Welche Motive haben mittelständische Unternehmen für einen Börsengang? Zur Annäherung an diese Frage werden Beweggründe für einen Börsengang und die Vorteile auf Basis einschlägiger Literatur behandelt. Das gewählte Beispiel der PATRIZIA Immobilien AG sichert den relevanten Praxisbezug ab.
Nach einer Einleitung in das Thema und die Arbeit folgt die Definition relevanter Begriffe und der allgemeine Ablauf eines Börsengangs. Kapitel 3 befasst sich mit den Motiven für einen Börsengang aus Unternehmenssicht, bevor die Motive der Eigentümer dargestellt werden. Der Praxisteil bzgl. der Motive eines Börsengangs, alias Initial Public Offering (IPO), der PATRIZIA Immobilien AG folgt in Kapitel 5. Kapitel 6 fasst die Erkenntnisse zusammen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Fragestellung und Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau und Abgrenzungen der Arbeit
2. Definitionen und Begriffsabgrenzungen
2.1 IPO oder Börsengang
2.2 Ablauf eines Börsengangs
3. Motive für einen IPO aus Unternehmenssicht
3.1 Erhöhung der Liquidität und Flexibilität
3.2 Finanzierungseffekte durch einen Börsengang
3.3 Dauerhafte Erschließung des Kapitalmarktes
3.4 Imagegewinn und höhere Aufmerksamkeit
3.5 Mitarbeiterbeteiligungsmodelle
3.6 Handelbarkeit
4. Gründe für einen IPO aus Eigentümersicht
4.1 Vermögensdiversifikation und Gewinnerzielungsabsicht
4.2 Erhöhung der Unternehmensstabilität
4.3 Risikodiversifikation
4.4 Unternehmensnachfolge
5. Motive für einen IPO der PATRIZIA Immobilien AG
5.1 Unternehmensvorstellung
5.2 Erhöhung der Liquidität und Flexibilität
5.3 Finanzierungsaspekte und Erschließung des Kapitalmarktes
5.4 Imagegewinn und höhere Aufmerksamkeit
5.5 Gewinnerzielungsabsicht der Eigentümer
6. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Beweggründe mittelständischer Unternehmen für einen Börsengang (IPO). Ziel ist es, durch die Analyse theoretischer Grundlagen und eines praktischen Fallbeispiels aufzuzeigen, welche strategischen Vorteile ein IPO für das Unternehmen sowie dessen Eigentümer bietet.
- Grundlegende Definitionen und der Ablauf eines Börsengangs
- Unternehmensspezifische Motive wie Liquiditätssteigerung und Kapitalmarktzugang
- Eigentümerspezifische Gründe wie Vermögensdiversifikation und Nachfolgeplanung
- Analyse des Börsengangs der PATRIZIA Immobilien AG als Praxisbeispiel
Auszug aus dem Buch
2.2 Ablauf eines Börsengangs
Wenn sich ein Unternehmen für den Gang an die Börse entschieden hat, beginnt die Zeit der Vorbereitungen (vgl. Frankfurt Börse, 2006, S.31). Die Vorbereitungen sind ein aufwendiger und langwieriger Prozess des Börsengangs (vgl. Reschke, 2007, S.11). Die meisten Unternehmen suchen externe Hilfe für den Ablauf des Going Public, da kaum ein Unternehmen intern über ausreichend fachliches Wissen für den komplexen Ablauf eines IPOs verfügt. Hierfür wird meist ein beratendes, internes und externes IPO-Team zusammengestellt (vgl. Salzer, 2001, S. 71). Ein Unternehmen, welches nicht die Rechtsform der Aktiengesellschaft (AG) oder der Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) besitzt, muss vor Beginn der Börseneinführung seine Rechtsform abändern (vgl. Wimmer et al., 2018, S. 10). Die Grundlage jedes Börsengangs ist ein durchdachter und detaillierter Businessplan. Dieser bildet intern das zentrale Führungsinstrument, externen Investoren, dient dieser im vorbörslichen Bereich als Entscheidungsgrundlage. Er zeigt die Unternehmensstrategie, den Markt, die Produkte sowie die Planzahlen für die kommenden drei bis fünf Jahre.
