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Geldwäsche in der Immobilienwirtschaft

Titel: Geldwäsche in der Immobilienwirtschaft

Akademische Arbeit , 2021 , 23 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sandra Raut (Autor:in)

BWL - Recht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Ausarbeitung wird sich mit dem Thema Geldwäscheprävention im Immobiliensektor befassen und sich der daraus resultierenden Problematik in der heutigen Situation in der Immobilienwirtschaft systematisch annehmen.

Die Immobilienbranche in Deutschland gilt als besonders anfällig für Geldwäsche. In Deutschland werden jedes Jahr 100 Milliarden Euro gewaschen. 20 bis 30 Milliarden Euro schleusen die Kriminellen dabei durch den Immobilienmarkt. In Deutschland werden 15-30% aller kriminellen Vermögenswerte in Immobilien investiert. Die Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung nimmt daher in der Wirtschaft eine immer größere Rolle ein.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problembeschreibung

1.2 Zielfestlegung

1.3 Aufbau

2. Begriffsbestimmung

3. Phasenmodelle (Theoretische Grundlagen)

3.2 Drei-Phasenmodell

3.1.1 Die erste Phase: Platzierung (Placement)

3.1.2 Die zweite Phase: Verschleierung (Layering)

3.1.3 Die dritte Phase: Integration

3.2 Phasenmodell nach Bernasconi

4. Geldwäscherisiken im Immobiliensektor

5. Geldwäscheprävention im Immobiliensektor

6. Anwendungsfall - Praktisches Beispiel

6.1 Problemstellung

6.2 Analyse und Bewertung des Praxisgeschehens

6.3 Handlungsempfehlung/ Lösungsansätze

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die aktuelle Problematik der Geldwäsche im deutschen Immobiliensektor, identifiziert bestehende Schwachstellen in der Prävention und leitet daraus wissenschaftlich fundierte Handlungsempfehlungen ab, um die Anreize für kriminelle Aktivitäten nachhaltig zu minimieren.

  • Analyse der Geldwäsche-Phasenmodelle (Drei-Phasen-Modell und Modell nach Bernasconi).
  • Einschätzung und Bewertung von Geldwäscherisiken in der Immobilienwirtschaft.
  • Kritische Beleuchtung der derzeitigen Präventionsmaßnahmen und Verdachtsmeldeprozesse.
  • Untersuchung von Praxisbeispielen zur Identifizierung von Schwachstellen in der Regulierung.
  • Erarbeitung von Lösungsansätzen zur Verbesserung der Geldwäschebekämpfung.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Die erste Phase: Platzierung (Placement)

Bei der ersten Phase, der Platzierung (engl. Placement) werden kriminell erworbene Einnahmen in geringere Stückelungen aufgeteilt. Höhere Bargeldmengen könnten verdächtig wirken, wenn die Herkunft des Bargeldes sich nicht plausibel erklären lässt. Bei der ersten Phase der Geldwäsche ist das Risiko am höchsten entdeckt zu werden. Der eigentliche Geldwäscher verfügt daher über andere natürliche oder juristische Personen um eine Verringerung des Aufdeckungsrisikos zu gewährleisten. Dieser Ablauf wird mittelbare Einbringung genannt (vgl. Ratz 2007: 34). Die Platzierungsmethoden werden in unmittelbare Einbringung und die mittelbare Einbringung differenziert (vgl. Ratz 2007: 33). Die unmittelbare Einbringung beinhaltet das unauffällige Einzahlen des kriminell erlangten Bargeldes ohne Mittelsmann in die Finanzwirtschaft. Bei diesem Schritt gibt es mehrere Alternativen. Häufig genutzte Methoden sind das Structuring und Smurfing (vgl. Bongard 2001: 108). Bei der Anwendung der Structuring-Methode zahlt der Kriminelle häufig auf ein Konto ein. Dabei berücksichtigt er die Betragshöhe bei jeder einzelnen Einzahlung, damit er den Schwellenwert für die Identifikationspflicht nicht überschreitet. Das Smurfing hingegen zeigt das Aufsplitten der Bargeldsumme in geringe Einzahlungen bei unterschiedlichen Konten oder Kreditinstituten (vgl. Suendorf 2001: 163). Illegale Vermögenswerte entstehen z.B. durch Einnahmen durch illegale Machenschaften wie Drogen- und Menschenhandel. Die Stückelung in geringere Mengen wird als Smurfing definiert (vgl. Ratz 2007: 33). Mittelsmänner zahlen das kriminell erworbene Bargeld auf Bankkonten ein, damit es in Buchgeld überführt wird. Für diesen Schritt werden neben Banken auch gerne die Glücksspielbranche, Autohändler, Wechselstuben, Versicherungen, Wertpapiermakler und Gaststätten genutzt (vgl. Wöß 1994: 18).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Anfälligkeit der deutschen Immobilienbranche für Geldwäsche und legt das Ziel der Arbeit fest, Lösungsansätze für präventive Maßnahmen zu erarbeiten.

