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Küche als Lernort für naturwissenschaftliche Experimente und Grunderfahrungen

Theoretische Aspekte und erste praktische Erfahrungen

Title: Küche als Lernort für naturwissenschaftliche Experimente und Grunderfahrungen

Bachelor Thesis , 2008 , 155 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Bachelor of Science Doreen Werner (Author)

Health - Nutritional Science
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Die aktuelle PISA-Studie bezeichnete das naturwissenschaftliche Bildungsniveau vieler SchülerInnen als besorgniserregend. Mehr Experimente in den Unterricht einzubauen, wird von vielen Pädagogen als ein notwendiger Schritt zur nachhaltigen Verbesserung angesehen.

Vor diesem Hintergrund entstanden in einem Kooperationsprojekt zwischen der Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der Ländlichen Räume und dem Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (GHS) Schwäbisch Gmünd die Stationen „Küche als Lernort für naturwissenschaftliche Erfahrungen“. Mit den acht Stationen, welche sich am Lebensmittelkreis der Deutschen Gesellschaft für Ernährung orientieren, soll der „Forscher im Kinde“ geweckt werden sowie LehrerInnen Anregungen zum Einsatz von Schülerexperimenten im Unterricht gegeben werden. Grundschulkinder sind neugierig und stellen eine ideale Zielgruppe der Stationen dar.

Die Bachelorarbeit ist in drei größere Themenblöcke untergliedert: Im theoretischen Teil zu den naturwissenschaftlichen Experimenten allgemein wird das Konzept des Pädagogen Martin Wagenschein zum Genetischen Lernen und Lehren erläutert. Es folgt die Vorstellung der Stationen in Theorie und Praxis, dem Hauptteil dieser Arbeit. Neben der Vorgehensweise und der Methodenwahl bei der Erstellung der Stationen, werden die Zielgruppen und Ziele ebenso dargestellt wie der Aufbau der Stationen und ein erster Erfahrungsbericht an zwei baden-württembergischen Grundschulen. Abschließend gibt die Bachelor-Arbeit einen Einblick in die zurzeit vieldiskutierte Gender-Thematik und geht der Frage nach, ob es einen Mangel an naturwissenschaftlichen Fachkräften in Deutschland gibt sowie welche Rolle das weibliche Ge-schlecht in den Naturwissenschaften einnimmt. Wie eine Förderung der Interessen an den Naturwissenschaften einem Fachkräftemangel vorbeugen kann, wird mit Aktionen wie dem Girls Day 2007 aufgezeigt. Somit greift die Bachelorarbeit eine aktuelle Fragestellung in der Deutschen Bildungspolitik auf und bietet mit seinen acht Lernstationen eine mögliche Antwort dem mangelnden Interesse an den Naturwissenschaften entgegenzuwirken und einem drohenden Fachkräftemangel vorzubeugen.

Trotz der engen zeitlichen Begrenzung der Abschlussarbeit können bereits wichtige Ergebnisse präsentiert und erste Auswertungen vorgestellt werden. Eine systematische wissenschaftliche Evaluation soll in einer weiteren Arbeit erfolgen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume Baden-Württemberg

1.2 Fragestellung der Arbeit

1.3 Aufbau der Arbeit

2. Kooperation der Landesinitiativen „BeKi“ und „Blickpunkt Ernährung“ in Baden-Württemberg mit dem Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (GHS) Schwäbisch Gmünd

2.1 Zwei Landesinitiativen mit Zukunft

2.1.1 BeKi – Bewusste Kinderernährung

2.1.2 Blickpunkt Ernährung

2.2 Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (GHS) Schwäbisch Gmünd

2.3 Ziele der Kooperation

2.4 Zusammenfassung

3. Naturwissenschaftliche Experimente – Theoretische Aspekte

3.1 Naturwissenschaftliches Arbeiten

3.1.1 Begriffsdefinitionen

3.1.2 Bedeutung

3.1.3 Zusammenfassung

3.2 Naturwissenschaftliche Experimente im Sachunterricht

3.2.1 Bildungsplan in Baden-Württemberg

3.2.2 Sachunterricht, Kompetenzfelder und Realität

3.2.3 Zusammenfassung

3.3 Martin Wagenschein

3.3.1 Biographie

3.3.2 Genetisch-exemplarisch-sokratisches Entdecken

3.3.3 Zusammenfassung

3.4 Zusammenfassung

4. „Küche als Lernort für naturwissenschaftliche Experimente“ – Vorstellung der Stationen in Theorie und Praxis

