für Erziehungswissenschaften)
Curso
Historische & anthroplogische Grundlagen
Calificación
1
Autor
BA Sascha Hülcker (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
13
No. de catálogo
V1162753
ISBN (PDF)
9783346565389
ISBN (Libro)
9783346565396
Idioma
Alemán
Etiqueta
Gewalt Medien Erziehungswissenschaften
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
BA Sascha Hülcker (Autor), 2013, Gewalt in Medien. Thesen zu den Funktionen und Theorien zu der Wirkung medialer Gewalt, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1162753
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