Daraufhin sucht sich das IPO durchführende Unternehmen eine Konsortialbank, die als Emissionsbank fungiert. So wird gewährleistet, dass das Unternehmen während des gesamten Ablaufs des Börsengangs begleitet wird und die Unternehmensanteile professionell platziert werden (vgl. Frankfurt Börse, 2006, S.136 ff.). Die engagierte Emissionsbank führt umfassende Unternehmensanalysen durch und legt dem Management des Unternehmens ihre allgemeinen Einschätzungen und den ermittelten Unternehmenswert vor. Der ermittelte Preis bietet die erste Grundlage für den Emissionspreis der Aktien (vgl. Frankfurt Börse, 2006, S.136 ff.). Ein weiterer wichtiger Meilenstein beim Börsengang, ist die Erstellung der Equity Story. Die Equity Story bringt das Strategiekonzept des Unternehmens zu Papier. Viele Unternehmen arbeiten jeden Tag mit einer Unternehmensstrategie, jedoch haben nur die wenigstens diese verschriftlicht. Dieser Schritt wird von einem externen Berater begleitet, muss jedoch durch den CEO umgesetzt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein und erläutert den methodischen Aufbau sowie die inhaltlichen Abgrenzungen der Hausarbeit.
2. Definitionen und Begriffsabgrenzungen: In diesem Kapitel werden grundlegende Termini wie IPO oder Börsengang definiert und der allgemeine Prozess eines Going Public erläutert.
3. Motive für einen IPO aus Unternehmenssicht: Dieses Kapitel behandelt die strategischen Vorteile eines Börsengangs für das Unternehmen, wie die Kapitalbeschaffung, Erhöhung der Liquidität und verbesserte Marktaufmerksamkeit.
4. Gründe für einen IPO aus Eigentümersicht: Hier werden die Beweggründe der Eigentümer analysiert, unter anderem im Hinblick auf Vermögensdiversifikation, Risikomanagement und die Gestaltung der Unternehmensnachfolge.
5. Motive für einen IPO der PATRIZIA Immobilien AG: Dieses Kapitel überträgt die theoretischen Erkenntnisse auf das Praxisbeispiel der PATRIZIA Immobilien AG und untersucht deren spezifische IPO-Motive.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die Relevanz sowie zukünftige Forschungsnotwendigkeiten des Themas.
Schlüsselwörter
Börsengang, IPO, Initial Public Offering, Unternehmensfinanzierung, Eigenkapital, Kapitalmarkt, Liquidität, Unternehmensstrategie, Equity Story, Due Diligence, Emissionspreis, Vermögensdiversifikation, Unternehmensnachfolge, Mittelstand, PATRIZIA Immobilien AG
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den strategischen und finanziellen Beweggründen von mittelständischen Unternehmen, den Schritt an die öffentliche Börse zu wagen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Themenfelder umfassen den Ablauf eines Börsengangs, die verschiedenen Motive aus Sicht des Unternehmens sowie der Eigentümer und die praktische Anwendung dieser Theorie an einem Fallbeispiel.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die zentrale Forschungsfrage lautet: Welche Motive haben mittelständische Unternehmen für einen Börsengang?
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse sowie die Untersuchung eines konkreten Praxisbeispiels (PATRIZIA Immobilien AG), um die theoretischen Motive zu validieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung des IPO-Prozesses, die Analyse von Unternehmens- und Eigentümermotiven sowie die detaillierte Betrachtung des Börsengangs der PATRIZIA Immobilien AG.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen IPO, Eigenkapital, Kapitalmarkt, Unternehmensnachfolge, Liquidität und Equity Story.
Warum ist die Wahl der Rechtsform für einen Börsengang wichtig?
Der Börsengang erfordert als Voraussetzung meist die Rechtsform einer Aktiengesellschaft oder einer Kommanditgesellschaft auf Aktien, weshalb eine Umwandlung oft zwingend notwendig ist.
Welche Rolle spielt die Equity Story beim Börsengang?
Die Equity Story dient als zentrales Strategiekonzept, um Investoren von der Unternehmenszukunft zu überzeugen und das Geschäftsmodell transparent und attraktiv darzustellen.
Wie trägt ein IPO zur Lösung der Unternehmensnachfolge bei?
Ein Börsengang ermöglicht es Eigentümern, Anteile fungibel zu machen und eine klare Trennung zwischen Management und Eigentum zu vollziehen, was Nachfolgekonflikte minimieren kann.
- Citar trabajo
- Jörg-Hendrik Meyer (Autor), 2020, Welche Motive haben mittelständische Unternehmen für einen Börsengang?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1163210