4.1 Vorgehensweise und Methodenwahl

4.2 Zielgruppe und Ziele

4.3 Aufbau der Stationen

4.3.1 Station Getränke

4.3.2 Station Gemüse

4.3.3 Station Obst

4.3.4 Station Kartoffeln

4.3.5 Station Getreide

4.3.6 Station Milch

4.3.7 Station Eier

4.3.8 Station Fett

4.4 Stationen in der Praxis – ein erster Erfahrungsbericht

4.4.1 Vorgehensweise

4.4.2 Bewertung SchülerInnen

4.4.3 Bewertung LehrerInnen

4.4.4 Diskussion der Ergebnisse

4.5 Zusammenfassung

5. Gender

5.1 Begriffsklärung

5.2 Gibt es einen Ingenieurmangel in Deutschland?

5.2.1 Rolle der Frau in den Naturwissenschaften

5.2.2 Möglichkeiten zur Interessenförderung

5.3 Zusammenfassung

6. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Bachelorarbeit untersucht, ob die Küche als Lernort für naturwissenschaftliche Experimente und Grunderfahrungen im Sachunterricht einen Beitrag zur Verbesserung der naturwissenschaftlichen Bildung und zur Steigerung des Interesses an naturwissenschaftlichen Fragestellungen leisten kann.

  • Entwicklung und Erprobung von Lernstationen für den Sachunterricht
  • Analyse des pädagogischen Konzepts nach Martin Wagenschein
  • Integration von Ernährungsthemen in den naturwissenschaftlichen Sachunterricht
  • Untersuchung der Gender-Thematik und Fachkräftemangel in den Naturwissenschaften
  • Reflektion der praktischen Erfahrungen an Grundschulen

Auszug aus dem Buch

3.3.2 Genetisch-exemplarisch-sokratisches Entdecken

Wagenschein hält 1965 auf einem Seminar für Didaktik der Mathematik an der Universität Münster einen Vortrag zum Problem des Genetischen Lehrens. Das Wort Genetisch umfasst die „Dreiheit“ genetisch-sokratisch-exemplarisch und gehört für Wagenschein „[…] zur Grundstimmung des Pädagogischen überhaupt“. „Pädagogik hat […] mit dem werdenden Menschen und – im Unterricht, als Didaktik – mit dem Werden des Wissens in ihm“ zu tun.

Frage 1: Warum exemplarisch? Wie die Abbildung acht zeigt, kritisiert Wagenschein (1982) zunächst die Stofffülle an Schulen. In Zusammenhang mit der begrenzten zur Verfügung stehenden Zeit kann der Stoff, zulasten der Vollständigkeit, nur noch gehetzt und nicht mehr gründlich genug behandelt werden. Infolgedessen wird es dem Lehrer kaum gelingen seine SchülerInnen für längere Zeit zu motivieren. Eine „subtraktive Auskämmung“ hingegen führt lediglich zu einem verdünnten systematischen Lehrgang, das heißt der Stoff wird fadenscheinig und gehaltlos. Aus der „Vielwisserei“ wird somit schnell eine „Wenigwisserei“. „Es bedarf also der Auswahlprinzipien, der Beschränkung auf das ‚Wesentliche‘“.

Durch die Errichtung von Plattformen können gewisse Themen ausgewählt und sich auf das „Wesentliche“ beschränkt werden. Wagenschein (1982, S. 10) empfiehlt daher „[…] den ‚Mut zur Lücke‘ zu haben, das heißt: den Mut zur Gründlichkeit und bei begrenzten Ausschnitten intensiv zu verweilen“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Landesinitiative und Einordnung der Forschungsfrage in das aktuelle PISA-Umfeld.

