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Bildung und Erziehung in Israel nach Auschwitz

Título: Bildung und Erziehung in Israel nach Auschwitz

Trabajo Escrito , 2014 , 18 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: BA Sascha Hülcker (Autor)

Historia de Europa - Época de las guerras mundiales
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Die Arbeit befasst sich in Ansätzen mit der Bildung und Erziehung insbesondere mit Blick auf das Bildungssystem in Israel nach den Taten des nationalsozialistischen Deutschlands in Europa und den systematischen Massenmorden insbesondere an der jüdisch-stämmigen Bevölkerung sowohl in Deutschland als auch in den nach und nach von den Deutschen besetzten Gebieten und Ländern während des 2. Weltkriegs.

Auf der Grundlage des Buches „Der Schmerz des Wissens“ von Yair Auron beschäftigt sich diese Arbeit einführend in einem ersten Abschnitt mit der Geschichte des Zionismus, einer nationalen israelischen Bewegung, die vermutlich auch heute noch eine zentrale Rolle bei der Identitätsbildung israelischer Heranwachsender spielt. Des Weiteren beschäftigt sich diese Arbeit mit der Rolle des kollektiven Gedächtnisses und der kollektiven Erinnerung und deren Konstruktion durch das Errichten bestimmter Institutionen oder auch das Einführen von Gedenktagen in Israel. Als für die Geschichte einer Bildung in Israel nach Auschwitz besonders wichtige Etappen werden in dieser Arbeit beispielsweise der Adolf Eichmann – Prozess, oder auch die Errichtung einer nationalen und internationalen Holocaust-Gedenkeinrichtung wie Yad Vashem näher beleuchtet.

Auch die Vermittlung der Holocaustthematik an Schulen und Universitäten in Israel soll in dieser Arbeit näher erläutert werden, denn wie weiterführend noch zu lesen sein wird, gibt es in der Einstellung zur Vermittlung einer Erinnerung an den Holocaust auch heute noch sehr weit auseinandergehende Vorstellungen zwischen den Institutionen des israelischen Bildungssystems und beispielsweise führenden Gelehrten der israelischen Öffentlichkeit. Abschließend zur Einleitung dieser Arbeit soll noch darauf aufmerksam gemacht werden, dass aus Gründen des Leseflusses und der Vereinfachung auf eine gendergerechte Formulierung verzichtet wird, immer mit dem Hinweis darauf, dass bei jedweder Formulierung selbstverständlich beide Geschlechter gemeint sind.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zionismus – eine Einführung

3. Die Erinnerung und das kollektive Gedächtnis

4. Das Konstrukt israelischer Holocaust-Erinnerung

4.1. Der Holocaust-Gedenktag

4.2. Das „Yad Vashem-Gesetz“

4.3. Das Gesetz zum Gedenken an die Märtyrer und die Helden des Holocaust

4.4. Das Entschädigungsabkommen

4.5. Die Kasztner-Affäre

4.6. Der Eichmann-Prozess

5. Der Unterricht über den Holocaust in Israel – ein historischer Ablauf

5.1. Der zionistische Zeitabschnitt (1948 – 1977)

5.2. Der humanistische Zeitabschnitt (1978 bis zur Gegenwart)

6. Didaktische Aspekte der Wissensvermittlung über den Holocaust

7. Die Reisen nach Polen

8. Abschluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Entwicklung der Bildung und Erziehung in Israel im Kontext der Aufarbeitung des Holocaust. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie das kollektive Gedächtnis konstruiert wird, welche Rolle staatliche Institutionen und Gedenkformen bei der Identitätsbildung spielen und wie sich die didaktische Vermittlung der Holocaustthematik im israelischen Bildungssystem über die Jahrzehnte gewandelt hat.

  • Historische Entwicklung des israelischen Bildungssystems nach 1948
  • Konstruktion kollektiver Erinnerung und Identität durch staatliche Institutionen
  • Wandel didaktischer Ansätze in der Holocaust-Bildung
  • Einfluss politischer Ereignisse wie des Eichmann-Prozesses auf das gesellschaftliche Bewusstsein
  • Diskurs über die pädagogische Bedeutung von Holocaust-Gedenkstätten und Klassenfahrten nach Polen

Auszug aus dem Buch

4.1. Der Holocaust-Gedenktag

Laut Auron gab es nach 1945 einen Verdrängungsprozess, die Erinnerungen an den Holocaust betreffend. Ganz besonders deutlich abzulesen sei dies am "Hin und Her der offiziellen Entscheidungen", in denen es um die Festlegung eines bestimmten Tages ging, diesen als offiziellen Holocaust-Gedenktag festzuschreiben. (vgl. Auron 2005, S. 51). Ursprünglich sollte der Holocaust Gedenktag (im Israelischen Jom haScho’a) auf den Tag des 19. April fallen, also dem Tag, an dem im Jahre 1943 der Aufstand im Warschauer Ghetto begann. Da der 19. April jedoch nach dem jüdischen Mondkalender zumeist in die Zeit des Pessach-Festes, also dem Gedenkfest des Auszugs der Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei, fällt, wurde diese Idee wieder verworfen und festgelegt, dass es ein anderer Tag im selben Monat sein sollte und man einigte sich dann auf den 27. Nissan (ebd.). „Dieser Tag liegt sieben Tage vor dem israelischen Unabhängigkeitstag. Dabei ist von Bedeutung, dass ‚schiw'a‘ das heißt ‚sieben‘, für die im Judentum traditionell vorgeschriebene Anzahl von Trauertagen steht. In der Auffassung der Gesetzgeber trug dieses Datum ganz besonders dazu bei, die Verbindung zwischen ‚Holocaust‘, ‚Heldenhaftigkeit‘ und ‚Wiedergeburt‘ symbolisch zu unterstreichen. So wurde 1951 das Gedenktag-Gesetz zum Holocaust verabschiedet. Es markierte den ersten Schritt im Prozess des offiziellen Gedenkens, der das Datum des offiziellen israelischen Holocaust Gedenktags endgültig festlegte.“ (ebd., S. 51f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Bildung in Israel nach Auschwitz ein und erläutert die Relevanz des kollektiven Gedächtnisses sowie der Institutionen für die Identitätsbildung.