2. Begriffsbestimmung: Definiert grundlegende Begriffe wie Geldwäsche, Geldwäschegesetz, wirtschaftlich Berechtigte sowie die Rolle der Verpflichteten im Geldwäschekontext.

3. Phasenmodelle (Theoretische Grundlagen): Erläutert die theoretischen Abläufe der Geldwäsche, insbesondere das Drei-Phasenmodell und das detailliertere Modell nach Bernasconi.

4. Geldwäscherisiken im Immobiliensektor: Analysiert das Schadenspotential und die unterschiedlichen Risikoeinschätzungen von Experten und Verpflichteten.

5. Geldwäscheprävention im Immobiliensektor: Identifiziert typische Verdachtsmomente und Indizien, auf die Immobilienakteure im Rahmen ihrer Sorgfaltspflicht achten müssen.

6. Anwendungsfall - Praktisches Beispiel: Überträgt die theoretischen Erkenntnisse auf ein Praxisbeispiel, analysiert das Versagen aktueller Kontrollmechanismen und gibt Handlungsempfehlungen.

7. Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit konsequenterer Präventionsmaßnahmen, Schulungen und einer verstärkten Digitalisierung.

Schlüsselwörter

Geldwäsche, Immobilienwirtschaft, Geldwäscheprävention, Drei-Phasenmodell, Bernasconi, Verdachtsmeldungen, FIU, Compliance Management System, Geldwäschegesetz, Immobilienmarkt, Sorgfaltspflichten, Geldwäscherisiken, Wirtschaftlich Berechtigte, Immobilientransaktionen, Kriminalitätsbekämpfung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der hohen Anfälligkeit des deutschen Immobiliensektors für Geldwäsche und untersucht, wie betroffene Akteure durch präventive Maßnahmen Risiken identifizieren und verringern können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die theoretischen Phasenmodelle der Geldwäsche, die Risikoanalyse innerhalb der Immobilienbranche und die Optimierung von Kontrollmechanismen zur Prävention.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die aktuelle Situation der Geldwäsche in der Immobilienwirtschaft zu untersuchen, Schwachstellen aufzudecken und daraus wissenschaftlich fundierte Lösungsansätze abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und einer systematischen Analyse der aktuellen Situation und Geldwäscheproblematik anhand von Praxisbeispielen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Modelle von Geldwäsche, bewertet die Risiken im Immobiliensektor, zeigt typische Verdachtsmomente auf und analysiert Lösungsansätze wie die Digitalisierung von Grundbüchern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Geldwäsche, Immobilienwirtschaft, Geldwäscheprävention, Verdachtsmeldungen, FIU sowie die regulatorischen Anforderungen an Verpflichtete.

Warum wird das Modell nach Bernasconi bevorzugt?

Das Modell nach Bernasconi wird bevorzugt, da es im Gegensatz zum Drei-Phasen-Modell auch die Reintegration illegaler Gelder sowie technische, zeitliche und geografische Aspekte detailliert berücksichtigt.

Welche Rolle spielt die FIU in dieser Arbeit?

Die FIU fungiert als zentrale Stelle zur Analyse von Verdachtsmeldungen; die Arbeit kritisiert die derzeit zu geringe Anzahl an Meldungen aus dem Immobiliensektor und fordert bessere Zugriffsrechte für diese Behörde.

Welche Maßnahmen werden zur Risikominimierung vorgeschlagen?

Zu den Vorschlägen zählen unter anderem die Aufhebung der Schweigepflicht in typisierten Fällen, regelmäßige Schulungen der Verpflichteten und eine zentrale Digitalisierung der Grundbücher.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Geldwäsche in der Immobilienwirtschaft
Hochschule
Hamburger Fern-Hochschule
Note
1,7
Autor
Sandra Raut (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
23
Katalognummer
V1163308
ISBN (PDF)
9783346573001
ISBN (Buch)
9783346573018
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wirtschaftskriminalität Geldwäschebekämpfung Immobilienwirtschaft Geldwäsche GWG KWG AML
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sandra Raut (Autor:in), 2021, Geldwäsche in der Immobilienwirtschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1163308
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Leseprobe aus  23  Seiten
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