2. Kooperation der Landesinitiativen „BeKi“ und „Blickpunkt Ernährung“ in Baden-Württemberg mit dem Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (GHS) Schwäbisch Gmünd: Beschreibung der Kooperationspartner und deren Ziele zur Ernährungserziehung.

3. Naturwissenschaftliche Experimente – Theoretische Aspekte: Fundierung des naturwissenschaftlichen Arbeitens, Einführung in den Bildungsplan sowie das didaktische Konzept von Martin Wagenschein.

4. „Küche als Lernort für naturwissenschaftliche Experimente“ – Vorstellung der Stationen in Theorie und Praxis: Konzeption, Aufbau und kritischer Erfahrungsbericht der entwickelten Lernstationen.

5. Gender: Untersuchung der Rolle von Frauen in den Naturwissenschaften und Möglichkeiten zur Interessenförderung.

6. Resümee: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf zukünftige Ansätze der naturwissenschaftlichen Förderung.

Schlüsselwörter

Naturwissenschaften, Experimente, Küche, Ernährungserziehung, Grundschule, Sachunterricht, Martin Wagenschein, Genetisches Lernen, BeKi, Blickpunkt Ernährung, Gender, Fachkräftemangel, Kompetenzfelder, Bildungsplan, Experimentierstationen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Nutzung der Küche als Lernort für naturwissenschaftliche Experimente in der Grundschule, um das Interesse von Kindern an naturwissenschaftlichen Fragestellungen zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind Ernährungserziehung, naturwissenschaftliches Arbeiten, Didaktik in der Grundschule (Sachunterricht) sowie Gender-Aspekte in technischen und naturwissenschaftlichen Berufsfeldern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, in Kooperation mit dem Staatlichen Seminar für Didaktik Schwäbisch Gmünd eine Antwort auf die Frage zu finden, ob die Küche als Lernort die naturwissenschaftliche Bildung und das Interesse an entsprechenden Fragestellungen verbessern kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu didaktischen Konzepten (insb. Martin Wagenschein) sowie der praktischen Konzeption und Erprobung von acht Lernstationen (Erfahrungsbericht).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung naturwissenschaftlichen Arbeitens, die Vorstellung des pädagogischen Ansatzes von Wagenschein, die detaillierte Beschreibung der entwickelten Lernstationen und die Auswertung praktischer Erprobungen an Grundschulen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Schlüsselwörtern gehören: Naturwissenschaften, Experimente, Küche, Ernährungserziehung, Sachunterricht, Wagenschein, Gender, Fachkräftemangel und Bildungsplan.

Warum wurde die Küche als Lernort gewählt?

Die Küche wurde gewählt, weil sie einen direkten Alltags- und Lebensweltbezug bietet, durch den Alltagserfahrungen mit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen sinnvoll verknüpft werden können.

Welche Bedeutung hat das Konzept von Martin Wagenschein?

Wagenscheins Konzept des „Genetisch-exemplarisch-sokratischen Lernens“ dient als didaktische Basis, um durch Staunen und eigenes Entdecken ein tieferes Verständnis statt reiner Stoffvermittlung zu erreichen.

Welche Erkenntnisse ergab der Erfahrungsbericht in den Schulen?

Die Erprobung zeigte hohe Begeisterung bei den Kindern, offenbarte jedoch auch praktische Herausforderungen wie Klassenstärke, Zeitmanagement und die Notwendigkeit von Kleingruppen für effektives experimentelles Arbeiten.

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Details

Title
Küche als Lernort für naturwissenschaftliche Experimente und Grunderfahrungen
Subtitle
Theoretische Aspekte und erste praktische Erfahrungen
College
University of Applied Sciences Fulda
Grade
1,3
Author
Bachelor of Science Doreen Werner (Author)
Publication Year
2008
Pages
155
Catalog Number
V116324
ISBN (eBook)
9783640189045
Language
German
Tags
Küche Lernort Experimente Grunderfahrungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Science Doreen Werner (Author), 2008, Küche als Lernort für naturwissenschaftliche Experimente und Grunderfahrungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116324
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