2. Zionismus – eine Einführung: Dieses Kapitel skizziert die historische Entstehung des Zionismus als nationale Bewegung und Reaktion auf Antisemitismus und Pogrome.

3. Die Erinnerung und das kollektive Gedächtnis: Es wird analysiert, wie kollektive Erinnerung konstruiert wird und welche Rolle sie für das israelische Selbstverständnis spielt.

4. Das Konstrukt israelischer Holocaust-Erinnerung: Das Kapitel beleuchtet verschiedene staatliche Maßnahmen und Gedenkprozesse wie Gesetze und Prozesse, die zur Institutionalisierung der Erinnerung führten.

5. Der Unterricht über den Holocaust in Israel – ein historischer Ablauf: Die historische Entwicklung der Holocaust-Vermittlung an Schulen wird in einen zionistischen und einen humanistischen Zeitabschnitt unterteilt.

6. Didaktische Aspekte der Wissensvermittlung über den Holocaust: Hier werden Zielvorstellungen und pädagogische Herausforderungen der Holocaust-Bildung in Israel diskutiert.

7. Die Reisen nach Polen: Das Kapitel thematisiert die pädagogische Bedeutung und die Kritik an organisierten Klassenfahrten zu Tatorten des Genozids.

8. Abschluss: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die anhaltende Relevanz der Diskussion um die Ortsbestimmung des Holocaust in der israelischen Identität.

Schlüsselwörter

Israel, Holocaust, Bildungssystem, Zionismus, kollektives Gedächtnis, Yad Vashem, Shoah, Identitätsbildung, Erinnerungskultur, Gedenktag, Geschichtsunterricht, Eichmann-Prozess, Polen-Reisen, pädagogische Vermittlung, Antisemitismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des Holocaust innerhalb des israelischen Bildungssystems und wie die Erinnerung an dieses Ereignis zur Identitätsbildung der Gesellschaft beigetragen hat.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Zu den Hauptthemen gehören die Geschichte des Zionismus, die Konstruktion eines kollektiven Gedächtnisses, staatliche Gedenkgesetzgebungen sowie die didaktische Vermittlung an israelischen Schulen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, die Mechanismen aufzuzeigen, wie durch Institutionen und Schulprogramme ein spezifisches Holocaust-Gedenken geformt wurde, das heute das israelische Selbstverständnis prägt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse, insbesondere unter Einbeziehung des Werkes von Yair Auron, um die historischen und pädagogischen Prozesse der Holocaust-Aufarbeitung in Israel zu systematisieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert chronologisch und thematisch die Entwicklung der staatlichen Holocaust-Erinnerung, beginnend bei den frühen Gedenkgesetzen über den Wandel im Geschichtsunterricht bis hin zu modernen pädagogischen Ansätzen wie Gedenkreisen nach Polen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie "kollektives Gedächtnis", "zionistische Identität", "Yad Vashem", "Holocaust-Erziehung" und "Eichmann-Prozess" definiert.

Welchen Einfluss hatte der Eichmann-Prozess laut der Arbeit auf die israelische Gesellschaft?

Der Eichmann-Prozess markierte einen Wendepunkt, indem er Überlebende aus einer anonymen Gruppe in den Fokus rückte und eine intensivere, weniger verdrängende öffentliche sowie pädagogische Auseinandersetzung mit dem Holocaust ermöglichte.

Warum gibt es Kontroversen um die Klassenfahrten nach Polen?

Während Befürworter einen hohen erzieherischen Wert für die Identitätsbildung sehen, kritisieren andere, dass diese Fahrten oft zu rituellen "Pilgerreisen" werden, die eher affektive emotionale Reaktionen fördern, statt eine kritische intellektuelle Auseinandersetzung mit jüdischer Geschichte zu ermöglichen.

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Detalles

Título
Bildung und Erziehung in Israel nach Auschwitz
Universidad
University of Innsbruck  (Institut für psychosoziale Intervention und Kommunikationsforschung)
Curso
Bildung und Politik
Calificación
1
Autor
BA Sascha Hülcker (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
18
No. de catálogo
V1162760
ISBN (PDF)
9783346565235
ISBN (Libro)
9783346565242
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bildung Auschwitz Erziehung Erziehungswissenschaften
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
BA Sascha Hülcker (Autor), 2014, Bildung und Erziehung in Israel nach Auschwitz, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1162760
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